Google ändert Play Store Richtlinien, weniger Werbung inklusive

24. August 2013 Kategorie: Android, Google, Mobile, geschrieben von:

Google hat einmal wieder die Play Store Richtlinien angepasst. Entwickler müssen sich bei neu eingereichten Apps ab sofort daran halten, bestehende Apps haben 30 Tage Zeit, um angepasst zu werden. Die Änderungen sind nicht allzu groß, für Nutzer des Play Stores dürften sie dennoch willkommen sein.

googleplay

Die größte Neueurng ist die Fortführung einer bereits älteren Regeländerung. Sie betrifft Werbung in der Notification Bar. Diese waren bisher erlaubt, wenn sie sich nicht als Warnmeldung oder Systemnachricht ausgaben. Nun dürfen Werbeanzeigen gar nicht mehr über Push-Nachrichten oder Benachrichtigungen auf Systemlevel auf dem Gerät landen.

Eine Ausnahme wird auch gleich angeführt. Eine Airline-App darf beispielsweise weiterhin Sonderangebote als Werbung anzeigen und Spiele mit In-App-Käufen dürfen auch für die eigenen In-App-Käufe werben. Es geht hier vor allem um die Werbung, die mittels AirPush auf das Gerät gebracht wurde und für die kein direkter Zusammenhang mit einer App herzustellen war.

Fake Apps werden es in Zukunft auch schwerer haben. Bisher war es nur verboten, den Namen oder das Icon von „großen“ Titeln zu verwenden. Nun wird Google auch Entwickler-Accounts aussperren, die auf fremde App-Landing-Pages verlinken. Wenn man sich allerdings anschaut, wie wenig die letzte Änderung gebracht hat, sind Zweifel berechtigt, ob Google dem in dieser Form auch nachgehen wird. Entwickler von erfolgreichen Apps haben aber auf jeden Fall einen neuen Angriffspunkt für Entwickler, die es nicht so genau nehmen.

In diesem Zusammenhang wird auch noch einmal angeführt, dass Apps keine anderen Apps imitieren dürfen. Auch eine falsche App-Beschreibung, falsche Screenshots zur App und versprochene Funktionen, die nicht vorhanden sind, verstoßen gegen die Regeln und können zur Sperrung des Entwickler-Accounts führen.

Werbung ist das große Stichwort in Googles neuen Richtlinien (will man sich das eigene Geschäft etwa nicht kaputt machen lassen?). Ebenfalls nicht mehr zugelassen sind Apps, die Homescreen-Shortcuts (mit Werbung) erstellen oder Lesezeichen im Browser erstellen. Bisher war es so, dass dies möglich war, wenn der Nutzer sein Einverständnis gegeben hat.

Und noch einmal Werbung. Werbeanzeigen innerhalb von Apps, die den ganzen Bildschirm einnehmen, müssen einen gut sichtbaren „Schließen“-Button haben. Die Werbung muss geschlossen werden können, ohne einen Klick auszulösen. Auch darf sich das Schließen der Werbung nicht nachteilig auf den Nutzer auswirken.

Ihr seht, es sind eigentlich nur kleine Änderungen, die sich hauptsächlich positiv für den Nutzer auswirken. Die Sache mit den Werbeanzeigen in Apps und in den Benachrichtigungen finde ich persönlich gut. Vielleicht gibt es dann auch bald wieder mehr „Kaufe die Vollversion für…“-Apps, da für die Entwickler, die bisher auf aggressive Werbung gesetzt haben, diese nicht mehr ganz so lukrativ sein wird.


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Quelle: Android Police |

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