Windows 10: Nutzer kritisieren Datenschutz-Einstellungen

Windows 10 ist in aller Munde. Für mich persönlich der wahre Windows 7-Nachfolger mit einigen nützlichen Verbesserungen. Aber es gibt auch Dinge, die den Nutzern sauer aufstoßen – sei es WiFi-Sense oder die Tatsache, dass Microsoft unter Umständen eure Bandbreite nutzt, um Updates an fremde Rechner zu verteilen.

datenschutz windows 10

Aber auch die Datenschutzeinstellungen des Systems sind vielen Anwendern und Bürgerrechtlern ein Dorn im Auge. Wer bislang keinen Blick in diese geworfen hat, der wird überrascht sein, was alles übertragen wird. Satte 13 Hauptpunkte haben die Datenschutzeinstellungen, die natürlich erst richtig interessant werden, wenn man mit einem Microsoft-Account eingeloggt ist.

Es liegt mir fern, Microsoft richtig für diese Einstellungen anzuzählen, doch nach den Snowden-Leaks darf man in der heutigen Gesellschaft mit ihren täglichen Katastrophenmeldungen in Sachen Privacy ruhig alles hinterfragen. Leute spöttisch als „Aluhutträger“ zu betiteln, die solche Einstellungen kritisieren, kann es ja auch nicht sein. Ein „zu kritisch“ kann es bei persönlichen Daten nicht geben, jeder Nutzer hat da seine eigene Schmerzgrenze.

Wir sammeln Daten darüber wie Sie mit unseren Diensten interagieren. Dazu gehören Daten wie zum Beispiel Funktionen, die Sie verwenden, die Artikel, die Sie kaufen, die von Ihnen besuchten Webseiten und die von Ihnen eingegebenen Suchbegriffe. Dies beinhaltet auch Daten über Ihr Gerät, einschließlich der IP-Adresse, Gerätekennungen, Regions- und Spracheinstellungen und Daten über das Netzwerk, Betriebssystem, Browser oder andere Software, die Sie dafür verwenden, sich mit den Diensten zu verbinden. Und es enthält auch Daten über die Leistung der Dienste und alle Probleme, die diese Ihnen bereiten.

Des Weiteren darf man sich sicher sein, dass gerade Microsoft von zig externen Stellen im Bereich Datenschutz unter die Lupe genommen wird – im Gegensatz zur lustigen China-App, die irgendwo in einem App Store schlummert und unsere Daten absaugt – weil wir bei der Installation mal wieder nicht die abgefragten Rechte gelesen habt.

Microsoft hat eine unfassbar lange Seite mit Datenschutzbestimmungen – und man muss ehrlich sein: das werden viele Leute wahrscheinlich nicht lesen. Dennoch gibt es den Daumen nach oben, denn Microsoft hat alles auf einer Seite gut aufgeschlüsselt, nach einzelnen Diensten alles erklärt.

Beispiel Werbe-ID: Windows generiert für jeden Benutzer eines Gerätes eine unverwechselbare Werbe-ID. Diese Werbe-ID kann von App-Entwicklern und Werbenetzwerken dazu verwendet werden, eine relevantere Werbung anzubieten. Man kann den Zugriff auf diese Kennung jederzeit in den Geräteeinstellungen deaktivieren.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://twitter.com/adrianchm/status/626730720225062914

Nutzer, die Google-Dienste verwenden, sollten auf keinen Fall die Hände panisch über dem Kopf zusammenschlagen, denn auch hier werden erhobene Daten logisch zusammengeführt, um euch ein nahtloses Benutzererlebnis zu bieten.

Beispiel Eingabe-Personifizierung: Microsoft speichert und verwendet Daten über eure Aussprache, euren Schreibstil (Handschrift) und wie ihr auf Windows-Geräten tippt, um dabei zu helfen, Microsofts Fähigkeit, eure Eingabe richtig zu erkennen, zu verbessern und zu personifizieren.

Microsoft erfasst eure Spracheingabe sowie euren Namen und Spitznamen, eure letzten Kalenderereignisse und die Namen der Personen mit denen ihr einen Termin habt, sowie Informationen über deine Kontakte einschließlich der Namen, Spitznamen, um eine personifizierte Spracherkennung bereitstellen zu können.

Wie kommt beispielsweise Cortana zu den Suchergebnissen, die den digitalen Assistenten so gut machen sollen? Microsoft erklärt es:

Falls erforderlich sammeln wir die Inhalte Ihrer Dateien und Kommunikationen, um Ihnen die von Ihnen verwendeten Dienste anbieten zu können. Dazu gehören: Inhalte Ihrer Dokumente, Fotos, Musik oder Videos, die Sie auf einen Microsoft-Dienst wie Microsoft OneDrive hochgeladen haben. Es beinhaltet auch die Inhalte Ihrer über Microsoft-Dienste gesendeten oder empfangenen Kommunikationen wie beispielsweise:
  • die Betreffzeile und der Textkörper einer E-Mail,
  • den Text oder andere Inhalte einer Sofortnachricht,
  • die Audio- und Video-Aufzeichnung einer Videobotschaft und
  • die Audio-Aufzeichnung und Abschrift einer Sprachnachricht, die Sie empfangen oder einer Textnachricht, die Sie diktieren.

Jedem Nutzer sei daher unbedingt angeraten, einen Blick in die Datenschutzoptionen von Windows 10 zu werfen – hier kann man nach eigenem Ermessen alles deaktivieren, was irgendwie suspekt erscheint – natürlich mit den Konsequenzen, dass unter Umständen einige Komfortfunktionieren nicht wie gewünscht funktionieren.

Letzten Endes ist der Nutzer darauf angewiesen, dass er Microsoft dahingehend vertrauen kann. Denn wenn es kein Vertrauen mehr gibt, dann darf sich eigentlich auch nicht mehr die Frage stellen, ob man das Betriebssystem nutzt. In diesem Sinne: bleibt kritisch.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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53 Kommentare

  1. Die Transparenz ist doch in Ordnung, und der User hat ja die Wahl. Manche Dinge funktionieren halt nur, wenn man sich auf eine gewisse Zusammenführung einlässt. Das ist ja auch bei Konkurrenzprodukten wie Siri nicht anders (nur vielleich nicht so transparent).

  2. „die von Ihnen besuchten Webseiten“

    das macht nicht mal google. also mit dem chrome nicht, aber dafür analytics. naja ich finde an der stelle geht MS zu weit.

  3. Ich warte drauf, dass der erste findige Kerl (bzw. Kerlette) eine Batch-Datei, Registry-Datei o.ä. schreibt, die den ganzen Mist in Bausch und Bogen abdreht.

    Mir geht’s da ähnlich wie dem Twitter-zitierten Adrian: Ich war wirklich bereit, Windows 7 für Windows 10 fallen zu lassen. Aber da tritt man schon mal einen kleinen Schritt zurück und kommt ins Grübeln, ob man vielleicht nicht eine Woche oder zwei warten soll.

    Klar ist es „transparent“, aber anscheinend muss man ja in 20 verschiedenen Dialogen hantieren, bis man alles ge-opt-out-iert hat, was man kann. Wenn man überhaupt kann.

  4. Ich bleibe vorerst bei Win 7 und sehe noch absolut keinen Grund um zu switchen.

  5. @Fabi: Wie sonst soll Chrome deinen Verlauf synchronisieren? Das wäre so ein Beispiel.

  6. Mich stört an Windows 7 nichts außer dass es Windows ist. Leider fehlen unter Linux schlichtweg die Alternativen für 3 Programme und ein paar Spiele. Das läuft unter Linux nicht. Und auch nicht brauchbar in einer VM. Wobei ich auf Spiele verzichten könnte, aber die Programme sind im Workflow eingebunden und da geht ständiges neustarten nicht.
    Notfalls werde ich Windows 10 mal bei den Eltern am Laptop aufspielen und testen, da könnte Cortana vielleicht echt eine Hilfe sein. Andererseits könnte da dann auch schnell ein Linux daraus werden, mehr als Briefe schreiben und Surfen wird da eh nicht gemacht.

  7. Mich würde vor allem interessieren, unter welchem Menüpunkt man die Übertragung von den besuchten Webseiten abstellt.

    Und betrifft das nur edge oder alle Browser?

    Evtl kann mir da jemand einen Tipp geben?

  8. KeyserSoze says:

    Solange Alles deaktivierbar ist, sehe ich da kein Problem…

    @Karl
    Einstellungen – Datenschutz (Standort Kamera)

  9. ich weis schon warum ich den Mist nie gegen mein Win 7 eintauschen werde ! und wen sie DX 4711 rausbringen dann

  10. Schade, daß Du nicht näher auf das Mitverwenden der Bandbreite eingehst. Kann ja wohl nicht sein, daß Microsoft diese benutzt um Updates zu verteilen.

  11. Das Problem ist, die Krankheit kriegt man mittlereeile nicht mehr wegtherapiert und ausgemerzt. Wird irgendwie immer unlustiger.. Schade, echt schade.

  12. KeyserSoze says:

    @Timo
    Läßt sich doch ebenfalls deaktivieren…

  13. Ich hab mir das Update in einer VB mal ausprobiert… Obwohl ich weder Windows noch Microsoft-Freund bin, gefällt mir Design und Startmenü seht gut! Was aber total undurchsichtig ist, sind die Einstellungen: Da gibt es tausend verschiedene Dialoge, mal im normalen Fenster-Design, mal im ModernUI Style… absolut nichts ist konsistent und genauso hab ich auch den Eindruck gibt es nicht DIE „Datenschutz“ Einstellung. Das füngt ja schon damit an, dass die angesprochene Sache bzgl. der Bandbreitennutzung nur bei den WindowsUpdates zu finden ist. Eine Art XPAntispy fürs neue Windows wäre wirklich nötig.
    Gibt es eine Liste mit EInstellungspunkten, die es zum Thema Datenschutz gibt?

  14. Mich würde interessieren was an gesendeten Daten noch übrig bleibt bei der Menge die MS sammelt, wenn man keinen MS-Account nutzt, bei den Datenschutzoptionen alles auf „Aus“ stellt und auch Edge nicht genutzt wird. Leider werde ich dazu wohl keine Antwort finden.
    Die Sache mit dem Datenschutz und die Zwangsupdates sind für mich die Gründe mit dem Upgrade noch zu warten.

  15. Der letzte Satz bringt es auf dem Punkt ‚…bleibt kritisch.‘ Oder einfach ‚…bleibt kritisch, bleibt weg!‘

  16. Ihr solltet auch mal auch näher mit dem beschäftigen was am Bildschirm steht. Beim erst einrichten von Windows 10 wird man gefragt ob man die ganzen Datenschutz-Themen Opt-In oder Opt-Out haben will. Auf dem Bildschirm gibt es 2 Buttons: „Express-Einstellungen verwenden“ oder „Anpassen“. Bei Express-Einstellungen sind all die erwähnten Dinge eingeschaltet und man muss später Opt-Out machen. Bei „Anpassen“ wird man im Detail gefragt was man möchte, die Vor-Selektion ist aber in diesem Fall „alles aus“ und man muss Opt-In machen. Bei der Home-Edition gibt es allerdings wirklich ein paar dinge (Datensammlung zur Verbesserung von Windows und Windows Update z.B.) die immer aktiv sind. Die hier gesammelten Daten sind aber nicht Personen- oder Geräte-Bezogen sondern allgemeine Nutzungs-Metriken.

  17. @Taols: Ich habe genau das heute morgen gemacht, über die „Anpassen“: Es stand ALLES auf Eingeschaltet per default! Möglicherweise hast du dein Microsoft Konto schon länger und die Optionen schon davor ausgeschaltet und das wurde abgerufen?

  18. Früher wurde so etwas Keylogger genannt und als Malware eingestuft, heute bezeichnet man das als Betriebssystem und findet Blöde, die sogar dafür bezahlen sich das installieren zu dürfen.

  19. Christian says:

    .“…den Inhalt Ihrer Dokumente..“ – „oder einer Textnachricht, die Sie diktieren“ – „eure letzten Kalenderereignisse und die Namen der Personen mit denen ihr einen Termin habt“

    Mal ehrlich. Deaktivierbar oder nicht…. Leut…das ist doch mehr als krank, sowas.
    KGB, Stasi und Konsorten. Da wusste man woran man ist.

    Aber jetzt, nur durch das Nutzen eines „ganz normalen Computers“ jeden kleinen Schritt, jeden Satz, jeden Termin M$ in den Rachen zu werfen? Irgend wo gibt es Grenzen.
    Privatsphäre. Ethik.

    Wäre das Ganze von vornherein als quais „deaktivierbares Feature“ eingestellt, könnte man ja VIELLEICHT noch Verständnis dafür haben. Aber so…

    Ich finde das Ganze mehr als perfide. Selbst geschenkt ist da noch zu teuer.

    Mit meinem derzeitigen Kenntnisstand werde ich somit mein seit Monaten im Schrank schlummerndes W8-Notebook NICHT upgraden..
    Hatte Anfang des Jahres umgestellt auf Linux. Nach Jahrzehnten Windows und allen OS die es da so gab. Und es bis heute nicht bereut. Dabei werde ich auch bleiben. Für mich ist „Schicht im Schacht“. DAS tue ich mir nicht an.

    Hoffe nur, dass der Freundeskreis, Bekannte ets. ebenso reagieren, wenn sie diesen Blog lesen.

    Für mich sind diese hiermit nicht nur erreicht, sondern sogar überschritten.

    Ich glaube nicht, dass beim Deaktivieren all der Einstellungen (wenn Sie denn Otto-Normalnutzer findet….) wirklich Nix, aber auch gar nix mehr raus geht…

  20. Christian says:

    …ins *.pdf gepresst sind das 42 Seiten. Bin sprachlos…

  21. Geil, das ist alles default an?! Und dafür das Microsoft jetzt das Surfverhalten von Opa Schaluppke protokolliert werden die hier nicht ernsthaft angezählt?
    Jetzt kann man sagen, okay das ist ja wirklich alles sehr früh, wer das Update jetzt macht sollte schon ungefähr wissen was sie tut. Aber wie wird das denn aussehen wenn mal PCs mit vorinstalliertem Win10 kommen?

  22. Interessant, dass das Thema kaum diskutiert wird. Offenbar zieht die Kombination aus „gratis“ und „neu“ so stark, dass viele Nutzer dafür so so manchen Pferdefuß akzeptieren. Oder vielleicht sind wir die in den letzten Jahren zunehmende Gängelung durch die Software-Hersteller inzwischen so gewohnt, das wir resigniert alles abnicken?

  23. Das ist doch moderne Softwareentwickler heute kein Problem trotz vorgegaukelter Deaktivierung trotzdem im Hintergrund alles mit zu sammeln und zu nutzen oder? Der User meint ich bin sicher weil deaktiviert ich lach mich schlapp soll ich das wirklich glauben!!! Leute denkt doch mal nach!!!

  24. @Stevo

    Ein paar Leute, die sich damit auskennen, werden da die nächsten Tage/Wochen sicher die Verbindung ablauschen und schauen, was übertragen wird.

  25. Höchste Zeit, den Müll endgültig zu entsorgen und alle meine Geräte auf Linux umzustellen.

    Klappte probeweise besser als gedacht und wird jetzt voll durchgezogen.

    Die wenigen Programme, die nur unter Win laufen, werden in der Zwischenzeit auf einem Offline-PC weiter genutzt und mittelfristig durch OpenSource-Alternativen ersetzt.

    Games nutze ich nur mehr unter SteamOS, was es dafür nicht gibt, wird eben nicht gekauft.

    Office nutze ich von Softmaker, ein gutes deutsches Produkt.

    Damit endgültig US-NSA-Spionagefreie Zone!

  26. „Leute spöttisch als „Aluhutträger“ zu betiteln, die solche Einstellungen kritisieren, kann es ja auch nicht sein.“

    http://stadt-bremerhaven.de/aluhut-traeger-euch-samsung/

    so viel dazu…
    (Ja, ich weiß, dass das Sascha war, aber Caschy hat dazu geschwiegen, obwohl es sein Blog ist)

  27. Pear-to-Pear updates finde ich gut. Da kommen wir endlich mal wieder vom Internet als Einbahnstraße weg und nutzen Bandbreiten sinnvoll. Durch soetwas wird auch das Untergraben der Netzneutralität schwieriger, wenn P2P zum Standard wird.

    Alles andere ist ein Fall für die Politik. Wenndie sich nicht endlich bewegen, gibt es keinen Datenschutz.

  28. @Beau

    Ich glaub, dass die NSA & Co auch Linux aufm Schirm hat. Trügerische Sicherheit hast du mit Linux 😉 Ja der Code liegt offen, aber wenn ihn keiner checkt bringt es doch nix.

  29. seid „IHR“ bei FB & Co.(u.a. Apple) auch so kritisch?
    Wenn der Bus proppe voll ist, dann geht das gar nicht. In der Disco nennt man das feeling und Atmosphäre.

  30. @ Rainer:
    sehe ich nicht ganz so. Beim Fratzenbuch weiß man, dass alles geloogt wird.

    Ich glaube jedoch kaum, dass Otto-Normalnutzer, der mit „Ach-und-Krach“ gerade mal weiß, wo denn seine Dateien liegen und wo beim Word der „Fettmachknopf“ ist dem aber der Begriff „Partition“ und „opt-out“ so überhaupt nx sagt , dass eben jener User damit rechnet, dass all seine Kalendereinträge und nahezu jedes geschriebene Wort weitergeleitet, gespeichert und ggf. auch weiterverwendet wird.

    Wenn das Feature lediglich durch die gegebenen „Umwege“ (über man es wohl derzeit auf „opt-out“ setzten kann) erst aktiviert werden müsste, dann könnte ICH das u.U noch verschmerzen. Aber so…

    Irgendwo sollte man privatsphäre, Ethik und Respekt walten lassen. Bei den Daten, die hier abgegriffen werden, sollte der Nutzer jeden Monat eher noch Geld bekommen.

    @ germandutchman:
    klar, irgendwo sollte man auch mal über diese Argumente nachdenken. Aber ich denke, dass die Linux-User trotz allem noch sehr weit von dem entfernt sind, was beim „Zehnerfenster“ jetzt gerade veranstaltet wird.

    kann dem „Beau“ vollkommen zustimmen, der Wechsel zu Linux war bei mir sehr angenehm, unkompliziert ( Drucker, 5-Tasten-Maus… Hardware… ohne Probleme)
    bedienung ist intuitiv. Klar, einlesen muss man sich.

    Das würde aber jedem Nutzer genauso ergehen, wenn er auf ein OS eines anderen „Herstellers“ umsteigt.

  31. @Christian

    Warum sollte ich wechseln wenn Linux auch nicht sicher ist? Man hat vielleicht eine „gefühlte“ Sicherheit die aber IMHO viel gefährlicher ist. Hier übrigens mal eine interesannte Übersicht der Securitybugs im Jahr 2014 nach OS sortiert:

    http://www.gfi.com/blog/most-vulnerable-operating-systems-and-applications-in-2014/

  32. Ich kann MS nur gratulieren.

    Man wollte (nachdem Win8 ja ein ziemlicher Rohrkrepierer war), dass Win10 ein großer Wurf wird und möglichst viele motiviert, von ihren alten Windows-Systemen auf was Neueres/Besseres zu wechseln.

    Weil man so überzeugt von seinem tollen Produkt ist, hat man es gleich (durch 1-Jahr-kostenlose-Update-Frist) verschenkt.

    Bei mir ist Microsofts Strategie voll aufgegangen, seit heute laufen tatsächlich alle Geräte in unserem Haushalt mit etwas Neuem/Besserem, nämlich Linux.

    Mehr Sicherheit, mehr Spionagetools-Freiheit, kurzum ein besseres Gefühl ist dabei kostenlos inkludiert.

  33. @bvb

    Genau diese trügerische Sicherheit meine ich. Du denkst du bist jetzt sicherer, weißt aber nicht ob die NSA nicht auch eine Backdorr im Linux System.

  34. @ germandutchman:
    Bei Linux kann er zumindest mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass kein gewinnorientiertes Unternehmen seine Daten abgreift und aus- und verwertet.
    Bei MS ist die staatliche Backdoor relativ sicher, bei Linux ist sie zumindest nicht auszuschließen.
    Alles in allem ist zu vermuten, dass die eigenen Daten bei Linux sicherer als bei Windows sind. (Anmerkung: „sicherer“ ungleich „sicher“)

  35. @ Tchooe
    ..dem habe ich nichts hinzu zufügen. Genau so sehe ich es auch.
    Zumindest werden meine Daten nicht derart „verschleudert“ wie beim Zehnerfenster.

  36. Mal ein kleiner Hinweis an die ganzen Sicherheitspfeifen hier: Ihr könnt euch nicht vor etwas schützen, das ihr nicht kennt, also hört auf euch Gedanken um NSA und co zu machen! Ihr könnt euch politisch dagegen Engagieren, aber für die aktuelle Situation tätet ihr besser daran einfach zu akzeptieren, dass ihr nichts darüber wisst und sich da reinzusteigern bringt euch nicht weiter. Egal ob Linux, Windows oder was sonst noch: Ihr glaubt doch nicht wirklich dass ihr es mit den Geheimdiensten dieser Welt aufnehmen könnt! Ihr wisst nicht, was sie tun, wie sie es tun und warum. Jedes Sicherheitskonzept setzt aber vorfaus, dass man Ziel und Repertoire des Angreifers kennt. Edward Snowden würde euch den Vogel zeigen, wenn ihr wirklich glaubt, mit Linux könntet ihr etwas die weltweite Überwachung tun. Diese Zeit ist auf jeder Demo besser genutzt.

  37. @ Bachsau:
    Na, du bist ja mal ein ganz Pf(e)iffiger. Wer außer Beau macht sich denn hier Gedanken um die NSA und ähnlich nützliche Organisationen? Hast du wirklich gelesen, was geschrieben wurde?

  38. @Bachsau:

    Haha, von Snowden schwafeln und selbst keine Ahnung haben.

    Snowden empfiehlt ja gerade immer wieder Linux-Distros und OpenSource-Software zum Schutz der eigenen Privacy bzw. vor staatlicher Überwachung.

    Dass nichts 100% sicher ist, sollte jedem Hirni klar sein, aber deshalb aus Resignation gleich das Unsicherste verwenden, ist als ob jemand zum Hintern-Abputzen am Klo Konfetti verwendet, weil er sagt, er hätte zwar sehr selten aber doch schon mal mit Klopapier dreckige Hände nach dem Abputzen gehabt.

  39. @Miau: Er _empfiehlt_ die Verwendung von Linux, weil der Quellcode dort offen einsehbar ist, ja. Er hat aber niemals behauptet, dass man damit einer Überwachung entgehen kann. Eine doppelt gesicherte Eingangstür ist auch „sicherer“ als eine ohne Schloss, ändert aber gar nichts, wenn deine Terrassentür immer offen steht. Und im Fall der NSA, fehlt dir jeglicher Überblick darüber, wieviele Terassentüren du überhaupt hast, und was die sonst noch für Methoden haben. Und spätestens wenn sie Grund hätten, von dir persönlich was zu wollen, kannst du dich darauf verlassen, dass Linux auf deinem Rechner sie nicht aufhalten wird. Es ist ja ok, Linux zu verwenden, tu ich auch (unter anderem), aber man sollte sich deshalb keinen Illusionen hingeben, und schon gar nicht sollte man sich in eine paranoia reinsteigen, in der man glaubt, man könnte es „denen da oben“ wirklich schwerer machen, wenn man nur ständig hinterher ist, alles möglichst nur irgendwie „dicht“ zu machen. Soetwas kostet nur kostet nur Kraft, löst aber das Problem nicht, das will ich damit sagen. Ich würde jedenfalls nicht auf Windows verzichten, weil ich mir einbilde, ich könnte dann nicht abgehört werden. Dann müsste ich den Netzwerkstecker ziehen, und könnte mich theoretisch immer noch nicht darauf verlassen, dass nicht irgendwo eine Wanze hängt, nur müsste ich dann auf sehr vieles Verzichten, und es kann nicht die Lösung sein, offline zu gehen, nur damit ich nicht abgehört werden kann, ebenso wenig, wie es die Lösung sein kann, auf ein bestimmtes Betriebssystem zu verzichten.

    Eigentlich geht es nur um eins: Die weltweite Überwachung ist ein politisches Problem und kann deshalb auch nur politisch, nicht technisch gelöst werden. Und wenn ich wirklich der Meinung bin, dass meine Privatsphäre in meinem Land nicht sicher genug ist, kann ich eigentlich nur drei, eventuell vier Dinge tun: Protestieren, Politiker werden, auswandern oder zur Waffe greifen. Ich werde aber garantiert nichts daran ändern, indem ich ein anderes Betriebssystem wähle.

  40. …irgendwie ist man hier Off topic, oder?

    Ging es hier nicht um den Datenschutz und darum, dass und wie /in welchem Umfang die Daten der Nutzer gesammelt und weiterverwendet werden – u.a. für Werbung? Und das – mehr odder weniger – ungefragt (zumindest bei Denjenigen, die die 42 Seiten EulaS nicht lesen (wollen).. oder nicht wissen wie man die Einstellungen ändert)?

    Dass – sobald Daten in der Cloud landen, diese auch (mehr oder weniger, je nach Verschlüsselung) anderen „Parteien“ zugänglich / einsehbar sind, daran besteht hier , denke ich kein Zweifel… Egal ob Fenster, Apfel oder Pinguin.

    Aber dieses „Von-hinten-übers-Auge-ins-Knie“ Sammeln von Daten, dass stößt doch ziemlich sauer auf. Und eben diese Datensammelwut hat man bei Linux eben (noch) nicht.
    Und das war (für mich) die Kernaussage von Miau und BVB.

    Denn: wenn meine Daten gesammelt und gespeichert werden, und ICH als NUTZER keinerlei oder nur geringen Einfluss darauf habe, dann kann ich sicher sein, dass diese auch gescannt werden.

    Installiere ich ein OS (ggf. mit offenem Code) dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine Daten derart von Dritten genutzt werden, eher als gering einzustufen.

    Wlan-Sharing, Werbe-ID, und GARANTIERTES Nutzen MEINER Daten zum finanziellen Vorteil von ANDEREN Unternehmen ist für mich ein Grund WIN 10 max offline zu nutzen.
    Wo ist da der Gegenwert?

    Sowas haben wir beim Pinguin noch nicht. Denke mal, dass Apple über duie ID ähnlich wie MS agiert.

  41. @Caschy:

    > @Fabi: Wie sonst soll Chrome deinen Verlauf
    > synchronisieren? Das wäre so ein Beispiel.

    Das ist nach meinem letzten Wissensstand bei Chrome eine Opt-In Funktion, insofern kein fairer Vergleich. Zudem hat man dann immer noch die Option, alle Daten nur verschlüsselt zu synchonisieren (mit einer Passphrase die, wenn es auf allen Geräten korrekt implementiert ist, nie ins Internet übertragen werden sollte).

    Das ist auch der Hauptgrund weshalb ich auf iOS Chrome verwende, obwohl Safari deutlich angenehmer zu bedienen ist.

    Obwohl das bei Nutzung des iCloud Backups vielleicht eh hinfällig ist.

  42. günther L says:

    So langsam geht es für mich wirklich zu weit. Im grunde genommen nutzt Microsoft hier nun wieder seine Marktmacht aus in dem Wissen, dass eh irgendwann jeder darauf angewiesen ist ein aktuelles Betriebssystem zu nutzen um Aktuelle Hardware und Software nutzen zu könne. (Direct 3D ,DirectX 12 etc.) Der Support für Win 7 und 8 wird ja auch irgendwann enden. Im Prinzip können die solange machen was sie wollen, bis die Politik da mal einen Haken vorsetzt.
    Von Datenschutzbestimmungen wie sie in den AGB betitelt werden kann nicht mehr in entferntestem Sinne gesprochen werden.
    Eher müsste man diese eine Einverständniserklärung für die Abtretung aller persönlichen Daten und der Privatsphäre am Heimischen Computer nennen. Leider habe ich schon gelesen ,dass es sage und schreibe über 14 Millionen umstiege auf Win 10 gab. Erschreckend wievielen Bürgern sich freiwillig gläsern machen. Sollte Microsoft die sogenannten „Datenschutzbestimmungen“ nicht grundlegend ändern kommt mir diese Spyware namens Win 10 nicht auf meinen PC.
    Völlig inakzeptabel. Und wer es sich installiert macht sich meiner Meinung mitschuldig an diesem Datensammelwahn. Wo kommen wir denn dahin? Haben denn alle damals im Geschichtsuntericht gepennt? Stasi lässt grüßn !

  43. Tja, was soll man dazu noch groß schreiben. Nach dem durchlesen der Datenschutzbestimmungen von Windows 10 war für mich persönlich klar, dass ich Windows 10 nicht einsetzen werde. Windows 7 und 8.1 werden für mich die letzten Windows Versionen sein die ich nutze. Ich werde eventuell sogar zu Linux wechseln. Bis auf mein Videobearbeitungsprogramm nutze ich keine Programme die ich nicht gegen andere austauchen kann. Die ganze Scheiße mit „wir wollen alle eure Daten und alles über euch wissen“ geht mir gehörig auf den Sack. Was gehen MS meine privaten Daten an. Selbst wenn ich alles abschalte wird trotzdem gefunkt ohne das man Klarheit darüber hat was da gesendet und übertragen wird und dazu kommt noch, dass Hintertüren eingebaut sind mit denen man auf meine privaten Ordner und privaten Emails etc. zugreifen kann. Sorry, das geht mir bei weitem zu weit.

  44. @Thomas M.

    Hast Du auch eine Quelle für deine Behauptungen und argumentierst Du nur vom Hörensagen? Woher hast Du die Info, dass Microsoft Zugriff auf deine Mails hat und dass das Deaktivieren der Datenschutzeinstellungen keine Wirkung hat?

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