Foxconn: Automatisierung ersetzt 60.000 Arbeiter in der Produktion

26. Mai 2016 Kategorie: Hardware, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_foxconnFoxconn ist einer der größeren Produzenten in China, zigtausende Mitarbeiter sorgen dafür, dass der Rest der Welt Tag für Tag die neuste Technik von allerlei verschiedenen Herstellern in den Händen halten kann. Technik, die künftig vermehrt von Technik gefertigt wird, denn die Roboter erhalten Einzug bei Foxconn. Eine der Fabriken konnte so von 110.000 auf 50.000 Mitarbeiter reduziert werden. Gerade für einfache Arbeiten, wie dem Zusammensetzen verschiedener Teile, lassen sich Roboter sehr gut einsetzen. Foxconn sieht darin auch eine Chance, Mitarbeiter für höhere Produktionsebenen, zum Beispiel die Qualitätskontrolle einzusetzen.

Aber natürlich gehen durch die Automatisierung Jobs verloren, auch wenn sich Foxconn dazu nicht äußert. Eine Studie der Oxford University legt nahe, dass in den nächsten 20 Jahren 35 Prozent der Jobs durch Roboter übernommen werden. Ist das nun schlimm? Gerade auf Foxconn bezogen muss die Frage ja berechtigt sein. Seit Jahren wird sich über die schlechten Arbeitsbedingungen aufgeregt. Ob es den Arbeitern besser geht, wenn sie nun durch Roboter ersetzt werden?

Keine Arbeit dürfte für viele noch wesentlich schlimmer sein als schlechte Arbeit. Versteht man in einem von einem relativ gut funktionierenden Sozialsystem gestützten Land nicht immer, sollte man aber durchaus bedenken. Und es ist nicht nur Foxconn, seit 2014 wurden 505 Fabriken in der Guandong Provinz mit Robotern ausgestattet, die Arbeitskräfte ersetzen sollen. Das lässt man sich auch einiges kosten, rund 560 Millionen Euro wurden investiert.

Es ist logisch, das Produktionen optimiert werden. Roboter können wiederkehrende Arbeiten mit einer sehr viel größeren Effizienz erledigen als Menschen, den Firmen bleibt gar nicht viel übrig als zu optimieren, auch auf Kosten von Mitarbeitern. In großen Produktionsanlagen fallen dann eben auch einmal mehrere zehntausend einfache Jobs weg. Geld regiert die Welt und wer kostengünstiger ersetzt werden kann, wird dies auch. War schon immer so und wird sich auch so schnell nicht ändern. Nun sind es halt Roboter anstatt unterbezahlte Menschen.

(Quelle: BBC)

 

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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