Windows RT wird noch ein Feature-Update erhalten, aber kein Windows 10

Windows 10 wird ein riesiges Ding für Microsoft – und auch die Zeit, um alte Zöpfe abzuschneiden. Mit dem kostenlosen Upgrade-Programm wird sich Windows 10 voraussichtlich schneller verbreiten als alle bisherigen neuen Windows-Versionen, aber es gibt auch eine Windows-Version, die auf der Strecke bleibt. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die Surface RT-Tablets. ARM-Tablets, die zwar mit Windows ausgestattet waren, aber keine Windows-Programme ausführen konnten. Es gab nur Apps, so wie für das iPad und Android-Tablets eben auch. Kam nicht allzu gut an, ganz fallen lassen wird man Windows RT aber auch mit Windows 10 nicht.

Microsoft Surface 2

Zwar werden Windows RT Tablets kein vollständiges Upgrade auf Windows 10 erfahren, jedoch soll noch ein größeres Update folgen, das zumindest einige Windows 10-Features bringen wird. Microsoft nennt noch keine Details, lediglich, dass das Surface RT und Surface 2 (RT) eben ein paar der Windows 10-Features erhalten sollen. Eigentlich schade, dass Microsoft mit Windows RT nicht erfolgreicher war. An sich hat das System so funktioniert, wie andere Tablet-Systeme auch. Allerdings sorgten die fehlende App-Unterstützung und das Unverständnis, warum man auf einem Windows-Gerät nicht jedes Windows-Programm ausführen kann für eine schwache Akzeptanz bei den Kunden.

Allerdings ist es auch so, dass es mittlerweile Tablets in allen Preisklassen gibt, die ein vollständiges Windows ausführen, was eine abgespeckte Version relativ irrelevant erscheinen lässt. Bedenkt man jedoch, dass es sich bei Windows RT um ein Sandbox-System handelte, hätte es das ideale Consumer-System werden können. Kam aber nicht so, was sicher auch ein ganzes Stück dem miserablen Marketing der Surface-Tablets geschuldet war. Wir werden Euch informieren, wenn es genauere Details zu den RT-Updates gibt.

(Quelle: Paul Thurrott)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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17 Kommentare

  1. Es war von Anfang an alles andere als clever von Microsoft das System „Windows RT“ zu nennen. Bei einem System das „Windows“ heißt, erwarten die Kunden auch, dass „Windows“ drin steckt. Sprich sie alle Windows Programme etc. nutzen können, und genau das war natürlich nicht der Fall.
    Dieser Umstand war wahrscheinlich einer der Hauptgründe wieso das System so schnell so grandios gescheitert ist.

  2. nokiamicrosoft says:

    Wenn Windows 10 nix wird, ist Microsoft das nächste Nokia.

  3. Sandbox-System heißt, dass ich mir keine Viren einfangen kann?

  4. @nokiamicrosoft
    Solche Aussagen finde ich immer superlustig.. man sollte sich erstmal anschauen, an welchen Fronten MS überhaupt aktiv ist. Hier eine Grafik, die zwar aus 2006 ist und nur ein Bruchteil des aktuellen Portfolios abdeckt, aber trotzdem ein Gefühl dafür gibt:
    http://f.666kb.com/i/cvi5nd2jx4q3j1jrr.jpg

    Windows 8(.1) ist auch kein Flop. Ok, Hans Mustermann kann mit den Kacheln wenig anfangen und der plötzliche Umstieg war einfach zu heftig, aber aus diesen oberflächlichen Misserfolgen lernt man.
    Aus technischer Sicht ist das aktuelle System sehr gut, ähnlich Vista zur damaligen Zeit. Es ist eben dieses „The Big Thing“, der erste Test. Die nachfolgende Version dann eine Optimierung aus beiden Welten.
    Viele denken ja auch, dass Apple mit dem iPhone auf einen und den ersten Schlag alles richtig machte – vergessen dabei (oder wissen nicht?), dass Apple schon mal ein paar „revolutionäre“ Telefone auf dem Markt hatte.

    Ich sehe in Win10 eine richtig große Chance für Microsoft sich von allen anderen Systemen deutlich abzuheben. Gerade auch für die RT-Serie, die dann spezielle, neue Features bekommt/bekommen könnte im neuen 10er Ökosystem. Die einzige Möglichkeit, dass der hinterher hinkende Konkurrent sich hervorbringen kann.

    Nur das ganze sharing, was cool ist, erschreckt mich. Bestimmt interessiert es keine Sau, was ich für Daten/Dokumente auf meinem PC habe. Aber für mich ist das längst keine Ausrede meine Privatsphäre aufzugeben, so wie es viele andere tun.
    Die Freiheit sollte die Sicherheit kontrollieren und die Sicherheit die Freiheit beschützen. Zur Zeit läuft die Entwicklung aber dahin, dass die Sicherheit wächst und größer wird (angeblich werden muss), womit sie dann die Freiheit dominiert bzw. erstickt.

  5. deadbeatcat says:

    @Niranda: Was bei diesen ganzen Diskussionen immer gerne vergessen wird, sind außerdem Microsofts Unternehmenslösungen wie Dynamics. Da spricht fast gar keiner von. Dabei macht Microsoft genau da seit Jahren Boden gut.

  6. @peter:
    im groben und ganzen fast ja – soweit ich das verstehe. Jede App läuft in ihrer eigenen, abgeschlossenen Sandbox.
    ähnliche gibt es – für spezielle Wünsche – auch im normalen Windows. Da muss man sich aber erst ein Sandox-System/Programm installieren (Sandboxie, VMWare, o.ä.)
    eine Garantie ist es aber nicht, da es auch Schädlinge gibt, die aus der Sandbox ausbrechen können.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sandbox

  7. Dass Windows RT kein vollständiges Update bekommt, überrascht mich schon sehr, auch wenn das System total unbeliebt ist. Der einzige Unterschied zwischen Windows RT und Windows 8 ist meines Wissens die Architektur, auf denen die Systeme zu laufen vermögen, das eine auf der ARM-, das andere auf der Intel- bzw. x386-Architektur.
    Wenn es für Windows Phones, die auch so alle einen ARM-Prozessor inne haben, ein vollwertiges Update gibt, warum dann nicht für Windows RT? Und wird es in Zukunft keine Windows-Tablets mit ARM-Prozessor mehr geben? ARM ist doch „populär“ wie nie. Falls doch, was wird dann darauf laufen?

  8. @pter/@dischue: Ich habe ein Surface2 mit RT, bewußt gekauft. Sandbox ist vielleicht ein blöder Begriff. Drehen wir es um:

    1. Das Teil kann kein Win32/x64 Anwendungen ausführen. Damit sind 99,99999% aller für Windows gebauten Angriffe nicht lauffähig, weil irgendwann einfach ein solches Programm ausgeführt wird. Die laufen einfach nicht.

    2. Es gibt diverse Windows-Programme, die für die ARM-CPU kompiliert wurden und nach aber nur nach einem (temp) „Jailbreak“ ausgeführt werden können. Sonst starten auch die nicht.

    3. Sonst gehen nur Apps, die aus dem Windows-Store kommen, also kontrolliert sind.

    4. Der Flash-Player bekommt seine Updates direkt per Windows-Update (warum nicht beim normalen Windows auch so?)

    1-4 sorgen dafür, dass es das perfekte Gerät für Leute ist, die Windows wollen, aber ständig die Dinger zersägen, weil sie sich eben z.B. von diesen Flash-Update-Meldungen im Browser überlisten lassen.

    Da Office mit dabei ist, ist es perfekt. Alle Geräte laufen, 1A … Das Gerät ist zudem genauso im Schlaf-Standby wie Android / iOS-Pads. Also Klick und an…

    Man hat nur leider wirklich das Marketing verkackt… Schade.

  9. @mike3k:
    Tjoa, allein der Begriff Windows hat da wohl Begehrlichkeiten geweckt, die dann nicht erfüllt wurden – und wer liest dann schon bis „RT“ – und wie viele kenne überhaupt den Unterschied? Für viele ist Windows eben windows – die wissen nicht mal, ob 7, 8, 32 bit, 64, home, pro, ultimate….

  10. RT hätte ich einen riesen Erfolg zugetraut, wäre es nicht so geschlossen!

  11. danke @mike3k und @dischue

  12. Was mit den Dingern geht, sieht man eben hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=wG1b0yBJHLM

    @dischue: Allein das 32/64er Thema ist atm noch das größte Problem, wenn ich das mal als Entwickler so sagen kann… Die Editionen sind nicht mehr wirklich so das Problem.

  13. Ich habe nie verstanden, warum die Surface RT so niedergemacht wurden und werden.
    Wenn ich das richtig verstehe, können die nicht weniger (rein technisch, vorhandene/nötige Apps mal außen vor), als jedes Android-Tablet oder die iPads, auf Grund der vorhandenen Anschlüssen könne sie sogar mehr – aber genau hier setzt wieder die Namensverwirrung ein, möglich, dass ich das mit den Anschlüssen mit den Windows (ohne RT) – Tablet durcheinander bringe… Vom iPad erwartet kaum jemand, dass ich da alles mit machen kann, was mit einem Mac geht – oder?
    Bei Windows schon, da steht eben Windows drauf und es muss so laufen, wie von Windows gewohnt.
    Ich hatte bisher noch keine Verwendung für ein Tablet, Kollegen sind mit ihrem RT aber sehr zufrieden und für meine ältere Verwandtschaft (ohne PC-Erfahrung) wäre RT wohl auch besser, als das Windows-Tablett, dass ich (schon aus Preisgründen ) besorgt habe.
    Ach ja, der Preis – war auch etwas zu hoch angesetzt…. 😉

  14. dischue> Ich denke, das Problem ist einfach, das es schon 2 extrem etablierte und erfahrene Anbieter von Tablet-Betriebsystemen gab die eigentlich keine Wünsche offen gelassen haben was Apps und Bedienkomfort angeht. Zudem waren die RT Tablets anfangs tendenziell eher im oberen-mittleren oder direkt im oberen Preissegment angesiedelt, ein bereich der absolut vom iPad dominiert war das in dem segment sogar schon einen gewissen „Statussymbol“ Charachter hatte. „Warum die unbekannte Konkurenzt mit zu Anfang noch dem ein oder anderen größeren Schnitzer und mit kleinerer App-Auswahl nehmen wenn ich auch das bekannte Apple Produkt zum fast gleichen Preis haben kann.

    Zudem: Einer der Kernupunkte aus dem Kunden Windows auf dem Desktop verwenden und nicht Apple oder Linux ist die möglichkeit Windows Programme auszuführen bzw. teilw. auch die möglichkeit zu haben 10 Jahre und ältere Anwendungen Problemlos zu starten. Ich kenne kaum jemanden der Windows verwendet „Weil Windows das beste System ist“ sondern oft entweder „Weil Sie es kennen und alles unklompliziert einfach drauf läuft“ oder „Weil es schon drauf war“

    Zusätzlich die Namensverwirrung und schlechte Kommunikation seitens Microsoft auch an Kunde Lieschen Müller das halt eben tatsächlich nicht alles drauf läuft. Die eher „vorsichtig“ formulierten Botschaften in die RIchtung hat kein Endkunde mit dem ich dadrüber gesprochen habe verstanden.

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