WhatsApp: Diese geänderten Bedingungen gelten ab sofort

Ab heute treten die neuen Nutzungsbedingungen von WhatsApp in Kraft, nachdem die Facebook-Tochter die Frist verlängert hatte. Fehlinformationen seien der Grund hierfür gewesen, so WhatsApp. Diese wollte man erstmal durch entsprechende Aufklärung aus dem Weg räumen. In Europa gebe es nämlich keine Änderungen am Datenaustausch mit Facebook. Auch zu Werbezwecken sollen in der EU keine Daten geteilt werden. Die neuen Nutzungsbedingungen seien hierzulande lediglich für die Kommunikation mit Unternehmen – über WhatsApp Business – vonnöten.

Threema und Signal konnten dennoch einen großen Benutzeransturm vermelden, der so einige Server in die Knie zwang. Für manche, die ohnehin nur noch ein „Restvertrauen“ in die Facebook-Tochter haben, dürfte es nun dennoch zum Zerwürfnis kommen. Kritik der Hamburger Datenschutzbehörde sollte ohne Einlenken bleiben, sodass die neuen Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen zum heutigen Tag in Kraft treten.

Habt ihr den neuen Bedingungen bereits zugestimmt, dann ändert sich für euch – außerhalb der neuen Grundlage an Nutzungsbedingungen – nichts. Ihr könnt wie gewohnt mit Kontakten kommunizieren. Solltet ihr das bislang versäumt haben, dann wird WhatsApp euch sicherlich noch öfters dazu auffordern und ihr könnt die Zustimmung nachholen. Ich tippe mal darauf, dass die meisten unbedarften Nutzer ohnehin blind eine Zustimmung erteilt haben. Ganz getreu dem Motto „AGB-Änderungen oder Nutzungsbedingungen gebe ich mir nicht“ und zugestimmt.

Wie sieht es mit all jenen aus, die keine Zustimmung erteilen wollen? Nun da sei zuallererst gesagt, dass der Markt durchaus Alternativen mit Signal, Threema & Co hergibt. Die Krux wird wohl eher sein, die eigenen Kontakte davon zu überzeugen. Solltet ihr WhatsApp aber bislang noch nicht den Rücken zugekehrt haben, so räumt euch die Facebook-Tochter eine gelockerte Schonfrist ein.

Für „Zustimmungsverweigerer“ ist WhatsApp fortan eingeschränkt nutzbar, allerdings gelockert im Vergleich zum ursprünglichen Plan. Eine Lockerung der neuen Einschränkungen findet erst dann statt sobald ihr euch den neuen Nutzungsbedingungen hingebt.

  • Ihr könnt ab sofort nicht mehr auf die Chatliste zugreifen.
  • Ihr könnt eingehende Sprach- und Videoanrufe annehmen. Bei verpassten Gesprächen habt ihr die Möglichkeit über die Benachrichtigung zurückzurufen.
  • Ihr könnt auf Nachrichten, welche ihr erhaltet, über die Benachrichtigung antworten. Ergo habt ihr nicht die Möglichkeit proaktiv Kontakte anzuschreiben.

Für den Zeitraum von – nicht näher definierten – „einigen Wochen“ könnt ihr WhatsApp also noch eingeschränkt benutzen. Beispielsweise, um eure Kontakte zu informieren, dass ihr künftig nicht mehr über WhatsApp erreichbar seid. Danach stellt WhatsApp auch das Empfangen von Anrufen und Nachrichten ein. Ihr habt weiterhin die Möglichkeit den Bedingungen zuzustimmen und könnt auch ein Backup von euren Nachrichten anfertigen, Chats exportieren oder eine Löschung des Accounts beantragen.

Euer Account gilt fortan zudem als „inaktiv“, sodass WhatsApp nach etwa 120 Tagen auch den Account selbstständig löscht, sofern ihr da nicht vorgreift. Eine Löschung des Accounts kann nicht rückgängig gemacht werden. Dabei werden zudem der komplette Chatverlauf sowie Backups gelöscht. Auch aus seinen WhatsApp-Gruppen wird man entfernt.

Wie sieht es in unserer Leserschaft aus: Kehrt ihr WhatsApp nun den Rücken oder habt ihr dies längst getan? Falls ja, zu welchen Alternativen seid ihr abgewandert und sind Kontakte nachgefolgt?

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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78 Kommentare

  1. Also noch kann ich WhatsApp normal nutzen obwohl ich noch nicht zugestimmt habe.

    • Felix Frank says:

      Als „normale Nutzung“ würde ich oben beschriebene Einschränkungen nicht bezeichnen. Sobald da der Schalter umgelegt wird und du nicht zugestimmt hast gelten die nämlich. Es sei denn, du stimmst dann eben nach erneuter Aufforderung zu.

  2. Ich nutze WhatsApp seit Anfang März nicht mehr, allerdings war der Datenschutz dabei nicht der einzige Grund, vielleicht aber aufgrund der Diskussion in den letzten Wochen und Monate ein Stück weit der Auslöser. Ich habe vorher schon für die Kontakte, wo es ging, iMessage benutzt, darüber hinaus ist jetzt Signal der Messenger meiner Wahl.

    Insgesamt glaube ich aber auch, dass die Masse der Nutzer WhatsApp treu bleibt. Datenschutz hin, Datenschutz her, die Nutzer haben schlicht keine spürbare Nachteile dadurch. Und solange das so ist, gibt es für die meisten keinen Grund zu wechseln, insbesondere, weil eben doch irgendwie „alle“ da sind. Und ich denke, das wird auch niemand ernsthaft bestreiten.

    • Nun ja, Felix hat ja geschrieben: „In Europa gebe es nämlich keine Änderungen am Datenaustausch mit Facebook. Auch zu Werbezwecken sollen in der EU keine Daten geteilt werden.“. Insofern dürfte es kaum einen neuen Grund geben, WhatsApp den Rücken zu kehren.

      Felix hat auch zutreffend über Vertrauen geschrieben. Und darum geht es letztlich, egal ob man bei WhatsApp oder Signal ist. Selbst Leute, die Edward Snowdens Empfehlung für Signal Folge leisten, vertrauen und zwar Edward Snowden. Und persönlich kenne ich den z.B. genauso gut wie die Entscheider bei WhatsApp. Nämlich gar nicht.

      Ein anderer Punkt ist der Rest der Kommunikation. Freunde und Bekannte sagen mir z.B., dass es wahrscheinlich eher keinen großen Unterschiede macht, ob sie bei WhatsApp oder Signal bzw. Threema sind. Denn solange sie ihre E-Mails bei Google hosten oder Facebook und Instagram nutzen, kommen alle interessanten Daten ohnehin, eben auf anderen Wegen bei „den Großen“ an.

      Und da kann ich kaum etwas dagegen sagen.

      • Einen Grund gibt es schon seit dem Verkauf: Fratzenbuch

        • Entweder ich verstehe Dein Argument nicht oder Du hast meinen Beitrag nicht aufmerksam genug gelesen.

          Es könnte schon helfen, wenn Du Deine Argumente ausformulierst, statt verklausuliert einfach „Fratzenbuch“ zu schreiben. Denn so verstehe ich nicht, warum es ein Argument sein könnte, sich wegen Facebook von WhatsApp zu trennen, wenn man danach aber noch wie bisher bei Facebook angemeldet ist.

  3. Wer soweiso Facebook, Insta oder irgendwelche anderen soziale Medien benutzt, der kann auch hier einfach zustimmen. Aktiv freiwillig SozialMedia zu betreiben, sich dann aber über geänderte Nutzungsbedingungen bei WhatApp aufzuregen, passt irgendwie nicht zusammen.

  4. Mich kann die Zuckerschnute schon lange am P…. le……. Die sagen zwar, dass sich in der EU nix ändert, aber sagen und schreiben eine Sache was wirklich im Hintergrund gemacht wird eine andere.

    Mittlerweile sind alle entweder bei Signal oder Telegram oder per iMassage erreichbar. Lediglich meine Damen von der Arbeit behaaren noch auf einer Whatsapp Gruppe, aber den hab ich den Rücken gekehrt. Wenn se was wollen gibt´s die SMS E-Mail oder eben den Anruf punkt aus die Maus.

    • > Lediglich meine Damen von der Arbeit behaaren noch
      > auf einer Whatsapp Gruppe

      Entschuldigung — ich will jetzt nicht den Rechtschreibnerd machen, aber dass die Damen auf deiner Arbeit „behaaren“ statt „beharren“ ist mein persönliches, ganz grosses Kino für diesen Tag. Und jetzt versuche ich, die Bilder im Kopf wieder loszuwerden. 😀

      Schönes Wochenende!

    • Mein Highlight bisher an diesem verregneten sonntäglichen Arbeitstag!
      Ich glaube fast, dass bei mir zuerst die Bilder im Kopf waren und ich danach erst den Text erfasst habe:)
      Nix für ungut:)

  5. Ich bin tatsächlich auch Jurist und habe die AGB zumindest kursorisch geprüft. Ich sehe darin für mich kein Problem. Man könnte mit Fantasie natürlich allerlei Dinge hinein interpretieren denen man damit zustimmt.
    Die Nutzer die derartig fantasievolle Ängste in Foren austauschen übersehen dabei aber, dass AGB nur auf dem Gebiet dispositiven Rechts überhaupt wirksame Regelungen treffen können. Der gesetzliche Rahmen ist weitgehend unabdingbar, insbesondere im Datenschutz. Diese starken gesetzlichen Beschränkungen, zB der DSGVO, liest der Jurist natürlich vor der Klammer immer mit.

    Eigentlich gar kein Hexenwerk. Umso seltsamer, dass das Unternehmen es nicht schafft hier für Aufklärung zu sorgen. Vielleicht sollte man neben BWLer und ITler auch in Tech Unternehmen Juristen am Tagesgeschäft beteiligen.
    Dann würden sich viele Diskussionen der Öffentlichkeit über WhatsApp erübrigen.

    Bei Messengern ohne juristischen Sitz bzw. ladungsfähige Anschrift innerhalb der EU wäre ich da wesentlich skeptischer. Egal was in deren AGB steht oder nicht steht. Von echten Open Source Lösungen vielleicht abgesehen.

    • Ja sehe ich ähnlich. Ich fühle mich momentan noch gengug geschützt vom DSGVO und WhatsApp/Facebook wird sich dem über kurz oder lang fügen müssen.

    • Wolfgang D. says:

      @Akiro
      Finde ich auch immer seltsam, wie so große Unternehmen das Wesentliche stets unter Bergen von wirrem Geschwafel verbergen müssen. Gibt aber auch positive Beispiele, nur nicht gerade WA.

      Auch Nichtjuristen sollten aber endlich merken, dass nur ein Marktverteilungskampf mit vorgeschobenen Argumenten abläuft.
      Denn solange (ungestraft) gilt, „Wer WhatsApp nutzen möchte, der muss seine Handy-Kontakte mit der App teilen. Dafür werden sämtliche Kontakte auf die Server des US-Unternehmens übertragen. Die Personen in der Kontaktliste haben dieser Datenweitergabe jedoch meist nicht zugestimmt“, ist es doch egal, was man sonst noch abnickt. DSGVO, für’n Arsch, wenn die nicht endlich mal positiv dagestellt, durchgesetzt wird. Die Überwachungsfans sind beim Miesmachen des Datenschutzes echt schlauer.

    • Sorry aber die DSGVO ist nen zahnloser Tiger! DA werden wegen schweren DSGVO Verstöße Millionenstrafen verhängt, die betroffene Firma klagt und die Strafen werden durch Gerichte gestoppt:
      Firma macht weiter wie bisher. So bereits mehrmals geschehen!

      So war das mit der DSGVO eigentlich nicht gedacht! Die taugt als Klopapierersatz zu mehr nicht! Da muss man als Jurist schon Scheuklappen aufhaben..

  6. Ich ziehe nach und nach auf Signal und Telegram um. Aktuell werde ich Whatsapp leider nicht komplett abschalten können, aber zumindest den Traffic und die Daten darüber reduzieren.

    • Das ist ohnehin DER Weg zu einem gesunden Messaging Ökosystem: Mehrere Services nutzen.

      Wenn man nur einen nutzt schadet man dem Wettbewerb zwischen den messagern und damit indirekt über Zeit sich selbst.

    • Wobei Telegram wohl nicht wirklich besser ist.

  7. Barrenwetzer says:

    iMessage für Freunde mit Apple. Signal und/oder Threema für einige. Telegram diesen Monat noch. ansonsten E-Mail, SMS, Telefonate.
    Das größte Problems des Wechsels ist meiner Meinung nach, dass keiner anfängt zu Switches. Irgendwie wartet man ab.

    • Ich bin konsequent von WhatsApp zu Signal und threema gewechselt, den Account gelöscht. Für mich hat es im Grunde keine Konsequenzen gehabt. Eine handvoll Nutzer sind nicht gewechselt. Mit denen schreibe ich SMS oder Mails oder wir telefonieren halt. Der überwiegende Teil meiner Bekannten und Freunde nutzt aber sowohl WhatsApp als auch Signal. Vor allem die, die den Status nicht vermissen wollen. Threema nutzen nur sehr wenige. Die Entwicklung von Signal geht aber zügig voran. Ich nutze die beta Version und bin echt zufrieden.

  8. Bin ich der einige der noch keine Aufforderung bekommen haben? Aktuelles Android, aktuelles WhatsApp.

  9. Wenn man mal außerhalb der Techie-Blase schaut: Die meisten bleiben dann doch bei WhatsApp.
    Vor zwei Monaten hat sich meine Signal-Kontakt-Liste extrem schnell gefüllt, alle wollten wechseln, und was passiert: Ich bekomme von denjenigen Nachrichten weiterhin doch nur über WhatsApp.

    Und in bestimmten Szenen nutzt man eh nur KIK oder wickr.

    Irgendwann stellt man fest, daß man sich die drölfte „offzielle“ Alternative zu WhatsApp auch sparen kann.

    • Wolfgang D. says:

      @Jens „Wenn man mal außerhalb der Techie-Blase schaut: Die meisten bleiben dann doch bei WhatsApp.“

      Das ist so wie mit Windows und Linux. Am Ende nutzt man das System mit den meisten Nutzern, Anwendungen, und weil es dadurch praktisch ist. Politische Korrektheit sollte man den diversen Verwirrten mit zu viel Denkzeit, überlassen.

  10. ich hab meinen WA Account schon in Jan. gelöscht.

    Das nervige ist, dass andere Leute in WA das nicht sehen. die schreiben mir nach wie vor Monate später noch Nachrichten und wundern sich das ich nicht antworte.

    Und ja ich habe den Account gelöscht nicht nur die App.
    Einzig mein Profilbild ist jetzt nach ca 90 Tagen wohl verschwunden.
    Aber man kann mir immer noch ohne jede Fehlermeldung schreiben.

    • Stimmt, das ist mir auch aufgefallen, aber wohl auch nur, wenn die andere Seite noch einen Chat-Verlauf mit dir hat und darauf antwortet. Proaktiv einen neuen Chat eröffnen funktioniert nicht, meine ich.

    • Guter Punkt. Das „Problem“ kenne ich auch. Das verstehe ich auch nicht, da ich zuvor meine Nummer so bei WA deaktiviert habe, wie es die FAQs bei Whatsapp vorgeben.

    • Das gleiche Problem habe ich ebenfalls. Trotz gelöschten WA Konto existiere ich dort noch bei Kontakten, welche einen alten Chat mit mir geöffnet haben. Diese wundern sich dann, dass ich nicht antworte…
      aber egal, die wirklich wichtigen erreichen mich auch andersweitig. iMessage und Signal decken alles ab. Sonst wird es halt eine SMS, Email oder ein Anruf.
      Ohne FB, WA und Insta ist der Tag wieder mit wertvollen Inhalten gefüllt ,)

  11. Alternative Chatprogramme wurden genannt. Wo ist das Problem?

    • Das Problem ist doch bekannt und war schon immer da: Die meisten deiner Kontakte findest du i.d.R. nicht bei diesen Alternativen. Insofern muss man schon, wenn man tatsächlich WhatsApp den Rücken kehren möchte, auch bereit sein, weniger Kontakt auf diesem Wege zu haben. Das kann man so oder so bewerten, bei mir jedenfalls ist es insgesamt ruhiger geworden, manchmal merke ich aber auch, dass ich das eine oder andere nicht oder nur spät mitbekomme. Das wird jetzt bei mir nicht dazu führen, WhatsApp wieder zu aktivieren, aber ich kann mir vorstellen, dass das anders aussieht, wenn wirklich häufig bestimmte Dinge an einem vorbei gehen.

    • Alexander says:

      Ich würde das auch nicht als Problem bezeichnen. Aber wer möchte schon diverse Messenger auf seinem Gerät am Laufen haben, um alle und jeden zu erreichen. WA hat fast jeder, läuft komfortabel und ist – leider – der Quasi-Standard. Hakelig wird es bei Gruppen, aus denen man sich schwer entziehen kann.

    • Das Problem ist, das einige glauben siw würden ohne Whatsapp sozial Vereinsamen.

      Dazu kann ich selbst nicht viel sagen, da ich Whatsapp noch nie genutzt habe (war mir von Anfang an nix wert). Aber aus Beobachtungen anderer Personen im Bekanntenkreis, die Whatsapp gelöscht haben, weiss ich, dass die immer noch Sozialkontakte haben. Nun halt mit anderen Messengern. Muss man nur wollen!

      • Klar, wenn man will, geht so vieles, aber dann bräuchten wir auch keine Autos, keine Smartphones, kein Internet… Geht auch alles ohne, man muss nur wollen.

  12. Nutze WhatsApp schon seit ca 2 Jahren nicht mehr und bin erfolgreich zu Telegram gewechselt. Wahrscheinlich am Ende des Tages auch nicht besser, bekommt dafür regelmäßiger neue Features geliefert 😀

    • Möglich, aber gerade bei Messengern halte ich neue Features tatsächlich für entbehrlich. So eine App soll Nachrichten von A nach B schicken – fertig.

    • Naja, wenn schon weg von Whatsapp, dann doch bitte nicht zu einer App, die noch unsicherer ist als Whatsapp. In der Standardeinstellung liefert Telegram alles, was man tippt, in Echtzeit an den Telegram-Server – und nicht erst dann, wenn man die Nachricht abschickt. Der Server hat sogar Zugriff auf eine komplette Kopie aller Chats. Dabei sollten Unterhaltungen eigentlich exklusiv auf dem Mobilgerät der Nutzerin oder des Nutzers lagern. Das Problem: Was der Anbieter mit den Daten macht, außer sie an das Mobilgerät ihrer Besitzerin oder ihres Besitzers zu senden, bleibt im Dunkeln. Das mache sogar Whatsapp besser.

      • Da verallgemeinerst Du deine eigenen Vorstellungen. Ich benötige keine Verschlüsselung. Ich möchte, das die Kommunikation auf dem Server liegt und nicht auf dem Endgerät, damit auf weiteren oder einem neuen Gerät sofort alles verfügbar ist.

        Das einzige, was ich nicht will, ist Werbung. Schon gar nicht Werbung, die auf meiner Kommunikation beruht und mich dann tatsächlich zu Käufen verführen könnte.

        So, wie sich das derzeit darstellt, werde ich WhatsApp zustimmen und möglichst Telegram bevorzugen.

  13. Ich kehre WhatApp nicht den Rücken, bin aber seit einiger Zeit parallel auch auf Signal unterwegs. Ich würde das Verhältnis meiner Kommunikation derzeit auf 70:30 zugunsten von WhatsApp schätzen. Ich sehe es wie Akiro, Facebook/WhatsApp müssen sich immer noch im Rahmen des geltenden Rechts bewegen und ich sehe daher keinen Grund die Nutzung einzustellen bzw. den geänderten AGB nicht zuzustimmen.

    • Sie müssen, ja. Aber tun sie es auch? Wie will man es überprüfen? Die Geschichte vom Fehlverhalten großer Milliardenkonzerne hat uns gelehrt, dass man sich oft an Gesetze nicht hält, weil die möglichen Strafen beim Auffliegen und die Chancen aufzufliegen eher klein sind. Und am Ende gibts dann eh einen Deal.

  14. Selbst unter IT’lern ist es schwierig umzuziehen. Ich habe mittlerweile schon 4-5 Mal versucht von WhatsApp wegzukommen und Leute nach Signal zu lotsen – kann man aber total vergessen. Und wenn man dann beruflich noch in WhatsApp-Gruppen steckt und sich davon nicht abkapseln möchte um im Informationsfluss zu bleiben, hat man eh verloren. Sehr sehr schade, denn Signal gewinnt nach jedem Update immer mehr an Komfort. Wenn diese gesellschaftliche Abhängigkeit (Freunde, Familie, Arbeit) nicht wäre, hätte man eigentlich keinen Grund mehr bei WA zu bleiben.

    • Gunar Gürgens says:

      Beruflich und WhatsApp-Gruppen in einem Satz. Das ist mal richtig übel.
      Genau das war der Grund warum ich am Sonntag mein WhatsApp Konto gelöscht habe, es wurde immer mehr Beruflich und das geht zwecks DSGVO mal gar nicht.

      • > Beruflich und WhatsApp-Gruppen in einem Satz.
        > Das ist mal richtig übel.

        Bliebe die Frage nach der Alternative. Ich arbeite teilweise für sehr große Unternehmen, und…
        – wenn die IT sich in die „Machtstellung“ bringt, alle eingesetzte Software erstmal „freigeben“ zu wollen, dann aber unter den Anforderungen zusammenbricht (DDR, anybody?)
        – wenn man 2 Wochen warten muss, um in MS Teams (das an dem Kunden zuliebe einsetzt!) die Berechtigung für triviale Dinge wie Anhänge zu bekommen
        – wenn der Betriebsrat interveniert, weil man das Tool nach 17 Uhr nicht abschalten kann…
        – …oder weil es nicht „accessible“ ist, obwohl in dem Team gar keiner „accessible“ braucht…
        – wenn DSGVO die Speicherung eine Telefonnummer verbietet, die jeder Mitarbeiter auf dem Privathandy hinterlegt und an ALLE Firmen auf der ganzen Welt verteilt hat, die Convenience-Mobile-Games anbieten…

        …dann darf man sich doch nicht wundern, wenn komplette Teams in heimlicher Absprache was anderes einsetzen.

        Sorry, wenn ein Erwachsener Mensch sich eine „IT-Freigabe“ holen muss, einen anderen erwachsenen Menschen im Team ein Jpeg senden zu dürfen, dann können die sich alle mal gehackt legen. Ich brauche das jetzt, ich will das sofort, ich will das unkompliziert, und wenn manche Leute kompliziert sind, umgehen wir die einfach. Ende. Ach was, „Ende“, am Ende kriegt man die Freigabe nicht mal, denn das Jpeg könnte ja unanständig oder 5GB groß sein. Kindergarten! Auf einer Baustelle dürfte kein Bagger fahren, wenn die Leute da dermaßen pingelig wären!

        Ärgerlich ist daran nur, dass dann Individuen haften, wenn es rauskommt, wenn die großen graue Anzugfraktion gleichzeitig dafür gesorgt hat, dass man nicht mehr normal arbeiten kann.

        Ich bin bestimmt kein Fan der „Bedenken-Second-FDP“, aber die deutsche Bürokratie steigert sich hier wieder mal ins Absurde. Diese ganzen Inhalte sind nichts, was „privat“ oder „geheim“ bleiben sollten. Diagnosen, Einkommen, Verträge — ja. Aber „Herr Meier kann Frau Müller unter der Telefonnummer xxxxx/xxxx erreichen“ — komm ey, geh mich weg damit.

  15. Ich bin dann bei WhatsApp weg.. nur Facebook fällt mir wegen sehr alten Kontakten die ich sonst nirgends habe schwer.

    • Aber dann kannst du auch gleich weiter WhatsApp nutzen. Das ist ja so, als würde man zwar mit dem Rachen von Zigaretten aufhören, weil die ja gesundheitsschädlich sind, aber auf die Zigarre möchte man dann doch nicht verzichten. Mir fällt da noch dieses e-zigarreten-teil ein 😀

  16. Wo kann man sehen, ob man die neuen Nutzungsbestimmungen schon ausversehen zugestimmt hat?

    • Ganz sicher bin ich mir nicht, aber wenn es sich verhält wie bei allen anderen, bisherigen Zustimmungen sollte das flag ob du zugestimmt hast in den Daten sichtbar sein, die sie dir liefern wenn du in den Einstellungen deine Daten anforderst.

      …wenn das hier jemand testet kann er es ja mal bestätigen oder so.^^

    • Interessiert mich auch. Kann mich nicht erinnern jemals eine entsprechende Aufforderung bekommen zu haben.

  17. Nein Felix, es ist anders.
    WhatsApp bekommt von mir eine Schonfrist, wie lange die ausfallen wird dürfen die selber festlegen 😉

  18. Seit Januar war ich dabei langsam auf Signal und Telegram umzusteigen. Heute wird WhatsApp gelöscht vom privaten Handy und bleibt nur auf dem geschäftlichen Smartphone. Seit dem Apple iPhone mit der neuen iOS Version das Tracking unterbindet, ist auch Ziel demnächst privates Handy mit iPhone auszutauschen. Damit und mit paar kleineren Griffen und VPN schützt man seine Daten soweit es geht, ohne zu tief einzusteigen. Einsetzbar auch für normale User, ohne IT Ausbildung.

  19. Also bei mir gibt es (noch) keine Einschränkungen.

  20. Vor einigen Wochen ist mir in den NextDNS logs folgende Adresse aufgefallen: „dit.whatsapp.net“. Laut Whatsapp wird diese zum sammeln von „anonymen Telemetriedaten“ genutzt. https://faq.whatsapp.com/general/what-is-dit-whatsapp-net/?lang=de Ich habe die Adresse umgehend auf die Sperrliste gesetzt (ohne spürbare Beeinträchtigung). Mich wundert es, dass diese Schnüffel-Domain noch von keiner Filterliste erkannt wird.

    • Ich finde ja, wir sollten so langsam mal vom passiven Blocken übergehen zum agressiven sabotieren. Für den Anfang könnte man z.B. mal die Adressauflösung solcher Domains vertauschen, könnte bei denen ganz spannend aussehen, wenn z.B. die Requests für Analytics bei WhatsApp landen und umgekehrt. 😀

    • Dass dit.whatsapp.net nicht auf Blocklisten wie NextDNS oder Blockada ist, liegt an dem anonymisierten Verfahren zur Ermittlung von Telemetriedaten. Die Daten sind nicht personenbezogen und durch random rotating IDs auch nicht individuell beziehbar. Deshalb ist das auch kein Thema für Anonymisierungsdienste.

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