Das Intel-Smartphone im Benchmark

6. März 2012 Kategorie: Android, Hardware, Mobile, geschrieben von: caschy

Zwischen Kaffee hier, Schnittchen und Red Bull dort konnte ich auf der CeBIT mal wieder einen Blick auf das Android-Smartphone mit Intel Technologie ausprobieren. Ich bloggte ja bereits darüber und mache keinen Hehl daraus, dass ich es gut finde, dass es viele Hersteller gibt, die unterschiedliche Techniken einsetzen. Ob ARM, AMD oder Intel – Konkurrenz belebt das Geschäft und ist für den Verbraucher gut.

Obwohl ich nicht viel von Benchmarks halte, habe ich mal den Browsermark und den Vellamo-Benchmark über das Gerät rutschen lassen, welches von Orange in Frankreich in diesem Referenzdesign verkauft wird. Im Browsermark schlägt das Gerät mit Intel das iPhone 4S, Vellamo spricht von einem Ergebnis, welchem über dem des Samsung Galaxy Nexus liegt.

Aber gebt da bitte nix drauf, Benchmarks sagen nicht wirklich viel aus. Interessant wird es erst, wenn die Technologie, die sich unter der Haube befindet, von anderen Herstellern aufgegriffen wird und in schöne Designs verpackt wird – denn das jetzige Referenzdesign ist zwar im großen und ganzen akzeptabel, aber doch verbesserungswürdig.

Technische Ausstattung? Android 2.3.7 (Ice Cream Sandwich wird für das Gerät erscheinen), Intel Atom Z2460 SoC (1,4 GHz), 1 GB RAM und 16 GB interner Speicher.



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101 Kommentare

Gilly 6. März 2012 um 15:49 Uhr

Hyper Threading FTW!

Leandros 6. März 2012 um 15:54 Uhr

Interessant. Werd ich mir auch mal anschauen und mein Nexus durch den Benchmark hetzen.
Ein wenig peinlich ist allerdings der Punkt, das wieder nur 2.3.7 drauf ist. Die Hersteller bekommen es echt nicht hin -.-

FunkFish 6. März 2012 um 16:09 Uhr

Ist halt ein bisserl wie mit Äpfeln und Birnen. Oder, sagen wir so: Golden Delicious vs Granny Smith ^^

Auf der einen Seite ein ARM auf der anderen Seite eine x86 CPU. Was hier aber wichtig wäre, ist es rauszufinden, welchen Score die CPUs in Anbetracht ihrer Leistungsaufnahme haben (intel schweig ja afaik noch in sachen Leistungsaufnahme). Was nütz mir ein schneller Atom wenn der Verbrauch ein Vielfaches über der einer ARM CPU liegt? Naja, warten wir mal ab. ich glaube aber nicht, dass x86 noch eine große Zukunft hat. Und nicht zu vergessen, müssen nicht ARM Apps dann entsprechend emuliert werden?

Vorteil auf Seiten Intel ist halt, das alles in diesem Chip verbaut ist, was nötig ist (SoC). So könnte man mutmaßen, dass man auf andere energiehungrige Module verzichten kann. Aber ob das reicht?

Nina 6. März 2012 um 16:14 Uhr

Aus welchem Grund bist du denn der Meinung, dass Benchmarks nicht viel aussagen?

Marc 6. März 2012 um 16:15 Uhr

Ui … mein Razr hat 84531 erreicht .. das ist aktzeptable

ChackZz 6. März 2012 um 16:25 Uhr

@Nina

Weil Benchmarks fast immer so sind, wie die Herstellerangaben über den Benzinverbrauch bei Autos: Sie haben mit den Werten im wahren Leben bzw. im Alltag meist nicht sehr viel gemeinsam 😉

m3adow 6. März 2012 um 16:31 Uhr

@Nina:
Ich spreche jetzt für mich, aber das Urproblem mit Benchmarks ist das, dass sie keine Arbeitsabläufe, sondern künstliche Belastungen abbilden. Nur weil die Methode, die der Benchmark prüft, schnell läuft, heißt es noch lange nicht, dass das System rund läuft. Ein Benchmark ist immer nur so gut wie seine Beschaffenheit. Und die ist – eigentlich fast immer – eher nicht praxisorientiert. Das hängt m.Mn. mit der Not nach Vergleichbarkeit ab.

Die Beispiele dafür sind zahlreich, ich nenne mal die früheren PCMark und 3DMark oder auch die heutigen Browserbenchmarks, die selten sehr viel Aussagekraft haben.

In unserem Beispiel kommt dann noch der Plattformunterschied dazu, der die Ergebnisse wie schon von Vorkommentatoren erwähnt zusätzlich verzerrt. ARM ist für mobile Geräte optimiert worden, der Atom, der ja ursprünglich vom PC kommt, auf dem es um ganz andere Akkugrößen (wenn überhaupt) geht, wurde erst nachträglich optimiert. Daher ist es spannend, ob die Akkulaufzeit mit ARM konkurieren kann.

7ero 6. März 2012 um 16:33 Uhr

@Nina: Man kann die Geräte speziell auf solche Benchmarks anpassen, sodass diese einen hohen Wert erreichen.

Tim 6. März 2012 um 17:46 Uhr

@Funkfish:
Bei Android läuft doch alles in einer VM, oder? Wenn die VM also portiert ist, sollte der Rest doch funzen!?

FunkFish 6. März 2012 um 19:07 Uhr

@tim in einer vm schon. aber das auf einer einzelnen architektur.

der unterschied zwischen x86 und arm ist einfach grundlegend. die prozessorarchitektur ist so unterschiedlich, dass x86 anwendungen auf arm und arm anwendungen auf x86 nativ nicht laufen, sondern jeweils ein x86 oder arm system vorgegaukelt werden muss. und das benötigt viel rechenpowser. solange also der focus auf arm apps liegt muss ein x86 smartphone einen arm prozessor vortäuschen um die jeweilige app überhaupt laufen zu lassen. ich kann mir nicht vorstellen, dass sich vor allem kleinere anbieter zusätzlich zu iphone, windows und android entwicklung, auch noch separat arm und x86 apps entwickeln. ich lass mich aber gerne eines besseren belehren.

andere mölichkeit wäre ein arm „co“-prozessor das wird sich aber finaziell nicht spielen.

Hucke 6. März 2012 um 19:12 Uhr

Hast du Also doch noch dein RedBull bekommen? 😀 Hätte ich das mal gewusst, dann wären wir länger geblieben 😀 🙂

hans 7. März 2012 um 05:36 Uhr

Danke für diesen Bericht, ich denke jedes Smartphone hat so seine Vor und Nachteile; Ich bin immer noch jemand der mit weniger aus kommt;

Foto in Glas Bernd 7. März 2012 um 05:53 Uhr

Wirklich ein interessanter Artikel. Für mich als Macianer kommt allerdings immer nur das iPhone in Frage. Ich denke das ist oftmals auch eine Glaubensfrage. Alle Smartphones haben Vor- und Nachteile, dass ist bei vielen Dingen so.

Gruß
Bernd




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