Feedly: so klappt der Umstieg auf den alternativen Feedreader

17. März 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Der 1. Juli 2013 ist der Stichtag: der Google Reader stellt seinen Dienst ein. Zeit in Panik zu verfallen? Nein, natürlich nicht. Bis dahin werden noch einige Dienste aufploppen, die um die Gunst der Nutzer buhlen. Doch ein unüberlegter Wechsel muss nicht sein.

Feedly

Viele Dienste werden natürlich nicht die Kapazität haben, um den Ansturm gerecht zu werden. Viele werden den schnellen Dollar wittern und hoffnungslos scheitern. Für euch heißt das: den Markt der Feedreader sondieren,  selber abwägen und bloß keine kostbare Zeit verschwenden.

Der Gelegenheitsleser bleibt sicherlich bei seinem Feedreader innerhalb v0n Thunderbird oder Firefox, der Power-User braucht natürlich auf allen Geräten die Möglichkeit, Feeds zu lesen. Heißt: Webdienst nebst Apps. Stand heute räume ich Feedly die größten Chancen ein. Doch ein Umstieg ist natürlich erst einmal mit einer Änderung der Gewohnheiten verbunden. Auch ich bin ein Gewohnheitstier und selbst mir fällt es ab und an schwer, mich an neue Gegebenheiten zu gewöhnen. Ich habe mir gestern Abend Feedly mal wieder genauer angeschaut und wollte euch mal meine Einstellungen mitteilen, vielleicht hilft das in der ersten Unübersichtlichkeit.

Download @
Google Play
Entwickler: Feedly Team
Preis: Kostenlos

Das Umziehen der Feeds? Kein Problem, bei Feedly kann man sich mittels Google-Account einloggen. Änderungen werden zur Zeit noch zwischen Feedly und Google synchronisiert, nach dem Abstellen des Readers sollen Benutzer von dieser Tatsache nichts merken, Feedly übernimmt ja eure Feeds. Also: einloggen per Google-Account und alle Feeds sind drüben. Das Gute: Feedly macht es euch sehr einfach, Feeds in Kategorien zu sortieren. Ich selber arbeite ohne Kategorien, jeder Feed ist bei mir gleich viel wert und unsortiert in nur einer Kategorie. Ich lese eh alles, sodass ich keine andere Ordnung brauche.

Um das Google Reader-Feeling zu bekommen, muss ich bei Feedly Hand anlegen. Mich interessiert kein Magazin-Style mit bunten Bildern, ich will nur Überschriften in der Übersicht haben, das langt mir. Ich entscheide anhand der Überschrift, ob ich lese. Heißt für mich: ich muss in den Einstellungen erst einmal hinterlegen, dass ich beim Aufrufen von Feedly alle meine Feeds sehe.

Feedly Einstellungen

Weiterhin möchte ich beim Aufrufen der Startseite nur Überschriften sehen, keinen Magazin-Style. Dies findet man auf der Hauptseite des Dienstes und ist übrigens auch für die Apps so zu handhaben. Ebenfalls lässt sich dort einstellen, dass man nur die ungelesenen Feeds in der ersten Übersicht sieht.

Feedly unread

Farben? Kann man ebenfalls in den Einstellungen unter den Themes ändern. Wer über den großzügig verschwendeten Platz frotzelt: dies soll noch geändert werden, steht jedenfalls auf der Wunschliste ganz oben.

Farben

Feedly bringt Erweiterungen für Chrome, Firefox und Safari mit. Mir persönlich langt ein Lesezeichen auf “All” in meiner Lesezeichenleiste. Rufe ich dieses Lesezeichen auf, sehe ich meine einzelnen Feeds in der altbekannten Art mit Überschriften. Übrigens: wer über die Überschriften hovert, der findet die Möglichkeit, den Beitrag schnell per Mausklick zum späteren Lesen zu markieren.

Markieren

Wer aber die Erweiterungen nutzt, der bekommt auf Webseiten ein kleines nützliches Widget unten rechts eingeblendet. Klappt man dieses aus, dann kann man die Seite abonnieren oder für das spätere Lesen markieren:

Feedly Widget

Übrigens: klickt einfach mal auf das ?, Feedly unterstützt auch Tastatur-Shortcuts – ich arbeite ja ganz gerne mit denen.

HilfeIhr seht: die Ersatzdroge Feedly hat bislang das wohl größte Potential, ein Google Reader-Nachfolger zu werden. Ich für meinen Teil habe die Reader-Erweiterung von Google bereits aus meinem Browser entfernt, damit ich mich zwinge, Feedly zu nutzen. Google selber hat ja bereits seine RSS-Erweiterungen aus dem Web Store entfernt, damit man bloß nicht mehr den Reader nebst Erweiterung nutzt.

Doch Feedly hat natürlich nicht nur Stärken, sondern auch Schwächen. So gibt es keinen Offline-Modus, keine Erweiterung, die über ungelesene Feeds informiert und die Performance dürfte verbessert werden. Dennoch: ich versuche es jetzt mal mit Feedly – denn das hat für mich den Vorteil, dass ich die versprochenen Neuerungen direkt mitbekomme.

Update: Zur Notification in Safari und Chrome gab Simon in den Kommentaren den entscheidenden Tipp: Erweiterung installieren und bei Feedly einstellen, dass man über ungelesene Feeds informiert werden will, dann werden ungelesene Beiträge wie bei der Google Reader-Erweiterung angezeigt.

Unread

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Über den Autor: caschy

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