Yahoo will mit Eigenproduktionen die eigene Video-Plattform stärken

Yahoo versucht seit mehreren Jahren wieder zurück in die einstige Erfolgsspur zu finden. Aber egal was Yahoo-Chefin Marissa Mayer bisher versuchte, von finanziellem Erfolg war es nicht gekrönt. Das ändert sich vielleicht mit Yahoos neuestem Vorhaben. Man möchte eigene TV-Sendungen produzieren und auf den eigenen Seiten anbieten. In direkter Konkurrenz zu Eigenproduktionen, wie man sie bei Amazon, Netflix oder Hulu findet. Klotzen statt kleckern heißt es deshalb auch bei der Budgetierung des Ganzen. An vier Serien soll Yahoo interessiert sein, jede davon mit 10 30-minütigen Episoden und einem Budget von 700.000 bis „ein paar“ Millionen US-Dollar pro Folge. Konkrete Verträge gäbe es allerdings noch nicht.

Yahoo

Zuversichtlich, dass das mit den Shows funktionieren wird, scheint man bei Yahoo jedoch zu sein. Am 28. April will man bereits etwas vorzuzeigen haben, dann hält Yahoo nämlich einen „New Front“-Event in New York ab, um potentielle Werbekunden für die Pläne zu gewinnen. Werbung in Videos ist kostspielig, vielleicht eine gute Strategie, um die Investitionen wieder einzuspielen. Eine weitere Option wäre, die Serien zu lizenzieren, zum Beispiel für das Ausland.

Außerdem soll Yahoo auch am „News Distribution Network“ interessiert sein. 300 Millionen US-Dollar sollen hier im Raum stehen. Yahoos Bemühungen im TV-Geschäft zeigen sich auch bei Neueinstellungen von TV Journalisten. Dank großer Konkurrenz und einem Anzeigenmarkt, der von Google und Facebook dominiert wird, dürfte auch dieser Vorstoß nicht leicht für Yahoo werden. Dass man bei Yahoo bereit ist, neue Wege zu gehen, hat die Firma in den letzten zwei Jahren mehrmals bewiesen.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

2 Kommentare

  1. Yahoo ist so ein Gemischtwarenladen ohne eigene Innovation. Ein bisschen von allen abgekupfert, z. B. von Google. Oder einfach andere Dienste eingekauft wie Flickr oder Tumblr. Jetzt wollen sie Youtube nachmachen. Echt innovativ.

    Yahoo, macht doch mal was eigenes und was neues! 😉

  2. Das vermutlich einzig Interessante für uns Deutsche: Wie werden die Sperrtafeln aussehen?
    Gibt’s da schon Entwürfe?