watchOS 6: Wenn die Uhr beim Berechnen des Trinkgeldes unterstützt

Neben iOS 13, iPadOS 13, tvOS 13 und macOS Catalina gehört auch watchOS 6 zu den neuen Apple-Betriebssystemen, die dem Nutzer ab Herbst unter die Arme greifen. Mit dabei sind etliche Neuerungen, die wir in den nächsten Wochen nach und nach beleuchten werden. Heute soll es um eine Herausforderung gehen, die viele von euch sicherlich kennen. Ihr seid mit Freunden im Restaurant, macht euch einen schönen Abend und der Einfachheit halber übernimmt einer von euch die Rechnung, möchte auch etwas Trinkgeld geben.

Die Ansätze sind dabei unterschiedlich. Einige nehmen den zu zahlenden Preis und runden dann einfach auf die nächsten, vollen zwei Euro auf. Andere wiederum sagen „Ich gebe immer 10 oder mehr Prozent!“. Das Restaurant-Business ist kein Leichtes und die Bezahlung ist auch nicht wirklich toll, wer schon mal gekellnert hat, weiß, dass etwas Trinkgeld eine schöne Motivationshilfe sein kann, um nachhaltig einen guten Job zu machen.

Die Apple Watch besaß bisher noch keine native Rechner-App. Das heißt, man musste Drittanbieter-Apps nutzen oder auf das iPhone zurückgreifen. Mit watchOS 6 ändert sich das. Der dort vorhandene Rechner unterstützt nicht nur die elementaren Rechenfunktionen, sondern hilft auch bei der oben beschriebenen Challenge. Per Tipp auf den „€ %“-Button gelangt ihr in eine Maske, die euch den Prozentwert des Trinkgelds und die Anzahl der Personen eingeben lässt.

Die Watch rechnet euch dann den Gesamtwert aus und sagt euch außerdem direkt, was jeder aus der Runde bezahlen muss bzw. wie viel ihr eurem bezahlenden Freund schuldet. Kein Hexenwerk aber in bestimmten Situationen doch ganz nützlich.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

20 Kommentare

  1. Ist das so ein US Ding?
    Weil SO habe ich / haben wir noch nie bezahlt. Entweder zahlt jeder einzeln was er/sie hatte – oder einer lädt alle ein. So eine „alles durch alle teilen“-Rechnung gab es höchsten mal bei Pizza-Lieferung für eine Feier oder Workshop und dann wurde einfach aufgerundet.

    • ja, diese Art der Aufteilung ist in den USA sehr populär. Genauso die Art des Trinkgeldes. 10% für kein Service, damit der Kellner gerade so überlebt, 20% wenn es überragend war.

      • Mittlerweile ist es an vielen Orten leider schon 20% bei schlechtem Service, 23% bei normalem und 25% bei gutem, alles bereits zum ankreuzen auf dem Bon vorgegeben.

    • in meinem Freundeskreis ist das Teilen auch üblich. Und in Zeiten von Paypal und Co ist das noch bequemer geworden.

      Jeder zahlt für sich ist so ziemlich die deutscheste Art zu zahlen…

    • Definitiv kein US Ding. Bei uns im Regelfall eine vollkommen übliche Praxis, sodenn alle in etwa gleich konsumiert haben. Für 2-3 Euro den ganzen Mist auseinanderrechnen? Och nö.

  2. Die WatchOS-App sollte besser mal den Stundenlohn fürs Kellnern ausrechnen mit dem man gut leben kann!

    • Quatsch, Trinkgeld wie in den USA ist viel besser. Man kann mit niedrigeren Preisen besser Kunden anlocken. Der Gastwirt muss nicht mehr aufwendig den Staat bescheissen, das macht der Kellner nebenher mit dem Trinkgeld. Die Kellner haben einen hohen Lebensstandard, für den sie keine Steuern oder Abgaben zahlen müssen. Die Alten und Zugereisten kriegen weniger Geld in den Arsch geblasen, weil der Staat weniger einnimmt.
      Kleiner Wermutstropfen: wenn der Kellner mal krank wird oder in Rente geht, sieht es mau für ihn aus. Und die Solidargemeinschaft zahlt dann die Zeche ein zweites Mal. Aber hey, Angestellte in der Gastro sind eh Supermann und alt werden die auch nicht. Von daher alles entspannt.

  3. MeinerEiner says:

    Also bei uns wird das auch so gehandhabt, das normalerweise einer alles zahlt. Beim nächsten mal zahlt dann eben ein anderer. Im „Notfall“ weiss jeder wieviel er ungefähr gezahlt hat und man rechnet es hinterher selbst auseinander. Wenn ich schon immer dieses „Getrennt!“ höre. 😉 Stellt euch doch mal nicht so an wegen 2 oder 3 Euro, die ihr vielleicht diemal mehr zahlt als der andere dann beim nächsten mal.

    • Peter Brülls says:

      Funktioniert nur, wenn alle in etwa das gleiche konsumieren und sie in etwa das gleiche Einkommen haben. Wenn jemand nicht zum Essen trinkt, geschweige denn Alkohol, und auch nur einen Vorspeisenteller oder meinethalben die kleine Pizza oder eine Suppe braucht, dann ist er permanent im Minus.

      Ich habe gerade mal hier auf die Karte gesehen, wo die Kollegen Freitags immer Essen gehen. (Allerdings getrennt zahlend, insofern hypothetisch.) Ich lande da bei 4,50 €, was ich so an den Bestellungen hier höre und auch wenn ich mal mitgegangen sehe, ist eher 9 € bis 10 € normal. 8 Leute gehen im Schnitt hin.
      Also so etwa 71 € insgesamt. Sind also auf 8 Besuche ein Minus von 20 €.

      Ne, sorry, verdiene ich nicht gut genug für. 🙂

      • Peter Brülls says:

        „Funktioniert nur, wenn alle in etwa das gleiche konsumieren und sie in etwa das gleiche Einkommen haben.“

        Anmerkung: Das kann natürlich auch gewünscht sein. Ein bestimmtes Ausgabeverhalten zu erzwingen sorgt dafür, dass die mit dem geringeren Einkommen irgendwann nicht mithalten und sich dann eben ausklinken.

  4. Wer’s braucht…..
    10% oder 20% eines Betrages bekomme ich näherungsweise noch im Kopf abgeschätzt.

    Die Aufteilung des Gesamtbetrages kann man normalerweise auch anhand des Beleges selber machen – ob dann einer die Zahlung an den Kellner abwickelt und von den anderen das Geld anteilig bekommt oder ob alle solange anteilig Geld auf den Tisch legen bis der Gesamtbetrag stimmt kommt dann immer auf die Gruppe an…

    • Peter Brülls says:

      Naja, die Sache mit den Prozenten ist in der Tat einfach, wenn man nicht von Dyskalkulie betroffen ist und es nur um 10% oder 20% geht.

      Aber der gewünschte Weg ist sicherlich, das eben nicht selbst zu machen, sondern möglichst so, dass die Leute dann gleich per Messages ihren Anteil von 8 $ per Apple Pay Cash bezahlen können.

  5. Heisenberg says:

    Autsch, brauchen die Menschen von heute echt eine App für solche Dinge?

    • Peter Brülls says:

      Naja. Das Beispiel ist ja nun trivial. Ich habe es noch mal überdacht und Zufallszahlen bemüht.

      Okay, Es kommt die Rechnung, alles zusammen 134,50 Dollar für 7 Leute.

      Service war sehr gut, also 20% Trinkgeld.

      135 – 13,50 –  27 – denk 152 – Quatsch 162

      Jetzt das ganze noch mal durch 7 teilen.

      140 also 20 für jeden, bleiben 22, also noch mal 3, also 23 für jeden.

      Ja, geht, aber das gleiche mit einem anderen Zufallswert von 208 Dollar für 9 Personen ging mit Calcbot – der hat die Funkton seit Jahren – deutlich schneller. Und genauer, denn meine Überschlagsrechnung oben ist mit 18 Cent pro Person zu meinen Ungunsten, also über einen Dollar Verlust. Just den, den ich spendiert habe um 22/3 zu 21/3 zu vereinfachen.

      Wenn man jetzt sieht, dass die Zielgruppe 5 Mal die Woche irgendwo hingeht, durchaus was, was ’ne Maschine machen kann.

  6. Gulliver Gustavson says:

    Smartwatch zum Berechnen von Trinkgeld… ich lache mich schlapp. Ist das den heutigen Schulsystemen geschuldet? Wer wirklich nicht in der Lage ist, das selbst auszukaspern, jedes Handy hat einen Taschenrechner integriert. Ich warte auf die App oder besser noch Apple Watch Funktion zum Schuhe zubinden.

    • Peter Brülls says:

      Abgesehen davon , dass ich es durchaus im Kopf hinkriege: Du hast schon mitgekriegt, dass es nicht um die deutsche Arts des Trinkgelds geht, wo man 72,30 € großzügig auf 74 € aufrundet, sondern um das US System, bei dem man zwischen 15 und 20 % gibt, aber bezogen auf den netto-Preis vor der Sales Tax, und dann den Betrag von den anderen am Tisch zurückbekommt? Alldieweil es in den USA unüblich ist, dass jeder für sich zahlt, wenn man man Tisch bestellt, selbst wenn es nur Kollegen sind, mit denen man die Mittagspause verbringt.

      Und natürlich hat jedes Handy einen Taschenrechner. Ich wundere mich allerdings, dass so ein Rechenfuchs wie Du das weißt.

      Apps zum Schuhezubinden gibt es. Nennt sich Stretcheinlage oder Klettverschluss® oder Boa® System und was es da noch alles gibt.

      • Gulliver Gustavson says:

        In der Tat habe ich den Taschenrechner im Handy gefunden, bin selbst erstaunt. Aber zum Trinkgeld ausrechnen habe ich ihn noch nie verwendet, versprochen. Im übrigen ist deine Rechnung keineswegs großzügig, auch in D sind 10 % durchaus üblich 😉 Auch das kann man im Kopf ausrechnen, aber das kannst du ja auch selbst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.