Google Fotos: Dank Standortverlauf werden Bilder auch ohne GPS mit einem ungefähren Ort versehen

Google Fotos Logo ArtikelGoogle Fotos bietet dem Nutzer nicht nur unbegrenzten Speicher für Aufnahmen, sondern möchte die Aufnahmen auch so einfach wie möglich zugänglich machen. Zum Beispiel durch eine Zusammenfassung von Bildern, die am gleichen Ort aufgenommen wurden. Da aber nicht jeder Nutzer jedes Bild mit einem Standort bei der Aufnahme versieht, muss Google hier in die Trickkiste greifen. Ungefährer Standort heißt das Zauberwort, die Information zieht Google Fotos aus dem Standortverlauf und verwendet sie für die Aufnahmen. Ungefährer Standort deshalb, weil kein konkreter Punkt gesetzt wird, sondern das Bild in ein „Gebiet“ eingeordnet wird.

Wer mit dieser automatischen Zuordnung des Standortes via Standortverlauf nicht einverstanden ist, kann sie auch aktivieren, allerdings nicht über Google Fotos, sondern nur indem der Standortverlauf komplett deaktiviert wird. Das wiederum hat auch Einfluss auf die Funktionalität von Google Now und anderen Diensten. ALternativ kann man den Standort eines einzelnen Bildes entfernen. Dazu wählt man das Bild aus, klickt auf „Info“, klickt neben dem Standort auf „Mehr“ und dann auf „Standort entfernen“. Die Anleitung gibt es auch in diesem Google-Supportdokument.

Interessant ist auch ein kleines Detail, nämlich wenn es um das Teilen von Bildern geht. Bilder, die von vornherein mit einem Standort versehen waren, werden auch mit dem Standort geteilt. Bilder, die nur mit einem ungefähren Standort ausgestattet sind, werden ohne diese Information weitergegeben, wenn man sie mit anderen teilt. Das macht die automatische Zuordnung gleich ein Stück weniger creepy, da man nicht befürchten muss, aus Versehen einen Standort zu teilen. Auch sind die ungefähren Standorte nicht in den EXIF-Daten eines Bildes hinterlegt, es scheint also eine rein Google-seitige Lösung zu sein.

(via Android Police)

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

10 Kommentare

  1. Gilt das auch für manuell hochgeladene Fotos?

  2. Schröppke says:

    @Simpon Wie soll das gehen, wenns dafür doch keinen Standortverlauf gibt?
    An sich praktische Neuerung, wäre nur besser, wenn ich das auswählen könnte, falls ich die Standortdaten in Exif haben möchte.

  3. Paul Mircher says:

    @Schröppke Indem der Standort des Uploads genommen wird.

  4. an alle oben:
    Einfach den Standort vom Handy zu dem Zeitpunkt des Fotos nehmen … anders geht es doch mit Sicherheit auch nicht bei dieser Funktion 🙂

  5. @Schröppke die hochgeladenen Fotos haben doch auch nen Zeitstempel in den EXIFs… es geht ja genau darum, die Zeitstempel mit den Daten in dem Standortverlauf abzugleichen.

  6. Bleibt die Frage, woher denn der Standortverlauf die Standorte weiß, wenn das GPS abgestellt ist …

  7. Geolocation geht auch über Mobilfunkmasten oder WLAN-APs… sogar relativ genau in dicht besiedelten Gebieten.

  8. Alles gut und schön, aber wann lässt uns Google endlich mal den exakten Standort von einem Bild editieren und somit genau festlegen? (Datum und Zeit können wir mittlerweile schon editieren…)

  9. Die Frage ob es auch für hochgeladen Fotos gilt würde mich ebenfalls interessieren. Am besten optional, da es dann nicht immer Sinn macht.

  10. @Simon jap das geht. Hab ich Caschy vor knapp 1.5 Jahre schon mal geschickt. Ist ja relativ einfach. Nimm den Zeitstempel des Fotos und vergleiche mit deinem Standortverlauf