Vodafone: Schultarif mit Daten-Flat für Lerninhalte

Das Telekommunikationsunternehmen Vodafone hat seinen ersten Schultarif mit Daten-Flat für dedizierte Lerninhalte vorgestellt. Der neue Schultarif kommt in zwei Ausführungen. Eine Daten-Flatrate für zehn Euro netto pro Monat für die feste Ende-zu-Ende-Verbindung zum Schulserver – monatlich kündbar, EU-weit nutzbar und ab November buchbar. Und ein Datentarif mit Inklusiv-Volumen und speziellem Vodafone Pass für die Flat-Nutzung von enthaltenen Lern-Apps:

Der Vodafone Red Business Data Education umfasst eine europaweit nutzbare Daten-Flatrate für Lerninhalte, Videokonferenz- und Mail-Dienste, die von den Schulen angeboten werden. Dafür baut der Tarif eine feste Ende-zu-Ende-Verbindung zu den Servern der Einrichtungen auf. Die Schulen erhalten so die Kontrolle über alle Inhalte und Dienste, die von den Schülern genutzt werden dürfen, so Vodafone in seiner Meldung.

Schulen ohne eigene IT-Infrastruktur bietet Vodafone voraussichtlich ab Januar 2021 einen weiteren Schultarif an. Dieser enthält ein nicht näher definiertes, „großzügiges monatliches Datenvolumen“ sowie einen neuen Vodafone Pass mit speziellen Lern-Apps, die in engem Austausch mit den Verwaltungsbehörden für Schule und Bildung festgelegt werden. Vermutlich wird man dort so etwas wie die beliebte App Anton finden.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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19 Kommentare

  1. Ganz wichtig, dass es EU-weit nutzbar ist. Nicht, dass die Kinder was verpassen, während sie das Virus auf dem Kontinent herumtragen.

  2. Anton ist klasse! 🙂

  3. Die erste Option klingt nicht wirklich sinnvoll. Auch wenn die Schule eigene Server betreibt oder betreiben lässt, sind da oft nur Schulwebsite, Schwarzes Brett und Links auf externe Lernportale. Wobei man letztere wohl mit der Flat nicht erreichen kann.

    • Der Schulserver kann bestimmt alls Proxy die benötigten Seiten weiterleiten… Zumindest verstehe ich so den Artikel.

      „Die Schulen erhalten so die Kontrolle über alle Inhalte und Dienste, die von den Schülern genutzt werden dürfen“

      • Ein solcher Proxy müsste dann zentral von der Landesschulbehörde oder von den Schulträgern bereitgestellt werden, die Schulen selber haben eher kein IT-Personal.

  4. Ich frage mich, wie Vodafone ( und auch Telekom/Telfonica ) entscheiden wollen, welche App’s und Lerninhalten am Ende für die Schüler wichtig sind und genutzt werden.
    Auch Youtube hat viele gute Lernvideos, z.b. für Mathe.

    Das ganze ist mir eher wieder mal eine Marketingaktion, wer ist der schnellste, der die Anforderungen der Politik umsetzt ohne die dann mit nutzbaren Inhalt zu füllen.

    • Das sehe ich nicht ganz so dramatisch. In der Offline-Welt deckt die Lernmittelfreiheit auch nur bestimmte Bücher ab. Wenn du aber der Meinung bist, dass ein anderes Buch die Inhalte viel besser vermittelt, musst du es schließlich auch selbst bezahlen.
      Zumal der Lehrplan eigebtlich auch auf bestimmten Inhalten aufbaut, da ist es schon sinnvoll, wenn alle Schüler mit den gleichen Videos arbeiten.
      Wie gesagt, mehr geht natürlich immer, aber das ist dann „Privatvergnügen“.

  5. Andreas Ziegenfuß says:

    Wo sollen die Kinder die Karte hinstecken? Der heimische PC hat kein LTE, die iPad sind wohl nicht als LTE Version gekauft worden und das private Handy ist nicht zwangsläufig DualSIM fähig. Ich bin gespannt wie lange es dauert bis die Sperren umgangen werden. Hat bis jetzt bei Family Link etc. immer gut geklappt.

  6. Und was ist mit dem Datenschutz? Wohin gehen die Daten? Wer erhält sie und wer verarbeitet und speichert sie? Schließlich handelt es sich bei unseren Kindern um Schutzbefohlene.

  7. Ich finde es alles sehr sehr fragwürdig, was die Politik aber auch die Anbieter selbst hier veranstalten dürfen beim Thema „Schultarif“. Und diese Pässe von Vodafone nur für bestimmte Apps, mehr als fragwürdig.

    Warum kriegen die Schulen nicht einfach einen vernünftigen Internetanschluss, einen Kasten vor der Tür?

    Ich bin auch Ansicht das keiner Anbieter dort mit Namen vertreten sein darf. Genauso wenig sollen sich Schüler darum kümmern, welchen „Tarif“ sie nehmen. Für das Mobile Internet wäre es auch wichtig, wenn der Provider nicht so übel reinfunkt bei der Nutzung, es sollte den Lehrern selbst obliegen, welche Seiten freigeschaltet werden sollen. Und an sich auch nur eine Notlösung Mobile Schooling zu machen… wie oft am Tag sollen Kinder auf einen Bildschirm
    starren?

    • Also dein Kommentar geht inhaltlich fehl.

      Das hier sind zwei sehr verschiedene Angebote für Schulen mit sehr unterschiedlichem Stand:
      Angebot 1 ist geeignet für Schulen die selbst einen Proxy haben- und damit zwangsläufig eine sehr gute Internetanbindung. Da schlägt deine Kritik nach „ordentlicher Anbindung“ schon mal völlig fehl.

      Und was Angebot 2 angeht: man kann jetzt natürlich somatisch sich beschweren.
      Aber mir als Eltern wäre es lieber eine pragmatische Lösung zu bekommen als die nächste Ideologie-Debatte.
      Und wenn ich das Wort „sind Schutzbefohlene“ höre in Zusammenhang warum dies und jenes eigentlich gar nicht erlaubt sein sollte, von Leuten die zuhause einen SmartTV, zig Smartphones usw, und jetzt aber meinen Kindern irgendwas dogmatisch vorschreiben wollen, dann geht mir eh der Hut hoch.

      Lieber MS Teams als gar keinen ordentlichen Remote-Unterricht!

      • Yo, aber pauschal anderen zu unterstellen, sie hätte dies das jenes und würden was anderes „predigen“ ist halt jetzt auch nicht sonderlich clever oder zielführend in einer Diskussion.

      • Was ich Zuhause habe, ist ja immer noch meine Sache und wie ich es nutze, weißt du nicht.
        Und wenn die zuhause pragmatische Lösungen eher gefallen als dich damit zu beschäftigen das Neutralität in gewisser Weise wichtig ist in manchen Bereichen, dann kannst du es Zuhause ja auch so handhaben.

        Ich finde es, dass es wichtig ist, dass die Anbieter sich möglichst raus halten aus dem ganzen Vorhaben. Und dafür sollten Lehrer auch kämpfen. Die verstehen vielleicht ein bisschen besser, warum das wichtig ist.

        Und ich verstehe nicht, was ein SmartTV und Smartphones damit zutun hat, dass ich mir für die Kinder wünsche, dass die Anbieter sich raushalten und es lediglich technisch zur Verfügung stellen sollen.

  8. Aber dies, aber das.
    Lasst die doch erstmal machen, Telefonica und Telekom werden sicher nachziehen.
    All diese Fragen die ihr stellt werden Schulen die Werbung für Vodafone machen wollen sicher auch an Vodafone stellen und die werden antworten „sicher geht auch mehr als ein Schulserver“, „sicher können wir auch diese App freischalten“, „die EU sagt, dass wir das in Europa verfügbar machen müssen“, „sicher können wir den Schülern auch Geräte dazu anbieten aber das wird teuer“.
    Und Vodafone wird sicher lieber das Kontingent über LTE statt über Kupfer anbieten – da haben sie nämlich tatsächlich Kapazitäten.

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