BQ stellt sechs neue Geräte vor und gibt Smartphone-Garantie von fünf Jahren bekannt

15. Oktober 2015 Kategorie: Android, Hardware, Internet, geschrieben von:

artikel_bqBQ ist ein Name, den ich vor ein paar Monaten noch nicht wirklich so auf dem Schirm hatte, ist der spanische Hersteller und (nach eigenen Angaben) Marktführer in Sachen Unterhaltungselektronik doch vor allem in Spanien und Portugal aktiv. Aktuell scheint sich hier aber einiges zu tun, taucht BQ doch in der letzten Zeit gefühlt häufiger in den einschlägigen Medien auf.

 

Im Rahmen des BQ Open Days am 14. Oktober 2015 in Madrid hat man dann mal eben ein paar neue Geräte aufgestellt, die nicht nur das Smartphone-Portfolio erweitern, sondern auch im Bereich 3D-Drucker, Lernrobotik und dem „Internet der Dinge“ (IoT) wildern. Nebenbei erklärte man dann auch noch die neuen Garantiebedingungen, haben nun doch alle neuen BQ-Smartphones sowie rückwirkend Geräte der Aquaris M-Reihe laut unseren Informationen fünf Jahre Garantie. Doch werfen wir nun einmal einen Blick auf die präsentierten Produkte:

Den Anfang macht das Smartphone Aquaris X5: Das doppelt anodisierte Aluminium macht das Edelmetall zu dem zentralen Element des 5 Zoll-Smartphones auf Android 5.1-Basis, verbindet aber dabei auch Teile des guten, alten Polycarbonats. Das IPS-Display löst hier mit HD-Auflösung auf und bietet eine Blickdichte von 294 ppi. Angetrieben wir das Aquaris X5 durch einen Qualcomm Snapdragon 412 mit vier Cortex-A53-Kernen (1,4 GHz) und einer integrierten Adreno-306-GPU.

An der Rückseite ist eine 13-Megapixel-Kamera mit 1/3,06 Zoll großem Sony-Bildsensor IMX214, Dual-Blitz und Autofokus zu finden. Das Smartphone soll 148 g wiegen und 7,5 mm dick sein, dabei aber Platz für zwei Nano-SIM-Karten bieten und mit 2900 mAh eigentlich genug Akkulaufzeit liefern, um locker über den Tag zu kommen. Es wird Herstellerangaben zufolge eine 16- und 32 GB-Version geben, die jeweils per Micro SD-Karte erweitert werden kann.

Der avisierte Verkaufsstart ist ab November über den BQ-Store und autorisierte Verkaufsstellen zu einem Preis von 239,90 EUR in Deutschland bzw. 249,90 EUR in Österreich, der für das Gebotene sicherlich nicht zu hoch angesetzt ist – auf das Gesamtpaket darf man daher gespannt sein.

AquarisX5_compWeiter geht es mit dem Aquaris M10: Das nach Herstellerangaben „leichte und kompakte“ Tablet soll neben der bunten Mischung aus „Funktionalität und Ästhetik“ und starker Akkulaufzeit auch Dolby Atmos mitbringen, eine Technik, die Schall präziser und gleichmässiger im Raum verteilt.

Das 10,1 Zoll-Tablet kommt mit einer nicht mehr zeitgemässen Displayauflösung von 1280 x 800 Bildpunkten (16:10-Format). Ein MT8163 Quad-Core-SoC mit 1,3 GHz, 2 GB RAM, 16 GB Flashspeicher, WLAN 802.11a/b/g/n, Bluetooth 4.0 und Android 5.1.1 Lollipop (Marshmallow ist geplant) runden die Eckdaten des 470g schweren Gerätes ab. Die HD-Version des Aquaris M10 bringt dafür aber ein Full-HD-Display mit 1920 x 1080 Pixeln, einem MT8163 Quad-Core-SoC mit 1,5 GHz und 32 GB Flashspeicher zu Buche.

Beide Modelle sind in Sachen Speicher per Micro-SD-Karte erweiterbar und kommen mit einem 7.280 mAh-Akku daher, die Hauptkamera des „kleinen“ Modells bringt 5 Megapixel (Frontkamera 2 Megapixel), beim Full HD-Modell sind es 8 bzw. 5 Megapixel. Preislich angesetzt sind aktuell 249,90 EUR, hier soll es aber noch eine Differenzierung zwischen den beiden Modellen geben – ab November kann auch das Aquaris M10 dann über den BQ-Store bzw. autorisierte Verkaufsstellen bezogen werden.

Aquaris_M10_Black_compo

Auf zum nächsten Produkt, hier schlägt BQ mit der „smart Lamp“ namens „Halu“ die Brücke zum Internet of Things: Die Lampe wurde natürlich auch in Spanien gestaltet, entwickelt und montiert. Via App könnt ihr – im Philips Hue-Stil – auf Eurem PC-, Smartphone oder Tablet somit die Beleuchtung der Lampe anpassen und eigenständig neue Möglichkeiten entdecken bzw. entwickeln, um mit „Halu“ zu interagieren. Die „Smartlamp“ (so nenne ich sie jetzt einfach mal) wartet äusserlich mit einem Aluminium-Design auf und soll durch eine optische Methacrylat-Streuscheibe die verschiedenen Farben gleichmässig vermischen.

Halu_baseNun folgt wieder ein großer Sprung, schwenken wir doch nun zu dem Lernroboter „Zowl“ hin, der in verschiedenen Komplexitätsstufen von Kindern auseinandergebaut, wieder zusammengesetzt und programmiert werden kann – so der Plan von BQ, möchte man doch hier schon den Kleinsten Technik transparent und unterhaltsam vermitteln. Zu haben sein wird „Zowl“ für 99,90 EUR ab – Ihr werden es nicht glauben – an November über – richtig geraten! – den BQ Store und die bereits genannten autorisierten Verkaufsstellen.

Zowi_motion

Last but not least wirft BQ dann noch etwas für den kreativen Heimanwender hinterher: „Witbox 2“ und „Hephestos 2“ sind 3D-Drucker, die zwar für den Heimgebrauch konzipiert sind – während ersterer aber auf die professionelle Nutzung abzielt, hat zweiterer einen Bildungsschwerpunkt, muss er doch vor der Nutzung selbst zusammengesetzt werden.

Beide Geräte kommen mit einer verbesserten Software und einem integrierten LCD-Panel daher, während im allgemeinen natürlich auch die Hardware verbessert wurde, die übrigens gänzlich bei BQ entwickelt wurde. Wer also schon Bedarf an 3D-Druckern in den heimischen vier Wänden hat, ist mit 1690 EUR für den „Witbox 2“ bzw. 799 EUR für den „Hephestos 2“ dabei. Die Verfügbarkeit deckt sich übrigens auch hier mit denen der bisher genannten Produkte.

BQ_3D_Printing


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Über den Autor:

Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant.

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