Windows 10 mit Game Mode

Wenn man sich heute die Zeit mit Spielen vertreiben will, dann gibt es unfassbar viele Möglichkeiten. Nicht nur Konsolen locken mit zahlreichen Spielen, auch der Computer als solches ist bei vielen in Sachen Gaming einfach die Nummer 1. Modular aufgebaut, rüstet man seinen Computer nach und nach hoch, wenn die verbaute Hardware nicht mehr ausreicht, die gewünschten Spiele auf präferierter Qualitätsstufe zu spielen. Windows 10 könnte unter Umständen bald dabei helfen, noch ein Quäntchen mehr Leistung für Spiele bereitzustellen.

Twitternutzer @h0x0d hat in den letzten Jahren eine extrem gute Nase gehabt, wenn es darum ging, Neuerungen in Sachen Microsoft-Software aufzuspüren. Er nahm sich die ins Netz gelangte Build 14997 von Windows 10 und fand eine Neuerung.

Die gefundene gamemode.dll deutet auf einen speziellen Modus hin, den Windows 10 nutzen kann, wenn der Nutzer bestimmte Spiele spielt. Laut @h0x0d könnte Windows die Ressourcenzuweisung dahingehend priorisieren, dass im Game mode einem Spiel ein „Mehr“ in Sachen CPU, GPU & Co zugewiesen wird. Andere Apps im Hintergrund würden noch mehr auf Sparflamme laufen als bisher.

Bislang ist offensichtlich nicht mehr zur Thematik in der aktuellen Windows 10 Build 14997 zu finden. Es gibt auch keine weiteren Infos, wann Microsoft diese Möglichkeit – wenn sie denn so funktioniert, wie vermutet –  genau für Nutzer freischalten wird, beziehungsweise, wann Windows Insider das testen können. Sicherlich wird Microsoft sich bei der Realisierung dieser Funktion auf die Erfahrung mit der Xbox One berufen können, denn im Kern setzt diese auch auf Windows 10, legt den Fokus aber nachvollziehbarerweise auf das Gaming.

Bleibt zu hoffen, dass es eine Art Listing-Möglichkeit für Nutzer gibt – quasi Whitelisting für Apps, die auch beim Gaming die angeforderten Ressourcen benutzen dürfen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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16 Kommentare

  1. Was für ein Quatsch.
    Ich boote nach wie vor lieber mit ner DOS Diskette, da kann ich dann auch mehr Arbeitsspeicher freigeben 😉

  2. Ich denke mal, dass es darauf hinauslaufen wird, dass während Spielen dann eben keine Defender-Überprüfung oder keine Windows Updates parallel gestartet werden, Updates können ja gerade bei parallelem Internet-Spielen durchaus auf die Bandbreite gehen und ein Spielen unmöglich machen. Aber ich lasse mich gerne überraschen, wenn es mehr als das ist.

  3. Ich sehe da ehrlich gesagt kaum einen Mehrwert. Höchstens das für die Dauer der Spielens deaktivierte Scannen des Defenders, deaktivieren von Update Downloads und Mitteilungen wäre sinnvoll. Ansonsten werden da höchstens Ressourcen im Bereich von einstelligen Prozentpunkten freigegeben. Damit holt man nun auch nicht wirklich viel mehr fps raus.

    Es wäre zu begrüßen, wenn sich mit den neuen AMD Grafikkarten die DirectX Alternative endlich am Markt etabliert. Wenn diese dann auch von den Spieleherstellern genutzt wird, wären Ports für Linux kein Problem mehr für die Entwickler und Microsoft hätte endlich mal Konkurrenz im Gamingbereich.

  4. Wird so werden wie so oft:
    Game-Mode für Spiele –> Tricks, wie dieser auch für andere Software aktivierbar ist –> funktioniert dann nicht für diese wie gewünscht –> Win10 ist doof, 7 war viel besser. 😉

  5. Wenn der Game-Mode kommt und tatsächlich die Updates zeitweise deaktiviert, wäre ein Tool mit Ein-/Ausschalter extrem praktisch. Während der Arbeit kann ich nämlich auch keine Updates brauchen.

  6. Ich verstehe nicht, warum seit Windows 10 um die automatischen Updates so ein Brumbamborium gemacht wird…(mit zig tausend tools, die eine „Lösung“ versprechen)

    Es lässt sich bislang in jeder erschienenen Win10 Version das Verhalten über die registry abschalten:
    HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\WindowsUpdate\AU
    und
    HKLM\SOFTWARE\WOW6432Node\Policies\Microsoft\Windows\WindowsUpdate\AU
    den dword Wert „NoAutoUpdate“ erstellen und auf „1“ stellen.

    Ist ne Sache von Sekunden, man braucht keine anti-spyware-reloaded-ultra-tools.

  7. Mal total offtopic: was heißt im Deutschen eigentlich „verbaut“. Es wird so alles mögliche verbaut. Wenn etwas verbaut wird, muss man etwas verbauen können. Ich kann mir einen Weg verbauen, ich mache mir einen Weg also unmöglich. Ich kann die Landschaft verbauen, eine Brücke über ein malerisches Flusstal beispielsweise. Ich kann Geld verbauen, in Berlin wurde schon unheimlich viel Geld an einem Flughafen verbaut, oder auch versenkt. Man kann eine Wohnung verbauen, beispielsweise, indem man die Küche neben das Bad baut, ohne Wand dazwischen, oder den Flur nur 55 cm breit auslegt.

    Ich kann eine Grafikkarte einbauen, dann schraube ich eine PC auf und setze die Karte ein. Ich kann Arbeitsspeicher einbauen.

    Folgt nun aber daraus, dass in meinem Rechner Grafikkarte und Speicher „verbaut“ ist? Kann ich daraus folgern, dass ich eine Grafikkarte nicht nur einbauen kann, sondern auch verbauen kann? Hat sich die Sprache dahingehend schon lange geändert, ich habe es nur nicht mitbekommen? Oder ist die Aussage „Ich verbaue eine Grafikkarte“ eigentlich falsch und müsste „Ich baue eine Grafikkarte ein“ lauten?

  8. Also ich denke der Game Mode ist wahrscheinlich nur ein Zwischenschritt Richtung Xbox Continuum. Xbox Controller mit PC Verbunden und dann erscheint anstelle von Windows 10 das Xbox Dashboard. Dafür könnte ich mir den Game Mode gut vorstellen, damit der Nutzer auch das gesamte Xbox Erlebnis hat.

  9. Karl O: und dann gar keine Updates mehr? Das ist in etwa wie XP, oder kläre mich bitte auf.

  10. Wenn es Apple nicht in seinem System hat kann das ja nur Mist sein.

    – Ach ja, ein Blaufilter ist auch eingebaut worden bei Windows.

  11. @gamersware
    Doch, das leidige Windows 10 Thema sind doch die „automatisierten Zwangsupdates“ (Sowohl suchen, downloaden und installieren).
    Mit diesem registry Eintrag entfällt „automatisierter Zwang-„. Du kannst weiterhin manuell das Suchen danach anstoßen, zu einem Zeitpunkt der DIR passt und nicht Microsoft.

  12. @Saujunge:
    Du solltest dich bei dem Wort „Verbauen“ nicht nur auf die negativen/abwertenden Bedeutungen beziehen, sondern den Begriff in seiner gesamten Bandbreite betrachten. Es bedeutet nämlich auch etwas zum/beim Bauen verwenden/verbrauchen.

  13. @Tremon
    Also kann ich beim Hausbau 5 Tonnen Stahl verbauen? Das entspricht dann dem „eine Grafikkarte verbauen“?

  14. @Saujunge: Klar, das ist genau die richtige Verwendung. Der Begriff mag umgangssprachlich oder nur regional verwendet werden, ist aber voll korrekt und zumindest bei uns am Mittelrhein weit verbreitet. 😉

  15. GPU und restlicher PC sind dann zwar nicht (im eigentlichen Sinne) untrennbar miteinander verbunden und die GPU wurde nicht umgestaltet, aber generell hat sich der Begriff „verbauen“ eingebürgert und wird seit vielen, vielen Jahren so genutzt. Es hat sich so also dem Sprachgebraucht angeglichen und Grundsätzlich bedeuten Wörter ja das, wie sie verwendet werden.

    Ich meine um 2012 herum mal einen Artikel gelesen zu haben, wo es auch genau um die nicht ingenieursgetreue Verwendung des Begriffs ging und man regte sich darüber auf, dass dieser Begriff „falsch“ in den Medien genutzt wurde, doch entwickelt sich Sprache auch weiter und so kann man über die hier angeführte Verwendung lachen oder aber sie hinnehmen und als Sprachwandlung betrachten, ohne in den Kommentaren den „Saujungen“ raushängen zu lassen.

    Um deine Frage aber noch einmal ganz konkret zu beantworten: Nein, das Verbauen von Stahl in einem Haus, entspricht nicht dem eine Grafikkarte zu verbauen, denn wie ich oben bereits erwähnte, wird die GPU nicht untrennbar mit dem Gerät verbunden oder gar umgestaltet. Auch ist die Grafikkarte kein Grundstoff in dem Sinne, wie es Stahl beim Bau ist. Da hast du nur versucht spitzfindig zu sein.

    Ein PC wird aber nun einmal auch gebaut und beim Bauen eines PCs wird eine GPU verwendet. Und nach heutigem Sprachgebrauch wird sie im PC verbaut.

    Ganz einfacher Sprachgebrauch und das ganz ohne Spitzfindigkeiten. 😉

  16. @Rolf, @Tremon
    Ich als nicht Muttersprachler bin diesbezüglich tatsächlich manchmal auf dem Holzweg, ich habe oft kein Gefühl für „ist richtig“ und „ist nicht richtig“. Sprache lebt ja, als ich nach Deutschland kam hörte ich verbauen nie, in letzter Zeit oft, es scheint also in den Sprachgebrauch überzugehen. Das ist nicht aufzuhalten und sollte auch nicht aufgehalten werden.

    Da ich nun glücklicher Weise aus der Schule raus bin, ist es mir eigentlich auch egal, es war reines Interesse. Das hat in meinem Fall nichts mit spitzfindig zu tun. Aber ich durfte in Deutscharbeiten noch nicht „geschockt“ schreiben, es hieß noch „schockiert“, „größer wie“ wäre falsch gewesen, ist es heute auch nicht mehr (damit hatte ich nie ein Problem, im Englischen ist es ja auch „bigger than“ und „as big as“), ich wollte einfach nur verstehen, ob verbauen richtig ist, oder nicht. Jetzt weiß ich: Ist egal. 🙂 Dankeschön.

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