WhatsApp: Sprachnachrichten werden zwischengespeichert, sind vor Versand abhörbar

Der beliebte Messenger WhatsApp bekommt eine neue Funktion. Diese ist schon für Teilnehmer am Beta-Programm verfügbar. Es dürfte wahrscheinlich nicht mehr lange dauern, bis diese auch für Nutzer der normalen Version an den Start geht. Konkret reden wir darüber, dass die aufgenommenen Sprachnachrichten nun immer zwischengespeichert werden. Kommt während des Verfassens einer Sprachnachricht ein Anruf rein, so wird die aktuelle Aufnahme nicht gelöscht, sondern verbleibt im Speicher.

Dies erlaubt es dann auch, Sprachnachrichten vor dem Versand noch einmal abzuhören. Konkret könnte man dies beispielsweise über das Aufrufen des Startbildschirms erledigen. Nimmt man also auf, wechselt auf den Startbildschirm und wieder zurück, so ist die Sprachnachricht zwischengespeichert, kann noch einmal angehört, abgeschickt oder gelöscht werden. Ganz fertig scheint die Funktion zur Stunde aber noch nicht zu sein, denn eigentlich möchte man bei einer Unterbrechung die Aufnahme ja eventuell noch fortsetzen. Dies ist bisher nicht möglich.

via wabeta

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caschy

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32 Kommentare

  1. Überflüssigste Erfindung überhaupt.

    Überall rennen sie nur noch mit dem Handy vor dem Gesicht rum, um Sprachnachrichten zu verschicken oder abzuhören.

    • Wirklich unsinnig. Generell ist es eine Unart der modernen Welt, diese Smartphones in Richtung Kopf zu bewegen. Wofür? Telefonieren? Pffff, ach stimmt. Dazu waren die ja ursprünglich mal gedacht.
      Also, was ist daran falsch, dass Menschen statt eines langen Texts lieber eine Sprachnachricht versenden, die das Gegenüber abhören kann, sobald sie die nötige Zeit dafür hat? Lange Texte sind ebenso zeitintensiv, nicht nur für den Verfasser. Sprachnachrichten eignen sich auch daher schon eher, weil man Umstände besser betonen kann, als es ein Text je rüberbringen kann (Stichwort: „Der Ton macht die Musik“). Telefonate sind auch nicht immer möglich, auch hier helfen Sprachnachrichten. Also, wo genau siehst du das Ganze als überflüssig an? Bei dir persönlich eventuell? Aha. Dann verallgemeinere und vor allem verteufle doch auch bitte nicht sofort jeden Nutzer dieser Funktion 😉

      • Kleiner Tipp. Mal mit der Straßen oder S-Bahn fahren wenn gerade die Schulen fertig sind. Ich wette danach werden sie diese Funktion auch hassen

        • Genau das meine ich. Ich kann quasi liev miterleben was Hinz und Kunz ihren Freunden, Bekannten usw. schicken. Und natürlich im Gegenzug dann auch mitbekommen was die jeweiligen Personen antworten.

          • Man muss ja nicht zuhören!? Zugegeben. Es kann stören wenn es viele machen…aber so ist das nun mal heutzutage. Sich darüber aufregen bringt rein gar nichts außer schlechter Laune…ignoriere es doch einfach =)
            Was Hinz und Kunz angeht…wenn die Ihr Privatleben so preis geben wollen…deren Entscheidung!
            Kleiner Tipp: Mal über was lustig machen 😉 diese Person schaut sich nun 3 mal um bevor Sie anfängt!

      • Wenn jemand einen längeren Text vortragen möchte, darf er mich gerne anrufen. Im Dialog funktioniert Kommunikation eh besser. Ich persönlich finde, dass die geschriebene Nachricht eher dazu verleitet sich kurz und knapp zu fassen. Bei Sprachnachrichten hab ich so’n paar Labertaschen in den Kontakten, die erzählen 3 Minuten lang, bis sie auf den Punkt kommen. Kann man auch in drei kurze Sätze fassen. Tagsüber höre ich Sprachnachrichten prinzipiell nicht ab, das nervt die Kollegen im Büro.

      • Ja, in der Theorie soweit alles super. Einfach mal am frühen Nachmittag in Köln unterwegs sein. Überall hält sich gerade jemand quer sein Smartphone vor´s (!) Gesicht, quatscht irgendein belangloses Zeugs, um dann kurze Zeit später die Antwort abzuhören. Oder setz Dich mal in ein Cafe, Fastfoodladen oder ähnliches. Sprachnachrichten sind für mich die Ghettoblaster der aktuellen Zeit. Bei beidem wird keinerlei Rücksicht auf die Umgebung genommen und ob es irgendwen stören könnte.

        Glaub mir, da kommt es niemandem auf die Betonung oder sonst was an. Das ist reine Faulheit. Zudem muss man sich keine Gedanken machen wie etwas geschrieben wird. Weiterer großer Pluspunkt.

        Selbst im Bekanntenkreis (Gott sei Dank nicht Freundeskreis!) greift das langsam um sich. „Sorry, muss nur schnell ´ne Nachricht abhören“ – „Sorry, muss nur kurz antworten!“.

      • @MoDo: Es geht nicht darum, ob es falsch ist. Es macht aber im Kontext mit einem Messenger nur bedingt Sinn. Das eine Problem ist die Zeit, die der Empfänger benötigt, die Nachricht anzuhören. Da wird einfach vorausgesetzt, dass er diese Zeit hat. Und wenn man vielleicht die eine oder andere Stelle noch einmal hören möchte, weil man sie z.B. nicht gleich verstanden hat, oder auch später nochmal etwas wichtiges oder interessantes noch einmal hören möchte, stößt man schnell auf ein weiteres Problem: Man wird die entsprechende Stelle nicht gleich auf Anhieb wiederfinden. Mal eben schnell was nachlesen kann man jedenfalls nicht, ggf. interessante Passagen kopieren und weiterleiten o.ä. leider auch nicht.
        Nachrichten, bei denen es um den „Ton“ geht, sind per se nicht geeignet, sie per Messenger zu versenden und wer Gelegenheit hat, eine Sprachnachricht aufzunehmen, hat nur äußerst selten nicht die Möglichkeit, stattdessen zu telefonieren.
        Alles in allem überwiegen m.E. die Vorteile der Textnachricht deutlich. Natürlich ist auch mir nicht entgangen, dass die Sprachnachricht für viele (mehr oder weniger) zum Standard geworden ist, das macht es aber nicht weniger unsinnig oder gar besser.

        Aber, um auch mal was Positives zum obigen neuen Feature zu sagen, trotz allem finde ich, dass damit nun etwas längst überfälliges nachgeschoben wird, ohne dass man die Sprachnachricht gar nicht erst hätte anbieten sollen. Das macht die Sprachnachricht nun auch nicht wirklich sinnvoll, aber immerhin halbwegs sinnvoll nutzbar.

  2. Ich HASSE die Funktion der Sprachnachrichten in WhatsApp.
    Entweder ich möchte jemandem eine Nachricht schreiben, oder ich rufe ihn gleich richtig an!

  3. Schaedeldx says:

    Wir haben zwei praktische Nutzen für die Sprachmemofunktion:
    1. unser Vierjähriger setzt ein kurzes „Danke“ oder „herzlichen Glückwunsch“ ab. Geht aber auch per Telefon, ist so kürzer (er rennt sonst mit dem Telefon durch die ganze Wohnung)
    2. Meine Frau lässt mir auch der Arbeit Infos zukommen, die zuviel für die Smartphonetastatur sind bzw. sie wegen der Kinder nicht so lange an den PC kann. Ich kann dann flexibel die Sachen anhören und sie hat es von der Seele. Würde auch im Telefonat gehen.
    Es ist also ein bisschen Bequemlichkeit, aber nötig ist es sicherlich nicht. Und in der Öffentlichkeit total nervig.

  4. Hans Maulwurf says:

    Ich kann mich Andreas nur anschließen. Es mag für den Versender einfacher (oder nur bequemlicher) sein. Für mich als Empfänger (an mich gerichtet oder irgendwen in der Bahn) ist es einfach nur nervig.

    Mag sein das der Ton die Musik macht. Bei 8 Sprachnachrichten a 2 Minuten pro Tag muss ich mir jedoch Abends den ganzen Mist nochmals anhören um die eine Stelle zu finden wo der Content mal wichtig war. Ein Text ist mir da 10x lieber.

    Ich suche schon seit längerem einen Weg Sprachnachrichten in Whatsapp zu blockieren. Leider bin ich noch nicht fündig geworden 🙁

    PS: Für die Labertaschen die wirklich reinsprechen wollen gibt es doch die Diktierfunktion… die meiner Meinung nach zu 99% funktioniert.

  5. Seh ich auch so nur nervig…. Wenn dann anrufen oder die gute alte Mailbox gibts ja auch noch.. Isimmer herrlich wenn die Kids dann vor oder nach der Schule freihändig aufm Fahrrad sitzen wegen Whatsapp.. Aber das Geschrei ist groß wen es nen unfall gibt. weil se garnicht mer gucken wo hin se radeln.

  6. Lasse S. Krache says:

    Das Zwischenspeichern freut sicher auch die „Verfolgungsbehörden“ … dürfte leichter sein daran zu kommen!

  7. nucleardirk says:

    Ich finde pauschal kann man das nicht sagen!

    normal mag ich Sprachnachrichtenauch nicht, aber wenn mein Kollege z.b. im Meeting ist und ich ihm eine Nachricht hinterlassen muss ist es einfacher diese als Sprachnachricht zu hinterlassen statt zu schreiben (weil es schriftlich oft viel komplizierter ist). Gleiches wenn ich mit Leuten aus anderen Ländern kommunizieren muss die durch Zeitverschiebung eben nicht „mal eben“ angerufen werden können wo das gesprochene Wort aber leichter ist als ROmane zu schreiben, zumal schreiben auch immer länger dauert als mal eben eine Nachricht sprechen.

    • Den Kontext zu einem Meeting kann ich nicht nachvollziehen. Du kannst doch eine Nachricht auf dem einen wie auf dem anderen Weg hinterlassen, das hat doch nichts damit zu tun, was Dein Kollege gerade macht. Und gerade bei komplizierten Dingen macht es Sinn, es zu schreiben, damit der Empfänger vielleicht auch nochmal was nachlesen kann.
      Zum letzten Satz sei die Anmerkung erlaubt, dass ich durchaus auch mal mit meinem Smartphone „spreche“, aber im Rahmen der Diktierfunktion. D.h. ich spreche zwar die Nachricht, versendet wird sie aber als Text. Sicherlich muss oder sollte man in Zeiten der automatischen Rechtschreibkorrektur immer nochmal drüberschauen, aber im Grunde ist so eine gesprochene Textnachricht nicht zeitaufwändiger als eine Sprachnachricht. Und wenn ich mir anhöre, was manche sich geradezu „zurecht stammeln“, habe ich nicht den Eindruck, dass das „gesprochene Wort leichter ist als Romane zu schreiben“.

  8. Da fehlt aus meiner Sicht die gute alte Möglichkeit eines AB, die Aufsprechzeit einzustellen. Bevor mir jemand eine Sprachnachricht schickt, sollte dann erkennbar sein, wie lange gesprochen werden kann, am besten noch wie oft innerhalb einer Zeitspanne. Dann würden die Leute wieder lernen auf den Punkt zu kommen, wenn ich 20 Sekunden und max. 3x in der Stunde einstellen würde 😉

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