B&W Zeppelin Air: AirPlay-Lautsprechersystem für iPod / iPhone / iPad

21. November 2011 Kategorie: Apple, Hardware, iOS, Mobile, geschrieben von: caschy

Ich kam vor ein paar Tagen in den Genuss, den in der Überschrift erwähnten Zeppelin Air von B& W (Bowers & Wilkins) zu testen, eine Premium-Dock zum Premium-Preis. Ich hatte hier im Blog schon des Öfteren Docks und Soundsysteme für den mobilen Sound vorgestellt, in diese reiht sich auch der Zeppelin Air von B&W ein. Der Name kommt, ein erster Blick auf das Gerät lässt es vermuten, von der Form des Lautsprechers. die Frage war sofort für mich: womit kann man den Preis von 599 Euro auch nur ansatzweise rechtfertigen?

Fangen wir einmal mit den technischen Daten an, der B&W Zeppelin Air ist zuerst einmal ein 2.1 Lautsprecher. Kein normaler, er wird mit Apples AirPlay betankt, hier dürfte die Richtung schon einmal klar sein: angesprochen werden Besitzer von iPad, iPhone oder iPod. Natürlich könnte man jetzt auch andere Umsetzungen auf Androids Seiten bezüglich heranziehen, doch dass sich ein Android-Nutzer einen Lautsprecher mit Apple Dock-Connector kauft, ist unwahrscheinlich, weswegen ich hier nur auf die Besitzer eines iGeräts eingehe. Hier einmal die nackten Tatsachen:

Zeppelin Air

Lautsprechersystem für iPod®/iPhone® 

Technische Merkmale

Apple®-AirPlay®-Technologie
Universal-Dock-Connector-Arm
Digitale Signalverarbeitung
Digitalverstärker
Schaltnetzteil
USB-Streaming von PC/Mac®
iPod®/iTunes®-Synchronisation
Flowport™
Fernbedienung 

Chassis

2 x 25-mm-Aluminiumkalotten-Hochtöner (mit Nautilus™-Röhrentechnologie)
2 x 75-mm-Mitteltöner
1 x 125-mm-Tieftöner 

Frequenzgang

51 Hz – 36 kHz ±3dB an der Bezugsachse 

Frequenzumfang

-6dB bei 36 Hz und 42 kHz 

Ausgangsleistung (Verstärker)

2 x 25 W (Hochtöner)
2 x 25 W (Mitteltöner)
1 x 50 W (Bass) 

Spannungsversorgung

100 V – 240 V ~ 50/60 Hz 
Leistungsaufnahme im Betrieb 100 W 
Leistungsaufnahme (Standby) 0,8 W 

Eingänge

iPod®/iPhone® (30-Pin-Anschluss)
Netzwerk (RJ45 Ethernet bzw. drahtlos)
Aux – analog/optisch digital (3,5-mm-Minibuchse)
Streaming, Synchronisation & Firmware-Update (USB 2.0) 

Ausgang

Composite-Video (Cinch) 

Höhe

173 mm 

Breite

640 mm 

Tiefe

208 mm 

Nettogewicht

6,2 kg 

Gehäuse

Schwarz glänzend mit Edelstahl abgesetzt 

Abdeckung

Schwarzer Stoff
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Die Einrichtung:

Zuerst einmal muss der B&W Zeppelin Air in das heimische WLAN gebracht werden. Zu diesem Zweck klemmt man ihn an einen Rechner im LAN, ruft eine Konfigurationsseite auf, gibt die WLAN-Daten ein und schon ist das Gerät betriebsbereit und für alle Geräte wie iPhone, iPad und iPod touch in der AirPlay-Funktion des Mediaplayers sichtbar. Nicht nur das, auch iTunes hat bekanntlich eine solche Funktion, der B&W Zeppelin Air kann also auch für den iMac oder das MacBook als Beschallungsverstärker dienen. Alternativ kann vom Mac oder dem Windows-PC auch via USB gestreamt werden. Steht alles im Handbuch, der Lautsprecher macht per Leuchtdiode auf Fehler, bzw. korrekte Arbeitsweise auf sich aufmerksam. Bedient wird der Zeppelin Air nicht nur via iDevice, sondern auch eine Fernbedienung ist im Lieferumfang enthalten.

Der erste Soundcheck:

B&W Zeppelin Air auf meinen Schreibtisch gestellt und via iTunes mal AirPlay angerissen. Direkt vom Stuhl gefegt worden. Nicht vor Begeisterung. Vor Lautstärke. Hatte ein wenig ungünstig mein iTunes eingestellt und dementsprechend laut war es. Aber gut. Ich kann hier mangels Testlabor nichts aussagekräftiges für euch mitgeben – vielleicht sind meine Ohren auch schon total im Ar*ch – als Blage gab es halt immer die volle Dröhnung mit Walkman und Kassetten. Aber: ich empfand den Sound als sehr gut. Satte Bässe und vernünftige Höhen auch noch bei lauterem Betrieb. Aber: das erwarte ich in der Preisklasse auch. Und damit ist in der Tat schon alles gesagt: der B&W Zeppelin Air macht richtig, richtig guten Sound! Wie immer gilt: hört euch so etwas ruhig mal bei Händler eures Vertrauens selbst an, ein übergewichtiger Blogger kann ja alles Mögliche ins Netz schreiben.

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Docking-Funktionalitäten:

Der B&W Zeppelin Air funktioniert bekanntlich auch als Dock, euer iPhone kann also geladen und sogar synchronisiert werden, sofern das Gerät via USB am Rechner hängt. Hier gilt zu beachten: die Dock funktioniert für euer iPhone oder den iPod, nicht aber für das iPad. Hier kann zwar gehört, aber leider nicht geladen werden. Ein Minuspunkt bei einer Dock diesen Preises. Neben dem USB-Anschluss findet ihr übrigens auch digitale und analoge Anschlussmöglichkeiten via AUX, des Weiteren ist auch ein Composite Anschluss vorhanden -> Vide über den TV schauen, Sound via Zeppelin. Wird ein Zeppelin Air im Standby über ein WiFi-Netzwerk von einem der Geräte angesprochen, so schaltet er automatisch ein und gibt den gewünschten Audio-Content drahtlos wieder.

Die Optik: 

Geschmackssache. Mein Schwager (dessen iPhone ich mir lieh) fand die Form nicht so klasse, ich persönlich war sehr angetan. Was ein bisschen nervig ist: der Klarlack und die stoffbezogenen Lautsprecher sind ein echter Staubmagnet. Also: mal ab und an mit nem Tuch rüber, sonst sieht der Lautsprecher nicht mehr so knorke aus.

Kurzfassung?

Super Gerät auch für große Wohnzimmer oder mittelgroße Wohnungen. Wer tiefer in die Tasche greift, der kann eine Zeppelin-Flotte aufmachen – das gute Stück ist Multiroom-fähig. Macht auf dem Schreibtisch einen schlanken Fuß, kann ja auch als Lautsprecher für den PC genutzt werden (via USB). Der Klang macht Bock auf mehr, ist wirklich, wirklich gut. Ich persönlich mag das Design sehr. Ob der Preis von 599 Euro gerechtfertigt ist, liegt immer im Auge des Betrachters und daran, ob ihr die nötige Reibung zwischen Daumen und Zeigefinger aufbringen könnt. Bei mir würde sich solch Anschaffung allerdings Hindenburg-mäßig bemerkbar machen.


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