WWDC 2014: Apple mit Fokus auf OS X, iOS 8 mit Verzögerungen

Die WWDC von Apple beginnt dieses Jahr am 2. Juni. Apple nutzt die Veranstaltung, um einen Ausblick auf künftige Software zu geben, so lag der Fokus letztes Jahr auf iOS 7. Dieses Jahr soll laut 9to5Mac OS X 10.10 die Hauptaufmerksamkeit erhalten. Die neue Version des Desktop-Betriebssystem soll komplett überholt sein, ähnlich drastisch wie iOS 7 das mobile Betriebssystem von Apple verändert hat. Um die Arbeiten an OS X voranzutreiben, soll Apple sogar Programmierer vom iOS-Team abgezogen haben.

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OS X 10.10 soll im Herbst erscheinen und das Design näher an iOS bringen, ohne dabei aber iOS und OS X zu verschmelzen. Apple behandelt die beiden Betriebssysteme weiter getrennt, auch wenn sie sich gegenseitig Features leihen. Wie die neue Version hießen wird, ist allerdings noch unklar. Apple registrierte bereits Trademarks für diverse kalifornische Wahrzeichen, darunter Yosemite, Mammoth und Diablo.

iOS 8 wird natürlich auch ein Thema auf der WWDC sein, wenn auch nicht so ausgeprägt. Zwar wird mit zahlreichen neuen Features in iOS 8 gerechnet, diese könnten teilweise aber erst in iOS 8.1 zum Tragen kommen. iOS 8 soll Healthbook, eine eigene iTunes Radio App, eine verbesserte Maps App, Text Edit und Preview Apps und VoLTE beinhalten. Ebenso wird über eine Shazam-Integration in Siri erwartet. Einige der Neuerungen könnten demnach erst in iOS 8.1 zum Vorschein kommen.

iCloud soll ebenfalls weiter verbessert werden, was vor allem die Entwickler spüren sollten. Außerdem soll iOS 8 mit verschiedenen Displayauflösungen umgehen können. Angesichts der Tatsache, dass mit dem iPhone 6 vermutlich eine weitere Auflösung im iOS-Universum herumschwirrt, wird dies auch langsam Zeit. Vor allem für App-Entwickler kann dies eine große Erleichterung bedeuten, während sich Nutzer eventuell über kleinere App-Größen freuen können.

Und auch zum Apple TV gibt es neue Aussagen. Dieser sollte ursprünglich in der ersten Jahreshälfte erscheinen, wird nun wohl erst später im Jahr kommen. Die neue Software könnte indes auch auf älteren Apple TV Boxen laufen, auch wenn dann natürlich Features wie die Spracheingabe oder die Unterstützung für Apps nicht ganz so gegeben wären wie mit einer neuen Box, die speziell darauf ausgelegt ist.

In vier Wochen werden wir sehen, was Apple softwareseitig zu bieten hat für dieses Jahr. Das von Cook mehrmals versprochene Produktfeuerwerk für dieses Jahr blieb bisher aus. So könnte das natürlich ein sehr Hardware-lastiges zweites Halbjahr für Apple werden.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

14 Kommentare

  1. Widgets kommen dann in iOS 9. Und eine flexiblere Tastatur in iOS 10.

  2. Apropo Hardware lastig, viele warten immer noch auf einen neuen Mac Mini, es scheint aber fast so als sei der still und heimlich zu Grabe getragen worden.

  3. elknipso says:

    Ist eigentlich schon was bekannt wann es neue MacBook Pros geben wird?

  4. „Und auch zum Apple TV gibt es neue Aussagen.“

    Ich bezweifle, dass es Aussagen gibt. Auch die Überschrift suggeriert, dass es sich um Tatsachen handelt. Es sind allerdings nur Vermutungen, die sich auf Gerüchte einer anderen Website beziehen, die die Information wiederum aus nicht offengelegten Quellen hat.

    Vielleicht sollte das mehr in Text und Überschrift einfließen.

    Das ist kein Sascha-Bashing. Es hätte auch jeder andere Name als Autor dastehen können. Die Drittverwertung und bisweilen Verdrehung von Tatsachen und Gerüchten zieht sich leider immer mehr durch die Berichterstattung von stadt-bremerhaven.de.

    Und ja, ich muss das Blog ja nicht lesen. Aber es hat noch Perlen zu bieten. Auch wenn diese leider rar geworden sind.

  5. Centauri says:

    Ein neues Thunderbolt Display währe mal so ne Sache. Eines was Vor allem USB 3.0 kann.

  6. Torsten says:

    @Centauri: Das Thunderbolt Display ist doch unbezahlbar, für 280 euro bekomme ich einen 27″ PC Bildschirm von Samsung mit TV Funktion. Welchen Mehrwert, außer dem „Design“, bringt denn so ein Thunderbolt Display? 🙂

  7. Diese „Tatsachen“ standen ja auch in anderen Medien. Wie immer glaub ich es erst wenn ich es sehe.

  8. @Torsten sehe ich genauso. Ich kann nur den 27″ von Benq empfehlen.

  9. @Rico Weigand,
    > Ich kann nur den 27″ von Benq empfehlen

    Den? Geizhals allein listet schon 10 Modelle von Benq in 27″.

    @Topic, so lange in OSX nicht auch alles weiß und flach wird, soll mir das wurscht sein, wobei, so häufig boote ich das eh nicht mehr, gerade auf dem Macbook hab ich’s seit Monaten nicht mehr gestartet.

  10. @Torsten: Farbkalibrierung. Kostet auch bei anderen Firmen relativ viel.

  11. @Centauri

    Nimm den DELL U2713HM
    Der hat exakt dasselbe LG-Panel (2560×1440) wie der Thunderbolt-Monitor, deckt also ebenfalls 99% des sRGB-Farbraums ab und ist ab Werk vorkalibriert, kann aber auch umfangreich selbst angepasst werden. Kostet nur ca. 470 Euro. Dafür musst du zwar auf Thunderbolt und eine eingebaute Kamera verzichten, dafür gibts aber vier USB 3.0-Ports, Pivot-Funktion und alle vier üblichen Eingänge (DP, HDMI, DVI, VGA). Separate Lautsprecher (ganz ordentliche Qualität) kosten etwa 23 Euro extra.

    @Torsten
    Die albernen Billig-27″er sind doch keine Alternative. Ne 1920x1080er Auflösung sieht nur bis maximal 22″ einigermaßen erträglich aus. Bei 24″ ist sie schon derb pixelig und in 27″ reden wir von einer ausgewachsenen Katastrophe.
    Hinzu kommt, dass diese Monitore häufig so mit Ach und Krach gerade mal 65.000 Farben hinbekommen. 16 Mio. bietet in der <300Euro-Klasse fast niemand. Wenn du die Möglichkeit der Kalibrierung und einen vollständigen sRGB-Farmbraum willst, ist der von mir oben beschriebene DELL die absolute Preis-Untergrenze. Tendenziell wird es da eher vierstellig.

  12. nanjara says:

    @Harry

    Die Hoffnung stirbt zuletzt. ;(
    Ein neuer Mac Mini wäre das einzige Produkt von Apple, das mich momentan interessieren würde.
    iMacs sind für mich keine Alternative, ich kann diesen hässlichen dicken Rahmen ums Display nicht ausstehen. Dazu kommt, dass ich dann ein Display hab, das ich nicht will und auch nicht brauche.
    Für 95% aller Sachen im Web wär ein neuer Mac Mini einfach perfekt.

  13. @nanjara

    Dann kauf doch einen aktuellen MacMini, wenn du nicht warten möchtest.
    Ich hab mir meinen 2012er (der „große“, mit nem Core i7) damals direkt zum Release gekauft – also für 830 Euro (inzwischen gibts den ja im Mediamarkt für über 100 Euro weniger) und hab noch nichts gefunden, was damit nicht ginge.
    Ich hab ihn selbst auf 8GB RAM aufgerüstet (35 Euro), weil ich immer auch mal ne VM laufen habe und Anfang des Jahres eine 480GB-SSD (230 Euro + 12 Euro für das HDD-Kit um die alte Platte weiter im MacMini behalten zu können) eingebaut.

    Die Kiste reicht für alles. Sogar zum Spielen.
    Okay, Borderlands auf 2560×1440 ist für die Intel-OnChip-Grafik dann doch zu fett, in 1920×1080 gehts aber ganz ordentlich. Auch WoW, Diablo III und Starcraft 2 spiele ich regelmäßig. Hearthstone geht sogar ganz geschmeidig in 2560×1440.
    Das Einzige was keinen Spaß macht, ist Minecraft. Das liegt aber am Client. Der ist ganz gräßlich programmiert und bringt die CPU sofort und dauerhaft auf absolute Volllast und damit den Lüfter in unangenehme Drehzahlen, die man sonst normalerweise nie erreicht.

  14. centauri says:

    hmm, der Dell scheint echt eine sinnvolle Alternative zu sein. Werde mir das mal durch den Kopf gehen lassen.