Vodafone stellt „SuperWLAN“ vor: Verkauf von Repeatern

Vodafone hat etwas Neues vorgestellt: Was man „SuperWLAN“ tauft, ist im Wesentlichen nichts anderes, als der Verkauf eigener Repeater mit Vodafone-Branding. Damit wolle man den Kunden helfen, Probleme mit Wi-Fi-Verbindungen zu vermeiden. Zusätzlich arbeitet man da auch mit einer Software-Lösung für die hauseigene Vodafone Station.

Ehrliche Meinung: Ich bin Vodafone-Kunde und kann von der Vodafone Station nur Schlechtes berichten. Sie sorgte bei mir daheim für erhebliche Wi-Fi-Probleme und bietet zudem kaum Einstellungsmöglichkeiten. Erst der Wechsel auf eine Fritz!Box schuf bei mir Abhilfe. Insofern halte ich es nicht für eine gute Idee, die in meinen Augen technisch unzuverlässige Vodafone Station noch um Repeater zu erweitern. Das sind auch nicht nur meine eigenen, subjektiven Erfahrungen. Wer sich in den Support-Foren von Vodafone umschaut, stößt auf eine Welle von Kundenbeschwerden, die alle mit der Vodafone Station zusammenhängen.

Doch ich schweife ab: Wer SuperWLAN bucht, erlebt, wie eine neue Software-Option auf der Station aktiviert wird. Die SuperWLAN Software wird nach Buchung automatisch auf dem Gerät aktiviert und sorge laut Vodafone für stabiles Internet. Im Wesentlichen optimiere dieses Tool die Auswahl der WLAN-Kanäle und der Frequenzbänder – etwas, das die Vodafone Station eigentlich von Haus aus machen sollte und daher verwundert. Die WLAN-Optimierung erfolge automatisch im Hintergrund. Dabei werden Performance-Daten (Übertragungsgeschwindigkeit, Datenverbrauch und Verbindungsqualität) erhoben und an die „WiFi Doctor Cloud“ gesendet. Auf diese Daten kann der Vodafone-Kundenservice mit Erlaubnis der Kunden zugreifen und so die Ursachen für Probleme analysieren und dem Kunden bei der Behebung helfen.

Für eine höhere WLAN-Reichweite bietet Vodafone den SuperWLAN-Verstärker an. Dieser bildet in Verbindung mit dem Router ein Mesh-Netzwerk. Bis zu fünf SuperWLAN-Verstärker können zu einem Red Internet & Phone Tarif für 2,99 Euro pro Monat und Gerät hinzugebucht werden. Zur Steuerung und Überwachung des heimischen WLAN-Netzes hat Vodafone dann noch die SuperConnect-App entwickelt. Über die App können Kunden ein Gäste-WLAN-Netz einrichten, WLAN-Einstellungen verwalten und die Übertragungsgeschwindigkeit messen. Sie informiert über alle im Netz verbundenen Geräte und hilft bei der Entscheidung, ob ein SuperWLAN-Verstärker das Heimnetz sinnvoll ergänzen kann. Für die Installation ist ein Smartphone mit Betriebssystem Android ab Version 5 oder iOS ab Version 11 notwendig.

Meine Meinung? Angesichts meiner Erfahrungen und bei dem, was ich sonst so über die Vodafone Station höre: Ich würde mich nicht für die Zuverlässigkeit der SuperWLAN-Verstärker verbürgen. Bin aber auf erste Nutzerberichte gespannt.

In diesem Artikel sind Partner-Links enthalten, wir kennzeichnen ihn daher als Werbung. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

25 Kommentare

  1. Ich bin genau deiner Meinung. Ich hatte nur Probleme mit der VF Kabel Box. Seit dem eine FRITZ!Box abgeschlossen ist, kein einziges Problem mehr.

    • Ja die VF Station ist so ein Ding für sich, wobei die ja von zwei unterschiedlichen Herstellern produziert wird und eine davon läuft relativ Stabil.

  2. Das kann ich so unterschreiben! Ich war ursprünglich mit der Connect Box bei Unitymedia und hatte einen Unitymedia Connect Booster (Power-Lan mit Accesspoint). Beide Geräte hatten kaum Einstellmöglichkeiten und haben nebenbei eine massive Abwärme produziert.
    Wurde dann irgendwann im Zuge der Übernahme auf die Vodafone Station umgestellt. Diese war gefühlt sogar noch schlechter als die Connect Box.
    Jetzt habe ich seit einigen Monaten die FritzBox 6660 Cable (ohne Branding) im Einsatz. Einen Access-Point benötige ich nicht mehr, Internet und WLAN sind stabiler. Nebenbei produziert die FritzBox erheblich weniger Abwärme.

  3. Ich habe im Rahmen des Crowdtests die Station mit Wifi6 und drei Verstärker bekommen um es zu testeten. Anfangs war es noch instabil und fummelig – ich betrieb es paralell zu einem gut geöltem Google Wifi Mesh Netz. Ein paar Firmware Updates später lief es aber so schnell und rund, dass ich nun Google Rausgeschmissen habe und nur noch über die VF Hardware surfe. Zwei der Stations habe ich per Ethernet am Router eine per Wifi. Meine Leitung bringt maximal 850/50 Mbit/S. Über die Ethernet Repeater wird das komplett weitergereicht. Wifi6 Hardware (Mac Air M1) kommt auf bis zu 600MBit über die Etnernet Points und immerhin 450Mbit/s über den Wlan mesh Point. Am angenehmsten finde ich aber dass dank Wifi6 auf 2.4GHz (da gab es vorher kein Wifi5, nur 4) immernoch gute Speeds bekommen kann. Die Teile sind sicher kein Ersatz für ne Fritzbox oder Eearo Wifi6 Vollausttattung, aber für DAUs die einfach überall easy schnell surfen wollen ne brauchbare Lösung. Für mich selbst derzeit noch Nobrainer weil es mich nichts kostet. Ansonsten warte ich auf Black Friday Deals zu Eero oder Nest, wenn da mal Wifi6 Thema ist

    • André Westphal says:

      Hey, danke für die Rückmeldung, das klingt deutlich positiver als ich gedacht hätte! Ich bin zwar als gebrandmarkter Nutzer der Vodafone Station weiterhin vorsichtig, aber dennoch ist es gut da auch mal ne andere Seite zu lesen!

    • Auf 2,4 GHz waren niemals 802.11ac, sondern nur 802.11n und ältere Standards. Erst WiFi6 ist auf beiden Bändern inzwischen heimisch (802.11ax).
      Bevor man sich ein solches Teil anschafft, sei aber bemerkt, dass normale Repeater den Datendurchsatz etwa halbieren, weil sie für jede Datenmenge erst Empfangen und dann zum Client senden müssen; dies verdoppelt die Zeit, ergo Halbierung der Bitrate/Durchsatzrate.
      Davon nicht betroffen sind der R3000, R3000ax, R6000 von AVM, da dort das Umschalten entfällt (3-Radio-Repeater)

  4. Wow, ist das Ding häßlich

  5. Also im allgemeinen finde ich es problematisch, wenn Anbieter mit Superlativen werben. Da erschafft beim Kunden eine Erwartungshaltung, die meist nicht erfüllt wird. Besonders Vodafone fällt mit dieser Strategie immer wieder auf und wundert sich hier und da über Kundenschwund.

    Ich habe den Artikel mit einen Schmunzeln gelesen. Aber ganz ehrlich, bei „WiFi Doctor Cloud“ lag ich lachend unter dem Schreibtisch. Ich konnte nicht mehr. Hoffe nur, dass es nicht so blöde Kunden gibt.

    • super wlan, cloud doctor und co. ist auch wirklich nur noch leute verarschen weil ihnen einfach nicht neues einfällt, anstatt an sicheren und neuen techniken zu arbeiten(wie zb. stromübertragung per funk, oder der reduzierung der strahlung auf den menschlichen körper)

      • Stop… du möchtest gleichzeitig Strom (also Leistung) über die Luft übertragen und gleichzeitig weniger Strahlung… ähm ja…. also… naja… einfach nur NEIN!

    • Vor allem riecht das – typisch Vodafone – auch ganz schön nach Schnüffelei… Man erlaubt denen ja den gesamten Netzverkehr auszuwerten.

  6. Welche Probleme hattet ihr denn mit der VodafoneStation? Ich hab die auch, und habe regelmäßig Aussetzer für ca. 3-5 Sekunden, was sich vor allem bei der Videotelefonie, aber auch beim Surfen bemerkbar macht. Leitung ist laut Vodafone Support in Ordnung, im WLAN über Google Wifi-Punkte besteht das Problem zwar auch, aber wesentlich seltener. Hattet ihr ähnliche Probleme, die nach einem Wechsel auf eine Fritzbox weg sind?

    Nun zu dem Thema oben: Nee, brauche ich nicht. Dann lieber gebrauchte Google WLAN-Punkte, die sind nicht teuer, funktionieren bestimmt besser und man braucht dann nicht monatlich dafür berappen.

    • André Westphal says:

      So ähnliche Probleme hatte ich auch: Anfangs lief alles super, dann fing es an, dass ich massive Probleme mit dem Videostreaming bekam. Das reichte von Aussetzern bis hin zu SD-Qualität bei ner Gigabit-Leitung. Per Ethernet war das am Rechner nicht so, wohl aber am Smart-TV und an der Shield. Nach dem Wechsel zu einer Fritz!Box war das komplett behoben. Sowas habe ich auch im Bekanntenkreis schon ein paar Mal in ähnlicher Form erlebt, daher stehe ich der Vodafone Station höchst kritisch gegenüber :-D.

      • Die Geräte auf 2.4 Ghz oder 5 Ghz betrieben?
        Also nicht die Vodafone Station entscheiden lassen, sondern getrennte SSIDs für beide Brandbreiten einstellen und das Gerät nur auf die 5Ghz SSID betreiben. Bislang konnte ich damit bei vielen Leuten mit VF genau diese Art von Problemen lösen, da die Vodafone Station immer unnötig auf das übervolle 2.4 Ghz zurückspringt und dadurch diese Aussetzer kommen. Natürlich ist eine FritzBox besser, keine Frage, aber dadurch kann man einigen Leuten helfen, die keine Muße für einen Routerwechsel haben.

        • Wenn man es abbilden kann in seiner Umgebung, ist der vollständige Wechsel auf 5GHz auch empfehlenswert.
          Ich habe vor ein paar Monaten 2,4 GHz abgestellt, da mittlerweile alle meine Clients 5GHz können und die Abdeckung (Fritzbox 7590 mit Frixtender-Antennen) gut genug für meine 75 qm Wohnung ist.

          Keinerlei Probleme seit dem, vorher kam es auch immer wieder mal vor, das die Fritzbox die Geräte zwischen 2,4 und 5 GHz verschoben hat, wobei das 2,4 Band bei uns – wie vermutlich überall – sehr überfüllt ist.
          Bei 5 GHz gibt es zwar mittlerweile auch viele Geräte, aber die größere Dämpfung bzw. die geringere Reichweite ist hier in diesem Fall trotzdem von Vorteil: Es gibt deutlich weniger „Störer“ aus weiter entfernten Wohnungen als im 2,4 Band

  7. Mr. D. aus D. says:

    Ich habe das Ding im Rahmen des Vodafone Crowd-Test schon länger auf Herz und Nieren überprüft – und für 2,99€ im Monat ist lächerlich. Lasst die Finger davon und holt euch einen vernünftigen Repeater bei den großen Versandhändlern.
    Erstmal konnte der „SuperWLAN-Verstärker“ (was soll denn da Super sein) erst gar nicht mit der Vodafone Station verbunden werden, und dann auch immer Verbindungsabbrüche.
    Ist doch billige China-Ware – was ich seitens Vodafone nicht verstehen kann.
    Und will ich das, dass die „WiFi Doctor Cloud“ meine Netzwerk-Daten und wohlmöglich noch mein Surfverhalten speichert? Ich habe keine Option gesehen, wo ich das abschalten kann. Es geht doch nichts über ne Fritz!Box 6690 mit Fritz!Repeater 6000 als Mesh-System;)

    • Ich habe selbst beim Vodafone Crowd-Test teilgenommen und soweit mir bekannt haben einige nur die SuperWLAN-Verstärker bekommen und einige haben eine Vodafone Station (gab 3 verschiedene Modelle davon) + die Verstärker bekommen.
      Da beides Betafirmware + eine App im Betastatus hatte war es natürlich am Anfang nicht so prall aber ich konnte beide Geräte Geräte miteinander verbinden so wie es auch beschrieben war in der Anleitung. Ansonsten war die WLAN-Verbindung stets stabil. Auch in meinen Geschwindigkeitstests. Das einzige nervige waren die LEDs die sich nicht abschalten ließen. Zumindest bis ich den Test beendet habe wegen Wechsel des Netz-Anbieter war dem so.

  8. Ich kann über die VF Station WiFi6 eigentlich nichts negatives berichten. Die läuft einfach und das WLAN ist deutlich besser als bei der VF Station mit WiFi5. Von der UM Connect Box mal ganz zu schweigen:)

  9. Von der Vodafonestation gibt es meine ich zwei Modelle. Eines ist wirklicher Murks, das andere sollte ganz okay sein für den 0815-Anwender. Wenige Einstellungen, aber immerhin funktioniert es.

  10. Schon der Name SuperWLAN schreckt mich vor Experimenten mit dem Ding ab. Warum nicht gleich VolksWLAN, sponsored by Blöd-Zeitung.

    • In Zukunft ruft der Kunde bei Vodafone an und beschwert sich über eine schlechte WLAN Verbindung. Die Antwort vom Support wird dann immer das neue SuperDuperWLANBoosterPlus sein…. „Sie haben ja auch keine SuperWLAN Option gebucht, da kann das schon sein…“.
      Also zusammengefasst, Vodafone bietet Billighardware an und verkauft dem unwissenden Kunden dann weitere Billighardware als Lösung und verdient dabei noch ordentlich Geld.
      Besser: Routerfreiheit nutzen, einen eigenen gescheiten Router anschließen und fertig!
      Vor Vodafone kann man nur noch warnen!

  11. Das hört sich nach einem Witz an. Vor allem, weil sie selber das Problem verursachen und nun mit Zusatzkosten „helfen“ wollen.

    Die FB hilft, aber richtig gut wird es mit etwas vernünftigem. Bei mir was es UniFi.

    • verstrahlter says:

      Es passt aber ins gewohnte Bild.
      Früher haben Kabelprovider (VF und/oder von denen einverleibte) WLAN deaktiviert und nur gegen monatliche Zahlung freigegeben. En paar Leute – selbst nicht in der Lage, ohne versiertere Bekannte, ein Zusatzgerät dranzuklemmen – hat man so auch schon ordentlich abgezockt.
      Das klingt für mich wie eine Neuauflage.

  12. Ich hab ne eigene Fritzbox, das WLAN ist super, also warum dann noch sowas?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.