VESA stellt DisplayPort 2.0 vor – soll 8K-Output und mehr ermöglichen

Wenn ihr einen Monitor an euren Laptop anschließen wollt, dann habt ihr in der Regel viele Möglichkeiten, zu denen HDMI, USB-C, Thunderbolt oder der DisplayPort gehören, je nachdem, was euer Laptop alles unterstützt. VESA hat nun Version 2.0 seines DisplayPort-Standards vorgestellt und macht damit einen größeren Sprung von Version 1.4 direkt zu 2.0.

Dieser Sprung macht sich auch in den Features bemerkbar, denn die Bandbreite hat sich im Vergleich zur bisherigen Version mit 77.37 Gbps verdreifacht. Das Ganze wird erst möglich, da man auf das Thunderbolt™ 3 Physical Interface (PHY) setzt, gleichzeitig aber auf die Flexibilität des DisplayPort-Protokolls setzt. Im Endeffekt mündet das in einem Mehrwert für den Nutzer, denn dieser kann damit die eine Ausgabe in 8K (7680 x 4320 Pixel) bei 60HZ und voller 4:4:4 Farbdarstellung und HDR10 (30 Bits pro Pixel (bpp)) nutzen. Folgende Displaykombinationen sind laut VESA bei Nutzung von 4 Lanes möglich:

Auflösungen mit einem Bildschirm

Ein 16K (15360×8460) Display bei 60Hz und 30 bpp 4:4:4:4 HDR (mit DSC)
Ein 10K (10240×4320) Display bei 60Hz und 24 bpp 4:4:4:4 (keine Kompression)

Auflösungen mit zwei Bildschirmen

Zwei 8K (7680×4320) Displays @120Hz und 30 bpp 4:4:4:4 HDR (mit DSC)
Zwei 4K (3840×2160) Displays @144Hz und 24 bpp 4:4:4:4 (ohne Kompression)

Auflösungen mit drei Bildschirmen

Drei 10K (10240×4320) Displays bei 60Hz und 30 bpp 4:4:4:4 HDR (mit DSC)
Drei 4K (3840×2160) Displays @90Hz und 30 bpp 4:4:4:4 HDR (ohne Kompression)

Sollten nur zwei Lanes genutzt werden, kann man folgende Lösungen einsetzen:

  • Drei 4K (3840×2160) Displays @144Hz und 30 bpp 4:4:4:4 HDR (mit DSC)
  • Zwei 4Kx4K (4096×4096) Displays (für AR/VR-Headsets) @120Hz und 30 bpp 4:4:4 HDR (mit DSC)
  • Drei QHD (2560×1440) @120Hz und 24 bpp 4:4:4:4 (keine Kompression)
  • Ein 8K (7680×4320) Display bei 30Hz und 30 bpp 4:4:4:4 HDR (ohne Kompression)

Sieht so aus, als ob man mit dem DisplayPort 2.0 einen ziemlich potenten Anschluss an den Start bringt. Erste Geräte werden wohl Ende 2020 erwartet. Alle technischen Details können bei VESA nachgelesen werden. 

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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Ein Kommentar

  1. Benjamin Wagener says:

    Irgendwie vermisse ich da Aussagen zu einer im Rahmen des Standards enthaltenen Bildsynchronisation zwischen Quelle und Ausgabe, wie sie ja mit der VRR auch im Rahmen von HDMI 2.1 beschlossen wurde.

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