Xiaomi QiCycle 2019: Neues E-Bike vorgestellt, kostet umgerechnet unter 400 Euro

Xiaomi hat eine teils sehr schwer zu durchschauende Firmenstruktur. Das Unternehmen hat unfassbar viele Produkte im Angebot, teils werden diese unter eigener Flagge verkauft, teils unter anderer. Dabei gibt es dann ausgegliederte Unternehmen, die scheinbar autark agieren – aber auch solche, die tatsächlich für reine Partnerunternehmen sind. Unter dem Label QiCycle vertreibt Xiaomi Sportgeräte, aber auch Elektroräder, bereits 2016 hatte man etwas am Start und nun folgt das neuste Model, welches man auf der eigenen Discount- und Crowdfunding-Plattform YouPin eingestellt hat.

Laut Hersteller fährt das neue Xiaomi Qicycle aufgrund chinesischer Regularien 25 km/h. Für den Einsatz im Ausland (wie bei uns) gibt es bisher keine CE-Zulassung oder eine ABE, der geneigte Leser weiß, dass es aus diesem Falle erst einmal nichts mit einem Deutschlandstart werden könnte.

Ja, ich weiß: Das ist natürlich eine komische Sache, denn jeder Lollo mit einem „normalen“ Rad kann euch gepflegt mit 30 km/h+ umfahren, aber die Elektro-Scooter und -Bikes unterliegen halt anderen Bestimmungen, da sie keine Fahrräder, sondern Krafträder sind, inklusive Pflicht der Betriebserlaubnis und entsprechender Versicherung.

Doch zurück zum neuen Xiaomi Qicycle. Das soll bis zu 40 Kilometer weit mit einer Akkuladung kommen. Ist die Batterie leer, kann man diese in ca. 4 Stunden wieder laden. Das Xiaomi Qicycle hat 20 Zoll große Reifen (der Vorgänger Xiaomi Qicycle EF1 hatte kleinere), man verbaut im Lenker das klassische Display, welches Informationen über Ladung, Geschwindigkeit und Fahrmodi anzeigt. Davon gibt es drei, Öko, Ausgeglichen und den Boost.

Was das Xiaomi Qicycle in China kostet? 3.000 Yuan, das wären nach aktueller Umrechnung 382 Euro. Ab dem 10. Dezember geht das Gerät in China in den Handel.

Logo: Wenn so ein Gerät hierzulande auf den Markt kommt, dann wird es sicher um einiges teurer, das muss man im Hinterkopf behalten. Inwiefern Xiaomi derzeit gerade Schwierigkeiten mit seinen Mobilitätslösungen in Deutschland hat, kann man nur vermuten. Im September hieß es, dass die E-Scooter „bald“ nach Deutschland kommen, aber momentan ist dies noch nicht der Fall.

Abschließend: Was sagt ihr zu so einem E-Bike von Xiaomi? Wäre das für euch so von den technischen Aspekten interessant, wenn es in Deutschland eine Zulassung hat? Ich persönlich mag die Optik und das Design, welches auf mich wie das eines typischen Klapp-Flitzers für die Stadt wirkt.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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37 Kommentare

  1. „Laut Hersteller fährt das neue Xiaomi Qicycle aufgrund chinesischer Regularien 25 km/h, der geneigte Leser weiß, dass es auch aus diesem Falle nichts mit einem Deutschlandstart werden könnte“
    Hää? Weil? Pedelecs sind hierzulande auf 25 km/h beschränkt. Passt doch

    • Verstehe ich auch nicht. Wahrscheinlich meint Caschy, daß es für den chinesischen Markt ist und dem Teil das CE Zeichen fehlt, was Voraussetzung ist, dass es auf dem EU Markt abgegeben werden darf

      • Vielleicht fährt es von allein 25 km/h und nicht unterstützt? Ansonsten geiles Teil 🙂

        • Auch, es fährt unterstützend je nach Stufe. Glaub gestern von 3 gelesen zu haben 25, 50 und 75%, was mir komisch vorkommt. Vermutlich ist das fahren ALLEIN über Gasgriff wie beim einem Motorrad die 100% Variante, die in D nicht zulässig ist, vielleicht auch ganz EU nicht. Das währe dann ja ein E-Motorrad/Roller oder ähnliches das Kennzeichnungs und Versicherungspflichtig ist, vermutlich auch Helmpflicht wie bei S-Pedelecs.

          Wie schnell darf ein Mofa faren? 20 oder 25? Könnte dann ein eMofa werden ;).

      • Hey Bernd, genau. Ich habe dies genauer herausgestellt .

    • Der geneigte Schreiber ist wohl einfach nur schlecht informiert 😉

    • Ich vermute, dass man nicht treten muss. Die 25 km/h gelten nur bei Unterstützung.
      Anders kann ich mir die Aussage nicht erklären.

    • 2 Dinge
      1. eTretRoller sind bei 20km/h, Pedelecs sind bei 25km/h geregelt, somit währe das ok. Was CE & Co angeht dürfte dies auch gemacht werden, vorgänger war auch mit CE.
      2. Das Teil hat, im gegensatz zu in D und vermutlich auch restliche EU, als e-Rad IMMER NUR eine Unterstüzungsleistung. Es darf nicht selbständig power geben per Gasgriff wie ein Motorrad, so ist dieses Teil aber aktuell. Beim Rad MUSS IMMER mitgetreten werden um die Hilfe des e-Motors zu erhalten.

      Wird also in D derzeit an Punkt 2 scheitern, vielleicht nicht nur…???
      Ob eine CE Kennzeichnung ausreicht um im StVo mitzupendeln weiß ich nicht, kann sein das andere EU Länder andere eRad Vorschriften haben. Könnte also sein das CE allein für D nicht ausreicht???
      In der USA ist z.B. 32km/h erlaubt (wenn man Meilen in Km umrechnet).

      • In Asien (zumindest China und Vietnam) ist es nicht unüblich, für 20m-Weg ein motorisiertes Gefährt zu verwenden.
        Das Rad hat ja eine Kurbel mit großem Blatt und Hinterrad-Narbenmotor, so scheint es. Eine Gangschaltung scheint nicht vorhanden. Ohne Unterstützung groß Rumradeln werden die wenigsten tun.
        Ich vermute, die Kurbel ist hauptsächlich dazu gedacht, überall dort, wo es als Rad durchgehen soll, eben die typischen Merkmale und Möglichkeiten von einem Rad aufzuweisen.
        In D wird man daher treten müssen, ob das Gerät dann 99% oder 1% unterstützt ist dann wahrscheinlich nur eine Frage der Sofware-Konfiguration.

        • Könnte eine Nabenschaltung haben, sicher bin ich mir nicht, hab das nicht auf dem Schirm gehabt beim lesen auf andere Seiten.

          Lustig ist was TN³ berichtet, glaub die haben endweder andere Quellen oder Interpretieren einfach was rein, würde mich nix wundern. Laut Bericht vom 09.12.2019, 05:28 Uhr (https://t3n.de/news/klapp-e-bike-xiaomi-nachfolger-1231147/):
          „In China bietet Xiaomi das Qicycle für umgerechnet rund 380 Euro an. Das Pedelec ist, wie schon der Vorgänger, mit Tüv- und RoHS-Zertifizierung ausgestattet, was einen Verkauf auch in Europa ermöglichen würde. Ob, wann und zu welchem Preis das neue Qicycle hierzulande verkauft werden wird, ist aber vollkommen unklar“
          Aha, mit TÜV, so so TN³ bullshit, wiso dann die Frage „Ob hierzulande verkauft wird“? Wozu sauteuere TÜV und dann keine Einführung. Wobei überall heißt es das es noch nicht mal CE hat? Hm… Herr Dieter Petereit (Technikjournalist) weiß mehr als die anderen oder wesentlich weniger, was ihn nicht davon abhält selbst Märchen zum Besten zu geben.

          Naja das schlimmste ist ehe: „So kann der Vorgänger immer noch für Preise zwischen 1.000 und 1.200 Euro erworben werden.“ Ob die 400€ beibehalten werden?

  2. Ich vermute, dass man nicht treten muss. Die 25 km/h gelten nur bei Unterstützung.
    Anders kann ich mir die Aussage nicht erklären.

  3. Die Beschränkung auf 25 km/h macht schon Sinn wenn man sieht wie sich eBiker im Strassenverkehr benehmen. Da sind plötzlich Menschen auf Rädern unterwegs die nie zuvor Sport gemacht haben oder gar Fahrrad gefahren sind. Von daher ist es ganz gut das nicht jeder Körperklaus einfach über 25 km/h fahren kann – schon alleine um die Mitmenschen zu schützen und den Schaden zu begrenzen. Die Unfallstatistiken bestätigen dies übrigens

  4. Was wiegt denn das Rad?

  5. Wilhelm Onken says:

    Diesmal kein Klapprad. Die chinesischen e-Klappräder finde ich gut weil es etwas vergleichbares hier nicht gibt. Aber für ein e-Bike ohne Klappfunktion ziehe ich die klassische Bauform die man hier in Deutschland hat mit 26 bzw. 28 Zoll Rädern vor. Ein Problem mit der Zulassung ist auch immer dieser chinesische „Gasgriff“. Selbst wenn die Mühle „nur“ 25 km/h fährt bekommt sie damit nie eine Zulassung hier.

      • Danke, das waren die wichtigsten Infos! Es ist ein Pedelec und somit keine Zulassung/ Versicherung erforderlich, da KEIN Kraftrad! Mal sehen wie ich dran komme, das Ding ist so gut wie gekauft, weil es locker im Kofferraum passt -tut’s mein „Alltag“ Pedelec nicht-.

        • Man darf das Rad nicht einführen, weil kein CE Kennzeichen. Das Kennzeichen brauchen Produkte in der EU, weil sie einen Nachweis erbringen, daß das Produkt sicher ist. Ohne CE kein Import. Bei Bestellung aus China zieht der Zoll dir das raus. Wenn er das fehlende CE Kennzeichen übersieht und es durch flutscht hast du Glück gehabt, dann würde ich mich aber informieren, was bei einem Unfall ist. Wahrscheinlich zahlt deine Haftpflicht dann nicht und du läufst Gefahr, pleite zu gehen. Deutsche Händler dürfen es auch nicht in Verkehr bringen wegen dem fehlenden CE Kennzeichen.

      • Ich glaube, es handelt sich um Fakenews. Soweit ich das beurteilen kann ist das Rad leider NICHT klappbar. Gerne lasse ich mich eines Besseren belehren.

  6. Caschy, vielleicht wäre ein Beitrag über Konsequenzen eines fehlenden CE Kennzeichen mal cool.

  7. Keine Sorge eine angepasste Version mit CE für den deutschen Markt wird kommen… Kostet dann für uns 699€. Lief ja bei den Scootern auch nicht anders

  8. Mehr als den Chinapreis würde ich nicht bezahlen, mehr ist das Radel einfach nicht wert. Wenn da noch 300-400€ draufkommen, dann kriegt man ja mittlerweile bei Discountern schon richtige E-Bikes.

    Ansonsten finde ich das Ding aber super. Für Leute, die ihr Rad mangels Stellplatz draussen abstellen müssen, wäre eine tragbare Alternative sinnvoll-die Elektroräder werden verständlicherweise geklaut wie nichts gutes.

    E-Bikes, auch wenn sie momentan hierzulande fast ausschließlich von Senioren gefahren werden, die das Gerät kaum beherrschen können, sind meines Erachtens die einzig sinnvolle Alternative, wenn man den Individualverkehr vom Auto auf der Kurzstrecke wegbringen will.

    Aber gefördert wird sowas leider nicht. Stattdessen werden Autos gefördert, die mehrere Tonnen wiegen und Batterien für mehrere hundert E-Bike mitschleppen. Da kann man auch beim Benziner bleiben, weit weniger Sondermüll.

    • eBikes bekommst zwar auch günstig, es geht aber um KLAPP-eBikes!!! Bitte also normale Räder mit größeren Reifen = bequemeres fahren und Falträder nicht verwechseln.

    • PS: eBikes werden auch gefördert, informier dich mal, leider kommt nicht jedern in dem Genuss der Förderung. Währe mal eine Sinnvolle Option zu den überschweren sinnlosen Umweltverpestenden eSUVs.

  9. Wir tun uns zusammen, importieren das Teil und erarbeiten gemeinsam die Konformitätserklärung 🙂

    https://www.weka-manager-ce.de/konformitaetserklaerung/konformitaetserklaerung-anfaenger-10-schritten-ce-kennzeichnung/

    Bin mir nicht sicher, ob E-Bikes in der Regel gefördert werden sollten. Ich würde mit dem ding ab und zu Mal das Auto oder den Zug stehen lassen, aber ob es abzüglich der Herstellung noch einen positiven Effekt für die „Umwelt“ hätte? Vermutlich nicht!

    Nach meiner Wahrnehmung ersetzen sie bei den wenigsten Personen und deren Wegen ein Auto sondern oft genung sind sie ein Luxusgut für betuchte Renter, für das funktionierende Räder augemustert werden, und Elektroschrott mit Li-Akku angeschafft wird.
    Klar gibt es viele Ausnahmen, ich habe auch einen Kollegen, der für seine Pendelstrecke Auto gegen e-Bike getauscht hat (und dadürch Aber bei Subventionen muss man immer überlegen, ob sie die gewünschte Wirkung erzielen oder man nur Mitnahmeffekte ohne relevantes Ergebnis auslöst. Sinnvoller als die Steuerbegünstigung von Dienstwagen mit Plugin-Hybrid mit reichweiten von neidrigen zweistelligen Kolmetern, Leistung von über 200 PS und GFewicht von 2 Tonnen, wäre es aber bestimmt.

  10. Steffen Dümmler says:

    Auf das Teil können seit Januar bis zu knapp 17 bis 80% Antidumpungzoll drauf kommen. Spätestens mit der Einfuhrumsatzsteuer für ein Rad das eventuell gar nicht erst eingeführt werden darf wäre mir der Spaß zu teuer. Zoll und Steuer zahlst du auch wenn es dort bleibt.

    Vielleicht ist jemand in der Sache bewanderter als ich und kann die Durchführungsverordnung für dieses Rad entsprechend auswerten.
    https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_impl/2019/73/oj?locale=de

  11. Ich wäre ja schon froh wenn wir bei uns „gute“ und brauchbare Pedelecs hätten für die man nicht direkt an den 2.000 Euro aufwärts kratzt.

    Ich vermute aber darauf muss man noch länger warten :).

    • darauf wirst du IMMER weiter warten müssen, es wird wie in allen Bereichen der Preis ehe angehoben da mehr schnick schnack dazu kommt. Es gibt Preiskategorien und da gibts zum gleichen Preis neue Modelle. Einzige ist nach etlichen Jahren das man dies und jenes Gickick mal in die unteren Regionen mit ausrüstet und quasi aus dem Höherpreisigen Bereich einiges im unteren zum Standard wird. Sinnvoller ists da wohl ehe ein Auslaufmodell zu kaufen. Wenn die Hersteller sich nur einigen könnten auf wenige Spannungssysteme wie 32/48V und die Tauschakkus standardisieren, das würde die Preise drücken und auch Nachhalitg machen wenn solch eines zu ersetzen ist in einigen Jahren.

  12. Ist das wieder klappbar? Wird irgendwie nicht deutlich. Auf Youtube findet man ein Video davon, da sieht es nicht so aus als wäre es klappbar. Da wäre mir ein Update der Version mit 16“ dann irgendwie lieber

  13. weiß jemand wo ich das bestellen kann?

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