Hugo Barra erklärt, warum Xiaomi keine microSD-Slots in neuen Smartphones verbaut

8. Mai 2015 Kategorie: Android, Hardware, geschrieben von:

Hugo Barra, seines Zeichens Ex-Googler und heute CEO von Xiaomi, hat in einem Interview erklärt, warum man keinen SD-Karten-Slot mehr in den Flaggschiff-Modellen des Herstellers vorfindet. Auch unter Android ist dies keine Seltenheit mehr, Google selbst setzt bei den Nexus-Modellen schon seit langer Zeit auf die Ausstattung mit fest verbautem Speicher. Dennoch gilt die Möglichkeit der Speichererweiterung bei vielen Nutzern noch als Vorteil von Android angesehen. Wer viele Daten speichert, vor allem Musik und Videos, kann heute immerhin zig GB mittels kleiner Karte nachrüsten.

Xiaomi

Hugo Barra erklärt nun also, dass man in High Performance-Geräten keinen microSD-Slot mehr verbauen wird. Der Grund ist einfach, Speicherkarten sind zu langsam und zu anfällig. Hinzu kommt, dass es bei Speicherkarten einen großen Anteil an Fälschungen gibt. Schlechte Karten, die dann noch schneller zu Problemen führen. Für diese Probleme werden dann oft das Smartphone oder Hersteller dessen verantwortlich gemacht, obwohl die Probleme von der Speicherkarte ausgehen.

Um dies zu vermeiden, setzt Xiaomi in seinen Flaggschiffgeräten, wie dem eben erst vorgestellten MiNote Pro, auf fest verbauten Speicher, der weniger anfällig ist. Der Kunde muss dann zwar mit der begrenzten Speicherkapazität leben, ist dafür aber auch ein Stück weit vor funktionalen Problemen geschützt. Barra geht davon aus, dass Speicherkarten immer mehr verschwinden werden. Samsung verzichtete beim Galaxy S6 / edge auch auf einen microSD-Slot, erntete dafür aber auch Kritik.

Für Menschen mit einem hohen Speicheraufkommen ist das natürlich keine schöne Entwicklung. Aber auch hier spielt Android wieder seine Vielfältigkeit aus. Man wird immer Geräte finden, die einen microSD-Slot haben. Außerdem gehen die Hersteller langsam dazu über, Geräte mit von Haus aus genügend Speicher zu verkaufen, das macht dann Speicherkarten automatisch überflüssig.

(Quelle: Engadget)


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