YouTube Remix soll Google Play Musik den Todesstoß versetzen


Der aufmerksame Leser erinnert sich vielleicht noch an YouTube Remix, bereits letztes Jahr gab es Gerüchte, dass Google es noch einmal mit einer Neuaufstellung auf dem Streamingmarkt versuchen könnte. Musik und Videos unter einem Dach, quasi eine Mischung aus Google Play Musik und YouTube. Im März sollte der Dienst starten, tat er bekanntlich nicht.

YouTube Remix ist aber weiterhin geplant, das wurde auch von YouTube bereits bestätigt. Droid Life berichtet nun, dass der Start von YouTube Remix auch das Ende von Google Play Musik einläuten wird. Unklar ist, wie sich das gestalten wird, man wird offenbar nicht auf einen Schlag umstellen, sondern den Nutzern Zeit geben. Aber bis Ende des Jahres soll Play Musik dann auslaufen.

Google gab dazu sogar einen Kommentar ab:

We’ve previously announced the combination of the YouTube Music and Google Play product teams — music is very important to Google so it’s critical we have one offering that meets the needs of consumers and artists. Nothing will change for users today and we’ll provide plenty of notice before any changes are made.

Nach einem Dementi klingt das nicht unbedingt, allerdings mangelt es auch an weiteren Ausführungen. Verständlich, YouTube Remix ist ja noch nicht offiziell gestartet. Mal sehen, ob Google im Rahmen der bald stattfindenden I/O etwas dazu erzählen wird, so viel Zeit bleibt in diesem Jahr auch nicht mehr.

YouTube Remix wird sich rund um Empfehlungen drehen, den Nutzern passend zur Tageszeit Musik anbieten oder passend zum Ort, wo man sich gerade aufhält. Diese typischen Empfehlungsdinger, nur eben mit den gesammelten Inhalten von Googles Streamingangeboten. Letztendlich wird die Frage aber sein, ob der Nutzer überhaupt ein solches Komplettangebot haben möchte oder er sich nicht eher auf einzelne Kernfunktionen spezialisiert. Die dann eben lauten könnten: Spotify für Musik und YouTube für Video.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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16 Kommentare

  1. „passend zur Tageszeit Musik anbieten oder passend zum Ort, wo man sich gerade aufhält“

    Versteh die Änderung nicht, das macht Google Music schon lange…

  2. Och nö, unnötig

  3. Die stellt sich mir die Frage, was mit meinen, über Play Music gekauften Liedern/Alben passiert.
    Werde ich die dann weiter abspielen/herunterladen können oder muss ich das vorher schon machen um die Daten nicht zu verlieren?
    Auch haben sicher einige einen Großteil (wenn nicht sogar alle) ihrer eigenen MP3s zu Play Music hochgeladen. Was passiert damit?

  4. Interessant wäre vor allem, was dann mit der eigenen Musik-Sammlung passiert.
    Ich habe einige Songs über Play Music gekauft und auch Songs die ich bis dahin bereits hatte in diesen Dienst hochgeladen.

  5. Ja, ich verstehe nicht was das soll, Google Music ist doch ein gutes Produkt, ich nutze es gerne, warum jetzt unbedingt mit Youtube verbinden? Macht keinen Sinn, wieder macht google ein Produkt dicht und macht einen schlechteren Ersatz. Verstehe nicht warum dort niemand mal nachdenkt, die Leute wollen nicht jedes Jahr einen anderen Dienst, man möchte auch mal ein paar Jahre beständigkeit haben und sich nichts jedes Jahre fragen müssen welchen Dienst man nun verwenden will. Am besten die eigene Musik selbst hosten und über Browser darauf zugreifen, werde ich wohl dann machen wenn Google Play Music den Stecker zieht. Oder ich gehe zu Spotify.

    • Mich bestärkt das leider wieder einmal in der Erkenntnis Google Dienste so weit wie möglich zu meiden. Google ist einfach kein verlässlicher Partner. Die Dienste werden zu häufig und zu schnell eingestellt oder auf links gedreht.

      Schade, aber so kann man sich auf google nicht verlassen.
      Ich werde heute Abend wohl mal überprüfen müssen ob ich alle meine Kaufalben schon heruntergeladen habe.

  6. Videos und Musik mischen – welch ein Schwachsinn!!! Ich jedenfalls will solchen Mist nicht haben. An Google Music liebe ich die Möglichkeit, meine eigene Musiksammlung kostenlos zu synchronisieren und überall online Zugriff drauf zu haben. Selbst per Browser.

    Mir fehlt dort nur die Möglickeit, eigene Audiodateien (keine Musiktitel, eher eigene Mitschnitte und historische Aufnahmen) kostenlos publizieren zu können, so wie man das mit Videos bei Youtube ja kann. Man hätte also lieber sowas wie SoundCloud in Google Music integrieren sollen, statt es abzuschaffen! SoundCloud.com selbst ist viel zu teuer, da veröffentliche ich meine Aufnahmen nicht.

    Ich habe einige interessante Rundfunk-Sendungsmitschnitte aus den 1970er und 1980er Jahren, alle von Studiobändern (viele mehrere Stunden lang). Die würde ich gerne der Allgemeinheit zugänglich machen. Die letzten 7 Stunden von DT64, Nelson Mandela Tribute Festival von 1988, Hey Music und andere historische Sendungen von SFB und RB.

  7. Solang es bei 8€ im Monat bleibt ist alles okay.

  8. YouTube ist einfach eine viel stärkere Marke, Google Music ist dagegen für viele (vermutlich zu unrecht) ein Nischendienst, den viele einfach nicht auf dem Zettel haben, daher diese Umorientierung. Fremde Musik zu hosten will wohl leider auch kein Dienst mehr, Amazon hat ebenfalls den Stecker gezogen und in Kürze zieht Google wohl nach.

  9. Heisenberg says:

    welcher dienst bietet mir denn noch kostenlos eigenen upload von musik und hat chromecast audio support? das ist ein rückschritt richtung steinzeit! F*** google mal wieder, ich hasse diese firma langsam immer mehr!

  10. @Heisenberg

    Jetzt warte doch mal ab, noch ist alles nur Spekulation. Nichts genaues weiß man nicht. Vielleicht wird einfach nur alles verschmelzt und du kannst trotzdem noch deine selbst hochgeladene Musik streamen. Das wäre zumindest ein Alleinstellungsmerkmal. Ich hoffe es sehr!

  11. Hauptsache sie rebranden die orginal App mit Update – die App ist auf so vielen Devices als Bloatware installiert

  12. Der Mürgoh says:

    Ich werde mir Mal ansehen wie das im Detail laufen wird, wie die Apps aussehen etc. Zur Not Wechsel ich dann einfach zu Spotify.
    Verstehen kann ich den Schritt allerdings absolut nicht, da gerade Google Play Music bei den meisten Tests als Sieger hervorgeht.
    Naja, Mal sehen ob sich Google da nicht wieder falsch orientiert… YouTube selbst stirbt ja auch gerade ein wenig aus, nach all den Änderungen…
    Es wäre jedenfalls sehr schade um das tolle Produkt

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