EasyFile Beta: Schlanker, kostenloser Dateimanager für Windows

27. November 2016 Kategorie: Backup & Security, Software & Co, Windows, geschrieben von: André Westphal

easyfile-logoEasyFile ist ein neuer Dateimanager, welcher es sich zum Ziel gesetzt hat, als einfachere, entschlackte Alternative zu Platzhirschen wie Total Commander zu fungieren. Aktuell steckt das kostenlose Projekt noch in der Beta. Als Basis des Projekts dienen unter anderem auch DotNetZip, ExifTool, ExifToolIO, NumericComparer, QuickIO und TagLibSharp. Das Design von EasyFile ist recht schnörkellos gehalten und nutzt eine Kombination aus Blau und Weiß für die Farbgestaltung. Leider kann man die Farben auch nicht nachträglich anpassen – wer also eine Allergie gegen Blautöne hat, guckt in die Röhre. Dafür bietet EasyFile aber sonst viele, individuelle Möglichkeiten.

Beispielsweise kann man aus fünf verschiedenen Ansichten wählen, wenn man mit seinen Dateien hantiert: der Detailansicht, kleinen, großen bzw. sehr großen Symbolen und der Spaltenansicht. Letztere ist ziemlich praktisch, wenn man in verschachtelten Ordnern hantiert, da jeweils eine Spalte weiter Links das übergeordnete Verzeichnis angezeigt bleibt.

easyfile-spaltenansicht

Zudem ist es möglich Sammlungen zu erstellen – die Dateien werden dabei nicht verschoben, sondern lediglich im Dateimanager selbst zentral für die Übersichtlichkeit gebündelt. Ergibt Sinn, wenn man z. B. aus verschiedenen Projekten bestimmte Dateien gerne in einer Übersicht hat – meinetwegen Titelbilder, Produkttexte oder auch nur Spielstände. Ohne die Dateien aus ihren Ordner zu ziehen oder doppelt speichern zu müssen, sammelt man sie dann in einer Anzeige.

easy-file-sammlungen

Wer möchte, kann auch sein Cloud-Brimborium vernetzen bzw. die Synchronisationsordner anpassen. Möglich ist das aktuell mit Microsoft OneDrive, Dropbox, iCloud und Google Drive. Hier könnte man die Dienste also noch ausbauen, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

easyfile-cloud-dienste

EasyFile erlaubt auch Sicherheitskopien von Dateien zu erstellen, dafür gibt es einen eigenen Reiter namens „Backup und Makros“. Hier könnt ihr nämlich auch, der Name macht es deutlich, Makros erstellen: Etwa dass die Dateien erst erst umgewandelt und dann an einem bestimmten Ort gesichert werden. In EasyFile können Dateien und Ordner nämlich auf Wunsch auch in ZIPs gepackt werden. Bilder skaliert ihr oder wandelt sie in andere Formate um. Im Bezug auf die Backups könnt ihr ebenfalls bestimmen, wie oft die Dateien gesichert werden sollen. Seid ihr besonders vorsichtig, kann das alle 10 Minuten geschehen aber auch nur an bestimmten Wochentagen.

easyfile-projekte

Auch ist es möglich einzelne Projekte zu erstellen, falls ihr etwa eure beruflichen und privaten Daten an einem System hortet, sie aber im Dateimanager trennen möchtet. Gefällt mir persönlich gut. Allerdings muss man ergänzen, dass EasyFile, wie es in einer Beta so üblich ist, noch Ecken und Kanten hat: Das fängt bei Kleinigkeiten an, wie etwa, dass im Startmenü automatisch ein Eintrag mit voller Dateiendung (EasyFile.exe) angelegt wird oder in der Taskleiste bei der Einrichtung des Backups „w_NewBackup“ prangt. Das sind kleine Feinheiten, bei denen der Entwickler noch nachbessern sollte. Auch ist das Interface mit den sehr kleinen Symbolen am unteren Rand etwas überladen bzw. es entstehen Redundanzen. Etwa kann ich mir nun eben aussuchen, ob ich unten über ein nur mit der Lupe erkennbares Symbol zu meiner Musiksammlung gelange oder links über die Optionen. Favoriten lassen sich dagegen leicht über ein formschönes Herz markieren. Überhaupt ist das Vormerken von Dateien und Pafen / Anlegen von Sammlungen sehr unkompliziert.

Herunterladen könnt ihr EasyFile über die Website des Entwicklers Tobia Ochsner. Die finale Version soll später Geld kosten – außer für Tester der Beta-Version. Falls ihr also Interesse habt, probiert den Dateimanager gerne einmal aus. Mir hat er mit seiner einfachen Bedienung wirklich gut gefallen und lief unter Windows 7 auch vollkommen problemlos.



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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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