YouTube soll mit bezahltem 2-in-1 Streaming-Abo neu durchstarten

artikel_youtubeVor knapp einem Jahr startete Google mit YouTube Music Key als Beta, Nutzer in den USA können auf diese Weise nicht nur auf Google Music zugreifen, sondern erhalten auch Musikvideos via YouTube, können diese werbefrei ansehen und Videos auch offline speichern. Allem Anschein nach soll dieser Dienst nun ausgeweitet werden, Nutzern die Möglichkeit bieten, YouTube werbefrei nutzen zu können. In einer E-Mail fordert YouTube Content-Ersteller auf, die neuen Geschäftsbedingungen zu akzeptieren, da die Videos sonst in den USA nicht mehr gezeigt werden können und auch die Monetarisierung verloren geht.

Die Frist zur Zustimmung ist auf den 22. Oktober datiert, das passt gut zu einem spekulierten Start des Dienstes Ende Oktober. Der neue Dienst wird aus zwei Teilen bestehen. Der Musikdienst (bisher als Music Key Beta bekannt) wird erneuert und sämtliche YouTube-Inhalte sind über das Abo werbefrei nutzbar. Die Kosten? Angeblich 10 Dollar pro Monat, also so viel, wie das reine Musik-Angebot momentan auch.

Folgendes erklärt YouTube in der E-Mail zum neuen Angebot:

To give fans more choice we will be launching a new ads-free version of YouTube, available to fans for a monthly fee. This service will create a new source of revenue over time that supplements your advertising revenue. That’s why an overwhelming majority of our partners — representing over 95% of YouTube watchtime — have asked for and signed up for this service.

Da auch dieses Angebot nur in den USA verfügbar sein wird, ist es für uns direkt relativ unspannend. Interessant ist aber, wie Google versucht seine Dienste wieder einmal unter einen Hut zu bringen. Musik und Videos ohne Werbung, niedriger Preis und alles von einem Anbieter. Vielleicht erzählt Google Ende September bereits etwas dazu, halte ich allerdings für eher unwahrscheinlich, das es sich da ja mehr um ein Android 6.0- / Nexus-Hardware-Event handelt.

(Quelle: Re/Code)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Technisch hat YouTube in diesem Jahr so viele Verbesserungen bekommen wie lange nicht mehr (neuer Player, Umbau auf HTML 5, Unterstützung für stereoskopische 3D-Aufnahme sowie 360°-Videos, 4K-Support, Support für 60fps bei HD-Wiedergabe, Trennung von G+ in den Kommentaren usw.), aber nahezu nichts von dem, was YouTube mit den Abomodellen anstrebt, wäre bei uns umsetzbar, weil erst rechtliche Voraussetzungen wie eine Einigung mit der Gema etc. erfüllt werden müssten. Daneben haben wir in Deutschland außerdem den Fall, dass der Großteil der Nutzer zumindest bei unseren Spitzenleuten minderjährig und damit höchstens teilweise vertragsmündig ist. Und ob Mama und Papa dem Kind den Wunsch nach einem Premiumzugang erfüllen, das sehe ich nicht überall gegeben.

    Davon abgesehen stellt sich mir schon die Frage, warum ich für ein allgemeines Abo auf YouTube zahlen sollte. Streng genommen tritt YouTube damit ja in direkte Konkurrenz zu Netflix, Amazon oder Maxdome, womit wir auch schon bei der Problematik wären. Können Hauls, Pranks, Challenges etc. mit Filmen und Serien auf diesen Plattformen qualitativ mithalten? Das können sie nur in einem Bruchteil der Fälle, wenn überhaupt. Ich will dabei nicht schwarzmalen. International gesehen gibt es ganz bestimmt Inhalte, die es auch wert sind, dass man dafür einen Obulus hinblättert, und ich habe in meiner Aboliste, auch wenn die relativ klein ist, YouTuber dabei, die wirklich ganz tollen Content liefern. Das sind aber Dinge, wo für mich entweder ein direktes Abo oder eines nach Kategorie attraktiver wäre. Mit einem Generalabo unterstütze ich zumindest indirekt auch z.B. die 24/7-Dauerwerbesendungen von besagten Beauty-ichzeigemalindiekamerawasichsoganzzufälliggefundenhabeunddasistnichtbezahltewerbung-Frauen oder unlustige Frettchen wie bei uns z.B. ApeCrime.

  2. Solange ich (wenn das in De ankommt) hin und wieder mal ein Video auch ohne zu zahlen schauen kann, können die das gerne machen, aber ich bin kein PowerUser und will daher nicht ohne es zu nutzen zahlen

  3. Ich denke nicht das Youtube die nicht-zahlenden User aussperrt, da würden den sicherlich viel zu viele Nutzer flöten gehen.

    Aber 10 € für Youtube werbefrei (sofern der Contentersteller auch was davon abbekommt) und Google Musik nutzen? Klingt irgendwie nicht schlecht für mich. Wie gesagt nur so lange der Contentersteller auch was davon abbekommt.

  4. Ich werde für Youtube auch nicht zahlen. Wenn’s nicht mehr anders geht, ist es für mich gestorben. Fertig!

  5. Denke aber die werden eine Paywall einführen und nur Musikvideos kostenlos anbieten die zu aktuellen Werbezwecken frei sind. Content Creators werden halt mit Werbeeinblendungen ohne Paywall gezeigt

  6. @Gouryella
    Content könnte sich durch ein dadurch verändertes Bezahlsystem für Inhaltsanbieter aber auch qualitativ nach oben entwickeln. Auch kann ich mir vorstellen, dass Google später noch eine Staffelung im Preis sowie Leistungsumfang nach reicht. Meiner Ansicht nach kann man bei dem Modell schon fast davon ausgehen, dass Youtube dann zur Plattform für die ganzen Filme im Play Store wird. Einfacher könnte es sich Google fast schon nicht mehr machen.

  7. YouTube fühlt sich wahrscheinlich zu einem Bezahlmodell genötigt, da die ganzen Gamer-Kids die Idee der Finanzierung mit Werbung nicht verstanden haben und fleißig Adblock nutzen…

  8. @icancompute
    Möglich, glaube ich aber nicht so sehr dran. Die Art des Contents, der auf YouTube in der Spitzengruppe funktioniert, ist ziemlich festgefahren auf Formate wie Hauls, Pranks, Challenges, Tags, Toplisten, FAQs, Follow Me Arounds, Vlogs und so weiter. Das Meiste davon wirst du kaum auf ein solches Niveau kriegen, dass es mit Amazon Prime oder Netflix konkurrieren kann. Außerdem zeigt YouTube auch heute schon Livestreams, sodass du auch aus Deutschland zum Beispiel ohne Probleme die Rennen der DTM live auf deren Kanal schauen kannst. Ein anderes Beispiel ist die Tomorrowland, die auch live gestreamt wird (in Deutschland aber nicht zu sehen). Es scheitert also nicht an hochqualitativem Content, sondern daran, dass dieser nicht durch den Mainstreambrei hindurch kommt.

    Natürlich gibt es, wenn man intensiv sucht, immer noch sau guten Content auf der Plattform. Im Tech-Bereich fallen mir da spontan Tech Impact oder InfinitelyGalactic ein, sind aber auch nur zwei von so einigen Kanälen, die in meiner Aboliste sind. Insgesamt müsste sich aber auch im Mainstream ein gewisser Wandel vollziehen. Käme das nach Deutschland, müssten eh noch etliche Fragen wie die Rundfunklizenzen oder das mit der Gema geklärt werden (was sie vorher in 6 1/2 Jahren nicht geschafft haben…), und außerdem steht die Frage im Raum, welche YouTuber sich darauf überhaupt einlassen würde. Dass sich viele von YouTube freischwimmen und sehr verstärkt auf anderen Plattformen zugegen sind, ist nicht erst seit gestern ein Trend.

    Ob Google YouTube mit Google Play verbinden würde…. ja, kann sein. Sie müssten dann aber aufpassen, keinen 180°-Wandel hinzulegen, wie es hierzulande zum Beispiel Clipfish oder MyVideo gemacht haben.

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