YouTube klärt künftig mit Hilfe von Wikipedia bei Videos zu Verschwörungstheorien auf

YouTube, das Video-Netzwerk für jedermann, bringt nicht nur großartige Inhalte hervor, sondern auch solche, die manipulierend wirken wollen. Stichwort: Verschwörungstheorien. Die Erde ist eine Scheibe, die Mondlandung war sowieso nur gefaket und außerdem wird jedem die Birne mit Chemtrails weichgespült.

YouTube traut seinen Nutzern offenbar nicht allzu viel Denkleistung zu. Susan Wojcicki, YouTube CEO, erklärte auf der SXSW, was YouTube gegen solche Verschwörungstheorien unternehmen möchte. Gelöscht oder weniger sichtbar gemacht werden diese nämlich nicht, vielmehr wird YouTube Aufklärung betreiben. Aufklärung in Form von Infoboxen, die zu solchen Videos angezeigt werden.

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Video-Link: https://twitter.com/movandy/status/973688202530869248

Betroffen sind davon Videos, die sich um bekannte Verschwörungstheorien drehen, YouTube orientiert sich da an einer Wikipedia-Liste. Und Wikipedia ist auch der Dienst, der die Infoboxen mit Wissen füllt. Betrachter eines solchen Videos können dann gleich auf weitere Informationen zugreifen, die das eben Gesehene mit großer Wahrscheinlichkeit widerlegen.

Allerdings ist auch Wikipedia nicht fehlerfrei, der von der Masse erstellte Wissensschatz ist eben kein „offizielles“ Wissen. Dennoch ist Wikipedia, gerade im Bereich der Verschwörungstheorien, durchaus eine gute Anlaufstelle für eine derartige Aufklärung, gerade für offenbar leichtgläubige Menschen, die sowieso wenig hinterfragen.

Während solche Maßnahmen durchaus zu begrüßen sind, sollte einem aber auch klar sein, dass sich die Verbreiter von solchen Videos immer Wege suchen werden, um ihre abstrusen Ideen zu verbreiten und andere Meinungen als falsch darzustellen. Dabei spielt es dann auch eine untergeordnete Rolle, ob es sich bei den Inhalten um Verschwörungstheorien, Hassbotschaften oder sonstige eigentlich nicht geeignete Inhalte handelt.

Die Frage, die allerdings offen bleibt: Kann es wirklich die Aufgabe einer Plattform sein, die vom Nutzer verbreiteten Inhalte ins rechte Licht zu rücken? Eure Meinung dazu würde ich gerne in den Kommentaren lesen.

via The Verge

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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23 Kommentare

  1. Moment:
    War nicht Wikipedia das Netzwerk was in Bezug auf das Thema „Verschwörungstheorien“ durch ein Netzwerk von Psiram & anderen NACHWEISLICH* OKKUPIERT ist?

    Dazu bitte:
    „DIe Dunkle Seite der Wikipedia“
    „Zensur – Die Organisierte Manipulation der Wikipedia“

    * dh keine THEORIE mehr solange es nicht in ähnlicher Medialer Form auf Youtube widerlegt ist – Solange kein ähnlicher Film es wissenschaftlich und journalistisch widerlegt ist diese Beweislast keine Verschwörungstheorie sondern bewiesen!

  2. Völlig richtig! Und durch diese Aktion von Youtube wird es für die „Wikipedia-Manipulierer“ noch interessanter/wichtiger werden, solche Einträge zu manipulieren. Da wird demnächst sicher noch mehr Energie reingesteckt werden.

  3. Seb, Jochen, ihr seid schnell, Leute! Doch ihr müsst gelassen der ganzen Wahrheit™ ins Auge sehen. Es ist zwar ein gigantisches Problem, dass Wikipedia nicht durch uns echte Leuten mit Durchblick, sondern durch solche Nicht-Verschwörungstheoretiker okkupiert* ist, nicht wahr? Aber nichts, NICHTS wird uns aufhalten, am Ende allen nichtigen Nicht-Wahrheiten unsere nicht anfechtbaren, größtenteils auch nicht einfach so ausgedachte Nichtlügen entgegenzunichten!

    * OKKUPIERT! Wie wir von den VSA!

  4. Counter speech ist immer richtig und wichtig.

  5. +1 @Petter
    Schön dass Youtube überhaupt was tut,. Vielleicht wollen sie nicht ähnlich wie Facebook irgendwann als Lügenverbreiter dastehen.
    Das Problem bei Verschwörungtheorien ist, dummen Menschen deren eingebildete Schlauheit zu widerlegen. Es würde ihnen das Selbstwertgefühl nehmen.

  6. Und ich dachte immer, wir sind von Reptiloiden okkupiert bzw. infiltriert. *flücht*

  7. Ein Problem bleibt aber auch, daß auch gerne Verschwörungstheorie gerufen wird um mundtot zu machen. Watergate oder auch der Skandal der Hirnschädeln brimming American Football wären heutzutage damit mundtot gemacht worden. D.h. nicht, daß man allein Schwachsinn hinnehmen muß. Es wird aber Zuviel pauschalisiert. Z. B. kann man gegen den derzeitigen Euro sein und dennoch für geeintes Europa und auch ohne Nationalist oder AfF Wähler zu sein.

  8. Naja, „klärt auf“ bedeutet nicht automatisch, dass es damit unwiderlegbare Beweise geben wird. Es wird einfach „interpretiert“, wie es am nützlichsten ist.

  9. wieder ein stück mehr zensur.

  10. @kasupke
    >Das Problem bei Verschwörungtheorien ist, dummen Menschen deren eingebildete Schlauheit zu >widerlegen. Es würde ihnen das Selbstwertgefühl nehmen.

    Da ist wohl was dran. Diese teils völlig schwachsinnigen Verschwörungstheorien werden nicht nur von dummen Menschen geglaubt, sondern auch von Menschen denen jeglicher gesunde Menschenverstand abhanden gekommen ist.

    Wer sowas einen Schwachsinn wie Pizzagate glaubt, nun ja, da ist wohl einiges aus den Fugen geraten zwischen den Ohren. Aber das haben millionen Menschen geglaubt und geteilt! Einer ist mit seinen Knarren in den Laden rein um die Kinder zu befreien. Unfassbar, wie dämlich muss man sein für sowas?

    Da kann es zumindest bei einigen helfen Infos aus Wikipedia einzublenden:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pizzagate

    Mit Zensur hat das dann absolut nichts zu tun, das ist eher Lebenshilfe für Dumpfbacken.

  11. „Kann es wirklich die Aufgabe einer Plattform sein, die vom Nutzer verbreiteten Inhalte ins rechte Licht zu rücken?“
    Meines Erachtens ist es Aufgabe unseres Bildungssystems uns darauf vorzubereiten nicht alles was irgendwo geschrieben steht oder erzählt wird zu glauben, sondern auch mal kritisch zu hinterfragen. In Zeiten von FakeNews ist es allerdings nicht gerade leichter geworden Quellen zu validieren. Und gerade im Bereich Quellenvalidierung ist lehrinhaltlich quasi nix vorhanden und wird maximal in einem Wissenschaftlichen Studium angerissen. Meiner Meinung nach sollten wir sowas spätestens in weiterführenden Schulen zur Pflicht machen.

    Aber solange Bildungsetat 17,6 Milliarden (2017, bmbf) < Wehretat 35,1 Milliarden (2016, bmvg) sehe ich da schwarz für unsere Gesellschaft.

  12. Die Wahrheit ist KEIN demokratischer Prozess!

  13. Bei manchen Poltikeräußerungen oder Regierungsverlautbarungen würde ich mich auch über so einen „Aufklärungslink“ freuen ..

  14. Peh

    Ich nehme an du meinst das gleiche Bildungssystem das nachweislich von links und den Sozialwissenschaften unterwandert wurde? Das in den letzten 40 Jahren durch linke Pädagogen kaputtreformiert wurde mit dem Resultat das Schüler nicht mal mehr Basiswissen im naturwissenschaftlichen Bereich oder in Deutsch haben? Dafür aber als halbe Analphabeten über Kompetenzen, Gender – Persönlichkeitsstörungen und andere Kopfgeburten faseln können? Ich schau auf dein Bild und weiß wie du tickst. Ich will meine Kinder nicht indoktriniert bekommen. Nein Danke fürs Angebot.

    • „Ich schau auf dein Bild und weiß wie du tickst.“ Nein tust du nicht, weil du offensichtlich nur in Schubladen denkst. Denn mit Pädagogen, Gender und Sozialwissenschaften hab ich mal gar nichts am Hut. Ich bin durch und durch Naturwissenschaftler.

      Aber ich lese deinen Text und weiß: Du lässt dich offensichtlich von der ganzen Propaganda (um genau die es hier im Artikel auch geht) täuschen OHNE die Quellen zu überprüfen. Sonst könntest du dein Aussagen nämlich mit harten Fakten untermauern und belegen. Stattdessen nur heiße Luft.

      Dass unser Bildungssystem zu wünschen übrig lässt sehe ich genauso, allerdings muss für ein entsprechend gutes System eben auch das Geld in die Hand genommen werden und Inhalte entsprechend reformiert werden. Ich habe ja genau das bemängelt, nämlich dass unser Bildungssystem eben keine Lehrinhalte bezüglich Kompetenzen in Quellenvalidierung und Ähnlichem bietet.

  15. Herr Hauser says:

    YouTube kann mal gleich bei diesem Spinner Unge anfangen.

  16. Ganz recht! Der Mond ist eine Theorie, du bist eine Theorie, wir sind alle Theorien und die Theorientheorie ist sowieso eine Theorie.

    Die Schlussfolgerung ist klar: Jeder Quatsch ist erstmal zu glauben.

  17. @Martin M.
    „Freies Internet gibts keines“, „Dünnschiss bei Wikpedia“. „jeder einen anderen (gefilterten) Inhalt “

    Bei solchen Äusserungen ist sowieso klar das du in deiner eigenen Welt lebst.

    Aber klar, Wikipedia ist unterwandert, die Medien sind alle gleichgeschaltet. alles Lügen… bla bla alles schon von Pegida gehört oder?

    Das Problem ist der Verlust des gesunden Menschenverstands. Ist der einmal verloren gegangen wird es schwer im Leben.

    Für dich ist das Einblenden dieser Infos nutzlos, weil du weit über das Stadium hinaus bist, wo das bei dir noch irgendein Nachdenken auslösen könnte. Du hast wahrscheinlich auch Pizzagate geglaubt und jeden Mist den Trump verzapft.

    „Mondlandung immer noch eine Theorie“ – auch das ist Schwachsinn:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorien_zur_Mondlandung

    Alle noch so schwachsinnigen Verschwörungstheorien zur Mondlandung werden hier ausführlich mit Argumenten und Beweisen auseinander genommen.

    Aber klar, alles Fake: „Dünnschiss bei Wikpedia“.

    • „Du willst also bestreiten, das der Telekom DNS-Server die gleichen Seiten wie der Unitymedia DNS auswählt?“
      Genau das ist der Sinn hinter DNS. Es ist simpel gesagt eine Übersetzungstabelle zwischen Domainname und IP-Adresse. Würden jeder DNS-Server was anderes liefern wäre das Internet kaputt.

      „Es kann jeder einfach irgendwas dort schreiben, ohne nachweis, ohne wirklich Ahnung von der Materie zu haben.“
      Wikipedia erhebt sehr wohl den Anspruch Nachweise zu erbringen. Wer einen Artikel schreibt sollte auch immer Verweise auf die Quellen angeben. Fehlen diese blendet Wiki eine Meldung ein, dass Quellenangaben ungenügend sind. Jeder kann anhand der Quellen Prüfen ob das was da steht glaubwürdig ist oder nicht. Daher ist es egal ob jemand Ahnung hat oder nicht, denn du kannst es leicht prüfen. Sind keine Quellen angegeben ist eben Skepsis angesagt. Das System ist als Transparent.

      “Dazu kommt, das nachweislich Sachen dort falsch sind, die Korrektur aber aus ideologischen oder welchen Gründen auch immer blockiert wird.“
      Kannst du das mit den ideologischen Gründen belegen? Ansonsten lediglich eine Behauptung deinerseits.

      „sondern es nicht bewiesen werden kann, das die Tatsächlich oben wahren.“
      Wer sagt, dass das nicht bewiesen werden kann?
      Es gibt mittlerweile etliche Bilder von Sonden, die alle Mondlandeplätze fotografiert haben (Stichwort LRO). Ebenso waren die Funksprüche damals unverschlüsselt für alle Amateurfunker empfangbar. Über die Laufzeiten der Signale lässt sich die Entfernung leicht berechnen, diese konnten also nicht von der Erde stammen.
      Auf dem Mond wurden von den Astronauten sogenannte „Laser Ranging Retroreflektoren“ aufgestellt, diese werden regelmäßig von der Erde aus angepeilt um die Entfernung zum Mond zu messen. Dies sind alles keine Behauptungen sondern prüfbare Dinge.

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