Voice Action Services: Gliedert Google den Assistant für Europa aus?


Google geht in Europa mit Android bekanntlich neue Wege. Angetrieben durch eine Entscheidung der EU-Kommission, müssen Hersteller künftig dafür bezahlen, wenn sie Android mit Google-Apps ausliefern möchten. Google kann aber nicht davon ausgehen, dass alle Hersteller dies machen, es wird bestimmt einige geben, die auf nacktes Android ohne die Google-Apps setzen. Das Problem für Google: Manche Services setzen Google-Apps voraus, zum Beispiel der Google Assistant, der sich in der Google-App verbirgt.

Nun hat Google drei neue Apps veröffentlicht. Neben „Pixel Tips“ und „Connectivity Health Services“ gibt es auch noch „Voice Action Services„. Letztgenannte App macht dabei nichts anderes als die Assistant-Funktionalität auf Geräte ohne Google-App oder -Suche zu bringen.

Der Google Assistant wird zwar selbst in der App nicht genannt, aber schon die Screenshots zeigen, dass er darüber verfügbar ist. Dafür spricht auch, dass sich die App wohl nur in Europa installieren lässt. Ebenso lassen sich die Voice Action Services als Standard-Assistent festlegen. Von Google gibt es indes noch keine Information, was es mit der App auf sich hat.

Aber das Ausgliedern des Assistant für Europa würde durchaus Sinn ergeben. So könnte man weiterhin einen Assistenten anbieten, ohne dabei auf die Vorinstallation anderer Google-Apps angewiesen zu sein, das liegt schon im Interesse von Google, nehme ich an. Im Bezug auf Android in Europa ist das momentan alles ebenso konfus wie spannend.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Ich finde das ganz ok. Mir persönlich ist der Assistent zu datenhungrig, bzw. er kostet mir zu viel in googles Währung „Daten über mich“, für das was er leistet. Wenn er gar nicht erst auf dem Telefon drauf ist, kann ich ihn auch nicht zufällig aktivieren :-).

  2. Die User wollen gapps haben, Google hat es ja geschafft diese proprietär gut zu binden.
    Das heißt, entweder sie bezahlen für viele gapps, oder ihr Smartphone wird nicht verkauft…

  3. Es geht wohl auch darum, daß Google als einziger von der EU aggressivst gemaßxregelter IT-Konzern den Europäern lieber nur noch möglichst dumme Konsolen zu seinen Diensten gibt, damit weitere Attacken gegen das Geschäftsmodell Werbefinanzierter Umsonstdienste ins Leere laufen.

  4. Sh*t die App ist nicht kompatibel und bei apkmirror noch nicht gelistet, wollte den Assistent auf mein fire 10 installieren 😀

  5. Ja leider steht nirgends so genau was für ein Gerät man braucht.. Werde aber mal ausprobieren ob sich die App auf nem alten S3 neo mit kitikat installieren lässt. Oder auf nem Tablet mit lolipop.

    Aber ansonsten find ich das von der EU mal wieder föllig daneben kommt dann so wie in China. Kein Playstore etc. Gut ein Samsung S10 nur zum telefonieren und mit unbrauchbaren Bixby.. Verkauft sich bestimmt gut für schätzungsweise 1200€.

  6. lol als ob, abgesehen von nem Tech Freak, jemand ernsthaft sich ein Phone ohne gapps kaufen wird.

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