Xbox Series X und Xbox Series S: Das steckt hinter dem Design der Konsolen

Welche Konsole findet ihr optisch ansprechender: die Xbox Series S, die Xbox Series X oder die PlayStation 5? Keines der Geräte ist nach meinem persönlichen Empfinden besonders hübsch geraten, dem pragmatischen Look der Xbox Series X würde ich vor dem Retro-Look der PS5 aber klar den Vorzug geben. In einem neuen Blog-Post erklärt Microsoft nun, wie es zu der Ästhetik der Xbox Series X sowie der Xbox Series S gekommen ist.

Sicherlich, auch das Aussehen der PlayStation 5 hat seine Fans. Für mich brachte es da aber ein Twitter-User auf den Punkt, der sinngemäß sagte: Die PS5 wirkt, als hätte sich im Jahr 2000 ein Designer hingesetzt und anhand der damals angesagten Design-Richtlinien orakelt, wie eine Next-Generation-Konsole im Jahr 2020 aussehen könnte. Wobei ich die PS5 hinter meinem TV verschwinden lassen werde, um mich an Games wie „Horizon: Forbidden West“, „Spider-Man: Miles Morales“ und sogar „Sackboy: A Big Adventure“ zu erfreuen.

Doch zurück zu Microsofts kommenden Xbox-Konsolen. Da haben Mitarbeiter des Microsoft Design Teams, Partner Director of Design Carl Ledbetter, Principal Designer for Xbox Consoles Chris Kujawski, Senior Design Director Nicolas Denhez, Senior Designer Ryan Whitaker, und Senior Designer Erika Kelter ihre Entscheidungen begründet. So habe man im Gespräch mit der Community bereits 2017 festgestellt, dass immer mehr Gamer sich eine möglichst kleine Stellfläche wünschen. Das führte dazu, dass sowohl die Xbox Series S als auch die Xbox Series X für die vertikale Aufstellung prädestiniert sein – auch wenn sie sich trotzdem noch horizontal platzieren lassen. Bei beiden Ausrichtungen wird kein Ständer benötigt.

Die Xbox Series S habe man dabei zudem möglichst portabel halten wollen. So passe sie auch in einen kleinen Rucksack und könne daher leicht zu Freunden mitgenommen werden. Es gab dabei aber bei beiden Konsolen mehr Herausforderungen, als man vielleicht auf den ersten Blick annimmt. Damit beide Konsolen ohne Ständer sicher stehen, musste das Gewicht der Komponenten im Inneren exakt ausbalanciert werden. Durch die Teilung der Hauptplatine der Xbox Series X in zwei Hälften und die Verschraubung jeder Seite mit dem zentralen Aluminiumgehäuse sei das Team in der Lage gewesen, über den großen Lüfter an der Oberseite eine große Luftmenge durch das gesamte System zu befördern – und das bei einem niedrigen Schallpegel. Müssen wir aber natürlich zum Launch sehen, ob diese Versprechungen alle so passen.

Da die Xbox Series S und Series X eine rechteckige Grundfläche nutzen, seien sie laut Microsoft deutlich flexibler aufstellbar als Vorgängermodelle. Beide Konsolen sind dabei so gestaltet, dass die internen Komponenten den Weg vorgeben konnten. Parallel versuchte man auch den Look so anzupassen, dass Xbox Series S und Xbox Series X als Teil einer Familie zu erkennen sind – etwa durch die großen, runden Lüfterauslässe. Mit den Farbvarianten in den Farben Weiß (Xbox Series S) und Schwarz (Xbox Series X) führt man zudem die vorherige Generation und ihre Abstufungen fort. So erschien die Xbox One S zunächst in Weiß und die Xbox One X hingegen in Schwarz.

Laut Microsoft hätte man dabei an der Xbox Series X den Lüfter auch besser „verstecken“ können, entschied sich aber bewusst dazu ihn, auch mit grünen Akzenten, zu betonen. Auch wenn ich anfangs von der Optik nicht viel gehalten habe, leuchtet mir die Gestaltung, auch angesichts des zweigeteilten Mainboards im Inneren, ein. Welche Konsole gefällt euch denn am besten?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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27 Kommentare

  1. Ich würde mir keine irgendwo hin stellen wo ich sie sehe, stelle mir mein PC-Gehäuse ja auch nicht auf den Tisch. Hauptsache das Ding läuft und tut seinen Dienst.

  2. Zitat; „Welche Konsole gefällt euch denn am besten?“ Die Frage ist einfach drittrangig oder eigentlich überhaupt nicht zu stellen. Es geht um die Spiele die auf der Konsole laufen. Welche Exclusives gefallen mir besser oder bekomme ich eventuell auch auf dem PC. Wenn ich Super Mario oder Zelda spielen will, welche Konsole muss ich kaufen??? Eben, keine von beiden.

    • Und ob! Noch nie was vom WAF gehört? 😉 Davon ab, mir ist eine Symmetrie bei der Aufstellung meiner Komponenten im Lowboard oder Rack extrem wichtig. Und die Series X ist da dermaßen unpraktisch aufzustellen, dass ich sie nur rechts oder links vom TV aufstellen könnte. Da bringt einem die kleine Stellfläche auch nichts, wenn man sie liegend hinstellen möchte. Gefällt mir aber optisch eh nicht, wirkt generell einfach nur wie ein schwarzes 0815 PC-Gehäuse. Dagegen ist das Design der Series S mein Favorit. Schön mit dem Mix aus weiß und schwarz, dazu die kompakte Größe. Wenn jetzt noch die Lautstärke passt, verzichte ich auch gerne auf ein Laufwerk. Die PS5 wirkt in der Tat wie ein Zukunftsdesign von vor 10 Jahren. Aber auch hier ist die Digital mein Favorit, die Disc-Variante ist einfach zu groß.

    • Deine Meinung. Die PS5 z.B. würde ich mir nie offen ins Wohnzimmer stellen, selbst wenn ich sie geschenkt bekommen würde. Kommt halt drauf an was einem wichtiger ist. Kein Spiel ist so toll, dass ich mir dafürdie Einrichtung verschandeln würde – das habe ich natürlich vor 35 Jahren ganz anders gesehen :-).
      Die Series S dagegen finde ich ganz gelungen, zitiert das Braun-Design von Dieter Rams.

  3. „ Da die Xbox Series S und Series X eine quadratische Grundfläche nutzen…“

    Die Grundfläche der Series S ist rechteckig, nicht quadratisch (= gleiche Seitenlängen).

  4. Als Retro Look würde ich die Optik der Ps5 nun nicht bezeichnen.
    Eher als mittlerweile überholte Zukunftsvision aus 2010??

    • Sein wir mal ehrlich, PS5 sieht Panne aus, aber nochmal, komplett egal wenn die Spiele stimmen dann wird es seine Käufer finden. Ob der Unterschied wieder so groß wird wie in der derzeitigen Generation wage ich aber zu bezweifeln so aggresiv wie Microsoft gerade agiert (mit Game Pass, FS2020, Publisher Zukäufe etc.) die WOLLEN wie man unschwer merkt diese Scharte auswetzen.

      • Panne finde ich nicht. Ich hätte mir von Sony mehr erwartet, da ich ihr Design meist mag (bisherige Playstations, TVs, Handys, etc.) – aber klar hast du recht, so wichtig ist das nicht.
        Aber Design spielt eben in der heuten Technik Welt eine immer größere Rolle.

        Bin auf den Wettstreit zwischen MS und Sony in dieser Generation auch sehr gespannt. Also MS macht wieder viel richtig und hat tolle Sachen am Start. Bin mir tatsächlich auch nicht 100%ig sicher mit der Ps5, aber denke ich allein schon an die Erlebnisse mit den Naughty Dog Spielen auf der Ps4 zurück, dann ist es doch irgendwie eindeutig :/

      • finde das Design der Series X am besten, der dunkle Kreis auf der S ist nicht so schön, aber die PS5 ist einfach nur hässlich.
        Bin wirklich gespannt wieviel die schnelle SSD von der PS5 ausmacht, ich finde das könnte kaufentscheidend werden.

  5. Vorwg: Ich nutze keine ‚der Konsolen. Auffällig ist, dass Microsoft bei der Xbox ziemlich auf ein eher „schlichtes“ Design setzt. Hat was von den IKEA Produkten wie dem Symfonisk. Alles eher reduzierter.
    Die PS5 sieht für mich tatsächlich erzwungen „spacig“ aus. Im Freundeskreis fahren darauf ein paar total ab und finden es gut. Ich finde das Ding weder schmückend noch praktisch. Aber im Endeffekt…hauptsache die Spiele laufen ordentlich.

  6. Ich persönlich empfinde das Design der XBox S besonders gelungen. Es erinnert mich stark an die Designsprache von Dieter Rams. Würde perfekt zu meinen Interieur passen. Leider ist sie für 4k nicht geeignet und mir fehlt das Laufwerk. :/

  7. Ich finde die Xbox X im Schrank (Wohnzimmer) am wenigsten störend.
    Eigentlich müsste ich mit der PS5 weitermachen. Aber der Flight Simulator reizt mich.
    Mal schauen, was die Test schreiben. Ich will den Düsenjet nur auf dem Bildschirm und nicht aus dem Gehäuse hören.

  8. Auf den Presse-Fotos gefällt mir die Series X am besten, aber in „live“ hat mich das Design dann nicht so geflasht. Die PS5 sieht mir wie auch von dir geschrieben zu gezwungen futuristisch aus.

    Da ich eh komplett im Microsoft-Kosmos bin (Gamepass ultimate und Forza-Fan) stellt sich die Frage PS5 oder Xbox bei mir aber eh nicht. Obwohl mir das Preis-Modell von Sony besser gefällt. Hätte am liebsten die Series X ohne Laufwerk für 399€ als eine abgespekte Series S für 299€. Vielleicht kommt so eine Version ja noch.

  9. Von den neuen Konsolen gefällt mir optisch eigentlich gar keine. Von der vorherigen Generation hat mir die ursprüngliche Xbox One wirklich gut gefallen, die One X und die PS4 Modelle waren optisch absolut OK.

    Von den neuen Konsolen gefällt mir die Gehäuseform der Series S am besten, aber die Farbe kann ich bei solchen Geräten nicht leiden (und schon gar nicht mit farblich abgesetztem Lüftungsgitter). Komplett in schwarz hätte die XSS meine Stimme. Die Series X hat die richtige Farbe, aber leider komplett bescheuerte Abmessungen. Die PS5 gefällt mir optisch gar nicht, das mit der Farbe hatte ich ja schon bezüglich der XSS erwähnt und die Form der PS5 erinnert mich an die (Mach)werke des Herrn Colani – und die fand ich schon vor 20 Jahren hässlich.

    • André Westphal says:

      Die PS4 kaufe ich damals zum Launch und fand sie damals echt wertig und auch ästhetisch – meiner Ansicht nach sogar die schönste Konsole von Sony bisher. Die erste Xbox One fand ich hingegen mit der billig wirkenden, glänzenden Plastikoberfläche eher unschön. Die One S und One X haben mir wiederum beide echt gut gefallen. Die PS4 Pro und Slim sehen mir etwas zu gestapelt / nach Schichten aus, sind aber in Ordnung.

      Rein vom Look her finde ich von den neuen die Series S auch am attraktivsten, würde sie aber wegen der geringeren Leistung und wegen des fehlenden Laufwerks nicht kaufen. Dann käme die Series X, die eben zumindest pragmatisch ist – das Design folgt der Technik (großer Lüfter oben, zweigeteiltes Mainboard), daher ist das auch ok so.

      Die PS5 mag ich optisch null, hab mich mittlerweile aber damit arrangiert. Letzten Endes stelle ich sie hinter den TV, da wandert dann mal ne Disc ins Laufwerk und das wars – sonst werde ich sie im Betrieb nicht sehen :-D.

      • Gerade der Mix aus glänzenden und matten Oberflächen (und den silbergrauen Streifen über den Laufwerksslot) fand ich bei der One sehr schön. Hab sie deshalb auch nie verkauft, nachdem ich die One X gekauft hatte.

        Die Series X wird bei mir auch irgendwo unsichtbar hinten dem Fernseher bzw. in der toten Ecke hinter dem Schrank verschwinden. Mit diesem komischen Format passt die bei mir sonst eh nirgendwo hin. An das Laufwerk muss ich nicht ran, bei der One X ist das noch komplett unbenutzt und das wird bei der Series X auch nicht anders sein.

        Eine Playstation stand bei mir nach der PS2 nie wieder zur Debatte. Ich komme mit der Anordnung der Sticks bei den Playstation Controllern schlicht und ergreifend überhaupt nicht zurecht.

  10. Bei der Series X fehlt mir schlicht jegliches Design: Halt ein Kasten in Schwarz. Wow, wie aufregend, hatten die Designer gerade Urlaub?
    Über das Design der PS5 kann man sicherlich streiten, aber zumindest hat man hier überhaupt etwas designed.
    Habe mir dennoch beide vorbestellt, da mir das Design nur sekundär ist.

  11. Pappschachtel says:

    In Zeiten wo RGB total angesagt ist, schließlich bringt das ja auch ein paar Frames extra ;), hätte ich es mir durchaus gewünscht wenn der Lüfter auch grün geleuchtet hätte.

  12. BTW die Xbox Series S (ich glaube es nicht, dass ich die Modellbezeichnung in voller Länge eingetippt habe) ist seit gestern auf Amazon.de vorbestellbar.

  13. Die XB_SX hat einfach das Problem, dass wenn sie im Rack liegt viel Platz nach oben (den man oft nicht hat) weg nimmt, dafür nicht nach hinten (wo man Platz hätte).
    Bei der ps5 kommt die geschwungene Seite als Problem hinzu, dafür aber nicht dieses problematische Verhältnis von höhe zu tiefe.

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