Google: Mit Microsoft-Technologie gegen Suchergebnisse, die Kindesmissbrauch darstellen

18. November 2013 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von:

Google hat einen noch stärkeren Kampf gegen Kinderpornografie und -missbrauch im Internet angekündigt. Wie in der realen Welt gibt es auch im Internet diese dunklen Ecken, in der kriminelle Dinge geschehen: Im Jahr 2011 bekam das National Center for Missing and Exploited Children’s (NCMEC’s) insgesamt Hinweise auf 17,3 Millionen Fotos und Videos, welche vermutlich Dinge darstellen, die der gesunde Mensch als Kindesmissbrauch ansehen würde.

Google Office

In einem Interview mit der Daily Mail wird Eric Schmidt nun zitiert, dass man einen großen Schritt bei der Suche nach diesem Material machen konnte. Ein Team mit 200 Mann arbeitete drei Monate und konnte so 100.000 potentielle Suchabfragen ausmerzen. Bereits im Vorfeld zeigt Google Warnungen zu ungefähr 13.000 Suchergebnissen an, welche in der Vergangenheit einen Rückgang von ca. 20 Prozent auf diese Begriffe zur Folge hatten.

Die neuen Suchalgorithmen greifen erst einmal in den englischsprachigen Ländern, folgt dann allerdings auch in 150 anderen Sprachen. Seit 2006 arbeitet man mit anderen Technologie-Unternehmen daran, technische Lösungen zu entwickeln, die Technologien, die jetzt zum Aufspüren der Bilder benutzt wurden, kamen unter anderem von Microsoft – Schmidt spricht der Firma im Interview seinen Dank aus. 5.000.000 Dollar stellte man bereits im Juni 2013 unterstützend zur Verfügung, um Bildmaterial, welches Kindesmissbrauch darstellt, auszurotten. Diese Summe ging an das National Center for Missing and Exploited Children und die Internet Watch Foundation.

Unterstützung bekommen auch ähnliche Organisationen in den USA, Kanada, Europa, Australien und Lateinamerika. Seit 2008 nutzt man Hash-Technologien, um bekannte Bilder zu markieren, sodass das Aufspüren von Kopien dieser Bilder im Internet möglich wird.

Jedes Bild erhält eine eindeutige ID, einen digitalen Fingerabdruck und wandert in eine Datenbank. Diese Datenbank ermöglicht es Unternehmen, Wohltätigkeitsorganisationen und der Strafverfolgung, besser gegen diesen Content im Internet vorzugehen. Google teilte im Juni ebenfalls mit, dass man weitere 2.000.000 Dollar dem  Child Protection Technology Fund zur Verfügung gestellt hätte, damit man noch effektivere Technologien entwickeln kann.

Letzte Woche wurden 348 Menschen in Kanada verhaftet und 386 Kinder gerettet – es war eine der größten Aktionen dieser Art, die Kanada je gesehen hat.


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