Khronos Group bastelt an offenem VR-Standard

8. Dezember 2016 Kategorie: Games, Software & Co, Wearables, geschrieben von: Gastautor

khronos-group-artikelbildDie Khronos Group ist ein Zusammenschluss von vielen großen Herstellern aus dem Bereich Hard- und Software. Ziel ist es, sich innerhalb der Industrie für kostenlose Standards einzusetzen, welche dann alle Anbieter nutzen können. Das soll sowohl für die Unternehmen als auch für die Kunden Sicherheit schaffen. Vermutlich kennen die meisten von euch die Khronos Group dank OpenGL und seiner vielen Ableger sowie vielleicht aufgrund der neuen Grafik-API Vulkan. Jetzt hat man angekündigt an einem offenem, herstellerübergreifendem Standard für Virtual Reality zu tüfteln. Und die großen Player scheinen fast alle dabei zu sein.

Laut Khronos Group werde der Markt für Virtual Reality aktuell in erster Linie durch die Fragmentierung behindert. Unterschiedliche VR-Headsets benötigen jeweils unterschiedliche Treiber und Software. Das macht nicht nur Kunden die Nutzung schwerer als nötig, sondern erschwert es auch Entwicklern ihre Anwendungen für möglichst viele Plattformen anzubieten. Hier soll ein offener Standard den Portierungsaufwand drastisch reduzieren. Ziel seien etwa Standard-APIs für das Tracking, die Controller und andere Objekte sowie eine einfache Integration der Accessoires in VR-Runtime.

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Die Arbeit an detaillierten Vorschlägen und Designs soll laut Khronos Group nach einer ersten Planungsphase möglichst flott durchstarten. Potentielle Partner und andere Interessenten erhalten auf dieser Site weitere Informationen. Doch so ein Standard hat wenig Aussicht auf Erfolg, wenn nicht auch die Hersteller und Entwickler mitspielen. Und hier hat sich die Khronos Group dann bereits die Unterstützung der wohl wichtigsten Anbieter gesichert: AMD, ARM, Epic Games, Google, die Immersive Technology Alliance, Intel, LunarG, Nvidia, Oculus VR, The Open Gaming Alliance, Razer, Sensics, Tobii, Valve sowie VeriSilicon haben allesamt bereits ihre Mitwirkung zugesagt.

Insgesamt klingt das wirklich nach dem richtigen Ansatz, denn es braucht noch deutlich mehr hochwertigen (!) Virtual-Reality-Content. Sollten Entwickler es leichter haben ihre Inhalte plattformübergreifend anzubieten, wird das auf Dauer auch mehr Kunden anziehen. Zumal einheitliche APIs auch die Benutzerfreundlichkeit erhöhen sollten.


 

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