Einigung von BITKOM und GEMA zu Online-Musik

8. Dezember 2011 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Schau an, da bewegt sich vielleicht ein bisschen etwas in Streaming-Deutschland. Wer nicht lange lesen will, hier die Fakten in Kurzform:

– In Download-Shops künftig Hörproben von 90 Sekunden möglich
– Lizenzierung von Streaming-Angeboten ermöglicht neue Dienste
– BITKOM wird Verhandlungen in anderen Bereichen fortsetzen

Das interessante der drei Punkte? Endlich könnten Dienste wie Spotify und Co auch hierzulande auf ein geregeltes Nachschlagewerk bezüglich der Lizensierungskosten zurückgreifen: Der Vertrag regelt die Höhe der Urhebervergütungen, die von den Betreibern von Internet-Musikportalen abgeführt werden müssen. Die Lizenzgebühren betragen pro Musikstück nun in der Regel zwischen 6 und 9 Cent netto.

Ich darf weiterhin zitieren: Der neue Gesamtvertrag von BITKOM und GEMA, der rückwirkend zum 1. Januar 2002 gilt, enthält zudem eine Lizenzierung von Urheberrechten für Streaming-Angebote, also die Direktübertragung von Musikstücken über das Internet. “Einzelne Dienste, die bisher im Ausland erfolgreich sind, finden jetzt auch in Deutschland ähnliche Lizenzierungsbedingungen vor. Wir gehen deshalb davon aus, dass es künftig noch mehr Musikdienste in Deutschland geben wird, bei denen Nutzer für eine monatliche Pauschalgebühr alle Titel vollständig online hören können”.

Aber wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten: Rein werbefinanzierte Musikdienste und Musikvideos werden von dem Vertrag bisher noch nicht abgedeckt, auch YouTube und Co sind nicht dabei. Auch wenn mich diese Meldung nicht vollends vom Hocker reisst – es ist für mich schön zu sehen, dass sich zumindest ein bisschen was tut – im Internet-Entwicklungs-wie-wa-Wunderland Deutschland. (via)

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Über den Autor: caschy

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