Amazon räumt auf und sperrt Kundenkonten von notorischen Rücksendern

30. Juli 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Amazon macht gerade den verspäteten Frühjahrsputz. Ohne Vorwarnung werden nämlich Kundenkonten gesperrt. Hier schlägt man offiziell nicht willkürlich zu, sondern sperrt Konten von Menschen, die anscheinend überdurchschnittlich viel wieder an Amazon rücksenden. Eine entsprechende Quote oder Obergrenze wird von Amazon nicht mitgeteilt.

Amazon-Logo

Den Mailwechsel mit einem Leser unseres Blogs werde ich hier auszugsweise veröffentlichen,  es handelt sich dabei um keinen Einzelfall, sondern um eine größere Anzahl von Nutzern. Gerade Kindle-Benutzer sollten hier auf der Hut sein. Wie erwähnt, die Sperrung kam ohne Vorwarnung und ließ sich nicht umkehren.

Amazon:

wir haben bemerkt, dass Sie eine hohe Anzahl Ihrer kürzlich bestellten Artikel zurückgegeben haben. Natürlich kann es gelegentlich zu Situationen kommen, in denen man Produkte zurückgeben muss, allerdings ist die Häufigkeit Ihrer Rücksendungen außergewöhnlich hoch. Wir müssen Sie deshalb darauf hinweisen, dass wir aufgrund der Überschreitung der haushaltsüblichen Anzahl an Retouren in Ihrem Kundenkonto zukünftig leider keine weiteren Bestellungen entgegennehmen können und Ihr Amazon-Konto mit sofortiger Wirkung schließen.

Viele Mails und Anrufe später:

Wir bitten um Verständnis, dass wir aufgrund der wiederholten Überschreitung der haushaltsüblichen Anzahl an Retouren in Ihrem Kundenkonto keine weiteren Bestellungen von Ihnen entgegennehmen können. Ich darf Ihnen versichern, dass wir eine Sperrung nicht ohne gründliche Prüfung des Gebrauchs der Rücksendemöglichkeit vornehmen. Unsere Entscheidung, Ihr Konto zu schließen, ist daher endgültig. Bitte öffnen Sie keine neuen Kundenkonten.

Besonders fatal sind diese Kontoschließungen für die Kunden, die sich einen oder mehrere Kindle zugelegt haben. Diese können ab sofort keine weiteren Bücher bei Amazon kaufen. Gekaufte Inhalte lassen sich zwar weiterhin abrufen, aber keine neuen Inhalte kaufen.

Zitat unseres Lesers, welches ich natürlich nicht auf den Wahrheitsgehalt überprüfen kann:

Ich bin bzw. war seit mehr als zehn Jahren Kunde bei Amazon und habe pro Jahr viele Tausend Euro dort umgesetzt. Insgesamt so viel, dass
ich den Betrag lieber gar nicht so genau wissen möchte. Bis auf Lebensmittel habe ich so ziemlich alles bei Amazon gekauft und ich habe grundsätzlich nur die Sachen zurückgehen lassen, die nicht in Ordnung waren!

Ob Amazon hier kundenfreundlich ist oder nicht, möchte ich hier nicht diskutieren, doch diese kleinen Randgeschichten von Benutzern sollte man sich immer vor Augen halten, denn nicht nur das deutsche Konto wird gesperrt, sondern auch das Partnerprogramm, Rezensionen, Diskussionsbeiträge und Co. Betroffene können ja mal kommentieren, wie es bei ihnen abgelaufen ist. Ich hätte von Amazon zumindest erst einmal eine gelbe Karte an die jeweiligen Benutzer erwartet, kann mir aber auch vorstellen, dass es viele schwarze Schafe gibt, die “mal eben was zum ausprobieren” bestellen und dann dauerhaft zurücksenden.


Vielen Dank für das Lesen dieses Blogs! Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann schaut euch auch diese Advertorials an, die wir auf separaten Seiten geschaltet haben: HP Cashback Aktion. Danke, jeder Aufruf hilft uns.

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393 Kommentare

neurox 30. Juli 2013 um 21:34 Uhr

…weitere werden folgen – Schland – Rücksendeland No1

anzensepp1987 30. Juli 2013 um 21:37 Uhr

Ich habe mal von einer Statistik gelesen, nach dem 85% aller Online-Bestellungen von Kleidung zurückgesendet werden! Demnach kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass Amazon hier willkürlich handelt, sondern wirklich nur bei Kunden, die wirklich mindestens 9 von 10 Artikeln/Bestellungen zurücksenden.
Amazon hatte ja mal den Anspruch formuliert, “das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt zu werden”. Von daher sollte man annehmen, dass die Aktion nur einige wenige WIRKLICH schwarze Schafe betrifft.

Sven Hennig ✈ (@svhennig) 30. Juli 2013 um 21:38 Uhr

Ich muss sagen, ich kann Amazon durchaus verstehen und kenne das so von einem Bekannten bei Otto auch.

Letztendlich muss sich ein Geschäft für beide rechnen und natürlich trifft es bei solchen Aktionen auch immer falsche dabei, das wird sich kaum vermeiden lassen.

Wenn man aber hört was alles bestellt und dann nach etwas nutzen zurück geschickt wird, so muss Amazon wohl so durchgreifen

Steffi 30. Juli 2013 um 21:39 Uhr

Interessant, hatte vor ein paar Tagen mit meinem Bruder erst über Rücksendequoten gesprochen… bei Globetrotter (soweit ich das richtig in erinnerung hab) 70%.

Tchooe 30. Juli 2013 um 21:41 Uhr

Das kommt davon, wenn man als Händler zu derart großzügigen Konditionen Rücksendungen annimmt. Man muss doch nur mal in diversen Sparportalen nachlesen: „Und wenn’s nicht gefällt, kann man’s ja problemlos zurückschicken!“ Gelegentlich habe ich das auch schon genutzt, z. B. um eine Auswahl zu haben, verschiedene Größen oder wenn die Sachen sonst nirgendwo zu bekommen waren, sie mir aber bei genauem Hinsehen (über die Produktfotos müssen wir ja wohl nicht diskutieren, oder?) nicht gefallen haben.

Die Sache mit den ebooks ist allerdings mehr als ärgerlich. Ich weiß schon, warum ich ebooks nur im Sonderangebot zum Schnäppchenpreis kaufe. Wer weiß, was Amazon in Zukunft noch alles einfällt …

Hexe 30. Juli 2013 um 21:42 Uhr

womit wieder bestätigt wäre das man bei amazon nix mehr kauft!
kundenunfreundlich und schlechte bezahlung …..ect.

FlyingT 30. Juli 2013 um 21:43 Uhr

Ach so hebelt man also das Widerrufsrecht im Onlinehandel aus, gar nicht mal so unclever. “Natürlich haben sie auch bei uns das gesetzlich im Fernabsatzgesetz festgelegte 14 tägige Rückgaberecht. Sollten sie es jedoch benutzen dürfen sie nie wieder beim Marktführer einkaufen”…

zum kotzen

neurox 30. Juli 2013 um 21:44 Uhr

@hexe Das (kundenfreundlich) ist doch nicht ernst gemeint?!

MySam 30. Juli 2013 um 21:45 Uhr

Das Thema ist nicht neu, war sogar schonmal in der c’t. Letztlich wird es da schon Differenzierungen geben, sodass z.B. die Rücksendung eines Fernsehers äußerst gravierend ist, während bei einem T-Shirt das schon fast einkalkuliert ist. Vor einigen Monaten gab es bei MyDealz eine ganze Reihe von Usern, die eine gelbe Karte bekommen haben (Androhung der Kontoauflösung, wenn sich Rücksendequote nicht ändert).
Insgesamt halte ich die Vorgehensweise zwar für verständlich, die Umsetzung aber für sehr unglücklich. Zum einen würde ich in allen Fällen eine gelbe Karte erwarten, zum anderen könnte man den Nutzern vielleicht erstmal eine Rücksendepauschale auferlegen (z.B. erstmal für ein Jahr).

Robin Schulz 30. Juli 2013 um 21:46 Uhr

Mein Konto wurde ebenfalls ebenfalls auf Basis vieler Rücksendungen gesperrt. Daraufhin habe ich mal den Umsatz bei Amazon über die letzten zwei Jahre aufgelistet und kam auf ca. 11.500 Euro. Rücksendungen gab es in diesem Zeitraum insgesamt 20 Stück an der Zahl von denen allerdings 18 Sendungen wegen fehlerhafter Lieferungen oder Mängeln zurückgingen. Stellt man den Gegenstandswert (Einkaufswert) dem Wert jener Rücksendungen entgegen, ist es wirklich lachhaft was Amazon da mit seinen treuen Kunden treibt.

Jonas 30. Juli 2013 um 21:47 Uhr

“Ich darf Ihnen versichern, dass wir eine Sperrung nicht ohne gründliche Prüfung des Gebrauchs der Rücksendemöglichkeit vornehmen.” Da wird es sicherlich nicht den Falschen getroffen haben…

levestiga0r 30. Juli 2013 um 21:47 Uhr

absolut verständliche maßnahme seitens amazon – völlig korrekt personen zu sperren die das gesetzliche rückgaberecht bei online-geschäften missbrauchen. die entstandenen mehrkosten für das dauernde hin und her-senden sowie die wertminderung der artikel bleibt nämlich am ende beim normalen kunden hängen und ich persönlich sehe es nicht ein für diese “schmarotzer” (sorry aber genau das sind viele der betroffenen personen) mitzuzahlen.

Hans Hanraths 30. Juli 2013 um 21:49 Uhr

Die Nummer hat natürlich einen faden Beigeschmack. Dennoch finde ich es erschreckend mit welcher Selbstverständlichkeit heute gerade Smartphones, Tablets usw. bei Amazon (und nicht nur dort) bestellt werden und als “Testgerät” missbraucht werden. Diesen Vorgang als Empfehlung in Foren und in den Comments auf diversen Portalen auszusprechen setzt dem Ganzen dann die Krone auf. Die Reaktion seitens Amazon wundert mich nicht wirklich, halte sie jedoch bezüglich der Rezensionen, Partnerprogramme etc. für überzogen.

JMK 30. Juli 2013 um 21:49 Uhr

Amazon verhält sich wie Google, Marktmacht gewinnen, auch auf Kosten des Gewinns, nach einem Quasimonopol hat man dann die komplett Kontrolle über seine Kunden.
Siehe die aktuelle Aktion mit den Hardcover-Büchern in den USA.
Früher konnte man sich Produkte auch in offline Geschäften anschauen, ohne einen Kauf zu tätigen, das ist heute doch nicht mit möglich.

neurox 30. Juli 2013 um 21:50 Uhr

@Robin Schulz Wie viel hast du von denn 11500€ “Umsatz” denn dann wirklich gekauft?

Zasch 30. Juli 2013 um 21:51 Uhr

Bei Klamotten ist die hohe Rücksendequote verständlich, denn ich will sie ja schließlich anprobieren. Wenn mir im Laden etwas daran nicht gefällt, dann hänge ich es ja auch zurück. Bei Technik habe ich quasi noch nie etwas zurückgeschickt (von offensichtlichen Defekten abgesehen), einfach aus dem Grund, weil man sich vorher ausreichend informieren kann und nur das bestellen braucht, was man auch haben möchte.
Fataler ist natürlich dann die Kindle-Sache. Deswegen stehe ich auch nicht so auf DRM. Ich besitze zwar einen Kindle, aber diese Maßname von Amazon schreckt mich dann schon ein wenig ab. Eigene Hardware faktisch unbenutzbar zu machen, weil ich zu viele T-Shirts zurückschicke finde ich falsch und unfair.

Daniel 30. Juli 2013 um 21:51 Uhr

Aus der Sicht der Händler, wie ich auch einer bin, finde ich das gut, denn ich habe ständig mit solchen Leuten zu kämpfen die Games, Bücher etc. bestellen, spielen, testen, lesen etc. und dann nach 2 Tagen zurücksenden. Als kleiner Pupshändler kannst du da kaum was machen, daher freut es mich, dass Amazon da mal hart durchgreift.

FlyingT 30. Juli 2013 um 21:51 Uhr

@levestiga0r

Amazon kann einfach die Kosten der Rücksendung durch die Käufer bezahlen lassen. Dann kommen keine extra kosten hin zu fürs “hin und her” schicken.

Norbert 30. Juli 2013 um 21:52 Uhr

Die Rücksenderitis hat teilweise aber auch erschreckende Ausmaße angenommen. Bei einem mir persönlich bekannten, kleineren Online-Händler, der fast ausschließlich über Amazon verkauft (ca. 35 – 45 Artikel pro Tag), kommt Ware zurück, die beschädigt wurde, die ohne Verpackung, ohne Etiketten ist, die gewaschen wurde, etc. Kunden, die per Hermes zurückschicken, aber 7 € Rückversand erstattet haben wollen.

Er traut sich nicht, die nicht zurückzunehmen, da negative Bewertungen der Kunden dazu führen können, dass das Verkaufskonto gesperrt wird.

FlyingT 30. Juli 2013 um 21:56 Uhr

@Zasch

mit “informieren” meinst du aber nicht “ich befummel das Gerät im stationären Handel und wenn es mir gefällt bestell ich es bei amazon” oder?

nym 30. Juli 2013 um 21:56 Uhr

Das zeigt mal wieder, das digitalen Medien (eBooks, Musik, Filme, Serien, gar Apps via den amazon Appstore), die man nicht im Rahmen einer Flatrate streamt gefälligst offen sein sollten.
Ohne DRM und/oder Zwangsbindung an einen Service!

Würde mir dann jemand das Konto sperren, so hätte ich alle meine Inhalte zumindest lokal gesichert und könnte ggf. ein andere Konto (Frau etc.) nutzen bzw. zu einem anderen Dienst umziehen.

Zwar kennt man nun die genauen Hintergründe dieses Nutzers nicht, doch auch ich retourniere gelegentlich Artikel, die schlichtweg einen defekt haben oder speziell bei Kleidung auch regelmäßig solche, die nicht passen. Völlig legitim.
Amazon kopiert mit Javari doch genau dieses Prinzip von Zalando, vorrangig im Bereich der Schuhe, und propagiert die problemlose Rückgabemöglichkeit auch noch.

Abgesehen davon dass deren Shop von Mal zu Mal unübersichtlicher wird, speziell seit unzählige Drittanbieter die Plattform fern vom Marketplace nutzen können, lässt das Shoppingerlebnis echt zum Graus werden.

Ich persönlich war stets zufrieden mit Amazon, aber so langsam nehmen die negativen Schlagzeilen wirklich überhand.

Ich bin jedenfalls froh von keinem Anbieter von Produkten/Services wirklich abhängig zu sein. Und sehe dies als Beispiel mich auch zukünftig nicht zu binden.
Vielen Dank an dich und den betroffenen Nutzer, dass die Geschichte geteilt wird! *daumen hoch

Robin Schulz 30. Juli 2013 um 21:56 Uhr

@neurox

Die 11.500 Euro beziehen sich auf die Gesamtsumme – abzüglich der beiden Rücksendungen wegen Nichtgefallen. Diese beiden Rücksendungen hatten zusammen einen Warenwert von ca. 50 Euro.

Frank Koehntopp (@koehntopp) 30. Juli 2013 um 21:57 Uhr

Betroffen.

Ich kaufe wenn möglich bei Warehousedeals, und da geht auch öfter mal etwas zurück. Wenn z.B. eine Kamera für > 1.000,– “wie neu” sein soll und 2000 Auslösungen hat, oder das Unterwasser-Gehäuse einer GoPro Rost hat, schicke ich sie eben zurück.

Wie auch immer, wenn nach Abzug der Rücksendungen in den letzten Monaten für Amazon noch ein 5-stelliger Umsatz im Plus bleibt überrascht eine solche Aktion doch arg, und ist auch ohne Vorwarnung alles andere als kundenfreundlich (ich war dort > 10 Jahre Kunde, PRIME, Seller, Kindle-User, Audible-User etc.).

Das Schlimmste ist die Wand gegen die man beim “kundenfreundlichsten Unternehmen der Welt” läuft. So geht man nicht mit Kunden um.

Ich habe keine Probleme bei anderen Händlern zu kaufen, aber das Amazon-Konto ist mehr als nur eine Shopping-Plattform.

Die Kindles (3 im Haushalt) sind damit Elektroschrott, dank DRM lässt sich der gekaufte Inhalt (zumindest legal…) nicht auf anderen Readern nutzen. Insbesondere ist der Kindle als Reader nutzlos, weil er die gekauften ePubs alternativer Händler nicht anzeigt. Ebenso geht der Zugriff auf die über Jahre (!) zusammengetragenen Highlights (> 100 Bücher) verloren, wie auch angelegte Wunschlisten etc.

Auch andere Anbieter die das Amazon-Login oder Payment benutzen fallen weg, z.B. Amazon AWS und S3.

Klar kann ich jetzt über das Konto meiner Frau einkaufen, und den Kindle dort registrieren, bestehende Daten von mir sind aber verloren. Ich bin mir nicht sicher ob das legal ist.

Ich stehe noch in EMail-Kontakt, mal gespannt wie das ausgeht. Ich denke die Publicity kostet Amazon mehr als wenn man die Kunden nett angeschrieben/angemahnt hätte…

Jonas 30. Juli 2013 um 21:57 Uhr

@FlyingT keine schlechte Idee. Bevor die Konten einfach so geschlossen werden, vorher den Betroffenen anbieten, ob Sie nicht zukünftig fürs Zurückschicken blechen möchten. Wäre doch etwas kundenfreundlicher…

Jan 30. Juli 2013 um 21:58 Uhr

Was ich allerdings nicht verstehe – ich habe beispielsweise u.a. meinen Monitor bei Amazon auch gekauft und habe dann am Tage der Lieferung festgestellt, dass der im Angebot ca. 5 € günstiger geworden war. Ich kontaktierte dann daraufhin den Amazon Support, welche mir dann sagten, die könnten aus Kulanz mir leider den Betrag nicht erstatten, ich könne aber den Monitor wieder zurück senden und erneut bestellen. Ich kann es daher nicht ganz nachvollziehen, wenn man einerseits auch zum Rücksenden so “aufruft” und dann andererseits die Kunden so bestraft.

P.S.: Ich hab den Monitor nicht zurück gesendet, weil’s mir dann doch zu lästig bzw. aufwendig war…

Internetteilnehmer 30. Juli 2013 um 21:59 Uhr

@Robin Schulz: genau wie bei mir…
@All: Natürlich kann man das für richtig halten, aber das Amazon trotz Mängel an z.B. einem Objektiv, dies noch immer verkauft und sich dann wundert warum es so hohe Rücksendequoten… und ich rede hier nicht von kleinen Mängel. Seit einiger Zeit, so jedenfalls meine Erfahrung, verkauft Amazon auch geöffnete Produkte als Neuware. Gerade bei Kameras ist das leider nicht sehr schön.

Falcon 30. Juli 2013 um 22:00 Uhr

Ich bin seit ebenfalls weit über 10 Jahren Amazon Kunde und keine Probleme bisher. Bestelle bis auf Lebensmittel auch nahezu ausnahmslos alles bei Amazon. Da kommen natürlich pro Jahr auch ein paar Retouren dazu. Allerdings nicht zum Ausprobieren sondern wirklich defekte Ware und dergleichen. Ich hab glaube ich bisher in über 10 Jahren keine handvoll Produkte retourniert weil ich sie “falsch” bestellt hatte, sprich sie nicht für den gedachten Zweck passten. Und schon gar nicht beabsichtigt.

Leif 30. Juli 2013 um 22:01 Uhr

Kann ich mehr als nachvollziehen. Immerhin gibt es sehr viele die sich bei Kleidung lieber gleich mehrere Größen oder Artikel bestellen mit dem Wissen nicht alle behalten zu wollen. Ebenso findet man beispielsweise auch in Fotoforen immer wieder mal Personen die sich für den Urlaub mal eben ein Objektiv kaufen und dann wieder zurücksenden. Dafür zu einem offiziellen Verleih zu gehen und sich etwas für ein paar Euro auzuleihen ist ihnen offenbar zu teuer.

Hier ist das Gesetz einfach nicht durchdacht. Es müsste entweder eine Möglichkeit geben bei zu vielen Rücksendungen die Rücksendemöglichkeit eines Kunden zu sperren, dann wäre auch keine Kontosperrung erforderlich, oder die Rücksendungen müssten aus eigener Tasche bezahlt werden. Aber selbst dies wäre in manchen Fällen für den Kunden noch zu günstig, wenn man bedenkt dass der Händler die Waren dann auch oft nicht mehr als neue Ware anbieten darf.

plumtree 30. Juli 2013 um 22:02 Uhr

Tja, zwiespältige Angelegenheit das.
Zum einen sind vor allem die Grenzfälle, also viele Einkäufe mit hohen Summen und einigen Rücksendungen, wirklich problematisch.
Andererseits kann ich Amazon, Otto und Co. gut verstehen. Wir verkaufen hochwertige Fotokameras (Profikram, Hasselblad und Co.) auch online und was wir da erleben ist z.T. unfassbar.
Es ist schon oft genug vorgekommen, dass “Kunden” sich so ‘ne Knipse (nicht vergessen: für teils 5stellige Beträge) “gekauft” haben, dann für eine bestimmte Gelegenheit damit fotografiert haben und sie dann im Rahmen der 14tägigen Rückgabefrist retour gingen lassen.
Ich möchte lieber gar nicht so genau wissen, was da mit technischem Gerät bei Amazon passiert. Klar sind das schwarze Schafe – aber die können den Gewinn ganz schön runterziehen
Andererseits sollte Amazon doch in der Lage sein, eine Teilsperrung durchzuführen. Also, der Kunde darf keine realen Dinge mehr bestellen, behält aber den Zugriff auf die virtuellen Daten (Kindle und Co.) und darf da auch weiter kaufen.

Edgar Tescher 30. Juli 2013 um 22:04 Uhr

Finde ich persönlich super. Schließlich bezahlen wir ja diese “Ich-bestelle-drei-kameras-probiere-diese-ausführlich-aus-und-schicke-2-wieder-zurück”-Leute mit. Ich habe bei Amazon insgesamt sicher bereits einen guten 5-stelligen Betrag umgesetzt, auch hier waren diverse Rücksendungen dabei (Garantiefälle, Mangelhafte Lieferungen usw.), aber ich würde niemals die Frechheit besitzen mir Dinge zu bestellen von denen ich genau weiß das sie oder zumindest ein Teil davon sicher wieder zurück geht. Ich habe einen Bekannten, der hat seine Diplomarbeit auf einem Drucker von Amazon gedruckt, diesen nur für den einen Zweck bestellt und anschließend zurück gesandt. Bis auf Papierkosten nichts gewesen, Amazon hat diese anstandslos zurück genommen. Ich hoffe, dass er dabei ist und auch sein Konto ein für alle Mal gesperrt wurde. Niemand auf dieser Welt braucht diese Schmarotzer die sich auf Kosten anderer gesund stoßen.

Frank Koehntopp (@koehntopp) 30. Juli 2013 um 22:05 Uhr

Eine Wertminderung bei Rücksendungen ist im Gesetz vorgesehen, wenn die Ware durch den Kunden verschlechtert wurde. Damit hätte ich auch überhaupt kein Problem.

Jan 30. Juli 2013 um 22:05 Uhr

@Internetteilnehmer:

Ich hab aktuell das Samsung Note 10.1 von Amazon bestellt, an dem die offiziellen Samsung Siegel auch durchtrennt waren. Folierung etc. war zwar noch drauf, aber trotzdem fand ich’s komisch. Hatte dann übrigens auch den Support gefragt, ob das so richtig wäre und man sagte mir, ja, das käme durch den Service, der schaut nach ob alles vollzählig ist etc. UND (!) ich könnte es ja noch bis in 30 Tagen zurück senden…

Abacus 30. Juli 2013 um 22:05 Uhr

@robin: Und welchen Anteil an den übrigen 11.450 Euro hatten die anderen 18 Rücksendungen? Bitte mal Butter bei die Fische.

Uwe1 30. Juli 2013 um 22:06 Uhr

Lol was manche Leute so zurückschicken ist echt der Hammer. Schaut euch einfach mal die Warehousedeals an. Habe mir da kürzlich einen neuen Monitor vergünstigt geleistet. Der Monitor hat nen 2mm Micro-Kratzer auf der Rückseite(!), ansonsten top Neuware, anaj und wenn jemand sowas mit der Lupe gefunden hat und dann wieder zurückschickt, kann man den auch nicht mehr zum Neupreis verkaufen…

Robin Schulz 30. Juli 2013 um 22:06 Uhr

Falls ich mir bewusst einen Artikel zur Ansicht bestelle oder der Artikel nach Ansicht Zuhause doch nicht dem entspricht was ich erwartet habe, würde ich Selbstverständlich das Rückporto aus eigener Tasche zahlen.

Bekomme ich aber einen anderen Artikel als bestellt geliefert (So geschehen erst vor einer Woche mit einem Leinwand Wandbild) oder ist der Artikel defekt, sehe ich mich als Käufer definitiv nicht in der Pflicht das Rückporto aus eigener Tasche zu zahlen.

Christian Wallrich 30. Juli 2013 um 22:08 Uhr

Solche Themen sind schwer zu diskutieren, da man die genauen Hintergründe nicht kennt. Bin bisher immer gut gefahren mit Amazon, allerdings habe ich noch nie etwas zurückschicken müssen.

Simon M. 30. Juli 2013 um 22:08 Uhr

@Jan:

Das ist wohl unterschiedlich oder liegt im ermessen des Support-Mitarbeiters oder so.
Hatte schon ne ähnliche Situation und bekam dann eine Gutschrift auf die Rechnung

Thomas 30. Juli 2013 um 22:09 Uhr

Wir setzen eine vierstellige Summe im Jahr auf Amazon um und senden selbstverständlich mehr als ein Drittel zurück – da bin ich mal gespannt…

Robin Schulz 30. Juli 2013 um 22:10 Uhr

@Abacus

Das waren ca. 750 Euro, spielt aber keine Rolle in der Sache. Bei diesen Rücksendungen handelte es sich ja um fehlerhafte und defekte Artikel. So gesehen erhielt ich in der Regel nach Eingang und Prüfung der Rücksendung eine Ersatzlieferung. Fall geklärt ;)

elknipso 30. Juli 2013 um 22:10 Uhr

Ich denke hierbei handelt es sich um Einzelfälle welche es dann wirklich übertreiben mit den Rücksendungen.
Mich würde hier mal die genauen Stückzahlen bzw. das Verhältnis interessieren. In der c’t gab es auch mal einen Leserbrief von einem welcher sich über eine Sperrung seines Kundenkontos bei Amazon gewundert/beschwert hatte und dann munter erzählt hatte, dass er den exakt gleichen Artikel 10x (!) bestellt hatte und immer wieder zurück gehen ließ, weil ihm irgendwas an der Verpackung nicht passte. Dann braucht man sich auch wirklich nicht zu wundern.

de_noogle 30. Juli 2013 um 22:11 Uhr

Finde ich ein starkes Stück, zumal Amazon Rücksendungen extrem einfach gestaltet und meiner Meinung nach eine Vorreiterrolle in Sachen Kundenservice hat. Immerhin eine Vorwarnung könnte man den Kunden aussprechen.

blubbblubb 30. Juli 2013 um 22:11 Uhr

Mich würde da mal die rechtliche Seite interessieren.

Das so ja nun mal wirklich das Widerrufsrecht aufgehoben wird.
Könnte sich ja mal jemand mit Ahnung melden.

Bin mal gespannt ob man in der nächsten Zeit etwas von Klagen liest ;)

Simon M. 30. Juli 2013 um 22:11 Uhr

Habe selbst erst 1x was zurück geschickt, da ich nicht wusste welche meiner beiden Soundsystemlösungen in mein Zimmer passen würde, und ich das nur über Maße usw. nicht abschätzen konnte.

Hatte noch nie Problem mit Amazon-Einkäufen :)
Allerdings kauf ich auch (noch) nicht soo viel
Wobei ich mit den Warehouse Deals (2.1 Anlage von Onkyo, BD-Player, oben erwähnter AV-Receiver) übrigends nur gute Erfahrungen gemacht habe.

Malte 30. Juli 2013 um 22:12 Uhr

Ist Amazon nicht gerade durch das komfortable Rücksenden so beliebt geworden? Erst die “Plus” Produkte und nun das? Ich habe auch alle möglichen Smartphones bestellt und durchgetestet, bis ich bei einem gelandet bin, das mir damals gefiel. Was hat man denn für Alternativen? Über die Freundin bestellen?

sYndrom 30. Juli 2013 um 22:13 Uhr

Vielleicht macht Amazon da keine Unterschiede zwischen Rücksendungen wegen Nichtgefallen oder Qualitätsmängeln. Ich kann mir vorstellen, dass die ab einer Rücksendequote von 50% das Konto sperren unabhängig vom Umsatz.

@Robin: 20 Rücksendungen hattest du und wie viele Bestellungen hast du nicht zurückgesendet?

Abacus 30. Juli 2013 um 22:17 Uhr

@Robin: War auch nicht böse gemeint. Es ist aber hilfreich mal alle Zahlen zu kennen um das mit seinem eigenen vergleichen zu können.

JMK 30. Juli 2013 um 22:17 Uhr

interessanter Nebenaspekt: Es werden ja die Konten komplett gesperrt und nicht nur der Versand eingestellt. Also keine ebooks oder mp3s mehr. Und das ohne Vorwarnung. Respekt.

Robin Schulz 30. Juli 2013 um 22:18 Uhr

@sYndrom

Die Bestellungen waren gar nicht mal so hoch, eher die Artikelanzahl pro Bestellung. Die genaue Zahl der nicht zurückgesandten Artikel kann ich dir aber gerade auch nicht nennen. Es war eine ganze Menge.

MichaelFreebie 30. Juli 2013 um 22:20 Uhr

Ich bin hier ein wenig von Amazon eintäuscht. Dann lieber den Beitrag der Artikel mit einem Routour-Entgelt verrechnen, wenn der Kunde im Monat mehr zurücksendet als zulässig.

Kleidung muss man anprobieren. Wenn man diese Online kauft, kann man NIE sicher sein, dass Sie passt oder gefällt, da es auf Bildern meistens anders ausschaut. Ganz klar, dass man sich dann auch mehrere Größen bestellt. Man weiß ja nicht wie die Ware geschnitten ist. Das gleiche mit Schuhen.

Elektronik muss man anfassen. Auf einem Bild kann man das nur ansatzweise erahnen, ob der Artikel dem entspricht, was man sich vorstellt. Billig verbaut, klappert alles. Liefert nicht das Ergebnis, was man sich vorstellt. Man kann es ja vorher nicht wissen.

Oder will amazon, dass man wieder in die Kaufhäuser geht? Oder noch besser: Man soll in die Kaufhäuser, die Klamotten anprobieren oder den Artikel genau anschauen und dann bei amazon kaufen. Ja ne, is’ klar!

Wenn sich Amazon als der kundenfreundlichste Online-Shop nennen will, darf es nur die in Absatz eins erwähnte Möglichkeit geben. Alles andere könnte zu einem Image Problem und Kundenrückgang führen. Klar kann das auch eine Sparmaßnahme sein, aber eine ziemlich krasse, wie ich finde.

Amazon scheint langsam den Boden unter den Füßen zu verlieren und vergisst, dass wenn sie es übertreiben auch ein Konzern wie “amazon” ganz schnell durch andere große Versandhäuser überholt werden. Jeder ist ersetzbar. Auch Versandhäuser. Alles nur eine Frage der Zeit.

Jan 30. Juli 2013 um 22:20 Uhr

rechtliche Seite – geht allerdings eher um die Gelbe Karte, die man wohl mal bekommen hatte…

http://www.neubauerlaw.de/wich.....cht-passt/

Robin Schulz (@bulletinmybeard) 30. Juli 2013 um 22:22 Uhr

@Abacus

Keine Sorge, so hatte ich das auch nicht aufgefasst :)

Ich sehe mich an dieser Stelle definitiv zu Unrecht von Amazon bestraft. Wenn ich mich so in meinem Bekanntenkreis umschaue gibt es dort eine ganze Menge an Leuten die sich die Artikel zur Ansicht nach Hause liefern lassen und in der Regel auch wieder zurückschicken. Sowas finde ich ebenfalls ziemlich zum kotzen.

sYndrom 30. Juli 2013 um 22:27 Uhr

Amazon ist rechtlich ja durchaus dazu in der Lage, die Kosten der Rücksendung auf den Kunden abzuwälzen. Das hätte aber mit Sicherheit einen Bestellrückgang zur Folge, insbesondere weil man im Internet viel Konkurrenz ausgesetzt ist.

Amazon könnte auch die zurückgesendeten Artikel prüfen und dürfte dem Kunden den Rechnungsbetrag anteilig erstatten, falls es sich nicht mehr um Neuware handelt. Das kommt bei den Kunden aber auch nicht gut an und die Kosten für die Prüfung wären Amazon wohl auch zu hoch.

Stattdessen entscheidet man sich für die radikalere Lösung, ein paar schwarzen Schafen Hausverbot zu erteilen, um weitermachen zu können wie bisher und die “guten” Kunden nicht zu verschrecken.

elknipso 30. Juli 2013 um 22:28 Uhr

@Thomas
Wieso sendet ihr “selbstverständlich mehr als 1/3 zurück”? Der Anteil kommt mir sehr hoch vor.

Jörg 30. Juli 2013 um 22:29 Uhr

Nicht ungewöhnlich eigentlich und bei anderen Versandhäusern durchaus schon seit Jahren (Jahrzehnten) gängige Praxis.

Die Härtefälle -mal vorrausgesetzt, dass sich die Leute nicht in die eigene Tasche lügen und wirklich nur defekte Ware zurückgesendet haben- sind natürlich schon eine sehr harte Entscheidung, die ich weder aus Händler- und schon gar nicht aus Kundensicht nachvollziehen oder gutheissen kann.

Eine Vorwarnung gibt es für solchen Kontensperren aber auch bei den alteingesessenen Versandhäusern nicht, das wäre auch irgendwie nicht “zielführend”. Letztlich läuft es darauf hinaus, dass jeder billig kaufen will – das kann aber nur funktionieren, wenn der Großteil der bestellten Ware auch tatsächlich beim Käufer bleibt und nicht wieder zurückgeschickt wird. Funktionsfähigkeit/Unversehrtheit der Ware natürlich vorrausgesetzt.

Letztlich nutzt amazon hier natürlich seine Machtstellung im Online-Handel, ganz klar. Das kann man amazon aber nun nicht ankreiden, es bleibt ja jedem selbst überlassen, dort zu bestellen. Wobei es wie gesagt auch bei allen anderen Versandhändlern diese Sperrungen gibt….

Jörg 30. Juli 2013 um 22:32 Uhr

@Malte:
“…Was hat man denn für Alternativen?…”

Den Arsch hochkriegen und den lokalen Einzelhandel mit einem Besuch beehren?
Paradebeispiel für die “Geiz-ist-Geil”-Mentalität….

adamrieserne 30. Juli 2013 um 22:36 Uhr

Das Problem ist aber auch, daß Amazon einige Warengruppen unzureichend verpackt.und die Ware nahezu sicher defekt ankommt (die berüchtigte lose Festplatte im Karton oder bei uns letztens zweimal hintereinander eine gequetschte Flasche Reissirup).

FlyingT 30. Juli 2013 um 22:40 Uhr

@Jörg
“Den Arsch hochkriegen und den lokalen Einzelhandel mit einem Besuch beehren?”

Genau das versucht ja amazon zu etablieren… “Schaut befummelt eure Technik im MeMa und probiert eure T-Shirts im Kaufhof an. Kaufen könnt ihr dann bei mir wenn ihr wisst was ihr braucht” dann brauch man sich nämlich nix mehr zum Testen oder anschauen bestellen.

Und da kotz ich im Strahl.

Thomas 30. Juli 2013 um 22:40 Uhr

Ich kann Amazon vollkommen verstehen, Rücksendungen bei Onlinegeschäften sind eine Volkssport geworden, weil die Leute sich vorhere entweder schlecht oder garnicht über ein Produkt informieren. Bei fehlerhaften, defekten oder falsch gelieferten Artikeln gibt es da keine Diskussion, aber wenn ich mri 5 ähnliche Artikel lieferen lasse um dann einen zu behalten, ist das was anderes.
Allerdings frage ich mich, warum Amazon den fraglichen Kunden nicht einfach ein paar Regelns aufs Auge drückt – Portokosten haben die selbst zu übernehmen, bei Gebrauchsspuren, Beschädigungen usw. wird der Wertverlust in Rechnung gestellt – letzteres wird bei einigen Firmen bereits gemacht, damit gebrauchte Artikel nicht mehr zurück geschickt werden. Und die Portokosten kann Amazon auch bereich, das entsprechende Gesetzt dazu soltte doch bereits auf EU-Ebene durch sein, wobei Amazon sich damals noch damit geschmückt hat, weiterhin kostenlose Rücksendung anzubieten.

Jörg 30. Juli 2013 um 22:45 Uhr

@FlyingT:
Du hast da was falsch verstanden, das sollte absolut _keine!_ Aufforderung dazu sein, sich im Einzelhandel beraten zu lassen und dann online zu kaufen – das ist die Steigerung zu Geiz ist geil und auch mir aufs Äußerste zuwider.

Richard 30. Juli 2013 um 22:47 Uhr

Sperren von Konten sind im Onlinehandel üblich und berechtigt. Die genauen Grenzen nicht zu kommunizieren ist für mich nachvollziehbar, da hier auch Prozesse zur Betrugsprävention betroffen sind. Allerdings ist es absolut inakzeptabel, sich der Kommunikation mit den betroffenen Kunden (siehe Koehntopp) zu verweigern. Gerade wenn am Account auch langfristige Dienste wie Kindle und Audible hängen. Das macht man nicht. Auch nicht zur Abschreckung. Es würde mich auch nicht wundern, wenn das Vorgehen nicht mit den deutschen Gesetzen vereinbar wäre. Aber das Klage- und Kostenrisiko liegt bei den betroffenen Kunden. Wäre ich betroffen, würde ich klagen.

Ich würde mich auch freuen, wenn die Fachmedien wie Etailment, Exciting Commerce oder die Lebensmittelzeitung, die Zugang zu durchaus entscheidungsbefugten Amazon-Mitarbeitern haben, hier einmal nachforschen und ggf. berichten würden.

Für mich klingt der Vorgang, so wie Cachy ihn hier beschreibt, nach einen (geänderten?) Algorithmus (der Amerikaner?) zur Risikobegrenzung, der irgendwie aus dem Ruder gelaufen ist. Dann besteht für den einzelnen Betroffenen (in D) vielleicht noch Hoffnung. Ohne Öffentlichkeit und Druck aber, so fürchte ich, wird Amazon hier kein Statement abgeben oder das Problem aktiv angehen. Also: Caschy: dran bleiben, Kontakte nutzen, Statements einfordern.

Danke im Voraus.

Stefan 30. Juli 2013 um 22:47 Uhr

Find ich völlig ok. Wer andauernd was bestellt um es dann zurückzusenden hat es nicht anders verdient. Kenne solche Leute auch aus dem Ladengeschäft… da passt dann mal was nicht, oder es ist nicht wie man es sich vorgestellt hat und schon wirds versucht zurückzugeben oder einfach zurückgeschickt.
Man sollte sich halt vorher informieren und genau prüfen was man sich kauft…

FlyingT 30. Juli 2013 um 22:47 Uhr

@Thomas
” [...] weil die Leute sich vorhere entweder schlecht oder garnicht über ein Produkt informieren.[...]aber wenn ich mri 5 ähnliche Artikel lieferen lasse um dann einen zu behalten, ist das was anderes.”

Ich hab die Idee für Amazon das zuverhindern. Man macht so eine Art “Testcenter” auf. Amazon mietet sich ne Halle oder Raum und stellt da Produkte aus. Die kann man dann testen, vergleichen, anfassen und/oder Anziehen. Und um die Versandzeiten und kosten zudrücken kann man sie einfach direkt mitnehmen in dem man an einer Art “Kasse” bezahlt. Man könnte die Sachen auch schon sortieren, Erdgeschoss Damenmode, 1. Herren und ganz oben Technik.

Nennen wir es doch einfach “Kaufhaus”. Mit so einem Kaufhaus könnte man den ganzen Onlinewiderruf unterbinden, da er dann nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.

Also ähnlich wie es die Seite “Mediamarkt Onlineshop” macht, die hat so Gebäude. Ist ne super sache.

Max 30. Juli 2013 um 22:51 Uhr

Amazon handelt völlig richtig. Bisher waren alle Fälle die ich aus Foren kenne letztendlich so, dass wirklich viel zurückgesendet wurde, oftmals der gleiche Artikel mehrfach und dann direkt neu bestellt wurde, anstatt auf einen Umtausch zu bestehen (kein direkter Neukauf). Amazon wird ganz sicher nicht grundlos sperren…

DancingBallmer 30. Juli 2013 um 22:53 Uhr

Das ist in der Tat ein klassisches Eigentor. Viele haben eben gerade bei Amazon gekauft, da man bei Problemen ohne Sorge zurückschicken konnte. Natürlich übertreiben es einige, aber das ist eben dann auch ein Grund für viele eben nicht in den Mediamarkt zu gehen, sondern es eben online zu kaufen. Auch aufgrund dieser Sicherheit bei Problemen es einfach zurückschicken zu können habe ich Amazon trotz höherer Preise immer anderen Onlineshops bevorzugt, aber mit der Aktion ist das nun auch vorbei. Bin selber nicht betroffen und mache um drm-verseuchte Waren einen großen Bogen, trotzdem ist das eine Frechheit und dürfte für Amazon neben Kunden- und Imageverlust noch ein weiteres Nachspiel haben.

Andreas 30. Juli 2013 um 22:53 Uhr

Ich hoffe die ziehen das hart durch, die ganzen Leute die das Rückgaberecht als Ansichtsexemplarservice mißbrauchen treiben nicht nur die Kosten in die Höhe, sondern erzeugen damit auch eine sinnlos hohe Kohlendioxid-Bilanz.

Tobi 30. Juli 2013 um 22:54 Uhr

Der schlagende Punkt ist doch keiner kennt die genauen Kriterien nach denen dort entschieden wird. Und so lange das so bleibt ist es pure Willkür wen es dort trifft und etwaige fehl Bewertungen sind nicht belegbar. Ich kann sehr gut nachvollziehen das Amazon in schweren fällen eine Sperrung vornimmt, doch muss dies immer nach offenen und für alle Parteien ersichtlichen Kriterien geschehen!

Frank Koehntopp (@koehntopp) 30. Juli 2013 um 22:55 Uhr

@Richard danke für den sachlichen Kommentar (über einige andere muss ich mich schon wundern…)

Natürlich ist es legitim wenn Amazon jemandem keine Waren mehr verkaufen will, das ist _ihre_ wirtschaftliche Entscheidung (wenn ich mir die Zahlen ansehe allerdings keine sehr weise). Wie sinnig die ist wenn es noch 3 weitere Amazon Accounts im Haushalt gibt lasse ich mal dahingestellt… (bzw. warte auf die “Sippenhaft”).

Den Kindle einzuschließen bedeutet nach meiner Lesart die Verweigerung einer zugesicherten Eigenschaft – das Sperren des Accounts macht mir den Kindle technisch kaputt.

Ich interpretiere das ebenfalls als fehlgelaufenen Algorithmus, man scheint den Warenwert als Anhalt zu nehmen. Wenn ich 5 Artikel zu je 1.000,– zurücksende entsteht allerdings kein Schaden von 5.000,– …

JMK 30. Juli 2013 um 22:57 Uhr

Supertipp! Es gibt auch andere Versandhäuser im Internet. Gerade im Technikumfeld.

Adrian 30. Juli 2013 um 22:58 Uhr

Hatte mir vor einiger Zeit einen Flatscreen gekauft.
Bei Recherchen waren einige, die schrieben, dass sie ein Gerät gekauft hatten, sie meinten, dass das Bild nicht toll wäre.
Sie waren stolz drauf, dass sie darauf hin das Gerät an Amazon zurückgegeben hätten, gleichen Typ nochmal gekauft, wieder zurück, und dann wieder gekauft und wieder zurück bis sie “endlich” ein optimales Bild hatten…..

Da kann ich Amazon verstehen….

Gleiches wie bei Haftpflicht – ist für Notfälle. Wenn man im Jahr mehrere Pillepalle-Schäden meldet, dann fliegt man raus.

Rubberduck 30. Juli 2013 um 23:00 Uhr

Am schlimmsten sind eigentlich die, die dabei noch brüskiert sind und Amazon als Kunden unfreundlich beschimpfen.
Es war längst überfällig und meiner unmaßgeblichen Meinung nach, sollten die sogar noch gerichtliche Schritte einleiten können.
Es scheint doch hier bei uns ein richtiger Umtausch-Wettbewerb statt zu finden und es wird sich nicht selten damit gerühmt, wie oft man wieder zurück geschickt hat.
Die Geschichten von den Leuten, die sich regelmäßig Klamotten holen um damit wegzugehen und diese danach dann zurück schicken ist leider wahr.
Es ist einfach erbärmlich, wie eine Vielzahl von Menschen solche Dinge immer wieder ausnutzen um ihren Vorteil zu haben.
Ja! Und natürlich trifft es dabei dann den Einzelnen, der dieses Recht eben zu Recht für sich eingefordert hat und jetzt leiden muss.
grrrrrrrrr

Olaf 30. Juli 2013 um 23:00 Uhr

Die Geschichte von Caschy oben hat ziemliche Parallelen mit dieser hier:
http://www.telefon-treff.de/sh.....ost5111027

Dort stellte sich dann heraus im Laufe des Themas, dass sich der Kunde tatsächlich so verhalten hat, dass man froh sein darf, dass Amazon ihn gesperrt hat. Alles hat halt 2 Seiten.

Immerin zahlen alle Kunden das fröhliche und von Amazon recht kulante Rücksendeverhalten mit.

FlyingT 30. Juli 2013 um 23:00 Uhr

@Andreas

Wie will man es sich sonst anschauen? Fair wäre ja das man im Expert, Mediamarkt, Saturn jedes angefasste Teil kaufen muss. Oder eher schon jedes angeschaute Gerät.

Amazon könnte ja auch Testgeräte oder Testbundles zusammenstellen. Ich such mir 3 Tablets aus ( die nicht Neuware sind) kann die 3 Testen, schicke 3 zurück und bestelle das was ich haben möchte. Oder behalte eines der Testgeräte zu Warehousekonditionen.

Oder will mir jetzt einer sagen er kauft nen Tablet, Smartphone, TV nur nach Onlineberichten ohne es einmal in natura zusehen? Natürlich nicht. Man schaut es sich im Laden an und kauft es online. Und das ist nicht sinn der Sache.

DancingBallmer 30. Juli 2013 um 23:11 Uhr

Nur mal aus Neugier, aber was passiert eigentlich mit den anderen digitalen Angeboten wie z.B. Cloud-Drive? Können die Verträge nicht verlängert werden, bzw. sitzt man auf seine bestehenden Verträge ohne Chance auf ein Upgrade fest? Amazon kann sich natürlich weigern Kunden Waren zu verschicken, aber durch die ganzen digitalen Dienstangebote wird die vollständige Sperrung eines Accounts Sache doch auch rechtlich komplizierter.

Fabian 30. Juli 2013 um 23:13 Uhr

Interessant! An meinen Note 10.1 war auch auf einer Seite das Siegel gebrochen. Da aber Display Folien vernünftig aufgeklebt waren, alles Zubehör “werksseitig” verpackt aussah und am Gerät bis heute kein Mangel aufgetreten ist, habe ich mit bisher nichts dabei gedacht.

uniquolol 30. Juli 2013 um 23:14 Uhr

@Edgar Tescher:
“…Finde ich persönlich super. Schließlich bezahlen wir ja diese “Ich-bestelle-drei-Kameras-probiere-diese-ausführlich-aus-und-schicke-2-wieder-zurück”-Leute mit. (..) Niemand auf dieser Welt braucht diese Schmarotzer, die sich auf Kosten anderer gesundstoßen…”

So isses!

uniquolol 30. Juli 2013 um 23:24 Uhr

@FlyingT:
“…Oder will mir jetzt einer sagen er kauft nen Tablet, Smartphone, TV nur nach Onlineberichten ohne es einmal in natura zusehen?…”

Genau das will ich sagen. Nach etwas Onlinerecherche ist das meist auch problemlos möglich…

AwfulWahrheit 30. Juli 2013 um 23:28 Uhr

leute die ne hasselblad online bestellen und sich per post liefern lassen sollten überall gesperrt werden und ihr wahlrecht abgeben. ich musste richtig lachen bei dem beispiel. wahrscheinlich weils wirklich so is. ihr seid alle meine zeugen: die vom tv sollten mal nen seismographen zig mal mit der post, hermes ups etc kreuz und quer durch deutschland schicken. ich würde mal gerne wissen was unsere pakete so alles aushalten müssen. und wenn die stärksten ausschläge morgens am zustelltag sind dann weiß man auchma wie superhappy unser geliebter paketzusteller is dass wir alle online kaufen wie die geisteskranken

Tony 30. Juli 2013 um 23:29 Uhr

bei mir haben die auch massive fehler im partnernet gemacht. also wieder den kundenservice maltretieren…

Lui 30. Juli 2013 um 23:30 Uhr

Das ist freie Marktwirtschaft, da darf sich auch ein Unternehmen seine Kunden aussuchen. In meinem Laden habe ich das Hausrecht; gefällt mir Deine Nase nicht, so gibt es Hausverbot. Dafür hast Du als Kunde das Recht Dein Geld eine Straße weiter abzuliefern.
Der Algorithmus, nach dem Amazon sperrt, würde mich allerdings schon interessieren. Spielen da vlt. auch “unsaubere” eBooks auf dem Kindle mit rein? Als einer von vielen Parametern. Amazon weiß ja genau was Du liest – und sogar wie schnell. Und natürlich, ob Du das bei ihnen gekauft hast.
Ich kaufe auch gerne bei Amazon, weil es bequem, schnell und bisher ziemlich problemlos war. Zurück ging bisher sehr selten was. Aber solche Geschichten zeigen, dass man sich nicht in zu grosse Abhängigkeiten begeben sollte. Aus diesem Grund (und siehe unten) werde ich mein Kaufvolumen bei Amazon reduzieren.

http://www.zeit.de/2013/31/buc.....age-amazon

Sprity 30. Juli 2013 um 23:34 Uhr

stört eigentlich niemanden, dass der Artikel etwas dünn ist?
Von wieviel Prozent der Kunden sprechen wir denn hier? Wenn das nur ein paar Einzelfälle sind, dann lohnt sich die ganze Aufregung doch nicht.

Guest284920747 30. Juli 2013 um 23:43 Uhr

Ich arbeite in nem Klamottenladen und es is mittlerweile ne frechheit der meisten kunden wie aggro und dreist solche sachen gemacht werden.
sachen getragen und nachm wochenende umtauschen?
ja aber nur gegen gutschrift und dann geht die diskussion los…man hätte 14 tage umtauschRECHT wasn blödsinn. ich hab da als verkäufer so manchen spruch abgelassen weil ich das absolut scheisse der kunden finde. und es gibt immer mehr die sachen ausprobieren und online kaufen. gerne möchten kunden fotos der sachen schiessen oder dass man die artikelnummer aufschreibt…nicht erlaubt! zurecht wie ich finde…

Otto Hamster 31. Juli 2013 um 00:04 Uhr

Wir sind ebenfalls Verkäufer auf Amazon. Was sich manche Kunden erlauben, das passt auf keine Kuhhaut. Ich bin definitiv dafür, dass Kunden, die eine bestimmte Quote an Rücksendungen haben, gesperrt werden. Wieviele Verkäufer schon wegen solcher Käufer auf Amazon schon gesperrt worden sind, und das diese Verkäufer ihre Existenz wegen dieser Schmarotzer verloren haben, das hat bis jetzt die meisten hier auch nicht interessiert.

OMR 31. Juli 2013 um 00:05 Uhr

Rechtlich ist das übrigens grundsätzlich zulässig: http://www.webshoprecht.de/IRUrteile/Rspr1394.php
Natürlich kann sich das Versandhaus aussuchen, mit wem es Geschäfte macht. Zweifeln kann man allerdings hinsichtlich der Kindls.

Malte 31. Juli 2013 um 00:07 Uhr

@Jörg: Ich finde es okay, wenn ich die Geräte über Amazon bestelle und mir anschaue, ob sie gut in der Hand liegen und funktionieren wie beschrieben. Ich kaufe schließlich im Endeffekt auch über Amazon. Im Mediamarkt kann ich mir die Geräte auch anschauen, aber oft sind dort störende Sicherheitsbänder dran, so dass weder das Gewicht noch das richtige Feeling dabei herüberkommen.

Die bestellten Artikel werden sehr gut behandelt und wenn Amazon mir Kosten fürs Öffnen abzieht (was schon geschehen ist), so kann ich es gut nachvollziehen und zahle es gerne, da ich ja nach wie vor einen Mehrwert durchs Testen hatte. Aber ich schicke auch nicht alles zurück was mir nicht gefällt – inbesondere Artikel um die 10-20 Euro behalte ich einfach oder verschenke ich.

Was mich allerdings wundert ist, dass mir auch schon Artikel geschenkt wurden – wenn ich ein Buch um die 10 Euro zurücksenden wollte, wurde gesagt, dass dies nicht nötig sei, da es finanziell keinen Sinn macht. Dadurch wird in meinen Augen die Rücksendementalität eher noch gesteigert anstatt reguliert. Außerdem ist Amazon nicht immer der günstigste Anbieter, aber ich kaufe dort, weil es a) bequem funktioniert und b) bisher keinen Ärger gab (also auch keine gelbe Karte – wobei ich auch nur selten kaufe/zurücksende).

Und als letzter Punkt – die “Plus”-Produkte. Da verstehe ich Amazon nicht. Es ist sehr leicht dieses System auszuhebeln. Einfach das gewünschte Produkt in den Warenkorb legen, dazu noch etwas, das mit Lieferverzögerung angegeben ist und dann schickt Amazon (zumindest bei Prime-Kunden) die Artikel trotzdem getrennt. Dies ist mir durch Zufall aufgefallen und macht einfach keinen Sinn. Nicht, dass ich das ausnutzen würde, aber hier wurde eine Sache einfach nicht zu Ende durchdacht.

micky 31. Juli 2013 um 00:09 Uhr

Wenn jemand, angeblich, für €20000 im Jahr bei Amazon kauft und Artikel für €4,50 zurück schickt und trotzdem sein Konto gesperrt wird… Sorry aber das glaubt nur jemand der seine Tapeten mit Schrauben befestigt. Amazon ist ein durch und durch kapitalistisches Unternehmen, die sind nicht blöd und würde Konten Sperren bei eine Quote von sagen wir mal €11500:€50. Da ist ganz sicher ein interner Fehler aufgetreten und das Konto wird schnellstens wieder freigegeben, denn rechnen können die bei Amazon…

scinaty 31. Juli 2013 um 00:19 Uhr

Finde ich sehr gut! Wir subventionieren diese Hohlkörper die sich 5 Rasierer kaufen und 4 zurückschicken – Die Versandkosten UND den Wertverlust.

Bla 31. Juli 2013 um 00:20 Uhr

Ich bin etwas schockiert das Leute 20+ Rücksendungen als normal erachten.

Ich kaufe fast alles bei Amazon ein. Klamotten, Computer Hard- & Software, DVDs / BlueRay, Handys & Co – Dazu kommt der Versand ins Ausland (da ich in Irland lebe).

Die irische Post geht unfassbar schlecht mit Paketen um, trotzdem hab ich in den letzten 5 Jahren nur 1ne Ware zurückgeben müssen wegen einem defekt.

Ansonsten hatte ich nur ein Problem mit der Lieferung eines 28 Zoll Monitors, der hat in der Tat eine Macke an der oberen rechten Ecke.
Hab mich an Amazon gewendet, nicht mit der Intention für nen Refund oder sonst was, nur lediglich um mein Feedback zu dem Versand zu äußern. Der Monitor wurde im Originalkarton verschickt der ja leider dann doch recht schmall & nur minimal gepolstert ist, hab erklärt das der Rücktransport unnötig lange dauert & teuer ist und hab 25% Gutschrift bekommen.

Natürlich ist soetwas zum Teil in der Kalkulation mit drin. Aber diese Mentalität “Ich kaufs mir online, gucks mir an und finds dann doch doof und schicks zurück”.

Wenn man sich nicht sicher ist -> Nicht online kaufen.
Wenn man das Risiko vom Versand nicht eingehen will -> Nicht online kaufen
Natürlich darf man ein funktionierendes (neues) Produkt erwarten, jedoch wenn es kleinere Macken hat sollte man sich überlegen ob es den finanziellen Aufwand (auch für den Anbieter!) rechtfertigt das Produkt umzutauschen. Wenn man auf Nummer sicher gehen will und nicht dem Paketdienst vertrauen will, soll man einfach zum Media Markt rennen.

Lui 31. Juli 2013 um 00:30 Uhr

Weils gerade gut rein passt:
http://www.chip.de/bildergaler.....35299.html

Vlt. als Vorsichtsmaßnahme für Kindle-Besitzer ganz interessant:
http://www.chip.de/bildergaler.....35299.html
Es scheint möglich zu sein sich so einen “normalen” und einen Kindle-Account zu schaffen, die vlt. auch ggf. getrennt gesperrt würden?!

Guntram 31. Juli 2013 um 00:31 Uhr

@Adrian:
“und dann wieder gekauft und wieder zurück bis sie “endlich” ein optimales Bild hatten”

Genau deswegen möchte ich ein vernünftiges (kostenloses) Rückgaberecht! Weil es eben immer problematische Produkte mit Produktionsschwankungen gibt. Wenn ich schon ein teures Gerät kaufe (welches es im lokalen Einzelhandel natürlich nicht gibt – außer vielleicht in Berlin, Hamburg oder München), will ich nicht mit dem Montagsmodell abgespeist zuhause sitzen…

checks0n 31. Juli 2013 um 00:41 Uhr

Also Amazon hat hier eines nicht wirklich durchdacht und zwar die Rücksendequote vernünftig zu filtern. Wie z.B. Kleidung oder WHD-Produkte entsprechend anders zu gewichten. Ich bin jetzt auch seit 8 Jahren Kunde und bisher zufrieden.
Auch ich habe schon über WHD gekaufte Produkte zurück gesendet, weil sie offensichtlich Mängel hatten oder nicht dem Status “gebraucht – wie neu” entsprachen.

Gutes Beispiel ist die Steelseries Sensei die ich in diesem Jahr gekauft habe.
Nicht einmal, sondern gleich 3 Mal. Da die ersten beiden Sensei (neu) Mängel hatten…

Marten 31. Juli 2013 um 00:44 Uhr

Ich kann Amazon vollkommen verstehen.

Ich habe mal einen Rasierer bestellt den ich wohl nicht als erster hatte: Voller Haarstummel, ölverschmiert, die Flasche mit Ersatzöl einfach mal geklaut. Solche Kunden, die keinen Respekt vor den Waren haben, wünsche ich keinem Händler. Hab ihn zurückgesendet und dann einen neuen erhalten.

Ich habe aber auch ein Negativbeispiel bei Nicht-Amazon: Ich habe einen teuren aktiven Monitoradapter für ca. 80 Euro bei Jacob Elektronik bestellt. Bei der Lieferung war er nicht mehr originalversiegelt, aber das wäre mir egal gewesen. Leider hat er in meiner Konstellation nicht funktioniert und ich wollte ihn zurücksenden. Der Ärger find schon damit an, dass der Händler nirgendwo auf Rücksenderegelungen hinwies. Als ich mich durchfragte wurde mir erklärt, dass eine Rücknahme bei Firmen nicht möglich sei. Ich hatte den aber privat bestellt und nur an meine Büroanschrift liefern lassen. Wir haben ewig diskutiert, ich hatte sogar angeboten den Artikel gegen etwas Höherpreisiges zu tauschen, aber die beharrten auf 30% Wiedereinlagerungsgebühr. Letztlich habe ich den Konflikt Paypal gemeldet und konnte mich durchsetzen, habe 100% zurückerhalten.

Sowas passiert einem bei Amazon nicht! Daher finde ich es gerechtfertigt, wenn Amazon im Gegenzug schwarze Schafe rauswirft. Und im Nachhinein hätte ich lieber gleich 10 Euro mehr bei Amazon bezahlt als diesen ganzen Ärger gehabt zu haben. Und bei solchen Firmen frage ich mich dann, wieso da überhaupt jemand bestellen sollte, denn mittlerweile haben die den Preis für den Adapter sogar auf den Amazonpreis erhöht.

Dominik 31. Juli 2013 um 01:06 Uhr

Vielleicht sollte ich mir die Anschaffung des Kindle doch noch einmal überlegen und auch das bestehende audible-Abo, dass mittlerer Weile über das Amazon-Konto läuft.

Wenn die so schnell dabei sind ein Konto zu sperren … zumal ich auch im Zusammenhang mit den Recherchen zum Kindle hier und da auf Meldungen stieß wo Amazon zu null freundlichem Kundensupport fähig war und große Büchersammlungen quasi unbrauchbar gemacht hat, dann hab ich keine Lust eines Tages für nicht mehr verfügbare Waren bezahlt zu haben.

Die Gründe für Account-Schließungen bei Amazon sind zum Teil abenteuerlich. Früher waren es oft Verstöße gegen die AGB, die aber dem Betroffenen nie genannt wurden (also auch frei erfunden sein können) und heute sind es dann mal Rücksendungen.

Keine schöne Entwicklung …

Peo 31. Juli 2013 um 01:11 Uhr

(DIESE AUSSAGE WURDE MIT TOR VERSCHLEIERT AUFGRUND PRISM UND CO)

Amazon Geschäftsführer RALF KLEBER handelt hier Inkompetent und schädigt “sein” Unternehmen. Wenn Ralf Kleber Arbeitnehmer wäre, was würde er eigentlich über sich selbst schreiben, wenn eine Beurteilung ansteht? Gerade aufgrund seiner Reaktion im Bereich von Kritik und Lob, Umgang mit Kunden (bezüglich dieses Artikels) und Untergebenen (bezug auf Mitbeitbeiter bezahlung und Arbeitsbedingungen)? Nebenbei muss man erwähnen das Amazon Geschäftsführer RALF KLEBER über eine Zeitarbeitsfirma vermeidlich “Nazis” beschäftigt hat.
Ich habe immer gedacht das Geschäftsführer gebildet und studierte Menschen sind die Kompetenz erworben haben wie man mittelwege finden, die wenig Reibungspunkte verursachen.

Mausi 31. Juli 2013 um 01:51 Uhr

Das Problem ist die Mentalität der Menschen selbst. Früher war es ein gemütlicher Familienabend, als aus dem Versandkatalog bestellt wurde. Und dann sind es eben mal die Kleider in 5 verschiedenen Größen und Farben, von denen dann mal wieder 80 Prozent zurück gehen. Heute ist es noch einfacher, drei Klicks und das Teil ist gekauft, nur noch Größe und Anzahl wählen. Viele machen sich gar keine Gedanken darum, welcher gewaltige Logistikaufwand dahinter steckt, weil sie denken, das ist eh ein großer Laden, dem tut das nicht weh…sowohl personell als auch finanziell. Die Menge macht´s, deswegen ist die Reaktion von Amazon nur eine Frage der Zeit gewesen, wohl wissend um die Aufmerksamkeit in den Medien. Das ist doch keine komplizierte Rechnung. Wenn ein Unternehmen mit einem Kunden auf Dauer keinen Gewinn erzielen kann oder nicht einmal neutral läuft, warum sollte es dann noch auf eine Zusammenarbeit bauen? Wer den Service der Rücksendungen zu sehr ausgereizt hat, hat nun die Quittung bekommen.

Nico 31. Juli 2013 um 04:17 Uhr

hmm, ich kaufe bisher ja gerade bei Amazon, da man im Falle des Falles Nichtgefallen alles Problemlos zurück senden kann. Dafür nehme ich teilweise ja auch die höheren Preise in Kauf, häufig ist Amazon nicht mal ansatzweise günstig. Generell bin ich ein Mensch der sich erst gründlich informiert bevor er etwas kauft. Allerdings habe ich teilweise andere auffassungen von wertigkeit und wenn dann ein vermeindlich gutes Gerät (“gut” durch Rezensionen impliziert) doch nicht so toll ist geht es halt zurück. Ich hätte auch kein Problem das Porto zu bezahlen.

Sonia Saw 31. Juli 2013 um 04:42 Uhr

Ich habe selbst bereits Sachen an Amazon zurückgeschickt. Ich kenne kein anderes Unternehmen, das in dieser Hinsicht so kulant und schnell ist. Amazon mag ein fieser Arbeitgeber und Totengräber des Buchhandels sein. Aber beim Kundenservice, insbesondere unkomplizierte Rücknahme von Waren – aus welchem Grund auch immer – da macht ihnen keiner was vor. Vielleicht nehmen deswegen so viele hier Amazon in Schutz. Ich auch.

plantagoo 31. Juli 2013 um 05:16 Uhr

Hi Folks,

1. Ist es das gesetzlich verankerte Recht eines Käufers, Ware, die online bestellt wurde, innerhalb einer bestimmten Frist, zurückzusenden.

2. Wie so oft im Leben gibt es eben Menschen, die das ggf. über die Massen ausnutzen – vielleicht auch, ohne es zu wissen.

3. Das hier eine solch weitreichende Sperrung eines “Käuferkontos” erfolgt an dem weitere Services hängen, die NICHTS mit dem Verhältnis Händler-Käufer zu tun haben, (Audible Konto mit Hörbuchabo-Guthaben, Kindle Konto etc.) ist m.E. gesetzlich absolut nicht abbildbar – schon gar nicht ohne entsprechende Kompensationszahlung. Ich habe z.B. in meinem Audible Konto bestimmt 20 Monate Hörbuch-Abo Guthaben gesammelt…

4. Das bringt mich zu der Erkenntnis, dass eine solche Sperrung in dieser weitreichenden Form und diesen Konsequenzen ohne vorheriges “Anzählen” überhaupt nicht geht.

5. Damit baut Amazon ggü. seinen Kunden eine Art Drohgebärde auf, die so einfach nicht geht. Jetzt gibt es sicherlich Kunden, die ihr – gesetzlich zugesichertes Recht! – nicht mehr wahrnehmen werden, Waren zurückzuschicken aus Angst, dass ggf. ihr Konto gesperrt wird. Transparenz geht anders!

6. Warum teilen Sie den betroffenen Kunden denn die Gründe nicht mit? Warum sagen Sie nicht, dass es eine entsprechende Quote gibt und wie hoch die ist?

Und all diese “Bravos, endlich macht das mal Amazon” etc. kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Der Gesetzgeber hat ja hier nicht ohne Grund gehandelt. Und klar ist es jedes Händlers Recht, dass er sich seine Kunden aussuchen kann. Aber es geht ja hier nicht um “Kistenschieber XYZ”, bei dem man mal was bestellt. Es geht um ein Kundenkonto hinter dem weitreichende Services stehen, deren Sperrung ggf. massive Wertverluste für den Kunden nach sich zieht (Kindle, Audible) – zumal Amazon selbst teilweise MASSIV die problemlos Rückgabemöglichkeit propagiert und sogar die Hotline-Mitarbeiter immer wieder dieses “Feature” bemühen.

Alles in allem: Sehr fragwürdiges Verhalten. Amazon sollte – nein muss – hier einmal Transparenz reinbekommen. Wäre das nicht mal was für die Bild? :)

Gruß
plant

Ray 31. Juli 2013 um 05:22 Uhr

Ich kann mich noch an meinen 2010er iMac 27 Kauf erinneren. Da gab es Forenweise Käufer die ihre Geräte wegen Gelbstich oder ungleichmäßiger Ausleuchtung solange zurückgegeben haben, bis sie das perfekte Gerät hatten.

Nur war es einfach so das der iMac immer diese kleinen Fehler hatte, das war absolut normal. Sehen kann man die fast nur im Testbild, nicht aber in der Normalbenutzung.

Ich kenne auch “billig” Käufer, die auf volle Funktionalität und Langlebigkeit bestehen. Ich kann Amazon schon verstehen, allerdings sollten die Regeln auch dem Umsatz entsprechend gelten.

Jens 31. Juli 2013 um 05:44 Uhr

Schliesse mich deinem Kommentar an. Ich hoffe das das neue widerrufsrecht im nächsten Jahr da auf dieser Front ein bisschen entspannung bringt. Viele kleine Händler verkaufen über Amazon, da ist diese rücksendementalität ruinös. Leider habe ich da persönlich wenig Hoffnung, solange die großen der Branche nicht die reissleine ziehen und damit ein Zeichen setzen.

wiedereinmal 31. Juli 2013 um 05:50 Uhr

Sehr schön so was mal hier zu lesen C@schy …. nur …. ich hoffe du schreibst auch mal über die willkürlichen google Praktiken bzgl adsense/gmail Kontosperrungen und den google Spionage/Indentifikationsalgorithmen a la Analytics ;) …. denn das du mit google affiliert bist, wissen alle und eben diese google AMAZON nicht besonders mag auch ;)

gismolinchen 31. Juli 2013 um 06:12 Uhr

Also das ist wirklich ausgesprochen interessant und spukt auch ne Weile im Kopf herum und man macht sich so seine Gedanken über das eigene Kaufverhalten. Ich bin auch absoluter Amazon-Kunde, ob nun Kindle oder andere Dinge und habe mir mal mein Kundenkonto genauer betrachtet. Rücksendungen halten sich wirklich im Rahmen, aber trotzdem löst dieses Thema echt Unbehagen aus, denn nun werde ich mir wirklich 3 x überlegen, schnell zu klicken und zu kaufen. Ich finde die Art und Weise von Amazon einfach erschreckend. Das es Leute gibt, die Retoure wie Zähneputzen ansehen – die gibt und gab es schon immer. Allerdings sollte es m.E. schon mit dem Gesamtumsatz gesehen werden. Fair ist die Vorgehensweise dennoch nicht. LG

Arena 31. Juli 2013 um 06:13 Uhr

Sollte es so sein wie der Kunde da oben schreibt würde ich dann laden mit guten Anwalte und einer Rechtschute ihn Grund und Boden klagen. Weil auch Amazon Hat sich an Deutsche rechte zu halten und da kann ich ihn er halben von 14 tag Alles zu rücke schicken was ich Wille und wenn 10000000000000000000000000000 Teile sind.

wiedereinmal 31. Juli 2013 um 06:18 Uhr

at Schulz und Koehntopp und andere Betroffene …. KEINE facebook, twitter etc. mehr benutzen. diese Algos haben Euch gekillt :O …. KEINE öffentlichen Äusserungen über Tipps zum Sparen, Rabatten und alles was dem Kapital aka Geldmachen undienlich ist, … NICHTS mit einander verknüpfnen, … Rechtlich würde ich mich zusammenrotten und gemeinsam und einzeln Briefe an Schnarrenberger und Baum senden … KLAGEN, so dass es zur Grundsatzentscheidung kommt….
.
UND ihr vergesst IMMER, DIE BÜCHER habt ihr NICHT gekauft,,,,NUR die license aka das neue Verwertungsmodell des Kapitals zu LESEN, SONST nüscht :O
.
Ich bin nicht verwundert, über diese Art und Weise :) – i st bei google NICHT anders. STASI 2.o lässt grüssen und Snowden weis warum ;)

j0hn 31. Juli 2013 um 06:26 Uhr

@Arena

Amazon hat das Hausrecht, da kannste auch mit Anwälten nichts dran ändern.

Brad Maximo Jackson 31. Juli 2013 um 06:39 Uhr

Genau richtig so!! Das Rückgaberecht sollte komplett abgeschafft werden… was ich teilweise mit Kunde erlebt habe…. unglaublich was sich einige erlauben.

Beispiel: Kunde Bestellt Festplatte ist aber bei Lieferung nicht zu Hause und muss diese daher in der nexten dhl Filiale abholen.
Meldet Paypal direkt nen Fall und will das ich erneut eine Festplatte rausschicke, die andere kommt ja wieder zurück da er sie nicht abholt.

wiedereinmal 31. Juli 2013 um 06:53 Uhr

at leif: die werden NICHT gesperrt wegen Rücksendungen, der ALGO aka Spieltheorie/Profil sagt denen, das die AMAZONs Profit schaden bzw deren Verwertungssystem undienlich sind. Natürlich werden die Betroffenen NICHTS sagen, evtl auch NICHTS sagen können ;)
.
UND AmAZON hält hinter dem Mantel “Geschäftsgeheimnis” schön die Klappe :) — deswegen wird eine Grundsatzentscheidung nötig bzw ein parlamentarischer U_Ausschuss nötig, um die nötige Transparenz zu schaffen.
.
Ja, und all die Eierköppe die meinen,,,das Amazon recht hat…..dieses Jahrundert ist Vergangenheit lol Moral ist nur Makulatur, alles was interessiert ist DEIN profil und ob dieses für den Kapitalverwertungsprozess sprich Gewinn zuträglich ist oder nicht.

wiedereinmal 31. Juli 2013 um 07:09 Uhr

at Koehntopp … diese Sippenhaft hat es bei Amazon schon gegeben und ZWAR bei den “QUICKER” Gutscheinbesitzern….kannste ein Beispiel bei ct nachlesen. Das bei Dir nicht ALLE verknüpfte Beziehungspunkte “gesperrt” worden sind,,,, na ja ****

j0hn 31. Juli 2013 um 07:11 Uhr

@wiedereinmal

Ja und? Jeder Händler achtet auf den Profit. Ich verstehe deine Argumentation überhaupt nicht, Amazon ist doch kein wohltätiger Verein.

wiedereinmal 31. Juli 2013 um 07:17 Uhr

at j0hn: richtig – aber darstellen tut man sich aber anders ;) oder wie würdest Du die Einfachheit der Rücksendung erklären? Das ist genauso wie das “All you can eat” …. ALLES LÜGE!!!

Uwe M. 31. Juli 2013 um 07:19 Uhr

Mir ist es genauso ergangen. Rückfragen bei amazon bleiben erfolglos. Ausser den Standdardtextbausteinen erfährt man nichts. Das Verhalten von Amazon ist m.E. unverschämt. Wer auf dem Land wohnt und sich zum Beispiel eine Auswahl von verschiedenen gleichartigen Artikeln zuschicken lässt und diese dann doch wegen nichtgefallen zurück schickt, wird einfach rausgeschmissen. Eine Neuanmeldung bei Amazon führt zumindest vom immer gleichen PC aus nicht zum Erfolg, auf Grund der Zwangscookies, die Amazon verwendet. Wer Cookies grundsätzlich nicht erlaubt hat es gut, denn er ist erst gar nicht in Lage gekommen, bei Amazon überhaupt etwas kaufen zu können. Amazon verhält sich nicht nur gegenüber seinen Mitarbeitern unfair, sondern auch gegenüber Kunden. Die angesprochene “Gelbe Karte” wäre fair gewesen.

wiedereinmal 31. Juli 2013 um 07:24 Uhr

at gismolinchen …. lol … Angstmacherei hat bei den Deutschen immer gut funktioniert; dein Verhalten ist vorhersehbar (wird mathematisch in einem Algo ausgedrückt) und man wird sehen, ob es der Gewinnmaximierung ausgedrückt in Zahlen gut tut oder nicht

wiedereinmal 31. Juli 2013 um 07:31 Uhr

at Uwe M. die verwenden NICHT nur cookies … lol. …. das ist nur für die doofen ;) …. Deine Quersumme an dem Kasten macht DICH eindeutig identifizierbar ähnlich wie die XP Aktivierung, nur …..zu all dem kommt noch all dein Twitter, Fratzenbuch, Freundeskreis und und und….
.
Und ob Du auf dem Dorf an “Mangelerährung” leidest oder nicht, ist denen egal :) Das sind Deine Moralvorstellungen aus dem letzten Jahrhundert …. hier interessiert NUR ob DU verwertbar bist oder nicht ;)
.
STASI 2.0 … läßt grüßen

Jojo 31. Juli 2013 um 07:34 Uhr

Gerade habe ich einmal nachgesehen für 2013 habe ich 37 Bestellungen bei Amazon und davon sind 7 (aber zum Teil mehrere Artikel) zurück gegangen.Für 2012 komme ich auf 44 Bestellungen mit ebenfalls 7 Retouren. Auch wieder hier mit mehren Artikeln.

Da ich nicht gesperrt bin sollte dies im Rahmen liegen :-)

Dennoch, natürlich bestelle ich auch bei Amazon (aber auch in anderen Shops) um Dinge zur Ansicht zu bestellen. Wie sollte man denn sonst auch vernünftig Kleidung kaufen? Nur weil ich ne Größenangabe sehe und ein Foto, weiß ich ja noch lange nicht ob dies in echt auch passt oder wie beschrieben aussieht,

Und bei Technik… Irgendwer hatte Kameras als Beispiel genannt. Bei mir finden sich auf der Rücksendeliste mindestens zwei Objektive für eine Spiegelreflex. Gerade bei so hochpreisigen Dingen, möchte ich wissen, ob die funktionieren, die Qualität stimmt und ich die Fotos machen kann, die ich bei dem Objektiv im Hinterkopf hatte. Okay, es hat nicht gepasst und die gingen beide zurück, was ja in meinen Augen nicht schlimm ist. Nur von einem Funktionstest haben die Objektive keine Gebrauchsspuren bekommen und ich bin davon überzeugt, dass ich in dem Fotoladen um die Ecke (wenn es den denn hier geben würde) das Objektiv ebenfalls in den Hand nehmen könnte und mit Ihm vor dem Kauf auch ein paar Testfotos hätte schießen können. Spätestens wenn wir über 4-Stellige Summen für Kameras reden, kann man denke ich davon ausgehen, dass die jeder vor Kauf in der Hand gehabt haben möchte.

Vor diesem Hintergrund finde ich die gesetzliche Regelung nur richtig und wichtig und die generelle Versandkostenfreiheit bei Amazon als äußerst Kundenfreundlich. Wobei ich auch sagen muss, dass ich einige Dinge nicht besitzen würde, wenn ich bei der Bestellung nicht im Hinterkopf gehabt hätte, dass ich dies ggf. und vor allem unkompliziert zurück schicken kann.

Nachvollziehen kann ich jedoch eine Sperrung bei Missbrauch, gerade das Verhalten Dinge zu “leihen” – also für einen Anlass zu bestellen und dann wieder (am besten noch im verschlechterten Zustand) zurück zu schicken. Dies war vom Gesetzgeber bestimmt auch so nicht beabsichtigt…

Christopher Dittrich 31. Juli 2013 um 07:55 Uhr

Na ich bin ja mal gespannt wie lange Amazon noch so vor geht – bei der erneut negativen publicity. Ich halte das Vorgehen auch für mehr als schlecht. Wenn Ware defekt ist ist sie eben defekt. Wenn das was Robin sagt der Wahrheit entspricht (ich sehe keinen Grund, weshalb er lügen sollte) ist das mehr als dreist und von einer “eingehenden Prüfung” kann keine Rede sein. Und selbst wenn ein TV-Gerät im Wert von 3,500€ zurückgesendet bzw. ausgetauscht worden wäre – defekt ist defekt. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Jojo 31. Juli 2013 um 07:58 Uhr

Hmm und eigentlich sehe ich auch nichts verwerfliches daran ein TV zurück zu schicken.

Selbst wenn das Ding nur 1000 oder 1500€ kostet. Im Mediamarkt gucke ich mir doch auch erst an wie das Bild aussieht und wie der Ton ist. Dies sollte jeder Versandhändler für Fernseher einkalkulieren, oder eben keine Fernseher mehr verkaufen, wenn ihm das nicht passt…

Hillmann 31. Juli 2013 um 08:04 Uhr

Bei manchen Kunden ist dies sicherlich sinnvoll, das betrifft gerade die die eh nur Schnäppchen kaufen um sie dann am 13. Tage wieder zu retournieren. Das sind dann genau diese die auch noch Hin und Rücksendeporto zurückverlangen. Gott sei Dank ist Ende des Jahres Schluß mit dem Widerrufsrecht auf Kostenerstattung. Wenn ich heute in die Stadt fahre um was zu kaufen und es gefällt mir nicht, bekomme ich ja auch den Sprit und die Tiefarangenkosten nicht zurück, nur weil mir langweilig auf shoppen war. Sorry aber da sollten manche mal drüber nachdenken, bevor Sie sich dann in zweitklassigen Blogs wie ciao darüber auskotzen…( womit nicht dieser hier gemeint ist…)

ts 31. Juli 2013 um 08:08 Uhr

An alle, die Probleme mit ihrem Kindle befürchten: Mit Calibre lassen sich e-books verwalten und mit einem Klick in alle möglichen Formate konvertieren. Mein Kindle hat noch nie ein Buch von Amazon gesehen …

Jojo 31. Juli 2013 um 08:22 Uhr

@Hillmann: Naja soweit ich weiß, würde man zumindest die Kosten für die Hinfahrt erstattet bekommen (im übertragenen Sinne) – ab Ende 2013 sind dem dem Verbraucher immer noch alle Kosten – somit auch die Versankosten des Onlinehändlers für die Hinsendung – zu erstatten. :)

Juke 31. Juli 2013 um 08:26 Uhr

Wundern tut mich dieser Schritt nicht.
Jeff Bezos hat ja schon oft genug in der Vergangenheit gesagt wie der Kurs ist – Expansion.
Irgendwann hat man halt eine gewisse Macht und kann sich die Kunden aussuchen.
Auch wird das sicher nicht der letzte Schritt gewesen sein, auch wenn nicht heute oder morgen.

Toller Preis, schnelle Lieferung, top Service funktioniert halt nur mit gewissen Spielregeln. Diese “Geiz ist geil” Mentalität funktioniert halt nicht. Blöd Markt und Co haben den kleinen Einzelhändler zerstört, Amazon jagt jetzt MM, dieser hat extreme Probleme. Es wird immer einen geben der die Spielregeln diktiert.

Erinnert mich irgendwie an KFZ- Direktversicherungen. Toller Preis, hat man zwei Schäden fliegt man raus.

Hans 31. Juli 2013 um 08:27 Uhr

Sie möchten als Kunde bezahlt werden? Mal ernsthaft, schauen Sie beim Einkaufen sonst auch auf die gesamte Herstellungs- und Logistikkette?

HzweiG 31. Juli 2013 um 08:30 Uhr

Interessant wäre tatsächlich nach welchen Kriterien Amazon arbeitet. Ein zerstörtes Siegel mit “Produktprüfung” zu begründen, ist jedenfalls albern und den Aufwand macht sich Amazon nicht.

Nun weiß man auch nicht, wie Amazon z.B. das Rücksende Feedback mit einbezieht. Da kann man ja einfach ehrlich sein und ich denke im gewissen Rahmen ist es dann auch ok.

Moralische Begründungen sind ebenfalls albern und hört mit den Kundenfreundlichen Phrasen auf.
Die Kunden sind der Grund warum Amazon auf Moral Scheissen darf. Amazon setzt JEDEN unter Druck, der in irgendeiner Beziehung mit Amazon steht.

Klagen kann man vielleicht sogar, aber wenn dann auch nur was die digitalen Produkte angeht. Den Account für den Onlinekauf kann Amazon sperren wie sie wollen.
Und mal ehrlich, die Einbußen die Amazon dadurch hat, wären minimal wenn nicht sogar, gar nicht vorhanden.
Herr Müller bestellt auch weiter, wenn Herr Meier gesperrt wurde.

Ich finde die ganze Story (noch) überzogen, weil alles spekulativ ist.

Juke 31. Juli 2013 um 08:37 Uhr

Auch wenn jetzt nur 1000 dieser Mails verschickt wurden. Amazon hat die Größe und Macht das langsam aber sicher umzusetzen. Alle paar Monate diese Mails, schwups hast du nach ein paar Jahren teilweise deinen Kundenstamm saniert. Ohne großen Aufschrei.

Nochmals, toller Preis, schnelle Lieferung, top Service, faire Arbeitsbedingungen funktioniert halt nicht. Wasser kocht bei 100 Grad !

Lamo 31. Juli 2013 um 08:48 Uhr

@Uwe M.
Zitat: “Wer auf dem Land wohnt und sich zum Beispiel eine Auswahl von verschiedenen gleichartigen Artikeln zuschicken lässt und diese dann doch wegen nichtgefallen zurück schickt, wird einfach rausgeschmissen”

Das ist auch gut so, denn genau das ist das Problem. Das ist auch definitiv nicht dass, was mit dem Rückgaberecht erreicht werden sollte. Eine Bestellung von beispielsweise 10 Artikeln mit dem Vorsatz, dass 9 davon eh zurückgehen kann doch nicht im Interesse der Sache sein.

Nogger 31. Juli 2013 um 08:51 Uhr

@Hexe: ich kann das Gejammere “Amazon schlechte Arbeitsbedingungen & schlechte Bezahlung” nicht mehr hören. Solange unsere Bundesländer (z.B. NRW) Lehrer nur Halbjahresverträge gibt und nicht fest einstellt. Die Klassenlehrein meiner Tochter hatte einen Halbjahresvertrag bis zum Beginn der Sommerferien. Der neue Halbjahresvertrag beginnt aber erst zu Beginn des neuen Schuljahres => sie muss sich für gut 6,5 Wochen arbeitslos melden…bekommt aber kaum was, das sie keine 12 Monate an einem Stück gearbeitet hat. Sobald wir uns über die Proivatwirtschaft beschweren, sollten wir erst einaml schauen, dass unsere gewählten Vertreter ihre Wähler vernünftig behnadeln.

Ferner bekommt der Sohn eines Freundes (gescheiterte Schullaufbahn; ungelernt) bei Amazon €9,15 und meine Nichte (Bachelor Innenarchitektur €9,60 in einem Architekturbüro)!!!!!

Sicherlich gibt es bei Amazon Arbeiter (z.B. Leiharbeiter), die besser behandelt & bezahlt werden sollten. Wir sollten dabei aber nicht nur blind auf Amazon schimpfen, sondern auch vor unserer eigenen Tür fegen!

Angelo 31. Juli 2013 um 08:53 Uhr

Die Händler hier mit Ihren Kommentaren sollten sich mal überlegen, was sie propagieren.

Ich würde auf jeden Fall meine Online Käufe massiv einschränken, hätte ich kein Widerrufsrecht. Ich denke dieser Faktor ist ausschlaggebend für den “Online-Boom” in Deutschland. Also bevor ich ellenlange Telefonate und seitenweise E-Mails verfasse, bezahle ich 3 Euro Parkgebühren…. Jetzt bezahle ich ja auch die Retourekosten anderer Käufer mit und bestelle trotzdem Online….

Habe bei Amazon 48 Bestellungen in 2013 und keine Retoure, bevor gleich die Fragerei losgeht ;)

Ein angenehmes miteinander!

Sandra Schoening 31. Juli 2013 um 08:53 Uhr

Also,
1. Gibt es gesetzliche Regelungen, wonach man keine Gebühren für Rückversand verlangen darf, wenn das Produkt mehr als 45 EUR gekostet hat! Ansonsten zahlt der Rücksender. Da gibts auch kein “bietet den Leuten doch einfach an, dass sie in solchen Fällen selbst zahlen sollen”

2. Finde ich es absolut erschreckend, wie die Reaktionen hier ausfallen. Selbstverständlich ist das ein Skandal und absolut nicht hinnehmbar, was da offensichtlich passiert. Und nachdem ich mich schon von eBay verabschiedet habe, werde ich persönlich wohl auch mein amazon Konto freiwillig löschen. Es gibt genügend bessere Alternativen für Kunden, wo mein Kaufverhalten auch nicht bis ins letzte Detail in den USA ausgewertet wird.

normanddd 31. Juli 2013 um 08:53 Uhr

Mein Gott, wie viele schwarz-weiß Denker und dazu noch Heuchler hier unterwegs sind. Da postet jemand Umsätze und Retourquote, bei denen eindeutig Amazon als Mitgewinner aus der Sache rausgeht und im Auto-Mode bashen alle auf ein Verhalten, was hier nicht gegeben war. Wie frustriert seid ihr eigentlich?

Mehr Fakten wären dabei doch interessanter:
– Wird zeitnah gekündigt?
– Hat er sich ans Rücknahmeprozedere gehalten?
– Was passiert mit evtl. Guthaben, dass etliche Leute noch aus Quicker Zeiten bei sich schlummern haben?

steffen 31. Juli 2013 um 09:02 Uhr

Find ich gut. Wenn man in manchen Rezensionen lesen kann, wie der neue Camcorder ein Wochenende benutzt wurde um die Hochzeit zu filmen, man Montags aber nicht damit zufrieden war und das Ding zurück schickt, ist der Rauswurf solcher Leute absolut gerechtfertigt.

petraristow 31. Juli 2013 um 09:04 Uhr

Als langjähriger Mitarbeiter eines Versandunternehmens mit Sitz in der “schönsten Stadt der Welt” kann ich dazu sagen:
Rücksendungen sind der Tod eines jeden Versenders.
Rücksendungen benötigen eine wesentlich aufwendigere betriebsinterne Struktur als die Herausgabe der Ware. Und Struktur bedeutet immer Personal, bei Rücksendungen mehr Personal als beim Versenden
JEDES Teil muss geprüft werden. Egal ob Textilien oder Elektronik oder Haushaltswaren.
Oft ist die Ware hinterher nur noch als B-Ware mit bis zu 50% Abschlag verkäuflich.
Welcher Kunde möchte denn eine nigelnagelneue Kamera, wenn schon die Verpackung aufgerissen wurde? Wer möchte ein halb eingerichtetes Tablet. Möchte jemand anprobierte Unterwäsche?
Und die Sperrungen der Konten ergeben sich aus den Ersparnissen aller.

NetzBlogR 31. Juli 2013 um 09:04 Uhr

Die Rücksendung mit Rückerstattung und eine Mängel-Rücksendung sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Ich denke mal, Amazon wird da schon die Leute kicken, die dauernd irgendwas bestellen – im Wissen, dass sie es innerhalb von 14 Tagen eh zurückgeben werden. Eben weil die Kaufabsicht (!) nicht oder nur schwer zu erkennen ist.

Wenn ein Artikel defekt oder nicht richtig ist, sehe ich da kein Problem, den zwecks Umtausch in einen ähnlichen/gleichen (!) zurückzusenden.

Klaus 31. Juli 2013 um 09:06 Uhr

Fakt ist – Amazon MUSS hier transpartent und nachvollziehbar offen legen, warum und zu welchen Kriterien ganze Nutzerkonten – ohne Vorwarnung – geschlossen werden und noch nicht mal eine Klärung im Nachhinein möglich ist. Bei jedem Zahlungsverzug wird erst angemahnt (oft auch erst erinnert) und erst einiges Später der Rechtsweg bestritten.

Amazon wirbt nicht nur mit probierst aus und schicks zurück, sie raten einem auch an der Hotline dazu und falsch bzw. sogar vorsätzlich top bewertete Artikel haben logischerweise eine hohe Rücksendequote.

Cashy sollte hier am Ball bleiben und eine Stellungsnahme von Amazon einfordern!

Frank 31. Juli 2013 um 09:09 Uhr

Um es kurz zu machen: Amazon hat genau die richtige Entscheidung getroffen, ohne Vorwarnung ohne alles – einfach dicht gemacht. 100% Zustimmung meinerseits.

Noch zur Erklärung: Wer nicht selbst das richtige Maß bzgl. Rücksendung findet, das sagt mir allein schon der gesunde Menschenverstand, der hat auch keine Vorwarnung verdient.

Harry 31. Juli 2013 um 09:10 Uhr

@Robin Schulz
Ach ne, erst waren es nur 50 € von angeblichen 11.500 und jetzt sind wir schon bei etwa 750 €. Da stellt sich die Fage was als nächstes kommt oder bist du vielleicht gar mit unserer Regierung verwand die sich einfach so mal um ein paar Millionen verrechnet. Wer angeblich weis für viel Geld er bisher bestellt hat aber seine Rücksendungen nicht kennt da ist Skepsis angebracht und mit der Sache hat das ganze natürlich überhaupt nichts zu tun, soso. Da Aussagen im Internet fast nie überprüft werden können, vor allem die von Privatpersonen, kann man so etwas Glauben muss es aber nicht.

Melo Bo 31. Juli 2013 um 09:11 Uhr

Ich habe zwar bisher keine Sperrung erhalten, komme aber, grob über den Daumen gepeilt, auf die selbe Quote wie Robin Schulz.

Ich vermute, dass es sich hier um Einzelfälle handelt, um ein paar Warnschüsse abzugeben und die ”übrige” Kundschaft einzuschüchtern zukünftig wie gewohnt von einem Rücksenderecht gebrauch zu machen.

Die ganzen Debatten über Lohndumping etc. bei Amazon habe ich (warum auch immer) kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Aber diese Aktion, bei allem Verständnis gegenüber einer Sperrung v. notorischen Rücksender, halte ich insg. für eine Frechheit.
Da testet ein Weltkonzern wohl weiter seine Grenzen aus …

@ Robin Schulz: Kannst du Dich erinnern, ob du bei Deinen Rücksendungen auch immer den Grund der Rücksendung mit angegeben hast ? (rein interessehalber)

Klaus 31. Juli 2013 um 09:12 Uhr

Wenns eine Kunde (nach Amazons) Vorstellung übertreibt, sollte ein Schuss vorn Bug reichen. Eine Abmahnung VOR der endgültigen Löschung müsste in Anbetracht der Marktmacht Amazons auch rechtlich eigentlich Voraussetzung sein.

kos 31. Juli 2013 um 09:20 Uhr

Würde Amazon mein Kundenkonto sperren bestelle ich einfach bei einem anderen Händler. Einen Kindle besitze ich auch, meine Bücher habe ich aber auf der Festplatte liegen, das geht dank “Calibre” ganz einfach. Sollte DRM mal ein Problem werden und mein Kindle die Bücher nicht mehr schlucken dauert es keine 10 Sekunden und der Schutz ist weg. Ich lasse mir nicht vorschreiben wie ich mein bezahltes Eigentum zu behandeln habe.

Vielleicht sollte der eine oder andere mal seinen Horizont erweitern und sehen das er nicht an einen Monopolisten gebunden ist.

Sebastian 31. Juli 2013 um 09:21 Uhr

Also von Kundenunfreundlich kann man da nicht reden. Amazon hat nach den letzten Medienberichten seine Anstellungsformalitäten überdacht und geändert. Haben Sie noch nie etwas falsch gemacht oder ist es nur so schön mit dem Finger auf andere zu zeigen?

Marvel 31. Juli 2013 um 09:23 Uhr

Und ich dachte schon die hätten das nur mit mir abgezogen.
Ich hasse diesen Saftladen und war einmal ein extrem zufriedener Kunde.
Habe etliche Tausend Euro dort gelassen, etlichen Verwandte Amazon empfohlen, welche
dann selbst dort kräftig eingekauft haben. Meine Rücksendequote war mMn normal, ich lasse mir nur nicht schon geöffnete Ware als Neuware verkaufen. Das ist in den letzten Jahren sehr häufig vorgekommen bei Amazon. Klar, dass ich dann häufiger widerrufen habe.

Habe nach der “gelben Karte” erbost die sofortige Löschung meines Kundenkontos verlangt.

Noch etwas interessantes. Meine Freundin, welche ebenfalls bei Amazon Kundin ist, kann seit neuestem nur noch bis Beträge von 50€ per Bankeinzug bestellen. Alles darüber soll sie per Kreditkarte bezahlen. Sie hat weder Schufa-Einträge, noch irgendwelche Kredite am laufen, ist absolut sauber. Und hat auch davor schon Dinge wie Fernseher für 800€ per Bankeinzug bezahlt und es gab nie Rücklastschriften.
Mein Verdacht, Amazon will hier seine Kreditkarte an dem Mann oder Frau bringen.

Der Laden ist für mich sowas von gestorben!

Paul Ladinov 31. Juli 2013 um 09:23 Uhr

Brancheninsider behaupten, dass Amazon bis spätestens 2025 auf ein neues Absatzmodell umsteigen will, das vorsieht Waren künftig nur noch über sog. “Amazon Retail Stores” zu verkaufen. Der Versandweg soll bis 2020 sukzessive zurückgefahren und schließlich eingestellt werden. Sämtliche Waren sollen – wie gesagt – ab spätestens 2025 nur noch vor Ort in ARS-Niederlassungen verkauft werden. Auch Digital Content wie bspw. Kindle, Audible, LoveFilms ist dann nur noch auf physischen Datenträgern und auch nur in den ARS-Niederlassungen erhältlich.

Vor diesem Hintergrund macht die massenhafte Sperrung von Amazon Kunden mit hohen Rücksenderaten absolut Sinn. Aber es ist wahrscheinlich nur der Anfang. Vielleicht kündigt Amazon nach und nach allen seine Onlinekunden, nur um sie dann später wieder als ARS-Kunden gewinnen zu können.

Norbert 31. Juli 2013 um 09:24 Uhr

Sehr gut so.
Denn die fairen und ehrlichen Kunden, die nicht alles Zuhause mal testen wollen, ein paar Tage brauchen und dann nicht mehr, zahlen das ja mit.

Wenn ich das schon lese: “und wir schicken selbstverständlich mehr als ein Drittel zurück”. Amazon sollte da noch härter durchgreifen -> aber eine gelbe Karte wäre schon angebracht. Ich kaufe auch sehr, sehr viel bei Amazon (fast ausschließlich) und hatte eine Reklamation seit meiner Erstbestellung im Jahr 2000.

Wer nicht weiß, was er will, soll in ein Ladengeschäft gehen und dort kaufen.

Melo Bo 31. Juli 2013 um 09:25 Uhr

Von Ansatz der Konsequenz und der Wirkung (Aufschrei in der Inet-Gemeinde etc.) ist das ja von Amazon eine gescheite Maßnahme. Dann darf man aber die kostenlosen Rücksendung als ”kundenfreundliches Unternehmen” nicht so anpreisen !

Mir gefällt etwas nicht mehr (obwohl ich es selbst annbiete) – also ich haue zu, anstatt vorher zu kommunzieren ? Sehr fragwürdige Vorgehensweise …

Tom Adebahr 31. Juli 2013 um 09:27 Uhr

Die Aussenwirkung ist gigantisch und wird einige Verbraucher sicher etwas wachrütteln. Ich stelle mir selbst oft die Frage, was und vor allem weshalb Verbraucher so viel zurücksenden? Ich kaufe doch nicht wahllos Produkte ein, wenn ich Sie mir nicht leisten kann. Klar kann man das Knöpfchen zum Kauf mal zu schnell erwischen, aber doch nicht regelmäßig bis ausschließlich. Ich habe gar keine Lust, die Ware zur Post, Packstation, etc zurückzubringen und daher nehme ich an, dass man doch keine höherpreisige Ware kauft, ohne sich darüber zu informieren? Wir könnten Stunden darüber philosophieren, oder? Mich würde interessieren, wie Amazon hier vorgeht und wie so eine interne Liste ausschaut und wo man selbst so “eingestuft” wird ;-). Vielleicht wäre so eine Anzeige doch mal spannend :-)))).

mo.deluxe 31. Juli 2013 um 09:28 Uhr

joaaa klarooo..

alle gesperrten kunden sind plötzlich DIE mega-besteller, die nur nen klitzekleinen Bruchteil ihrer drölftausend-euro-jahresbestellung zurückschicken.
und die rücksendungen waren dann auch immer nur falschlieferungen.
sicher!! ;)

@Robin Schulz
ich will dir nicht unterstellen, dass du lügst. Vielleicht bist du eine Ausnahme, bei der amazon tatsächlich dumm gehandelt hat.
Hast du denn ne “gelbe Karte” bekommen?

oui 31. Juli 2013 um 09:32 Uhr

http://www.google.de.
-> “Amazon Alternativen”

Dr. No 31. Juli 2013 um 09:35 Uhr

Kann ich bestätigen. Man glaubt nicht, wie unverschämt manche Kunden sind.

Patrick 31. Juli 2013 um 09:36 Uhr

Nicht zu vergessen ist der Amazon App Shop.

Mir ist letztens aufgefallen, dass einige im Amazon App Shop gekauften Programme sich nicht mehr starten lassen, wenn man in dem Shop nicht eingeloggt ist (Überprüfung der Lizenz).
Der Zugang zum App Shop fliegt mit der Sperrung auch weg und somit können auch gekaufte Programme auf Android nicht mehr weiter verwendet werden.

Daniel 31. Juli 2013 um 09:36 Uhr

@ Melo Bo : lies doch Robin Schulz Kommentar auf der ersten Seite. Dort sagt er ziemlich deutlich, dass er 18 von 20 Rücksendungen wegen Fehllieferungen oder Mängeln machte. 750 Euro Warenwert für die 18 berechtigten Rücksendungen und 50 Euro für die beiden anderen, die er darüber hinaus nicht behalten hat.

Ich will gar nicht beurteilen, wie viel von dem was hier an Erfahrungsberichten geschrieben wurde auch korrekt ist. Obwohl ich Amazon – genauso wie jeden anderen Händler, der mit Retourwaren zu kämpfen hat – sehr gut verstehen kann, gefällt mir die ganze Sache gar nicht.

1.) Hinter dem Amazon-Konto steckt oft deutlich mehr als nur der einmalige oder wiederholte Einkauf bei einem Onlineshop.

2.) Manche Leute die hier kommentieren, leben wahrscheinlich auf dem Mond. Natürlich bezahlen alle Kunden anteilsmäßig für die teilweise übertriebenen Rücksendequoten. Aber selbst wenn Amazon es schaffen sollte, die top x-Prozent dieser Personen zu sperren, so wird sich das bestimmt nicht auf die eigene Rechnung auswirken. Entweder handelt es sich um Beträge im niedrigen einstelligen Cent-Bereich oder wir haben alle nichts davon und es bleibt als höherer Gewinn in der Bilanz und somit im Unternehmen.

Christoph 31. Juli 2013 um 09:37 Uhr

Jeder wirtschaftlich denkende Mensch wird verstehen, dass eine “unendliche” Rücksendequote nicht tragbar ist. Insofern kann man Amazon verstehen, wobei die Gelbe Karte eigentlich das Mindeste gewesen wäre.

Was mir an der Sache aber gar nicht gefällt, ist der Ton in dem Amazon mit den Betroffenen kommuniziert. Ihnen wird zwar vorgeworfen, “zu viel” zurückzusenden, eine konkrete Information, was unter zuviel zu verstehen ist, wird aber offensichtlich verweigert.

Und genau so sprechen Diktaturen mit Mißliebigen: “Sie sind verhaftet wegen Verstoßes gegen das XYZ-Gesetz.” “Und was genau steht drin im Gesetz?”. “Das müssen Sie nicht wissen”. So funktioniert Willkür – ein Arbeitsprinzip, das immer häufiger bei marktbeherrschenden Internet-Unternehmen anzutreffen ist und im Licht der ganzen NSA Diskussion und über Freiheitsrechte im Internet noch einmal ein ganz besonderes “Geschmäckle” bekommt.

Max 31. Juli 2013 um 09:43 Uhr

So.. hab nun extra mal nachgeschaut und Nachgerechnet…
Mein Gesamtumsatz bei Amazon + Marketplace + UST beträgt ca. 4000€…
zurückgesendet habe ich Waren im Wert von 800€. Der größste Teil aufgrund von defekten. Ca. 1/4 wegen nichtgefallen.

Macht eine Rücksendeqoute von 20%.
Ist auf jedenfall etwas höher wie bei den meißten, aber anscheinend noch voll in Ordnung, da Amazon sich noch nie beschwert hat ;)


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