Wahl-O-Mat für die Landtagswahl 2022 in Nordrhein-Westfalen gestartet

Den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gibt es bereits seit 2002. Auch hier im Blog haben wir schon zahlreiche Male auf das Angebot hingewiesen. Bald stehen wieder neue Landtagswahlen an. Am 8. Mai wird in Schleswig-Holstein gewählt, da ist man mit 16 Parteien im Wahl-O-Mat vertreten. Frisch gestartet ist man zudem mit dem Wahl-O-Mat für die Landtagswahl 2022 in Nordrhein-Westfalen. Hier wird am 15. Mai der neue Landtag gewählt. Im Wahl-O-Mat sind hier 28 Parteien vertreten.

Der Wahl-O-Mat ist in unserer Leserschaft sicherlich weitgehend bekannt, falls nicht, dann lasst mich kurz ein paar Worte zur Funktionsweise verlieren: Mittels Frage-Antwort-Vorgehen werden anhand von Thesen eure Übereinstimmungen mit jenen der zur Wahl zugelassenen Parteien abgeglichen. Hierzu müsst ihr lediglich auf jede These mit einem „Stimme zu“, „Stimme nicht zu“, „Neutral“ oder „These überspringen“ reagieren.

Die Thesen des Wahl-O-Mat werden von einem Redaktionsteam aus Jungwählen, Experten aus Wissenschaft, Journalismus und Bildung sowie den Verantwortlichen der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb entwickelt und ausgewählt. Im Nachgang werden eure Antworten dann mit jenen der Parteien abgeglichen und eure persönliche Übereinstimmung mit den ausgewählten Parteien wird ermittelt. Hierzu könnt ihr zudem Thesen auswählen, die besonders stark (doppelt) gewichtet werden sollen. Die Auswahl der zum Abgleich stehenden Parteien kann beliebig oft geändert werden, die 38 Antworten auf die Thesen bleiben hierbei bestehen.

Im Vorfeld von Wahlen wurde der Wahl-O-Mat seit 2002 bereits über 100 Millionen Mal zurate gezogen. Natürlich sollte man die Wahl-O-Mat-Ergebnisse nicht als Wahlempfehlung, sondern vielmehr als – zusätzliches – Informationsangebot sehen. In diesem Sinne: Informiert euch und macht von eurem demokratischen Recht zu wählen Gebrauch! Vielleicht ist es für den einen oder anderen doch eine Orientierung (eine relativ fundierte Entscheidung) bei den anstehenden Wahlen zu treffen.

Im Archiv kann außerdem jeder Wahl-O-Mat der vergangenen Jahre noch einmal nachgespielt werden. Im Herbst wird auch in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt.

Zum Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in

Schleswig-Holstein 2022 geht’s hier lang. (Wahl am 8. Mai)
Nordrhein-Westfalen 2022 dort. (Wahl am 15. Mai)

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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23 Kommentare

  1. Hand aufs Herz: es ist doch WIRKLICH egal wer die Wahl gewinnt. Reine Zeitverschwendung. Es sollte lieber eine App geben, bei der man sammelklagen gegen Politiker starten könnte. Und das Gehalt der Politiker sollte an Zielerreichungen gebunden sein. Und ich verstehe bis heute nicht wie so viele wichtige Entscheidungen ohne das Volk getroffen werden – das verstehe ich eigentlich unter einer Demokratie- und es wäre so einfach heute per App umsetzbar: einfach Umfragen starten. Aber hey…so funktioniert die Welt nicht: dann müsste ja jedes Individuum Verantwortung übernehmen, richtig?!

    • Losquantos says:

      Ich stimme dir auf jeden Fall zu, dass es schon fast egal ist wer die Wahl gewinnt.
      Am Ende werden Kompromisse geschlossen und von der eigenen Linie abgerückt, nur um an der Macht zu sein und sich selber und seine Freunde mit Posten zu beglücken.
      Die Zeiten, in denen ein Politiker wirklich das Beste für sein Volk entschieden hat, sind anscheinend vorbei.
      Sieht man ja auch immer wieder daran, dass fachfremde Personen auf einmal ein Ministeramt bekommt. Christine Lambrecht ist z.B. ein Paradebeispiel für eine Fehlbesetzung und Vetternwirtschaft.

      Bzgl. mal eben etwas per App realisieren: dies kann man eigentlich nur fordern, wenn man keine Ahnung hat wie der ganze Vorgang funktioniert.
      So einfach ist das nicht, da sichergestellt sein muss, dass die Wahl „allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim“ stattfindet.
      Mal eben bei Mäcces an einem Volksentscheid teilnehmen ist halt nicht und dies ist auch gut so.
      Volksentscheide gibt es auch in Deutschland.

      • Warum sollte eine Wahl per App nicht allgemein unmittelbar frei gleich und geheim stattfinden können?! Also das alte System in allen Ehren…aber nur weil ich an einem Ort ein Zettel einwerfe, bin ich nicht mehr oder weniger geschützt als per App…wenn mich jemand beispielsweise um meine Stimme Erpressen will (haha wer würde sich in Germ0ney dafür überhaupt die Mühe machen…) kann das auch vor der Wahlurne geschehen….also sorry…ist zwar ein netter Gedanke, aber im digitialen Zeitalter gelten diese „Werte“ genauso wie analog an der Wahlurne…Ich erkenne zumindest keinen Unterschied.

        • Die BVerfG Entscheidung zum Einsatz von Wahlmaschinen ist da sehr aufschlussreich. Bei analogen Stimmzetteln lassen sich sowohl die Menge der abgebenden Zettel als auch die jeweiligen Stimmen beliebig häufig und für Jedermann nachvollziehbar nachzählen. Jede/r Bürger*in hat das Recht am Abend nach Wahlschluss bei der Auszählung Anwesen zu sein und so zu verifizieren, dass die Wahlhelfer*innen die Wahl nicht manipulieren. Bei digitaler Stimmabgabe ist das nicht ohne weiteres möglich, da kein physisch überprüfbarer Beleg der Wahlentscheidung vorhanden ist. Eine digitale Wahl, per App oder Wahlmaschine, ist demnach mit dem Grundsatz der Öffentlichkeit der Wahl unvereinbar. Und in Zeiten, in den das Vertrauen in demokratische Institutionen sowieso schwindet, tut man man in meinen Augen gut daran größtmögliche Transparenz bzgl. Des Wahlvorgangs zu gewährleisten.
          Auf der anderen Seiten haben wir gerade keine imperativen Mandate, sondern jede/r Abgeordnete*r ist einzig dem eigenen Gewissen unterworfen.

        • Ich glaube Tom Scott hat über die Jahre inzwischen mindestens 2 Videos zu dem Thema gemacht, warum e- oder gar online Voting ne üble Idee ist und bleibt.
          Wenn des englischen mächtig (sonst müsste es aber auch Untertitel geben) Mal auf YouTube suchen: Tom Scott und Voting

    • Der Meinung, dass es weitestgehend egal ist, wer gewählt wird, bin aber auch ich seit Jahren schon. Sieht man doch auch aktuell wieder, wo zahlenmäßig die SPD vorne lag, letztendlich aber gefühlt die FDP reagiert.

      Und in der Summe wird der gleiche Bockmist fabriziert, wie schon die letzten Jahre über. Ist die Kacke dann irgendwann am dampfen, heißt es eh wieder, dass es vorher ja keiner hat ahnen können…

      PS: Als ich vergangene Woche – anderes Bundesland – die Fragen durchging, wurde mir die SPD sehr weit oben empfohlen. Für NRW liegt sie nun recht weit hinten.

  2. Dirk der allerechte says:

    Oha da bin ich wohl rechtsradikal bei mir kommt wohl die AfD mit Abstand vor der FDP

  3. Tja, bei mir ist es auch die AfD.

    Wahlen sind in meinen Augen sowieso Zeitverschwendung. Meine Einladung ist in der Tonne gelandet.

    • Was soll an der AfD verkehrt sein? Eine demokratisch wählbare Partei…Gut fand ich auch letztens bei einer Rede als gesagt wurde „Wir sind nicht Ausländer feindlich, sonder Inländer liebend“. Natürlich gibt es schwarze Schafe, aber die haben wir bei allen anderen Parteien genauso. Und bisher finde ich die AfD am nähsten dran am Volk – ich weiß beispielsweise nicht was es bringt, wenn wir unsere Steuergelder in alle himmelsrichtungen hinaushauen und alle Deutschen mit abstrusen 4x Mehrwertsteuern „bestrafen“…

      • nah am Volk im Sinne des lauten Herumtönens.
        Außer Geschrei nix gewesen. Dabei gäbe es so viel besser zu machen, und der Club verhält sich meistens destruktiv.
        Zitat, der AfD geht es gut, wenn es Deutschland schlecht geht.

        Da besteht kein Interesse, etwas zu verbessern. GaLiGrü 🙂

  4. Super! Ich kann die anderen Kommentatoren hier nicht verstehen. Ich erlebe ganz real vor Ort lokal und regional erhebliche Unterscheide, je nachdem, wer an die Spitze gewählt wird. Das Kompromisse hier als Schwäche der Demokratie gebrandmarkt werde halte ich für Absurd. Es verhält sich genau umgekehrt: Eine Demokratie lebt von Kompromissen. In den letzten Wahlen haben sich die Stimmen auf immer mehr Parteien verteilt. Infolgedessen steigt natürlich das Erfordernisse von Kompromissen. Es müssen ja mehr Menschen/Parteien an Regierungen beteiligt werden. Ob das immer gut ist? vermutlich nicht immer. Aber ich sehe, wie darum gerungen wird und vor dieser Arbeit für die Demokratie habe ich, insbesondere bei lokaler und regionaler Ebene wo nun wirklich keine Traumgehälter gezahlt werden, großen Respekt.

    Ich kann nur jeden ermuntern zur Wahl zu gehen. Wenn ich in die Welt hinausschaue, merke ich immer mehr, wie wertvoll und wenig selbstverständlich freie Wahlen sind. Und wo Menschen freiwillig von der Macht zurücktreten, wenn es an der Zeit ist.

  5. Bei mir sind es die Linke (was mich verwundert), Volt und Grüne. Volt finde ich wirklich sehr interessant. Leider haben es aufgrund des Wahlsystems solche Parteien schwer. Ich würde mich sehr über das Präferenzwahlsystem freuen.

  6. Gewichtet man die falschen Thesen, bekommt man Parteien wie die AfD, oder die Linke weit vorne vorgeschlagen.

  7. Da wurde doch letzt etwas ähnliches veröffentlicht? Im Vergleich zum Wahl-o-Mat hat sich bei mir unten rum wenig geändert mit afd, cdu und fdp Schlusslicht aber obenrum wohl durch die Gewichtung der Antworten ging es definierter als bei dem andern aus. Direkt die Kommunistischen Parteien oben 😉
    Wie immer mehr um starke Verringerung oder direkt kostenfrei des ÖPNV die letzte Zeit diskutiert wird kann man das 9eur Ticket eigentlich direkt lassen. Das NRW Ticket ist mal wieder kontraproduktiv für die Grenzlebenden und deren Regionen. Kenne ich selbst hier aus nem 3-Länder-Eck wo die Landesgrenzen wie Mauern wirken.

  8. Leider ist der Wahl-O-Mat keine echte Hilfe… Einige der Thesen sind sehr unscharf formuliert und wenn man sich Begründungen der Parteien durchliest merkt man auch das die teilweise ganz unterschiedlich interpretiert werden…

    • Ich lebe zwar nicht in NRW hab den WoM trotzdem mal gemacht. Diese Unschärfe nehme ich ebenfalls wahr. Da muss sich der Wähler wohl auf Versprechen, Wahlprogramme und sein Urteilsvermögen verlassen. Denn Versprechen usw. bleiben am Ende nur Versprechen.

      Die Frage „Was soll an der AfD verkehrt sein?“ kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Der Laden stinkt von vorn bis hinten – unsachlich, ich weiß, doch wer sich die Verstrickungen in die mieseste rechte Szene vor Augen führt, zur Kenntnis nimmt was Leute wie Brandner & Co absondern, sollte begreifen wer da agiert. Und wer mit Faschisten marschiert und sie in seinen Reihen duldet, sie sogar als eigene Mitte verortet, der macht sich denen gleich. Aber das gehört nicht in einen Technikblog…

      #noAfD

  9. Nicht-Wählen geht gar nicht!
    Egal wie frustriert man sein mag weil es viele behinderte Politiker gibt, aber Nicht-Wählen ist das verantwortungsloseste was man machen kann.
    Dadurch gewährt man nur den radikalen Parteien Vorschub, die es besser verstehen ihre Wähler zu mobilisieren.
    Diese nicht-wählende, schweigende Mitte lasst uns dann nur weiter in Richtung extremer Parteien links und rechts abdriften.

    • So viele behinderte Politiker -also solche mit Behinderung- kenne ich gar nicht… wohl aber dumme, idiotische, selbstverliebte und auch faule Politiker. Dazu Betrüger, Diebe, Gewalttäter und Missbrauch ausübende, sexistische Patriarchen.

      Wer seine Stimme nicht nutzt, schenkt sie dem Falschen – sie ist im Zweifel bei der Partei gut investiert, die der Wähler als das zumindest kleinste Übel empfindet und die die 5% Hürde schafft. Jede Stimme gegen Rechts zählt!

  10. Ich finde, der Wahlomat bietet dieses Mal keine gute Hilfe, weil er zu viele Themen behandelt, die nicht auf Landesebene bedeutsam sind.

    Der Wahlswiper war da für mich die weitaus zutreffende Hilfe und danach habe ich auch jene gewählt, die meinen Überzeugungen am nächsten kommen (und es ist keine im Landtag oder Bundestag vertretene Partei, es gibt ja inzwischen viele echte Alternativen). Da Ergebnis dort war krass anders, als beim Wahlomat.

    Zudem es ja noch mehr solcher Wahlhilfen gibt.

    https://www.voteswiper.org/de/deutschland/landtagswahl-nordrhein-westfalen-2022

  11. Schon interessant, viele Parteien schreiben sich das Thema Pflege gerade auf ihr Plakate und? Nix im Wahlomat!
    Impfpflicht etc.? Nix im Wahlomat!
    Also interessant fand ich, AFD und FDP waren beide mit 50% meine Schlußlichter, die Favoriten waren mal ungewohnt, kannte ich noch gar nicht ;-P

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