Samsung Gear S2 und Gear S2 Classic ausprobiert: So muss eine Smartwatch sein!

4. November 2015 Kategorie: Hardware, Wearables, geschrieben von:

artikel_GearS2Samsung hat dieses Jahr, nach einer kreativen Pause, gleich zwei neue Smartwatch-Modelle vorgestellt. Die Gear S2 und die Gear S2 Classic sind zudem Samsungs erste Smartwatches, die auf Tizen for Wearables basieren und trotzdem mit Smartphones genutzt werden können, die nicht von Samsung stammen. Dieser Schritt ist auch sehr wichtig, wenn man die Masse mit einem Gadget erreichen will. Es muss mit dem Smartphone kompatibel sein, das der Nutzer bereits hat, gerade bei der Gerätevielfalt im Android-Kosmos ein essentieller Punkt.

Smartwatches haben bis auf die Anzeige der Zeit und der Anbringung am Handgelenk nichts mit klassischen Uhren gemeinsam. Dennoch wünschen sich viele Nutzer, dass die Smartwatches so gestaltet sind, wie eine traditionelle Armbanduhr eben auch. Das heißt in den meisten Fällen, dass die Smartwatch ein rundes Display mitbringen soll. Was die Gear S2 und Gear S2 Classic auch machen. Während die Gear S2 ein modernes Erscheinungsbild bietet und dennoch an eine Uhr erinnert, kommt die Gear S2 Classic noch traditioneller daher, bei aktivem Display und entsprechendem Zifferblatt kaum von einer klassischen Armbanduhr zu unterscheiden.

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Mir persönlich ist die Form einer Smartwatch egal. Ob rund oder eckig ist für mich nicht entscheidend, das Gesamtdesign muss für mich ansprechend sein und das mache ich nicht an der Form des Displays fest. Funktionieren muss die Smartwatch, zuverlässig soll sie sein – und vor allem soll sie mir einen Mehrwert bieten. Dieser Mehrwert sieht bei jedem Nutzer anders aus. Der eine möchte seine sportlichen Aktivitäten tracken, der andere nutzt sie zur Navigation durch Städte und wieder ein anderer erfreut sich an den Benachrichtigungen, für die er nun nicht mehr das Smartphone aus der Tasche ziehen muss. Alles Dinge, die mit einer normalen Armbanduhr nicht möglich sind.

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Dennoch macht das Design einer Smartwatch eine Menge aus, immerhin wird diese meist gut sichtbar getragen. Hier sind auch die größten Unterschiede zwischen Gear S2 und Gear S2 Classic zu erkennen. Die Gear S2 sieht eher sportlich aus, mit recht wuchtigem Uhrkörper und einem Armband aus Kunststoff. Erhältlich in zwei Gehäusefarben mit entsprechender Armbandfarbe. Die Gear S2 Classic hat einen etwas schlankeren Uhrkörper und kommt mit einem Lederarmband.

Der Unterschied macht sich nicht nur optisch, sondern auch beim Tragen der Uhr bemerkbar. Keine der beiden Varianten ist unbequem, aber bei der Gear S2 Classic hat man tatsächlich mehr das Uhr-Gefühl am Handgelenk. Für Uhrenträger, die auf eine Smartwatch umsteigen möchten, ein vielleicht nicht uninteressantes Detail. Beide Modelle sind aber bequem zu tragen.

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Das Armband der Gear S2 ist fest mit dem Gehäuse verbunden. Also nicht fest im Sinne von „lässt sich nicht wechseln“, aber der Winkel, in dem das Armband das Uhrengehäuse verlässt, ist vorgegeben. Bei meinem Handgelenk kein Problem, ich kann mir aber vorstellen, dass dies bei einem größeren Handgelenksumfang Auswirkungen hat, da der Winkel doch eine recht schmale Brücke bildet. Im Zweifelsfall vor dem Kauf anprobieren, was man bei einer Uhr sowieso machen sollte.

Dreh- und Angelpunkt für die Nutzung der Smartwatch ist die Samsung Gear-App, hier verwaltet man nicht nur die Benachrichtigungen, auch Apps und Watchfaces kann man hier auswählen, Watchfaces sogar individuell erstellen. Die App sollte auf vielen Android-Geräten laufen. Interessanterweise konnte ich mit einem Huawei P8 die App zwar laden und auch die Uhr verbinden und es funktionierte soweit auch alles, allerdings ließen sich keine zusätzlichen Apps oder Watchfaces herunterladen. Ich habe keine Erklärung, warum dies so ist, aber ein Zugriff auf die Store-Elemente endete immer in einem unendlichen Ladekreis. Mit dem HTC One A9 war dies nicht der Fall, hier gab es auch Zugriff auf zusätzliche Apps und Watchfaces.

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Ich vermute, dass dies einfach ein Bug ist, sollte man aber bedenken, wenn man Interesse an der Smartwatch hat. Leider kann man die App erst richtig ausprobieren, wenn eine Smartwatch zur Kopplung zur Verfügung steht. Startet man nämlich die Kopplung, werden vom Gear-Manager noch zusätzliche Plugins geladen, dauert nicht lange, generell gestaltet sich die Einrichtung sehr unkompliziert. Echt gut gemacht, nichts woran man verzweifeln würde.

Die Auswahl an zusätzlichen Apps ist überschaubar, aber doch irgendwie ausreichend, Das mag an meiner persönlichen Nutzung liegen, die eigentlich schon durch die vorinstallierten Apps gedeckt wird. Aber man hat die Möglichkeit hier noch weiter nach Apps zu graben, wie eingangs schon erwähnt, jeder hat da andere Bedürfnisse. Ebenso verhält es sich mit den Watchfaces. Im Store gibt es zusätzliche, aber auch in der App sind schon einige vorhanden, die zudem noch angepasst werden können. Wer nicht gerade täglich wechseln will, wird hier sicher fündig. Ich bin da mehr der klassische Typ, analoges Zifferblatt mit Datum reicht mir aus, hier übernimmt meine Smartwatch dann auch tatsächlich einmal die Funktion einer normalen Armbanduhr.

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Die technischen Daten der Gear S2 und der Gear S2 Classic:

Display: 1,2 Zoll Circular Super AMOLED 360 x 360 Pixel, 302 ppi

Prozessor: Dual-Core-Prozessor 1,0 GHz

System: Tizen Wearable Plattform

Speicher: 4 GB Speicher / 512 MB RAM

Funktionen: unter anderem: S-Health, Nike+ Running, Anzeigen und Beantworten von Mails, Benachrichtigungen, vorgefertigte Texte, Anlegen von Terminen, Maps und Navigation, Wetter, Abspielen von Musik und Anzeigen von Fotos, S-Voice-Unterstützung, Finde mein Smartphone. IP 68-Unterstützung.

Konnektivität: WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth 4.1, NFC

Sensoren: Beschleunigungsmesser, Gyroscope, Herzfrequenzmesser, Umgebungslichtsensor, Barometer

Abmessungen: Gear S2 : 42.3×49.8×11.4mm (47g), Gear S2 classic : 39.9×43.6×11.4mm (42g)

Kommen wir zur Smartwatch selbst. Das 1,2 Zoll Super AMOLED-Display der Gear S2 ist der Hammer. Es wirkt riesig und leuchtet sehr hell. Die Sonne hat keine Chance, den Blick auf das Display zu verderben, es ist jederzeit sehr gut ablesbar. Auch wenn sich viel in dem Display spiegelt, gibt es keine Beeinträchtigung bei der Ablesbarkeit. Sehr gut gemacht und es scheint sich auch nicht großartig auf die Akkulaufzeit auszuwirken. Womit wir direkt beim nächsten Thema wären.

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Der Akku einer Smartwatch, viele Nichtnutzer sind der Meinung, er müsse ewig durchhalten. Weil Pebble macht es mit einer Laufzeit von 7 Tagen ja vor. Ja, das stimmt so, aber man kann eine „richtige“ Smartwatch auch nicht mit einer Pebble vergleichen. Wem die Funktionen einer Pebble ausreichen, der braucht keine andere Smartwatch, wer mehr möchte, lädt seine Smartwatch halt jeden Abend. So wie es die meisten von Euch wohl auch mit dem Smartphone machen. Ich verstand das Problem noch nie. Beim Smartphone ist es eine Selbstverständlichkeit, aber die Smartwatch soll am besten nie geladen werden müssen? Das entbehrt jeglicher Logik.

Ich behaupte einfach einmal, dass Euch jede Smartwatch durch den Tag bringen wird. Und selbst wenn nicht mit allen Funktionen, könnt Ihr sie im Energiesparmodus zumindest noch zum Ablesen der Zeit nutzen, bis Ihr wieder in die Nähe einer Steckdose kommt. Es ist nicht so als wäre eine Smartwatch ein überlebenswichtiges Organ, wenn man eben mal für längere zeit keine Stromquelle zur Verfügung hat, bekommt man halt nur noch die Zeit angezeigt. Ich halte es zum Beispiel auf 2-Tages-Trips für Caschys Blog so, dass ich mein Ladegerät für die Watch (in meinem Fall normalerweise Apple Watch) gar nicht erst einpacke. Meist ist es dann so, dass ich von der Fahrt vom Flughafen nach Hause dann an die Gangreserve komme, die Smartwatch ist also nicht plötzlich ein schwarzer Klumpen am Handgelenk, sondern zeigt immer noch etwas an.

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Das Laden gestaltet sich bei der Gear S2 ebenfalls sehr angenehm. Samsung packt bei beiden Modellen einen kleinen Ständer mit in den Lieferumfang. So muss die Uhr nicht seltsam auf dem Tisch rumliegen, sondern liegt angenehm sichtbar zum Beispiel auf dem Nachttisch. Im Ständer wird die Smartwatch magnetisch gehalten. Was weniger gut ist: Das mitgelieferte Ladegerät ist mit dem microUSB-Kabel fest verbunden, das Kabel zudem nicht allzu lang. Hier kann man natürlich auch andere Kombinationen aus Ladegerät und microUSB-Kabel nutzen, der Lieferumfang gibt das aber so nicht her.

Abgesehen davon – ja, ich habe auch die Gear S2 jeden Tag geladen – würde die Gear S2 auch zwei Tage durchhalten. Bei meiner Nutzung versteht sich. Wer mehr mit der Uhr macht, muss auch mit einem höheren Akkuverbrauch rechnen. Die Auswirkungen der permanenten Verbindung zum Smartphone sind zu vernachlässigen. Weder in Verbindung mit dem Huawei P8, noch mit dem HTC One A9 konnte ich hier große Einbußen feststellen. Allerdings vernahm ich bei Twitter, dass dies auch anders aussehen kann. Dennoch muss man sich wohl keine großen Sorgen machen, dass der Smartphone-Akku unverhältnismäßig schneller aufgibt als ohne Smartwatch.

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Bei der Bedienung der Gear S2 hat Samsung richtig einen auf dicke Hose gemacht. Vor der Vorstellung, nein, bereits nach der Vorstellung der Apple Watch, war ich mir sehr sicher, dass auch Samsung auf eine Digitale Krone setzen wird. Pustekuchen! Samsung hat es viel besser gelöst. Bedient wird über zwei Buttons auf der rechten Gehäuseseite und über die Lünette. Das ist so einfach wie genial. Egal ob Gear S2 oder Gear S2 Classic (die Gear S2 Classic hat eine griffigere Lünette), über die Lünette ist eine unfassbar präzise Steuerung möglich. Die Drehung ist in Schritte unterteilt. Ein Schritt, der weder zu kurz, noch zu lang ist, entspricht einem Blättervorgang im Menü.

Das heißt, wenn Ihr einen Menüpunkt auswählen möchtet, der drei Schritte entfernt ist, könnt Ihr dies sogar blind tun. Durch den relativ großen Umfang um das Display kann man sich hier praktisch nicht vernavigieren. Gleichzeitig bleibt der Blick auf das Display immer frei, da man ja nur den Rand berührt. Zur Auswahl von Menüpunkten muss man dann auf das Display tippen.

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Der obere Button auf der rechten Seite bringt Euch immer einen Schritt zurück, der untere Button springt direkt auf die Ausgangsansicht, als das Zifferblatt zurück. Vom Zifferblatt aus bringt Euch der untere Button hingegen direkt in das App-Menü, der obere Button macht nichts. Den unteren Button könnt Ihr zudem noch selbst belegen, sodass er bei einem doppelten Druck eine von Euch festgelegte Aktion ausführt,

Passend zur Bedienung wurde auch das ganze System gestaltet. In meinen Augen eine bessere Wahl als Android Wear, es passt irgendwie mehr zu einer Smartwatch. Alles ist groß angelegt, das Display ist nicht mit Informationen überladen. Gefällt mir richtig gut und man merkt auch, dass Samsung bei den neuen Smartwatches nicht einfach nur so viel wie möglich anbieten wollte, sondern sich richtig Gedanken gemacht hat, was in welcher Form sinnvoll ist. Für mich eine der größten Überraschungen.

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Die Karten, die beim Drehen der Lünette sichtbar werden, lassen sich anpassen. Also man kann diese nicht nur hinzufügen und entfernen, sondern auch selbst noch bearbeiten. Je nach App stehen hier natürlich unterschiedliche Anpassungsoptionen zur Verfügung. Das kann alles direkt über die Smartwatch erledigt werden, generell wird man sehr wenig mit der Gear-App auf dem Smartphone zu tun haben, wenn man einmal alles passend für sich optimiert hat.

Die Gear S2 kommt auch mit dem üblichen Schwung an Sensoren, bietet zudem eine optische Messeinheit für die Frequenz des Herzschlags. Dieser funktioniert trotz seiner geringen Größe sehr gut, die ausgegebenen Werte sind so weit auch korrekt. Ist vermutlich nur für Sportler interessant, die ihren Puls während des Sports messen wollen. Spart unter Umständen einen unbequemen Brustgurt.

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Interessanterweise konnte ich die Daten nur mit S Health von Samsung synchronisieren, Google Fit mochte die Daten der Gear S2 nicht, beziehungsweise bot mir gar nicht an, dass ich diese in Google Fit übernehme. Sollte nicht weiter stören, S Health ist ja mittlerweile auch für Smartphones verfügbar, die nicht von Samsung stammen. Alternativ kann man natürlich auch alle Daten direkt auf der Gear S2 anschauen, eine Installation der S Health-App für Android ist nicht zwingend nötig.

Das für mich eigentliche Highlight einer Smartwatch sind – so banal es klingen mag – Benachrichtigungen. Das spart mir persönlich unglaublich viel Zeit und wenn man auf die Benachrichtigungen auch noch antworten kann, ist das umso besser. In diesem Punkt kann die Gear S2 mal so richtig auftrumpfen. Nehmen wir als Beispiel Telegram.

Ohne eine Telegram-App auf der Smartwatch installiert zu haben, sehe ich bei einer oder mehreren eingehenden Benachrichtigungen nicht nur einzelne texte, sondern direkt zusamenngefasst. So kann ich diese bequem lesen, muss nicht mit einzelnen Benachrichtigungen jonglieren und habe dann auch noch die Möglichkeit, auf diese Nachrichten zu antworten.

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Zum Antworten stehen aber nicht nur vorgefertigte Sätze oder Emojis zur Verfügung, es gibt auch eine Spracheingabe. Diese funktioniert extrem gut und vor allem erkennt sie auch sehr schnell und wandelt das Gesprochene in Text um. Unterwegs mag Spracheingabe nicht immer das Gelbe vom Ei sein, hier kommen wir dann zur vierten Eingabemöglichkeit, einer Tastatur.

Samsung hat es tatsächlich geschafft, eine Tastatur zu integrieren, die sich trotz des kleinen Displays nutzen lässt. Es gibt Wortvorschläge, die einfach ausgewählt werden könne und dann noch eine etwas fummeligere T9-Tastatur. Geht erstaunlich gut, auch wenn die Einzeltasten der Tastatur schon grenzwertig klein sind. Meine bevorzugte Methode ist deshalb die nahezu perfekt funktionierende Spracheingabe, aber die Wahl zu haben, ist ein gutes Gefühl, falls man eben mal nicht einfach so losquasseln kann.

Das gleiche gilt natürlich auch für andere Apps, die eine Texteingabe erfordern. Für die Beantwortung von SMS oder verpassten / abgelehnten Anrufen stehen auch vorgefertigte Texte zur Verfügung. Diese kann der Nutzer über die Gear-App auch noch selbst ergänzen. Klingt dann in vielen Fällen als ausgewählte Antwort sicher persönlicher als die Vorgaben, die von Beginn an in der App vorhanden sind.

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Es gibt aber auch einen Punkt, der mir an der Gear S2 nicht so gefallen hat, aber das ist schon mehr ein Suchen nach etwas Negativem, da mich die Smartwatch echt begeistert hat. Ich nutze Smartwatches generell ohne Ton, lasse mich durch Vibration über neue Ereignisse informieren. Hier hat Apple bei der Apple Watch die Tactic Engine eingeführt. Wie gut diese ist, wird einem erst bewusst, wenn man sie nicht mehr nutzt. Das Vibrieren der Gear S2 ist nicht nur laut, sondern auch nicht so eindringlich, wie man es erwarten würde. Es kam öfter vor, dass ich eine Vibration zwar gehört, aber nicht gespürt habe, obwohl die Smartwatch definitiv nicht zu locker angebracht war.

Erwähnenswert ist auch die Option zum Zurücksetzen der Smartwatch. Hier hat man zwei Möglichkeiten. Ein Softreset lässt alle gespeicherten Daten unberührt (bis auf die noch nicht synchroniesierten), ein Hardreset bringt die Smartwatch wieder in den Auslieferungszustand. Praktisch insofern, falls man einmal sein Smartphone wechselt. Auf diese Weise muss man nicht wieder komplett neu anfangen, sondern kann die Smartwatch einfach mit dem neuen Smartphone koppeln und weitermachen.

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Fazit

Das Fazit zur Gear S2 und Gear S2 Classic überrascht mich vermutlich mehr als Euch. Ich finde beide Modelle wirklich klasse, persönlich würde ich die etwas klobigere Gear S2 der Gear S2 Classic vorziehen. Da sich die beiden Smartwatches sonst nicht großartig unterscheiden, kann man hier getrost nach den persönlichen Vorlieben gehen. In Sachen Hard- und Software hat Samsung so ziemlich alles richtig gemacht, was momentan möglich ist. Die Bedienung über die Lünette ist unfassbar gut und auch das Display kann voll und ganz überzeugen. Ob man nun zig Apps auf einer Smartwatch braucht? Ich brauche sie nicht, für meine Bedürfnisse ist mit der Gear S2 alles abgedeckt.

Die Gear S2 hat mich mehr überzeugt als mir lieb ist. Würde sie die gleiche Funktionalität in Verbindung mit einem iPhone bieten, ich würde meine Apple Watch sofort gegen die Gear S2 tauschen. Allerdings ist für meinen Geschmack auch die Kombination aus HTC One A9 und Gear S2 schon sehr gut, sodass ich momentan ernsthaft überlege, ob ich mobil Apple nicht den Rücken kehre. Ich denke, das bringt ganz gut zum Ausdruck, wie sehr mich die Gear S2 beeindruckt hat, eines der wenigen Testgeräte, die man als Blogger ungerne wieder an den Hersteller abgibt.

Sicher sind Samsungs Smartwatches nicht die günstigste Smartwatch-Lösung auf dem Markt, im Fall der Gear S2 aber durchaus ein gerechtfertigter Preis. Das ist freilich nur meine Meinung, eine Meinung einer Person, die auch 449 Euro für eine Apple Watch gezahlt hat und keine Sekunde den Kauf bereut hat. Samsung ist mit den Smartwatches auf dem besten Weg, den man aktuell gehen kann, da kann man durchaus auch über die Flut der ersten Samsung-Smartwatches hinwegsehen.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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