Vodafone und O2 starten mit der eSIM

Artikel Vodafone LogoProblemloses Wechseln der Provider, ohne sich Gedanken um Quatsch wie Kartenwechsel und Co machen zu müssen? Das ist eSIM, das E steht dabei für embedded. Ein Wechsel erfolgt so über die Software, keine Karte muss mehr umgefummelt werden. Diverse Anbieter pitchen die eSim seit langem, bislang ist es aber eher ruhig. Den breiteren Anfang machen jetzt erst einmal Vodafone und O2, die das Ganze unterstützen. Slow Clap: Es werden bislang keine Smartphones unterstützt, sondern lediglich die Samsung Galaxy Gear S2 classic 3G. In diese muss also keine SIM eingelegt werden, Besitzer scannen einen QR-Code und installieren so das Profil auf der eSIM.

Markus von Böhlen, Director Devices, SIM & Logistic von Telefónica Deutschland:
„Schon in vier Jahren soll es mehr als 35 Milliarden vernetzte Geräte auf der Erde geben und ein Großteil davon möchte sich in Mobilfunknetze einbuchen. Dieser Ansturm lässt sich nur mit fest eingebauten SIM-Chips bewältigen, die sich bequem per Software konfigurieren lassen. Die eSIM ist damit die Basis für das Internet der Dinge und ein großer Durchbruch für die Mobilfunk-Branche.“

Das identische Angebot gibt es ab dem 11. März auch bei Vodafone Deutschland.

VodafoneDeutschland-Chef Hannes Ametsreiter:

„Die eSIM ist ein weiterer wichtiger Schritt in die digitale Zukunft. Sie wird zum Schlüssel für das Internet der Dinge. Hersteller werden noch mehr Geräte und Maschinen noch einfacher miteinander vernetzen. Telekommunikationsanbietern eröffnen sich völlig neue Vermarktungschancen. Und Mobilfunkkunden bietet die eSIM künftig noch mehr Komfort beim Umgang mit zahlreichen Geräten,“

Beide Anbieter vermarkten ab März die besagte Samsung Galaxy Gear S2 classic 3G in ihren Stores. Vodafone bietet dabei folgendes an: Für 20 Euro im Monat erhalten Kunden die Smartwatch und eine Red+ Allnet Zusatzkarte. In diesem Tarif nutzt die Uhr für den Internetzugang das Datenvolumen der Red-Hauptkarte. Und für die Telefonie stehen eine eigene Mobilfunknummer sowie eine Sprachflatrate in alle deutschen Netze zur Verfügung.

Persönliche Meinung: Klasse, endlich passiert mal was in diese Richtung, doch bei Trackern und Smartwatches ist der große Reach natürlich nicht drin. Man bedient hier einmal wieder die Nische – kann das Ganze aber natürlich nutzen, um Kunden und Mitarbeiter langsam auf das vorzubereiten, was sicherlich ab 2017 vermehrt zu sehen ist.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

11 Kommentare

  1. War die eSIM nicht auch recht umstritten? Prinzipiell finde ich die Wechselmöglichkeiten wirklich super und es spart Ärger und Müll. Wenn man dann noch neue Gerätetypen einfach anbinden kann, auch geil. Vielleicht kann ich den Vertrag dann auch automatisch für mehrere Geräte nutzen? Laptop, Tablet, Smartwatch und Handy?

    Aber welche Einschränkungen gibt es dann? Gibt es dann einen anbieterspezifischen SIM-lock? Oder kann so eine eSIM auch zwei Verträge parallel bedienen? Bin ich dann gefangen bei einem Anbieter, weil ich nie mehr wechseln kann? Behalte ich meine Nummer, wenn ich den Vertrag wechsle?

    Ich bin mal gespannt, wie sich das entwickelt. Aber könnte schon was werden, wenn es nicht gleich gewinnorientiert ausgelaugt wird.

  2. Zitat: „Und Mobilfunkkunden bietet die eSIM künftig noch mehr Komfort beim Umgang mit zahlreichen Geräten“

    Das Gegenteil ist der Fall. Es erschwert den Wechsel von Gerät zu Gerät. Was ist daran kompliziert die SIM aus dem einen Gerät raus und in das andere rein einzusetzen?
    Richtig, gar nichts!

    Anstelle eines einfachen Providerwechsels durch Tausch der SIM z.B. auch im Ausland, wird es nun wenn es überhaupt möglich wird ein umständliches Prozedere mit An- und Abmelden geben.
    Die Provider werden es schon wissen wie sie mit Hilfe der eSIM ihre Kunden noch enger an sich knechten äh binden können.

  3. Der Apple-Vorschlag war umstritten, auch bei den deutschen Netzbetreibern. Die eSIM unterscheidet sich davon aber in einigen Punkten.

  4. Hast du die Kritik nicht mitbekommen? Siehe meine Vorredner. Simlock 2.0 wird das werden.

  5. geil, ma eben ne Pre Paid SIM im Ausland kaufen um die Wucher gebühren beim Mobilen Internet zu umgehen wird dann wohl nix mehr -,-

  6. Klasse, soll Apple mal aufgreifen. Ich teste nämlich gerade Vodafone auf dem iPhone und das ist schon unfassbar nervig, wenn man man für die nahezu überall eingeschaltete 2FA via SMS und TANs dann doch ständig wieder die normale SIM reinfummeln muss (inkl. neuer Aktivierung des iPhone!).

  7. @ChackZz Du glaubst doch nicht, dass du mit def eSim beliebig hin und her wechseln kannst. Das werden die Provider schon zu verhindern wissen.

  8. @ralvi67
    Sie mögen es vielleicht versuchen, aber den klassischen SIM-Lock hat der freie Markt irgendwann auch hinter sich gelassen.

  9. Prinzipiell kann man auch bei der eSIM zwischen den Profilen wechseln. Einfach ohne aktiviertes eSIM-Profil ins Netz gehen und man wird auf eine Seite weitergeleitet, wo man die verschiedenen eSIM-Profile buchen kann. Da wir hier vermutlich von einer netzinternen Weiterleitung reden, wird diese Umleitung jedes eSIM-Smartphone unterstützen.

    Das ist die schöne neue Welt. Aber warum sollten die Mobilfunk-Anbieter diesen Komfortgewinn auch umsetzen?

    Gerade weil die Mobilfunk-Betreiber im Gegensatz zu dem Smartphone-Herstellern wenige Vorteile von der eSIM haben bezweifle ich diese rosarote Märchensicht. Schließlich warten wir bis heute darauf, dass die Mehrheit der ebooks uns gehört statt geliehen. Ein Weiterverkaufsrecht gibt es bei Dienstleistung, die ebooks rechtlich darstellen, eben nicht!

  10. Ein negativer Punkt verbirgt sich in der PM von Vodafone. Man will damit neue Geschäftsmöglichkeiten ausbauen. Ja, dann wird der „Wechsel“ der eSIM später Geld kosten, wenn man im Ausland ist, oder was auch immer. Mal ganz davon abgesehen, wieviel Jahre soll das denn dauern, bis auch die Provider weltweit so etwas anbieten?

    Aus Spaß an der Freude machen das die Provider nicht.

  11. Mit der eSIM sollte es eigentlich problemlos (da nur Software) möglich sein auch 2 oder mehr SIM-Karten in ein eSIM-fähiges Gerät zu packen – hoffentlich nutzen auch die Hersteller diese Möglichkeit. Wenn Apple das iPhone 7 mit einer eSIM „ausstattet“ wäre das sicher der Hammer, wenn das iPhone 7 dann 2 oder mehr SIM-Karten (gleichzeitig) damit unterstützen täte.