Google Play: Adware verbreitet sich getarnt als FIFA-App

7. Juni 2016 Kategorie: Android, Backup & Security, Mobile, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

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Avast, Anbieter des beliebten Virenscanners für Android, hat mal wieder den Play Store nach Malware und Co. durchforstet. Dabei ist man fündig geworden: Mehrere Imitate der offiziellen FIFA-App sollen Fußballfans aufs Kreuz legen. Die vier ähnlich benannten Anwendungen ähnelten der FIFA-App, sollen aber eigentlich nur personenbezogene Daten abgreifen bzw. Werbung ausliefern. Alle der genannten App-Imitate stammten vom selben Entwickler, auch wenn ein jeweils anderer Name unter Google Play angegeben gewesen ist.

Nach der Installation der FIFA-Imitate sollen die auf den Leim gegangenen Nutzer erstmal den Datenschutz- und Werberichtlinien des Marketingnetzwerks Airpush zustimmen. Airpush kann anschließend sowohl die Geräte-ID, die IP-Adresse als auch eine Liste der installierten Apps abrufen. Auch den Standort, Browser-Verlauf und die E-Mail-Adresse will Airpush abgreifen. Bei Einwilligung in die Richtlinien wird zudem die Google-Werbe-ID verknüpft.

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Die FIFA-Imitate nennen sich übrigens „Football 2015“, „Football 2016“, „Soccer 2016“ und nochmals „Soccer 2016“. Alle Apps bieten Fußballspiele von minderer Qualität, die mit Ach und Krach funktionieren. Sie dienen nur als Vehikel, um möglichst viele Werbeanzeigen einzublenden. Avast Mobile Security stuft alle vier genannten Apps daher als Adware ein. So erscheinen neben endlosen Anzeigen für Sky, Amazon und andere Anbieter unter anderem gefälschte Virus-Warnungen, die einen verleiten sollen weitere Apps aus Google Play herunterzuladen.

Ergebnis: Auch wenn die EM 2016 euch mitreißt, nehmt nicht wahllos jede Fußball-App mit. Bleibt dann doch lieber bei bekannten und vertrauenswürdigen Entwicklern oder zockt direkt PES oder FIFA an der Plattform eurer Wahl.


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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