YouTube verpixelt Gesichter

YouTube kommt mit einem neuen Feature ums Eck, welches wirklich klasse ist. YouTube, Facebook, Twitter und Co sind Dienste, denen ich zuerst einmal dankbar bin. Sie sind nämlich nicht nur ein Kommunikationsmedium für mich und andere, sie dienen auch dazu, uns Benutzern ein etwas anderes Fenster in die Welt zu öffnen, als es teilweise die klassischen Medien tun.

Ungefiltert sind wir mitten drin, wenn Geschichte geschrieben wird, wenn Menschen für ihre Rechte demonstrieren – in Form von Tweets, Statusmeldungen und Videos. Eben jene Videos können aber dafür sorgen, dass Menschen in Schwierigkeiten geraten. Aus diesem Grunde hat der YouTube-Editor nun das Feature, dass es euch erlaubt, Gesichter zu verwischen, so wie es zum Beispiel bei Google Street View zu sehen ist. Solltet ihr also irgendwelche Videos machen, die Gesichter der Menschen aber nicht zeigen wollen, dann könnt ihr dies nun in der Schnellkorrektur eures Videos einstellen. (via)

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

18 Kommentare

  1. Die Technik hat die Welt verändert. Eine große Anzahl von Menschen kann in Stunden mobilisiert werden. Früher war es eine lange Zeit, um die Menschen vor langer Zeit mobilisieren zu nehmen. Früher war es Tage dauern, dann.

  2. Hmm, hmm – ich bin ja kein Videoexperte. Aber zumindest bei Bildern weiß ich, das man z.B. digital „total verdrehtes“ wieder zurückdrehen kann.

    Kann das nicht jemand, wegen dem die „Menschen in Schwierigkeiten geraten“ können, auch mit den Videos tun? Wenn das geht – staatliche Stellen (wo auch immer) hätten sicher das nötige Know-How…

  3. Ich behaupte, dass es auch bei Bildern nicht rückgängig gemacht werden kann. Wie denn auch? Der originale Bildausschnitt wird ja überschrieben, die Informationen gehen verloren. Und das selbe passiert bei jedem Frame des Videos.

    BTT: gute Funktion!

  4. @JürgenHugo: Das ist weder bei Fotos noch Videos umkehrbar. Der Fall von dem Du sprichst, war folgender: Ein von Interpol gesuchter Kinderschänder hatte sein Gesicht auf den Fotos auf denen er zu sehen war so unkenntlich gemacht, dass er die Stelle einfach verdreht hat – dieser Filter wurde dann von Interpol so angewendet, dass er einfach in die andere Richtung zurückgedreht wurde. Damit hat man nicht das Orginal wieder hergestellt, aber ein relativ gutes Bild von der Person bekommen.

    Weichzeichnen oder verpixeln sind nicht umkehrbar.

  5. Wenn bekannt ist mit welchem Algorithmus ein bestimmter Pixel an eine andere Stelle rückt und welche Farbe er statt welcher Originalfarbe bekommt, warum soll das nicht umkehrbar sein? Im Grunde ist das nichts anderes als das „zurückdrehen“ bei der Spiralfunktion die angesprochen wurde.

    Einfach ist das im YT-Video-Editor dann ganz bestimmt, aber von wirklicher Sicherheit kann man nicht sprechen.
    Als Verschwörungstheoretiker könnte man behaupten die Regierungen (oder wer auch immer auf die Originalversion zugreifen möchte) hätten Zugriff darauf was der „Verpixelungsalgorithmus“ tut.
    Oder noch einfacher: Beim Bearbeiten wird ja nicht das hochgeladene Video selbst editiert, sondern eine Kopie der Originalversion.
    Insofern hilft nur ein „Verschleiern“ vorab und das durch keine vorgefertigten Algorithmen, sondern zum Beispiel den bekannten schwarzen Balken in ausreichender Größe.

  6. Bitte nicht naiv sein! Einmal im Original hochgeladen, lässt sich sicher automatisch davon eine Kopie erstellen, bevor die Verpixelung angewendet wird. Ein Traum für alle Sicherheitsbehörden und Geheimdienste dieser Welt.

    Das gleiche Spiel haben wir doch mit der Cloud, siehe z.B. gestern war es die geknackten Emailadressen bei Dropbox, die Woche davor bei LinkedIn. Ein Traum für Big Brother: alle User laden freiwillig ihre Daten hoch :-).

  7. Wann beginnt das Rollout? Ich habs noch nicht…

  8. Schön, dann können sich ja alle „Mobber“ unkenntlich machen, bevor sie die Videos ihrer Mobbingopfer hochladen. 2. Seite der Medaille.

  9. 3lektrolurch says:

    @Marc
    Aus dem Grunde sollten entweder alle oder keine Gesichter vepixelbar sein. Falls das jetzt noch nicht so ist, wird das sicher kommen.

  10. Nettes Feature finde ich, ich hoffe aber, dass das dann nicht riesige Ausmaße annimmt. Es wäre doch echt Schade wenn bei den meißten Videos nur noch Pixel anstatt Leute zu sehen sind. Sicherlich gibt es das ein oder andere Video, auf dem jemand zu sehen ist, der dort nicht erkannt werden will. Man kann ja immer mal in einem schlechten Monent gefilmt werden, vielleicht sogar ohne es zu wissen. Für solche Fälle finde ich die Funktion super.

  11. Tja, bei google Streetview noch verpönt, hier nun ein gutes Feature. Da sieht man wie ein und diesselbe Sache unterschiedlich bewertet werden kann.

  12. @Sepp:
    Aber doch nur dann, wenn der Algorithmus jede Farbe mit genau einer anderen austauscht.
    Angenommen ich ersetze aber verschiedene Rottöne mit einem bestimmten (dem selben) Grau, wie soll man dann aus allen grauen Punkten rausfinden, welchen Rotton sie ersetzt haben?
    Oder anders: wir haben Zahlen von 1 bis 100, mein Algorithmus rundet jede Zahl auf die nächste volle 10 ab… aus 2 17 19 34 30 89 wird 0 10 10 30 30 80. Rückgängig machen unmöglich, auch wenn der Algorithmus ne Zeile drüber steht.

  13. Eine absolut sichere Methode: Tüte über den Kopf. Das ist 100%-tig – egal wer, er kann immer nur das Bild der Tüte wiederherstellen…

  14. Der Editor von Youtube mausert sich langsam aber sicher. Das gefällt mir. Bei mir sind zwar fast nie Gesichter zu sehen und wenn dann nur meins, aber dass die Möglichkeit da ist, find ich gut.

    Bin gespannt was Youtube da noch auf Lager hat, bzw. plant. Könnte über kurz oder lang einen auf dem Rechner installierten Editor überflüssig machen.

  15. Spinnzessin says:

    @JürgenHugo:
    Und am besten nur noch mit ner Tüte über dem Kopf aus dem Haus gehen. Sicher ist sicher! 😉

    @Liebe Kinder: Macht das bitte bitte nicht (nach)… jedenfalls nicht mit ner Plastiktüte. 😉

  16. @Spinnzessin:

    Ich habe mal mit einer Webcam ein Bild von mir mit einer Tüte über dem Kopf gemacht. Ich hab´aber a) eine Papiertüte genommen und b) vorher Löcher für die Augen reingeschnitten, c) Kinder hat Hugo nicht, also konnten sie das nicht nachmachen.

    Und zum Schluß d) wenn, dann wären das eher Enkel, ich werde Samstag 61. Aber die Tüte habe ich mir trotzdem aus Spaß über den Kopf gezogen! :mrgreen:

  17. @Spinnzessin:

    Ob ich wirklich noch so volles Haar habe, wie aucf dem Bildchen? Tja, das kann man ja unter der Tüte nicht sehen… 😛

  18. Sepp: Beim Unschärfe-Filter gehen aber um einiges mehr Infos verloren als beim Verdehen. Selbst wenn man weiß, wie der Algorithmus funktioniert – Daten, die es nicht mehr gibt, kann man nicht mehr wiederherstellen. Das heißt, ist die Unschärfe stark genug, dann ist es nicht mehr möglich, Gesichter wieder kenntlich zu machen. In dem Bild oben dürfte das der Fall sein.