yeedi K650 im Test: Smarter Saug- und Wischroboter für 249,99 Euro

yeedi hat sich auf Saugroboter spezialisiert – letzte Woche hatte ich da den K700 der Marke getestet. Auch der K650 liegt mir jedoch vor. Die Modellbezeichnung suggeriert ein unterlegenes Modell zum günstigeren Preis. So einfach verhält es sich mit diesem Sauger aber dann auch wieder nicht. Denn im Gegensatz zum K700 ist hier beispielsweise die App-Verknüpfung via Wi-Fi möglich.

Der yeedi K650 wechselt regulär für 249 Euro den Besitzer. Aktuell kostet der Saugroboter jedoch bei Amazon.de durch einen dort hinterlegten Rabattgutschein nur 149,99 Euro. Das ist ja eine typische Taktik, die wir von chinesischen Herstellern kennen. Denn der Coupon-Preis ist dann eigentlich eher der „Normalpreis“, während die unverbindliche Preisempfehlung zu hoch gegriffen wirkt. Für die Blog-Leser hat mir yeedi zudem noch den Code „BGFBWJ63“ übermittelt. Nutzt ihr jenen, könnt ihr den yeedi K650 dann für 159,99 Euro ergattern.

yeedi k650 Saugroboter, 2-in-1 Saug und Wischroboter, 2000 Pa Saugkraft, kompatibel mit Alexa (seit...
  • 【ACHTUNG!】Die Steuerung über Alexa wird seit Anfang November verfügbar sein.
  • 【Mehr Leistung, weniger Lärm】 Dank des verbesserten Stromversorgungssystems mit bis zu 2000 Pa Saugleistung ist der Roboter ideal für die Reinigung von Hartböden und Teppichen geeignet. Das...
  • 【Tierisch hilfreich】 Die neu entwickelte Bürste aus Silikon verhindert Haarverknotungen. Dank des nur 7,9 cm schlanken Gehäuses werden Haare Ihres Haustiers während des Fellwechsels selbst...

yeedi K650 – Ein paar Eckdaten

  • Navigation: Gyroskop
  • Saugkraft: 1.000 (Standard) bzw. 2.000 pa (Maximalmodus)
  • Lautstärke: 56 dB (Standard-Modus)
  • Wischfunktion
  • Wi-Fi (2,4 GHz)
  • App-Anbindung, Verknüpfung mit Amazon Alexa und Google Assistant möglich
  • Lieferumfang: Saugroboter, Ladestation, Reinigungs-Tool, zwei Seitenbürsten, Wasserbehälter, ein waschbares Bodentuch zum Wischen, fünf Einweg-Wischtücher, Anleitung, zusätzliche Bürste ohne Verknotungsgefahr bei Haaren
  • Laufzeit: ca. 130 Minuten
  • Preis: 249,99 Euro

Auch für den reduzierten Preis, muss so ein Saugroboter aber auch was leisten, denn die Konkurrenz ist enorm. Anker hat da ja etwa unter seiner eufy-Marke auch viele gute und günstige Lösungen im Repertoire. yeedi bewirbt den K650 auch mit seiner Bauhöhe von 7,9 cm und den App-Features, welche dem vermeintlich höherwertigen K700 ja fehlen. Wie ihr seht, ähneln sich die technischen Daten ansonsten sehr. Das betrifft auch die Lautstärke, die nur im schwachen Modus „Standard“ so niedrig ist. Auf den Stufen „Maximal“ und „Maximal+“ (2.000 pa) wird der Saugroboter ähnlich laut wie Konkurrenzmodelle.

Ausstattung und Verarbeitung

In den Staubbehälter des yeedi K650 passen 400, in den Wassertank wiederum 300 ml. Nach dem Saugen und / oder Wischen kann sich der Robo automatisch zurück zur Ladestation begeben. Dabei kann der K650 auch beides in einem Vorgang erledigen. Doch wo sind nun die Unterschiede zum K700, die zum gesunkenen Preis führen? Die Saugleistung ist mit 2.000 pa gleich, die Akkulaufzeit etwas länger. Wischen kann der K650 ebenfalls und dann verfügt er sogar über Wi-Fi – das dem K700 ja fehlt.

Nun, beim K650 spart man sich die Kamera. Der K650 muss also rein über seine Gyro-Sensoren navigieren. Zudem bemerkt man durchaus einige Abstriche in der Verarbeitung. Die Ladestation des K650 wirkt beispielsweise deutlich plünniger mit ihrem dünnen Plastik. Auch das Design des yeedi K650 ist insgesamt etwas rustikaler. Eine Fernbedienung lässt der K650 auch vermissen.

Der yeedi K650 arbeitet mit zwei Seitenbürsten. Der Staubbehälter lässt sich dabei seitlich entnehmen. Ich bevorzuge da immer die Entnahme von oben, das ist aber Geschmackssache. Sonstige Auffälligkeiten? Der Sauger ist sehr kompakt und locker mit einer Hand anzuheben. Das Gesamtbild passt.

Praxistest

Die Einrichtung über die App ist gut erklärt und verlief einfach: So drückt ihr an der Seite kurz den Reset-Button, um den Robo in den Kopplungsmodus zu versetzen. Anschließend gebt ihr euere Wi-Fi-Daten ein und los gehts. Eigentlich sollte das Ganze sogar noch unkomplizierter über den QR-Code am Robo laufen – der wurde bei mir in der App jedoch nicht erkannt. Kein Beinbruch, sollte aber natürlich laufen, wenn man sowas schon implementiert.

Generell ist yeedis App etwas hausbacken, tut aber ihren Dienst. Wer sich da an einen anderen Hersteller erinnert fühlt… Das ist kein Zufall, sage ich mal so. In der App könnt ihr Reinigungspläne anlegen, Firmware-Updates vornehmen und auch die Saugstärke sowie die Wasserabgabe beim Wischen regulieren. Karten kann der K650 nicht abspeichern. Wollt ihr ihn No-Go-Areale erkennen lassen, benötigt ihr wiederum Magnetband, um physisch die Bereiche abzusperren. Die App sowie die Sprachausgabe des Saugroboters lassen sich auf Deutsch einrichten.

Das Saugverhalten würde ich im Übrigen als zum K700 identisch beschreiben – da sehe ich keine Nachteile durch den fehlenden Kamerasensor. Auch der K650 juckelte übrigens ganz ähnlich auf dem Teppich unter meinem Wohnzimmertisch umher. Zusätzlich erwies er sich als ähnlich forsch wie das Geschwistermodell und traute sich durchaus einen Ikea-Mülleimer zu verschieben – Sauberkeit zählt eben.

Die Ergebnisse passen, der yeedi K650 braucht jedoch länger als Konkurrenzmodelle mit Laser-Navigation und fährt auch regelmäßig Bereiche doppelt ab. Er saugt dabei gründlich und nimmt den Schmutz ähnlich gut mit, wie einige teurere Modelle. Dafür fehlen ihm erweiterte Features wie eben die Kartenerstellung oder auch Möglichkeiten zur Raum- und Etagenaufteilung.

Auch wenn der kleine Helfer sich beim Saugen verheddert, manövriert er sich meist geschickt aus der Misere. Da schaltet er dann kurzzeitig das Saugen ab bzw. stoppt die Bürsten. Meistens befreit er sich auf diese Weise von alleine – sonst erfolgt über den Lautsprecher eine Meldung über das Problem. Zusätzlich trudelt eine Push-Nachricht ein. Jene zeigt übrigens, dass sich yeedi da mit dem Branding wohl selbst nicht so ganz sicher ist ;-).

Das Wischen ist eher ein Partygag, da fehlt es eben an Druck und der Boden wird eher befeuchtet. Wem es jedoch vor allem auf gute Saugergebnisse ohne Schnörkel ankommt, der liegt hier durchaus richtig.

Fazit

Ehrlich gesagt: Der yeedi K650 ist für mich im direkten Vergleich mit dem K700 eindeutig das bessere Modell. So konnte ich zumindest in meinem Test bei der Navigation keine Unterschiede feststellen, auch wenn der K700 um einen Kamerasensor aufstockt. Ja, er bietet die bessere Verarbeitung, die Saugergebnisse sind aber identisch. Und die App-Anbindung des K650 sehe ich in Kombination mit dem günstigeren Preis dann als besseres Gesamtpaket an.

Auch der yeedi K650 duelliert sich jedoch gern mit losen Teppichen oder schiebt zaghaft an leichten Hindernissen herum. Glücklicherweise bleibt er aber vorsichtig genug, um nicht umzukippen. Zum aktuellen Preis von ca. 160 Euro erhaltet ihr hier einen ordentlichen Saugroboter, bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Ich verstehe ja, dass der Blog Werbung verdienen muss, aber warum ist der Artikel nicht als Werbung gekennzeichnet? Durch die Coupon-Aktion gehe ich davon aus, dass ihr Geld vom Hersteller erhaltet.

    • Nein, wir bekommen kein Geld. Manche Hersteller geben einfach Couponcodes. Werbung muss gekennzeichnet sein. Siehe: https://stadt-bremerhaven.de/werbung-technik-check-die-kamera-des-oppo-find-x2-pro-in-den-fokus-genommen/

    • André Westphal says:

      Wie Caschy schon sagte, gabs natürlich KEIN Geld vom Unternehmen. Aber die gaben uns halt nen Code für die Leser, also hab ich den mit reingepackt. Auch Provision oder dergleichen kriegen wir null vom Unternehmen. Ich hätte den Code natürlich auch schlichtweg weglassen können, aber falls denn der ein oder andere Interesse hat, dann wäre dadurch halt ne Ersparnis möglich gewesen.

      Das hat aber keinerlei Einfluss auf den Inhalt des Tests, in dem ich ja nun auch klar geschrieben habe, was an dem Gerät gut und wiederum schlecht (Ladestation, „Ruppigkeit“, Kämpfe mit dem Teppich, hausbackene App) ist.

  2. Kleingeldprinz says:

    Gutschein geht nicht :/

    • André Westphal says:

      Der Code hat sich wohl erübrigt, weil man den Rabattcode, der bei Amazon hinterlegt hat, aufgestockt hat – nun liegt der Preis dort bei 149,99 Euro. Ändere ich im Artikel.

  3. „Hey Google! Was bedeutet plünniger?“
    …Ich kann euch schon mal sagen das die Antworten euch nicht befriedigen werden…. 😉

    • André Westphal says:

      Das ist so norddeutscher Slang, der mir gar nicht so bewusst war :-D. Plünn ist hier generell Kram, der nutzlos ist / von geringer Qualität ist. Plünnig sagt man zu Sachen, die von minderer Qualität sind. Benutze ich selbst tatsächlich häufig, aber ist in der Tat eher ungewöhnlich :-).

  4. Apps, Cloud… Das muss ja nicht sein, da es auch die Gefahr birgt, dass das nach einer Zeit nicht mehr geht. Und Staubsauger hab man üblicherweise fast ein Leben lang.

    Bin selber froh, noch einen Xiaomi S5 bekommen zu haben günstig, da dieser per alternativer Firmware gänzlich ohne Internetverbindung funktioniert bei vollem Funktionsumfang.

    Ich würde mir daher in einem technischen Blog dann doch wünschen, zu erfahren, ob Cloud obligatorisch ist und ob es eine API gibt für Freunde der Heimautomatisierung.

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