vivo zeigt Smartphone mit abnehmbarer Kamera

vivo hat einen Red Dot Design Concept Award gewonnen. Das allein ist weder für uns hier im Team noch für euch als Leser sonderlich spannend. Das sind ja eher so Industrie-Awards, mit der sich Unternehmen selbst abfeiern können. Interessant ist in diesem Fall jedoch, wofür der Preis vergeben wurde: für ein Smartphone mit komplett abnehmbarer Kamera.

Ihr seht es auf dem Beitragsbild, die abnehmbare Kamera des vivo-Smartphones ist ähnlich platziert, wie sonst eine Pop-Up-Cam. Dabei soll die abgenommene Kamera sogar über das Smartphone fernsteuerbar sein. Ihr könntet sie also z. B. auf einem Ast ablegen und dann über euer Phone ein Foto auslösen. Das Gehäuse soll sogar wasserdicht sein, was noch mehr Möglichkeiten freischalten würde.

Coole Idee, bei innovativen Kamera-Aufbauten war vivo ja schon immer vorne mit dabei. Etwa führte das Unternehmen damals mit dem vivo Nex auch das erste Smartphone mit einer Pop-Up-Kamera ein – hier ist mein Test von anno dazumal. Vergisst der Nutzer die herausgenommene Kamera, soll ab einer gewissen Entfernung übrigens eine Warnung auftauchen. Damit soll verhindert werden, dass die Cam irgendwo auf der Strecke bleibt.

Das Smartphone mit der abnehmbaren Kamera, vivo IEFA, soll vier Linsen bieten: Weitwinkel, Ultra-Weitwinkel, Telephoto und Fisheye. Es handelt sich jedoch bei diesem Smartphone aktuell nur ein Konzeptgerät. Ob und wann also tatsächlich ein derartiges Modell auf den Markt kommen könnte, steht in den Sternen.

Die Idee gefällt mir sehr gut und sie würde auch das Problem mit Notches, Punch-Holes und Pop-Up-Kameras auf elegante Weise lösen. Über magnetische Kontakte würde die abnehmbare Kamera des vivo IEFA übrigens am Gehäuse aufgeladen. Das Modul soll sich dann sogar per Sprachsteuerung bedienen lassen. Mal sehen, ob es nun bei einem Konzept bleibt, oder ob vivo diese Technik tatsächlich in die Massenproduktion schickt.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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20 Kommentare

  1. Optimal als Babykamera oder Überwachungskamera in den eigenen vier Wänden. Oder als GoPro Alternative bei der Größe. Nur was das „verlieren“ des Moduls angeht mach ich mir Sorgen. Im Video sieht es so aus als könnte man das Modul in das Smartphone versenken, wenn man es nicht braucht. Dann würde es in der Hosentasche nicht ständig abfallen.

  2. Ratet mal, welches Ersatzteil der Renner werden wird bei diesem Smartphone?

  3. Super. Hab in meinem langen Leben vielleicht drei Selfies gemacht. Insofern bräuchte ich nicht zwingend einen Notch oder ein Punchole. Wahrscheinlich hätt ich das Ding auch nie dabei für das vierte Selfie 😉

  4. Seeehr interessant

  5. Ich find die Idee tatsächlich ganz clever, z.B. wenn mal wieder der Arm zu kurz ist, man kein Stativ zur Hand hat, aber einfach mal schnell ein gemeinsames Foto schießen möchte aus vernünftiger Entfernung. Gerne zur Serienreife bringen das Ganze.

    • Dafür gibt es doch auch Selbstauslöser.

      Weitere Alternative:
      Wenn man eine Apple Watch hat kann man das gesamte iPhone als Kamera platzieren und über die Watch bedienen.

  6. Systemrelevanter says:

    omg ein nasser Traum. Nicht nur, dass das Handy fast perfekt aussieht, jetzt könnte man alle 2 Jahre die Kamera auf den neusten technischen Stand bringen. Jetzt noch Akku Tausch Möglichkeit und Hülle und das Smartphone könnte ich 10 Jahre nutzen

  7. Wolfgang D. says:

    Jedenfalls ein interessantes Konzept von Vivo, wenn die Haltevorrichtung samt Kontaktierung langfristig taugt.

    Das Ausfahren zur Gesichtsentsperrung wird hier für meinen Geschmack zu lange dauern, wo mich die Verzögerung schon bei dem kleinen Modul der Xiaomis gestört hat (und die schlechte Erkennungsrate dazu, bei nur leicht falschem Betrachtungswinkel). Wer das nicht nutzt, hat einen schönen großen vollflächig nutzbaren Bildschirm, und für Video-Ident dennoch die Frontcam.

    Wird sicher seine Nutzer finden, garantiert mehr als das riesige Photomodul beim Moto Z, wo ich das Gesamtgerät kaum noch halten kann (und der Mod deshalb ungenutzt herumliegt).

  8. Geiles Gerät bin ja schon lange für sowas. Nicht jeder ist so selbstverliebt, daß man ein Loch im display braucht..

  9. War Nen cooles Modell wenn man das Handy auch ohne Kamera bekommt. Die Kamera stört bei heutigen Handys nur wegen dem Loch im Display.

    Ich versteh nicht wieso Erwachsene Menschen eine Selfie Kamera brauchen.

    Skype bzw Video calls führt man eher am PC. Und das wär der einzige Grund für ne Selfie Kamera.

  10. Habe mir daher bzw. natürlich auch wegen des Rests exra ein Reno 2Z gekauft. Kein Loch im Display ist ein echter Segen.

  11. Modular wäre das eine gute Idee um diverse andere Kameras anzustecken… 360, 180, etc…
    Gern auch andere Module wie bei meinen (immer noch DailyDriver) Phone der Moto Z Reihe…

    Ich hoff ja generell auf mehr Modularität

  12. Gottfried Langzauner says:

    Was ich noch nicht ganz verstehe. Warum noch im Handy selbst auch noch Kameras integriert sind. Könnte man doch das Modul einfach drehen.

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