Entfernen der RSS-Erweiterung seitens Google angeblich nur ein Versehen

19. März 2013 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von: caschy

Das leidige Thema RSS-Reader und Google. Wie ihr ja sicherlich mitbekommen habt, wird der beliebte Google Reader zum 1. Juli 2013 eingestellt. Dies ist wirklich schade für die Benutzer, aber unter Umständen gut für neue Dienste, die verstehen, worauf es manchen Menschen bei ihrem Medienkonsum ankommt. Kurz darauf verbannte man auch den Reader-Schnellzugriff aus der Black Bar bei Google und einen besonderen Hype erlebten die verschwundenen RSS-Erweiterungen im Chrome Web Store. “Alles nur ein Versehen” heißt es.

RSS Bild

Der Entwickler der Google-Erweiterung RSS-Abonnement teilte mit, dass die Erweiterung aus Versehen entfernt wurde. Es sollte erst einmal nur eine Änderung geben – nämlich dass der Google Reader in den Optionen nicht mehr auftaucht. Doch machen wir uns nichts vor: der Google Reader kann abgeschrieben werden, ebenso die Tatsache, dass Chrome keine native RSS-Unterstützung mehr anbietet.

Ich bin mittlerweile zu Feedly gewechselt. Für mich als Hardcore-Benutzer zumindest im Browser eine wunderbare Lösung, an die ich mich schnell gewöhnen konnte. Wermutstropfen sind die mobilen Apps. Allerdings kann man durch den Google Reader-Abgleich mit Feedly ja die alten Reader-Clients unter Android, iOS und Co nutzen. Bis zum 1. Juli werden sicherlich noch einige Clients dahingehend geändert, dass sie andere Dienste unterstützen. Ich bleibe da optimistisch und halte euch garantiert auf dem Laufenden. (via)

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26 Kommentare

Sascha 19. März 2013 um 16:10 Uhr

Hey Carsten,

feedly zu seiner Anfangszeit war ein wundervoller Ersatz für den Reader. Mittlerweile ist es nicht mal mehr möglich die alte Titelansicht zu nehmen geschweige denn gelesene Feeds in den Apps auszublenden. Stylisch und Magazin-Like ist genau das Gegenteil von dem was ich für meine Bedürfnisse gesucht habe. Schnelles konsumieren von Feeds ist die Aufgabe ohne viel Blendwerk.

Ich habe mir beim aktuellen Wechselkurs für 23 € eine Fever° Lizenz geschnappt und das Ding auf meinem Synology NAS installiert.

Ich nutze das HOT-Feature nicht, sondern die klassischen Mechanismen. Browser-Feeling TOP! Reeder App für iPhone ist kompatibel mit Feever und die iPad Version mit entsprechender Unterstützung kommt nun hoffe ich zeitnah (warte auf Antwort des Entwicklers).

Läuft derzeit wie geschnitten Brot und ich muss mich nicht länger mit Alternativen und möglichen Entwicklungen rumplagen. Weiterer Aspekt: Mein Leseverhalten bleibt in meinen vier Wänden ;)

Gruß
Sascha

AK 19. März 2013 um 16:13 Uhr

Sehr seltsam. Als ich heute die Google Reader Android App auf mein frisch aufgesetztes Nexus7 mit Cyanogenmod spielen wollte, konnte ich es nicht im playstore mit der Suche finden. Nur über “meine Apps” war ein Zugriff möglich. Zufall?

Joe 19. März 2013 um 16:15 Uhr

@ Sascha – bin seit dieser Woche bei feedly (vorher google) und bei mir werden unter “today” nur die ungelesenen Feeds angezeigt. Und bei dem Zahnrad rechts oben kann man eine “Title only” Ansicht wählen…

Sascha 19. März 2013 um 16:19 Uhr

@ Joe: Ich rede nicht von Today, sondern von der Sidebar (da wo hinter jedem deiner Feeds der Unread Count steht). Früher gab es die Feed Ansicht noch rechts und die sind dann immer beim Unread Count 0 schön automatisch ausgeblendet worden. “Title only” ist zudem schon eine neue Ansicht. Früher war das Mark as Read links von der Überschrift, so dass man ohne viel Aufhebens klick klick klick als gelesen markiert hatte. Tastatur-Kürzel mal außen vor sowie die grausamen iOS Apps ;) Bin da eher der Minimalist.

Nirven 19. März 2013 um 16:21 Uhr

Ich bin auch testweise zu Feedly gegangen. Feedly für Android ist ein hübsch buntes Magazin-Dings, mit dem ich gar nichts anfangen kann.

Im Browser ist es Ok, aber träge, vor allem das Refresh, aber auch die Anzeige einiger Feeds.
Die Liste der Feeds in der Seitenleiste aktualisiert nicht automatisch, wenn für einen Feed keine ungelesenen Beiträge mehr da sind, soll der Feed bitte ausgeblendet werden. passiert erst nach einmal “r” (Refresh). Was wie gesagt träge ist. Oder ich habe da eine Einstellung noch nicht gefunden.

Aber es sind ja noch ein paar Monate, mal sehen was sich bis dahin bei Feedly ändert, oder ob noch ein anderer RSS-Dienst auftaucht, den ich besser an das anpassen kann, was ich gerne hätte.

bongo 19. März 2013 um 16:28 Uhr

http://www.theoldreader.com bietet den Google Reader nur in besser, klassisch, schlicht und einfach gehalten. Mir gefällts

DancingBallmer 19. März 2013 um 16:30 Uhr

Oh. heute ist wohl der Tag der Versehen. Erst Facebook mit Domian, jetzt Google mit RSS. Bin mal gespannt ob von Apple oder Microsoft noch was kommt.

Zum Thema feeds: Bin ernsthaft am überlegen mein altes Notebook zum Server umzufunktionieren und darauf dann mycloud laufen lassen soll. Das Gerät hat leider einen leichten Schuß (Audio funktioniert ab und zu nicht, Risse im Rahmen, zweite Tastatur ist auch schon ziemlich durchgerockt), aber als Server könnte es noch reichen. Aber erstmal abwarten wie mycloud die rss-Funktion einbaut und was die anderen Anbieter alles auf die Beine stellen (bis jetzt vermisse ich noch die eigenen Feeds, die einem anhand Stichwörter Artikel aus Google News zusammentragen.

Lars 19. März 2013 um 16:32 Uhr

In den Berechtigungen zur Chrome-Erweiterung soll ich dem Ding Zugriff auf alle meine Websites und alle Tabs geben. Das möchte ich nicht. Ich hätte gerne einen webbasierten Zugriff im Browser, ohne dass ich dem gleich mein ganzes Surfverhalten in den Rachen werfen muss.

ederalexan 19. März 2013 um 16:44 Uhr

die feeldy Android app lässt sich auch ohne das ganze Magazin gedöns konfigurieren. Bin auch umgestiegen und finde gerade die Android app jetzt ne schau. Die Gestensteuerung gefällt mir dabei am meisten.

Martin 19. März 2013 um 17:05 Uhr

So langsam habe ich das Gefühl, dass Google RSS nicht mehr besonders mag und den User langsam davon “entwöhnen” will. Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, wann FeedBurner auch eingestellt wird.

Schade, denn erstens habe ich das Gefühl, dass Google auf diese Weise manipuliert und zweitens, dass anscheinend das “alte Modell” der RSS-Feeds zugunsten von integrierten Google-Diensten immer mehr vernachlässigt wird. Und sozusagen der Nutzer zwangsbeglückt werden soll.

Jakob 19. März 2013 um 17:19 Uhr

Warum wechselst du jetzt denn schon Cashy? Ich nutze google reade auch täglich auf dem smartphone und am PC, aber warum sollte ich jetzt schon wechseln? Er funktioniert ja noch einige Monate, und bis dahin werden sich die Alternativen mit Sicherheit verbessert haben, auch feedly wird bis dahin bestimmt besser zu benutzen sein. Ich verstehe eure Hektik nicht…

caschy 19. März 2013 um 17:24 Uhr

@Jakob: weil das Ende absehbar ist und ich Lesern Alternativen und Neuentwicklungen zeigen möchte.

Mike 19. März 2013 um 17:38 Uhr

Ich versteh gar nicht, warum sich viele so über den Tod vom Reader aufregen, noch weniger allerdings, warum man für RSS einen “Spezialreader” braucht?

Klar, auch ich bin betroffen, aber ich bin grad dabei, eine für mich gute Lösung zu basteln, nämlich einfach RSS->IMAP. IMAP kümmert sich bekanntlich um den “gelesen-Status” und die meisten Mail-Clients haben wesentlich bessere Sharing- und Filterfunktionen als viele reine RSS-Reader.

Wen’s interessiert, es gibt schon einige Lösungen (googlen nach z.B. rss2email) wie z.B. diese hier: http://www.allthingsrss.com/rss2email/getting-started-with-rss2email/

Das funktioniert schon prächtig, allerdings möchte ich noch Folder-Support, also pro Feed einen extra Ordner, deshalb schreib ich’s grad selber.

Einzige Problem ist, wie man die Feeds dauernd erhält. Entweder man hat eh einen Rechner, der das macht oder vielleicht hat man einen Router, auf dem man das Unterbringen kann, oder man hat irgendwo Webspace der (in diesem Fall) (mod_)Python unterstützt.

Andy 19. März 2013 um 18:10 Uhr

@Martin
Es geht nicht darum ob sie RSS mögen oder nicht. Google kann seinen Reader einfach nicht monetisieren. Google “muss” von einen transparenten Service, der die Inhalte nur im Hintergrund abgreift, zu einem Web-basierten wechseln. Nur dort können sie Anzeigen platzieren. Der Reader verbraucht er enorm viel Traffic ohne was einzufahren. Ist die populärste Seite in den USA, in den meisten anderen Ländern sieht’s ähnlich aus: http://www.appappeal.com/maps/google-reader

Gerhard Hallstein 19. März 2013 um 18:17 Uhr

Habt Ihr auch schon andere Alternativen – wie z.B. Bloglines – getestet bzw. nutzt Ihr sie? Wie sind Eure Erfahrungen und Meinungen dazu?

Gehe ich recht in der Annahme, dass Feedly derzeit kein webbasierter Reader ist?

Yu 19. März 2013 um 18:34 Uhr

Bei Feedly läuft per uservoice forum eine inzwischen nahe 4000 Stimmen liegende Petition für die Umsetzung als Webapp. Nicht nur, dass viele die weiten Berechtigungen der Erweiterung stören, es verhindert auch die Verwendung auf Systemen, auf die man begrenzten Zugriff hat – Arbeitsplatz PCs wo nur IE erlaubt ist, BibliotheksPCs, etc, sowie jedes mobile Gerät ohne dezidierte App.

Bitte mitstimmen!

Gerhard Hallstein 19. März 2013 um 18:45 Uhr

Hallo Yu,

könntest Du mal den entsprechenden Link hier veröffentlichen? Wäre einfacher – da Du ihn kennst – als wenn ich mich durchsuchen müsste.

Vielen Dank
Gerhard

Gerhard Hallstein 19. März 2013 um 19:48 Uhr

Danke Jakob, ich habe meine Stimme jetzt auch abgegeben.

Carsten 19. März 2013 um 20:24 Uhr

@bongo: kann es sein das “The Old Reader” keine Kategorien kann? Ich finde zumindest nichts in die Richtung… :-(

Joe 19. März 2013 um 20:53 Uhr

@Karsten
Kategorien im Sinne von Ordnern für Feeds? Klick einfach den gewünschten Feed an (den du kategorisieren willst) und ziehe ihn hoch oder runter – dann erscheint eine Option für einen neuen Ordner. Hoffe das macht Sinn :)

Carsten 19. März 2013 um 20:56 Uhr

@Joe: Danke, da hätte ich durchaus selber drauf kommen können… :-)

Alex 20. März 2013 um 08:39 Uhr

Ich bin weder von der App noch von der Browsererweiterung von Feedly begeistert. Das Design ist jeweils top, steht der Benutzung aber im Weg.

Ich kriege einfach (auf Dauer) Anfälle, wenn ich ständig benötigte Funktionen erst einblenden muss. Das betrifft bei Feedly sowohl im Browser als auch in der App die Feeds, bei denen ich nicht einsteigen kann und zu denen ich auch nicht zurückgeführt werde, wenn ich einen Feed “leergelesen” habe. Und zum anderen betrifft das auch die Funktion zum Markieren von Feeds im Browser. Wenn ich auf Arbeit oder unterwegs bin, gehe ich gelegentlich meine Feeds durch und markiere interessante Sachen für den Feierabend. Beim Google Reader habe ich online den Stern. Der ist relativ zum Artikel gesehen immer an der gleichen Stelle und sichtbar. Genauso in meiner App GoodNews. In der Feedly App muss ich nen (auf die Dauer) nervigen langen Tap machen und im Browser muss ich die Schaltfläche erst einblenden lassen – und dann ist das Ding auch noch bei jedem Artikel woanders. Nach einer Weile hat man das sicher raus, den genauen Abstand hinter dem Teasertext zu treffen, aber zu Beginn nervt das tierisch.

Das ist für mich wie das Ausblenden der Taskleiste in Windows xp/7, wenn es keine Shortcuts oder die Windowstaste gäbe. Man braucht das ständig und muss es jedesmal einblenden lassen und mit jedem Mal wird die Animation gefühlt länger.

So wie Feedly im Moment zu bedienen ist, sehe ich für mich hier schwarz.

Und Windows 8 kommt mir erst recht nicht ins Haus.

Gerhard Hallstein 20. März 2013 um 12:30 Uhr

Der Reader Schnellzugriff in der Black Bar war kurze Zeit dort vorhanden, ist aber seit gestern schon wieder verschwunden.

Sleuter 20. März 2013 um 20:39 Uhr

Ich habe mir sowieso gerade die Erweiterung von RSSly (https://chrome.google.com/webstore/detail/rssly-feedreader/npooldbkpdgpnmnojdbjigmckiicaiai) installiert ;)


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