Endlich: Google schlägt weibliche Business-Emojis vor

11. Mai 2016 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_emoji_femWas waren das noch für Zeiten, in denen Emojis noch Smileys hießen und kreisrunde, geschlechtsneutrale Gelblinge waren. Keiner musste sich benachteiligt fühlen, jeder konnte sie nutzen, egal wie er sich selbst identifiziert. Das änderte sich dann mit der Personifizierung der Emojis, sie waren als Menschen erkennbar. Mann und Frau mit Kind? Geht gar nicht, wo werden gleichgeschlechtliche Familien in den Emojis repräsentiert? Wurde natürlich gemacht, ebenso wie verschiedene Hautfarben für Emojis. In eine ähnliche Kerbe schlägt nun auch Googles neuer Emoji-Vorschlag, er soll die Frauen in der Arbeitswelt besser darstellen. 13 Emojis aus dem beruflichen Bereich schlägt Google dem Unicode Consortium in weiblicher und männlicher Form vor, um damit für mehr Gleichgewicht in der Emoji-Geschlechterverteilung zu sorgen.

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Die neuen Emojis sollen dabei aber nicht als neue Codes implementiert werden, sondern aus einer Aneinanderreihung von Emojis erstellt werden, da man sonst insgesamt 26 neue Zeichen bräuchte, was laut Google-Mitarbeitern nicht erstrebenswert ist. Bis Ende 2016 würden die vorschlagenden Google-Mitarbeiter die neuen Emojis gerne bis Ende 2016 implementiert sehen.

Während die neuen Emojis durchaus nett anzusehen sind, ist es dennoch fraglich, ob damit wirklich mehr Gleichheit geschaffen wird. Ob nun ein Arbeiter Männlein oder Weiblein oder vielleicht sogar beides ist, sollte das 2016 noch eine Rolle spielen? Sollte man nicht längst darüber hinaus sein, Menschen anhand ihres Geschlechtes zu klassifizieren? Ich kann diesen „Anpassungen“ nichts abgewinnen, in meinen Augen sorgen sie nur dafür, dass die Menschheit noch viel länger auf unwichtige Dinge wie das Geschlecht einer Person achtet.

Wählt Ihr – wenn Ihr Emojis verwendet – diese passend nach Geschlecht und Hautfarbe aus? Wie sehr fehlen Euch die Berufsemojis, die Google nun vorschlägt?

(via Buzzfeed)

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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