Wi-Fi-Bestellknöpfe: Laut Umfrage würde jeder Fünfte sie nutzen

amazon dash button deutschlandLaut einer neuen Umfrage der Bitkom würden jeder Fünfte der Befragten aus Deutschland einen Wi-Fi-Bestellknopf im Haushalt benutzen. Aus diesem Grund fordert der Branchenverband nun, dass der Rechtsrahmen in Deutschland „innovationsfreundlich“ gehalten werde. Darauf macht man sicherlich aufmerksam, da die Verbraucherzentrale NRW Amazon z. B. wegen der Dash-Buttons vor Gericht ziehen will. Wi-Fi-Bestellknöpfe, wie eben Amazon Dash, sollen nur über einen einzigen Druck z. B. Gebrauchsartikel wie Shampoo, Geschirrspülmittel oder auch Zahnpasta nachbestellen. Aktuell ist das aber nicht so ganz mit den in Deutschland geltenden, gesetzlichen Vorgaben für Online-Bestellungen vereinbar.

So fordert etwa die Verbraucherzentrale NRW einige Änderungen, damit vor der Bestellung die Kosten für die Besteller transparenter sind.  Die Bitkom weist aber darauf hin, dass laut ihrer Umfrage 21 % der Deutschen Interesse an derartigen Bestellbuttons hätten. Speziell für sperrige / schwere Waren des täglichen Bedarfs, wie Toilettenpapier oder Waschmittel, können sich viele Befragte eine Bestellung per Knopfdruck vorstellen. Ein Drittel der Befragten, 33 %, kauft Haushaltswaren und Co. ohnehin bereits online ein. Kein Wunder also, dass sich viele Befragte vorstellen könnten derlei Besorgungen über eine Bestellung per Wi-Fi-Button zu vereinfachen.

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Die Bitkom sieht in den Knöpfchen vor allem einen Komfortgewinn für die Besteller und versucht die Einwände der Verbraucherzentralen zu entkräften: Online könnten sich Kunden im Falle der Amazon Dash immer noch einen transparenten Überblick über ihre Bestellungen und die damit verbundenen Kosten verschaffen. Schutzmechanismen gegen unabsichtliche Mehrfachbestellungen gäbe es bereits. So kritisiert die Bitkom den deutschen Rechtsrahmen als „zu starr“ bzw. als Behinderung von Innovationen „Ein Rechtsrahmen, der sich eher am Kaufladen aus dem frühen 20. Jahrhundert als an der digitalen Ökonomie orientiert, schließt Kunden von modernen Dienstleistungen auch dann aus, wenn sie ihnen prinzipiell offen gegenüberstehen“, bemängelt die Bitkom. Wie gesagt, sieht die Verbraucherzentrale NRW das z. B. aber völlig anders.

Kunden hätten dabei laut Bitkom nicht nur an smarten Bestellknöpfen Interesse, sondern z. B. auch an smarten Haushaltsgeräten – etwa einer Waschmaschine, welche Waschmittel automatisch nachbestellen könnte. 28 % der Befragten könnten sich vorstellen derlei Geräte zu nutzen. Das sei z. B. auch für Menschen mit Behinderungen eine Erleichterung des Alltags, welche berücksichtigt werden sollte. Für die Studie befragte Bitkom Research übrigens 1.008 deutsche Verbraucher ab einem Alter von 14 Jahren.

Nun ist natürlich wahrlich keine große Überraschung, dass ein Branchenverband sich für Wi-Fi-Bestellknöpfe stark macht und eine Lockerung der Gesetze fordert. Das Argument der so altruistisch vorgebrachten Convenience für die Kunden verbirgt natürlich nicht, dass die Anbieter sich so mehr Umsätze erhoffen. Trotzdem stimmt es auch, dass neue Techniken es in Deutschland oft besonders schwer haben. Man sollte nun beobachten, wie es mit Amazon Dash in Deutschland weitergeht und wie der Rechtsstreit mit der Verbraucherzentrale NRW sich noch entwickelt.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

47 Kommentare

  1. würde ich auch nutzen, aber nur den freien, nicht fixen Button und nach Tests wie Amazon mit Massen-Rücksendungen von Dash-Bestellungen umgeht

  2. Und Gilette hat seine Klingenbestellbox schon weit über ein Jahr auf dem Markt und weder Hahn noch Henne krähten danach. Jetzt kommt Jeff Bezos und alle laufen aufgeschreckt herum wie im Hühnerstall. *augenverdrehe*

  3. ich finde die idee geil. ich weiß nicht, was die verbraucherzentralen hier schon wieder dagegen haben. unsere daten hat doch amazon eh schon.

  4. Immer diese Bevormundung in NRW (= Verbraucherzentrale). Wenn ich als mündiger Bürger solch ein Gerät aus Komfortgründen kaufe, dann weiß ich, wie ich damit umzugehen habe. Und wenn der Preis zu arg daneben geht, dann sende ich den Einkauf kostenfrei zurück und die Sache ist erledigt. Dafür benötigt es keine Abmahnungen sondern einfach einen mündigen Bürger.

    Ich finde die Idee von Amazon ideal. Nur kaufe ich zu wenig Markenartikel für den täglichen Gebrauch.

  5. Ich nutze 2 davon, seit sie bei uns verfügbar sind.
    Amazon scheint recht überfordert … die Bestellungen brauchen teilweise mehrere Wochen.

  6. @Thomas D.: kostenfreie Rücksendung gibt es nur auf Kulanz vieler Versandunternehmen .

  7. DancingBallmer says:

    Smart wäre es in meinen Augen eher, wenn die Waschmaschine oder andere Geräte einen Dienst informieren, mit dem ich dann einen Überblick über die im Haushalt benötigten Waren bekomme. So könnte man relativ einfach den Einkauf planen, hätte immer die Kosten im Überblick und würde sich quasi nicht an einen Anbieter und Hersteller binden. Man hätte nicht für jeden Mist eine Extrabestellung, bzw. muss nicht täglich bei DHL anstehende Zusendungen überprüfen. In ähnlicher Weise mache ich das aktuell schon mit meinem Smartphone und PC. In der Erinnerungs-App ist eine Einkaufsliste erstellt, in der die häufigsten Hauswaren hinterlegt sind und ich nur benötigte Waren markieren muss. Die Liste arbeite ich dann im Supermarkt ab, bzw. bestelle am PC, von dem ich per Cloud auf die aktualisierte Liste Zugriff habe. Einfach, bequem, vollständige Kontrolle und kein Stress wegen ständig eintrudelnder Pakete.

    Ich frag mich übrigens auch, wie das mit Kleinkindern ist. Die müssten doch diese bunten Knöpfe verführerisch finden und aus dem Spieltrieb heraus ständig da draufklicken wollen. Wir dann ein teurer Spass 😉

  8. Grundsätzlich finde ich es richtig, Amazon zu verklagen. Nur halt nicht wegen der Dash-Buttons, sondern bspw. wegen der irreführenden Werbung im Bezug auf den Fire TV Stick oder der Fall, dass ich schon mal was bestellt habe, obwohl ich nur auf „zur Kasse gehen“ im Einkaufswagen geklickt habe (kein 1Click).
    Aber bei den Dash-Buttons sieht man wieder einmal, was diese „Verbraucher“-„Schützer“ eigentlich wollen – Aufmerksamkeit und bloß keine Innovationen (zumindest kommt es mir meist so vor). Natürlich wäre es besser, wenn die Preise transparenter wären (bspw. dass diese eine zusätzliche Bestätigung erfordern, wenn der Preis sich um mehr als 10% erhöht hat), aber wen das so, wie es jetzt ist, stört, der soll sich einfach nicht so ein Ding anschaffen, bzw. es nicht benutzen. Ich habe das nämlich derzeit z.B. nicht vor (allerdings auch deswegen, weil ich es persönlich für überflüssig halte, da ich schon noch so etwas wie ein Gedächtnis habe) vor.

    Sollten Fehler in diesem Text sein – die Google Tastatur stürzt mir gerade andauernd ab.

  9. Zitiere: Ich frag mich übrigens auch, wie das mit Kleinkindern ist. Die müssten doch diese bunten Knöpfe verführerisch finden und aus dem Spieltrieb heraus ständig da draufklicken wollen. Wir dann ein teurer Spass!
    Genau das ist doch der Knackpunkt, eine extra Bestätigungs-App die sich öffnet..Zack..bestätigen, fertig.
    Ich wünsche mir diese Art der Bestellung schon lange, zumal wenn man Älter ist!

    Was dann auch wichtig ist, es müssten alle Online Shops mitmachen…dann haben wir Gleichheit. 😉

  10. Mhhh, fehlt noch ein Rückgängig Knopf, direkt daneben und hinten evtl. einen, der jemand kommen lässt das Verpackungsmaterial abzuholen oder den Krempel wieder zurück zu schicken. Mir tun die Menschen der Transportunternehmen leid.

  11. @Ralf….. dir tun die Menschen der Transportunternehmen leid? Tut dir auch der Gärtner leid, wenn er mehr Bäume schneiden muss?

  12. „Speziell für sperrige / schwere Waren des täglichen Bedarfs, wie Toilettenpapier“
    LOL 😀 Bester Satz des Artikels.

    Ich frage mich, was umständlicher ist, das ständige warten auf den DHL-Mann für jeden einzeln bestellten Artikel, bzw. Abholung von der Post, wenn man nicht zuhause war oder 1-2mal im Monat ein Rundumschlag im Drogeriemarkt und gut ist. Und in der ganzen Wohnung verteilt diese Dash-Buttons? Ach nee.

    Ich halte nichts von diesen Buttons, zudem kann ich im Drogeriemarkt vor Ort auch Sonderangebote mitnehmen.

  13. Dose Knöpfe würde ich evtl. nutzen. Jedoch sollten die Artikel nur im Warenkorb landen, den ich dann zB einmal täglich überprüfe und dann die gesammelten Artikel für die Bestellung bestätige.

  14. @BeardMan gibt genug Gegenden wo es eben keinen Drogeriemarkt vor Ort mehr gibt. Und so lan g man sich alles bequem in die Firma liefern lassen kann gibts auch null Stress.

  15. „Die Krönung der Faulheit deutsch Konsumenten“ war kürzlich ein vollkommen zutreffender Kommentar dazu.
    Wie kompliziert ist es eigentlich, einmal in der Woche einen Einkaufzettel zu schreiben und den im Supermarkt anzuarbeiten – und jetzt kommt bitte nicht mit der Ausrede „ich habe keine Zeit“, wer sowas behaupt hat ein inkompetentes Zeitmanagement.

    Ich war heute morgen um 8 Uhr im Supermarkt und habt im 8:30 am Frühstückstisch gesessen mit den mitgebrachten frischen Brötchen.

  16. Nette Fragestellung eines Interessenverbandes der Industrie. 21% der Befragten haben Interesse. Das heisst noch nicht dass sie die Buttons auch nutzen würden. Mich würde auch mal der genaue Wortlaut interessieren. Wie viele sind es am Ende wenn sie wissen dass der Preis nicht genannt wird?
    Wenn ich den Preis erst online ermitteln muss kann ich dort auch gleich bestellen. Das dauert eine Minute.

    Interessant ist auch wenn man sich mal die Produkte ansieht für die es den Dash-Button gibt. Oft ist Amazon der alleinige Anbieter, manchmal ist er sogar nur für Prime-Miglieder erhältlich.

  17. Irgendwie klingt die Meldung ganz anders, wenn man schreibt „79% der Befragten haben kein Interesse…“

  18. Henry Jones jr. says:

    @Thomas: die Zeit dazu hat jeder, aber wenn man sich den Luxus leisten will, ist es doch jedem selbst überlassen.
    Es gibt auch Menschen, die sind anders als du! Vor allem die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Diese sind vielleicht sehr dankbar über Innovationen im Versandhandel.

    Was mich generell mal interessieren würde, wäre die Umweltbilanz, wenn die Versorgung der Menschen hauptsächlich über Lieferdienste laufen würde. Müsste doch eigentlich sinnvoll sein, wenn wenige Transporter unterwegs sind statt tausend PKWs, oder?

  19. @Chris: Es geht hier um Amazon Prime und dabei ist die Rücksendung kostenlos.

    @Thomas: Dann könnte man auch fragen, warum man Fernbedienungen eingeführt hat. Man könnte ja auch aufstehen und den Sender manuell ändern. Dann gäbe es auch viel weniger Elektroschrott. Und frische Brötchen aus dem Supermarkt bezweifele ich. Die werden aus Rohlingen aus Polen bzw. China tiefgefroren importiert und nur noch aufgebacken. Frisch ist anders!

  20. @Henry Jones jr.: Das Thema Umweltbilanz ist interessant. Ich sehe das genauso. Der DHL Wagen kommt eh jeden Tag durch fast jedes Dorf. Und daher ist die Lieferung per Paketdienst sicherlich ökologisch geringfügig besser. Aber darum geht es der Verbraucherzentrale aus NRW nicht. Sondern es geht wieder um den „dummen“ Konsumenten, der hier über den Tisch gezogen wird. Vielleicht sollte man jeden Bürger in NRW per Gesetz 5 Stunden pro Woche zur VHS zu einem Kurs in Konsumentenschutz schicken (Polemik).

  21. Als Kind hätte ich aus Spaß, immer wieder den „Kopf“ gedrückt. Amazon würde sich sicher über die Rücksendungen freuen 😛

  22. @Thomas D. das Ladevolumen eines Post Fahrzeuges ist aber begrenzt. Ebenso hat der Postler/in ein Limit oder soll eine Person jetzt fürs gleiche Geld das zehnfache in der gleichen Zeit austragen?

  23. Aus einer PM eines Lobbyverbands wird hier der unbewiesene Allgemeinplatz konstruiert, dass „neue Techniken es in Deutschland oft besonders schwer haben.“
    Nein haben sie nicht. Aber Geschäftsmodelle die für 4 von 5 Verbrauchern absolut uninteressant sind haben es schwer. Erst recht, wenn sie darin bestehen Verträge mit Verbrauchern schließen zu wollen deren konkrete Inhalte (etwa Lieferzeitraum oder Preis) völlig intransparent sind.

  24. @Stefan: Diese 1 von 5 Verbrauchern repräsentieren 16 Mio. Verbraucher in D! Nochmal, der Verbraucher geht im Endeffekt kein Risiko ein: Die Lieferung hört auf, wenn der Knopf nicht mehr gedrückt wird und wenn der Preis nicht stimmt, dann sende ich die Ware kostenlos zurück. Wo ist das Problem?

    Bei Versicherungsverträgen oder Zeitschriften Abos steigt in aller Regel auch jedes Jahr der Preis. Als mündiger Bürger muß ich mich um meine Verträge kümmern und gegebenenfalls kündigen.

    Wenn man sich vorstellt, daß ältere Menschen ohne PKW durch solche Buttons die Möglichkeit erhalten, schwere Einkäufe (Waschmittel, Getränke etc.) durch einen einfachen Knopfdruck innerhalb von 48 Stunden geliefert zu bekommen anstatt alles zu schleppen, dann ist ein geringfügig höherer Preis kein Thema. Alles erst einmal zu verteufeln ist eine Tugend in diesem Land. Wenn die Anzahl der Rücksendungen zu hoch wird, wird Amazon das Programm schnell beenden, ohne daß es dem staatlichen Einsatz der Verbraucherzentrale bedarf.

  25. Henry Jones jr. says:

    Ich meinte mit meiner Frage zur Umweltbilanz auch lokale Supermärkte/Discounter und nicht nur Versandhändler. Als Beispiel: Mal angenommen 1000 Leute fahren in einem Ort mit ihrem PKW täglich zum Aldi oder REWE (oder sonstwo). Wenn eine hohe Anzahl nun nicht mehr selbst fahren würde, weil ein Lieferdienst des Ladens die Ware ausliefert, dann müsste sich das sowohl positiv auf das Verkehrsaufkommen als auch auf die Umweltbilanz auswirken. Oder nicht?

  26. Ist es nicht schön etwas per Knopfdruck nachbestellen zu können ohne zu wissen was es kostet, Hauptsache man ist zu faul es bei seinem Discounter selbst mitzunehmen wo man sonst alles andere trotzdem kauft. Aber sich über Preissteigerungen von 0.5 ct bei EEG aufregen. Passt irgendwie nicht zusammen.
    Die Knöpfe brauchen ein Display mit Preisangabe und zwar in IST-Zeit. Und wenn die Preise ständig über Standard liegen kommt mir sowas nicht ins Haus bzw. fliegt sofort wieder raus.

  27. Wolfgang Denda says:

    Die Tankstellenmethoden ziehen so auch in den Lebensmittelhandel ein, und es finden sich wie immer Profiteure, die das bejubeln.

    @Thomas D.
    „Kostenlos zurück“: Klar doch, ich fahre fünfmal zur Post und schick das Paket zurück, bis ich den günstigsten Preis habe… Wenn man als „mündiger Bürger“ angesehen würde, warum gibt es keine Vergleichsmöglichkeiten unter verschiedenen Lieferanten?

    „Ältere Menschen“ bekommen es auch so hin, einzukaufen. Jedenfalls solange sie ihren eigenen Haushalt führen können. Und die gehen gerne in den Laden, um mal unter andere Leute zu kommen.

    Du suchst nur einen fadenscheinigen Vorwand als Begründung, die Menschen leichter auszuplündern. Da hilft auch der obligatorische Hinweis auf unsere Zurückhaltung gegenüber unnötigem Schrott nicht.

    Erinnere dich, welchen „Erfolg“ die Einpacker für Einkaufstaschen an den Kassen hatten. Es gibt auch genug wohlhabende Rentner, die ihre Tüte Milch zurückgeben, nachdem sie die woanders dreißig Eurocent günstiger gesehen haben. Solange sie mit dem Fahrrad fahren, lohnt sich der Weg sogar.

  28. @Henry Jones jr. : Ich glaube auch, daß die Umweltbilanz zu Gunsten von Paketdiensten ausgeht. Letztens in Düsseldorf habe ich einen großen Paketwagen von UPS gesehen, der Elektroantrieb hatte. Wenn der Strom auch noch aus erneuerbaren Energien stammt, dann ist die Lieferung per Paketdienst stark positiv.

    @Wolfgang Denda: Man ist nicht gezwungen, es zu nutzen. Ich störe mich nur an der (staatlichen) Bevormundung durch die Verbraucherzentrale in NRW.

  29. Christian M says:

    Ach wie schön, die staatliche Bevormundung der Verbraucherschutzzentrale. Vielleicht mal nachlesen was deren Aufgabe ist? Kleiner Tipp: sie erfinden weder Gesetze noch schreiben sie Dir irgendetwas vor.

  30. Christian M says:

    Und gleich vertippt, die Vereine heißen nur Verbraucherzentrale.

  31. Aber sie mahnen Amazon wegen dieses innovativen Produktes, welches niemand gezwungen ist, zu kaufen, ab. Das ist Bevormundung.

    Ich erinnere mich noch an Zeiten, als es in D verboten war, einen Anrufbeantworter zu nutzen. Und was hat die Telekom (Post) dann verdient mit Gesprächen, die auf einem AB ankamen. Das war auch Bevormundung. In anderen Ländern war ein AB vollkommen normal!

    Was sind Staatsaufgaben und was sind keine Staatsaufgaben. Auf unser Fall gemünzt: Wem das System nicht paßt, nutzt es nicht. Und wem es paßt, nutzt es und ist zufrieden oder sendet die Ware zurück. Problem gelöst. Wofür von (staatlicher) Verbraucherzentrale eine Abmahnung?

    Wenn es um echten Verbraucherschutz geht, dann sind uns die USA weit voraus ohne Verbraucherzentralen. Ich erinnere nur an das Beispiel VW. Wer in D oder Europa bekommt eine Entschädigung obwohl ein Schaden entstanden ist?

  32. @Thomas D. sehr guter Kommentar. Da kann man zusammenfassend eigentlich nur sagen, jeder braucht und verteidigt seine (vermeintliche) Existenzberechtigung. Auch Verbraucherzentralen. 😉

  33. Wer zu blöd ist ne Packung Waschmittel im Supermarkt zu kaufen, braucht natürlich so einen Knopf. Immer schön aufs Knöpfchen drücken und immer brav bei Amazon kaufen. Wozu Preise vergleichen und beim günstigsten Anbieter kaufen? Ist doch viel zu unbequem. Manchmal hat man den Eindruck das dieses Land nur noch von Blöden bevölkert wird, die sich nach Strich und Faden verarschen lassen.

  34. Der dressierte Verbraucher. Immer brav aufs Knöpfchen drücken und nur noch bei Amazon kaufen.

  35. @Hugonaut: „Wer zu blöd ist ne Packung Waschmittel im Supermarkt zu kaufen, braucht natürlich so einen Knopf.“

    Andersherum wird ein Schuh draus, wer so blöd ist, wegen ein oder zwei Artikeln (und darum geht es ja bei den Knöpfen), sich anzuziehen, mit dem Auto (sofern vorhanden), möglicherweise im Stau stehen, im Regen vom Parkplatz in den Supermarkt, Artikel zum gleichen, oder annähernden Preis wie Amazon kaufen, in der Schlange vor der Kasse warten, wieder im Regen zurück zum Auto, Stau….usw.

    Plus Spritkosten/Ticket, Zeit, Nerven, Schlepperei….
    Na merkste was?
    Oder Tellerrand tatsächlich zu hoch?

    Ich wünschte hier bei uns gäbe es so was, das wäre mir auch einen Aufpreis wert.
    Menschen mit, nennen wir es *räusper* „beliebig viel Tagesfreizeit“, mögen das allerdings anders sehen…

  36. @Hugonaut: Der Einduck beschreibt leider die Realität. Die Leute hängen am Nasenring und sehen es noch als „tolle, innovative Erleichterung“, dass sie immer mehr verblöden und verfetten.
    Merken nicht mal, dass sie mit einer Technik abhängig gemacht werden, welche so mancher Gehandicapte nicht nutzen würde, allein um sich die Eigenständigkeit zu wahren.

  37. Warum muss man in Deutschland alles verbieten was man selber für nicht nützlich hält? Da hätte man meiner Meinung nach schon alle Fernsehzeitungen konfiszieren müssen und jeden mit Tastenhandy auf öffentlicher Straße verhaften müssen!

  38. @Thomas D.- absolute und uneingeschränkte Zustimmung zum ersten Teil des posts!
    Zu dem Teil über amazon also!
    Aber bei VW möcht ich mal sagen: Was für ein „Schaden“ soll denn entstanden sein?
    Ich selbst hatte nur das Problem, daß ich halt das Auto für einen tag in die Werkstatt bringen mußte, damit die da halt nen neuen Aufkleber irgendwohin pappen … Aber zumindest gabs dafür nen guten Leihwagen und das gratis.

  39. @Matthias Lange (Maugsch): Wenn der Wiederverkaufswert und die Verbrauchswerte gleich geblieben sind, dann hast Du außer Deiner Zeit nichts verloren. Wenn man auch noch den Umweltschaden außer acht läßt, dann ist alles in Ordnung.

  40. Wolfgang Denda says:

    „laut Umfrage“: So werden viele Lügenpresseartikel eingeleitet. Ich sehe da eine gewisse Färbung durch die Fragesteller…

    @vel2000
    Nur, zur Vermeidung dieser Unannehmlichkeiten kann ich genauso ohne extra Knopf, mit Preisvergleichen, und ohne exklusive Bindung an einen Anbieter, meine komplette Einkaufsliste online abarbeiten.

    Aber gewisse Unternehmensvertreter wollen ja, dass man die Übersicht über seine Ausgaben verliert. Damit sie uns noch besser abziehen können, als bei Payback.

    Komischerweise kauft gerade die von euch Werbefuzzis angesprochene Zielgruppe der Leute mit Geld und wenig Zeit ungern blind und vergleicht Preise bis zum Abwinken. Warum die wohl so viel Geld haben?

    @Thomas D.
    Ja, die furchtbaren Umweltschäden. Die sind dir doch völlig egal.

    Solange man nicht die Schäden rechnet, die durch Leitungsverlegung, Stromverbrauch, Aufbau der Computerinfrastruktur und Internet, Rohstoffförderung, Gewinnung seltener Erden, entstehen. Um nur mal einige Dinge zu nennen, wo nur eine Verlagerung der Schäden ‚woanders‘ hin entsteht.

    Ganz abgesehen von den prekären Arbeitsverhältnissen bei den Lieferdiensten, da hat es jede/r vom-Laufband-über-den-Scanner-Schieber/in besser..

    Und dann als nächstes verkauft ihr den Menschen Sportprogramme, gegen den Bewegungsmangel. LOL

  41. Habe zwei bestellt. Werde sie aber definitiv nicht dafür nutzen, wofür Amazon sie vorsieht.
    Ich meine: Hallooo?! Ein Knopf in einem Schicken Gehäuse, der per WLAN einen Befehl absetzen kann für 5,-€. Wo bekomme ich sonst so günstig so ein Gerät?

  42. So ein Blödsinn. Wer bestellt denn bitte Klopapier einzeln? So etwas bringt man beim Wocheneinkauf mit.

    Wie wäre es mit nem 10er/20er/100er Pack solcher Knöpfe nebst einem Microserver (Raspi o.ä.),welcher dann alle Bestellungen sammelt, Preise vergleicht und dem Kunden eine Liste mit dem Endpreis präsentiert BEVOR bestellt wird? Oder welcher die Liste mit Leuten teilbar macht,welche für einen einkaufen gehen?

    Solange der „Kaufladen“ allerdings keine Lebensmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs an die Haustüre oder aber bis in die Küche liefert ist diese ganze Button-Basherei total sinnlos.

    Das nächste Problem: Will man dann den ganzen Tag daheim hocken und auf den Postboten -sorry- die Paketdrohne warten? Da müsste man ja direkt vorher noch das „Bürgergeld“ einführen und Verwaltungsstrukturen abschaffen.

    …und dann der Neid der Nachbarn – „boah,müssen die ein Geld haben. Die kriegen den ganzen Tag Pakete“

  43. @icancompute: Interessant! Wie programmierst du den um – auch für mich?

    Bestellbutton muss via verknüpfter Preisvergleichs’App‘ bei zZt günstigstem Anbieter bestellen und auch von Handy/Tablet/PC erreichbar sein.

    Kleinkinder: sind NICHT geschäftsfähig. KEINE Kosten.

    @DancingBallmer: WELCHE Erinnerungs-App?

  44. Ein freier Knopf wäre durchaus interessant, aktuell kann man ja nur aus einem geringen Sortiment von Produkten weniger Marken auswählen, wenn man da jetzt ein anderes Waschmittel, anderen Kaffee oder anderes Shampoo will, kann man es nicht nutzen. Bei flexibler Auswahl aus dem Amazon-Sortiment wäre das ggf. wirklich interessant.

  45. @bat
    Da gibts schon ein paar Tutorials im Netz zu. Einfach nach Amazon Dash Button Hack suchen. Ein paar davon sind wohl ganz praktisch, wieder andere weniger sinnvoll. 🙂
    Ich programmiere momentan noch nichts selbst. Werde auch auf die vorhandenen Hacks zurückgreifen. Bei dem Preis habe ich nur schon mal welche gekauft. Hatte gerade mal den Probemonat Prime genutzt. Man kann sie ja nur als Prime Mitglied kaufen.

  46. @icancompute

    Probemonat Prime habe ich schon verbraucht. Kann ich das mit anderen Daten wiederholen?

  47. @bat
    Wenn du mit anderen Daten einen anderen Account meinst, klar. Du kannst natürlich auch jemanden mit Prime fragen, wenn du eine solche Person kennst. Als Lieferadresse kannst du deine ja angeben (lassen).