Versorgungsauflage: O2 kommt beim 4G-Ausbau voran

Im August hatte ich ja darüber gebloggt, dass sowohl die Telekom als auch Telefónica die festgelegten Zwischenziele der Bundesnetzagentur zu den Versorgungsauflagen erreicht hatten. Nun habe man für O2, so Telefónica Deutschland, den zweiten Meilenstein beim 4G-Ausbau erreicht.

Das Unternehmen habe also fristgerecht zum 30. September 2020 das zweite Zwischenziel erreicht, das die Bundesnetzagentur (BNetzA) für das nachträgliche Erfüllen der Versorgungsauflage aus der Frequenzauktion 2015 vorgegeben hatte. Insgesamt habe O2 seit Jahresbeginn 5.089 neue 4G-Stationen errichtet. Da entspreche laut dem Unternehmen sogar einer höheren Zahl als den geforderten 4.940.

Ausruhen sollte man sich aber noch nicht: Vor Ende des Jahres soll die Gesamtvorgabe von 7.600 4G-Stationen erfüllt sein. 95 % der Bevölkerung versorge O2 nun mit 4G, so der Anbieter. Aber wir kennen ja diesen Kniff: Der Mobilfunkanbieter bezieht sich bewusst auf die Menschen und nicht auf die Fläche. Denn da kann es eben auf dem Land immer noch weiße Flecken geben. 98 % der Haushalte soll O2 bis Jahresende versorgen, das ist das vorgegebene Ziel.

Bei der Versorgung entlang der Verkehrswege stellen sich dem Unternehmen laut eigenen Angaben zusätzliche Herausforderungen. Diese betreffen zum Beispiel das Erschließen möglicher Standorte, das Berücksichtigen von Naturschutzvorgaben sowie die Koordination mit anderen Beteiligten. Hier sei man nicht allein verantwortlich. Oft benötige es das Zusammenwirken verschiedener Akteure aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft. Auch hier habe Telefónica Deutschland / O2 aber Fortschritte gemacht.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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17 Kommentare

  1. Also bei mir hat o2 eher abgebaut. In der Wohnung nur noch E anstatt LTE.
    Und Empfang ist schlechter geworden.

    • Hier (PLZ 83xxx) ist seit Februar auch schlechter geworden und jetzt zum wiederholten mal ist die Basis Stations defekt aktuell seit > 10 Tagen … das Glück von o2 ist das die anderen Anbieter hier rein vom Netz her auch nicht besser bzw. sogar z.T. schlechter sind.

    • Herrlich zu lesen wie es o2 auch im Jahr 2020 immer noch schafft auf voller Linie zu versagen.
      Das war schon vor 10 Jahren nicht besser. Versprechungen über Versprechungen aber in der Realität konnte o2 noch nie liefern.

      Realsatire pur.

    • Leider auch bei mir seit ca 4-6 Wochen, angeblich soll Aubau statt finden in der Stadt. Davon merkt man nur die Unzähligen Verbindugsabbrüche jedoch keine Besserung. Davor hatte man teils über 70k Leitung Up & Down nun dümpelt man wenn man überhaupt Verbidung hat bei unter 30k. Schade, hatte doch so viel gehofft und bin von O² wieder sträflich bestraft worden. Sollte sich das nicht bald bessern bin ich weg, Fristlos denn das kann man keinem Zumuten, Empfang ist ein Glücksspiel das man nicht produktiv gerade in der aktuellen Zeit ertragen kann.

  2. An einigen Orten setzt o2 ja auch bereits auf 700 und 900Mhz LTE so erhält man schnell eine große Abdeckung. Und ehrlich mir würde es reichen wenn ich zuverlässig 5-10Mbit bekomme wo ich aktuell maximal EDGE habe.

  3. Der Empfang ist gefühlt besser geworden, der Durchsatz ist aber eher schlechter geworden. Selbst mit allen Balken LTE+ komme ich seltenst über 10 Mbit

    • Hi Alex , und was ist an 10 mBit schlecht? Für die nutzung eines Smartphones völlig ausreichend , selbst wenn man ein Video streamen will – 4k macht auf einem 6 -Zoll-Display nämlich keinen Sinn . Einfach mal dem Gigabit/sec -Wahn ein wenig hinterfragen. Ich wäre für eine echte _Flächendeckung_ als Auflage dann aber mit moderaten 10 oder 20 mBit/sec als „Erfüllungssvorgabe“, das nützt allen mehr als dreistellige megabit/sec-Ergebnisse in wenigen Hotspots . Das gilt nicht nur für o2 sondern m. E. generell für mobile Versorgung. Ein Smartphone wird nämlich in der Regel von einer person zur Zeit genutzt anders als ein Glasfaseranschluß eines Unternehmens. Und selbst für einen mobilen Hotspot dürften 20 oder 25 mBit/sec , wie man sie für etwas langsamere DSL–Anschlüsse zu hause hat, reichen. da hängen nämlich auch nicht 50 oder mehr nutzer gleichzeitig dran. Wichtiger sind zuverlässigkeit und kurze Pingzeiten . Insofern empfinde ich auch die sogenannten netztests als fragwürdig, sie stellen ja auch im Wesentlichen auf die erreichbaren Geschwindigkeiten ab. Flächendeckung, zuverlässigkeit , ping und erst dann die MBit/sec sollten die Bewertungskriterien sein . Das bildete die durchschnittlichen Nutzungsszenarien viel realistischer ab. Power-User sind eine Randgruppe, kein Maßstab.

  4. Ich muss sagen die haben was geschafft. Hier geht inzwischen o2 inhouse Recht gut, auch vom Durchsatz. Telekom selber Standort, weniger Empfang , geringerer Durchsatz. Vondafone nicht Mal GSM. Bisschen müssen die noch schaffen, aber hier besser als die anderen beiden. (Ländliche Gegend)

  5. chilibrenntzweimal says:

    Mit o2 habe ich in meinem Stadteil 2 bis 6 Mbits und Indoor kein Empfang, maximal EDGE.
    Daten fließen Outdoor auch eher schlecht als recht, surfen geht, aber Streaming kannst du vergessen. Angeblich hat o2 meine Stadt komplett mit LTE ausgebaut, nur ist LTE langsamer als 3g damals.
    Im Stadtkern sieht es natürlich besser aus.
    Sorry, der Aufpreis für die Telekom ist zumindest regional absolut angemessen, dass muss man so mal sagen. Mag Orte geben, wo o2 das beste Netz hat, meinen ja zumindest einige Nutzer, doch auch dies ist nur regional gegeben.
    Ich werde nächstes Jahr mein Vertrag in ein Magentaeins Plus wechseln. Würde aber gerne wieder zu o2 wechseln, deswegen teste ich alle zwei Jahre das o2 Netz aus. Ist aber ein Trauerspiel mit o2. Kann man nichts machen.

  6. 4G allein schön und gut, aber ne anzeige von 4G in der Statusleiste reicht eben nicht, wenn kaum Daten fließen.. hier in Oldenburg geht´s nur Berg ab. Bei meiner mutter im Harz in so einem kleinen 1700 Seelendorf ist seit Ende Juli mit O2 auch mal das 4G Zeitalter angekommen.

  7. Ich nutze Telekom und o2 und habe mit o2 gerade mehr Empfang als mit der Telekom. Was bei Telekom technisch jedoch schlecht ist: in Gebäuden, wo du nur E bekommst, habe ich mit Telekom gar keine Möglichkeit ins Internet zu kommen. Mit o2 geht beides

  8. Ich hoffe, dass jetzt bald die 2. Welle kommt und / oder der Winter streng wird. Damit O2 auch ne vernüftige Ausrede hat 🙂

  9. Was ist peinlicher:

    O2 mit seinen ewigen Versprechen, jetzt aber wirklich endlich voll durchzustarten oder die Kunden, die immer wieder darauf reinfallen?

    Und in 3, 2, 1, bis der erste kommt: „bei mir ist O2 aber voll gut und so, und soll ja jetzt auch besser werden…“

    • Am peinlichsten sind eigentlich die, die es immer noch nicht wahrhaben wollen, dass es durchaus gut ausgebaute Gebiete bei o2 gibt und eben immer weniger schlecht ausgebaute…

  10. Hi Alex , und was ist an 10 mBit schlecht? Für die nutzung eines Smartphones völlig ausreichend , selbst wenn man ein Video streamen will – 4k macht auf einem 6 -Zoll-Display nämlich keinen Sinn . Einfach mal dem Gigabit/sec -Wahn ein wenig hinterfragen. Ich wäre für eine echte _Flächendeckung_ als Auflage dann aber mit moderaten 10 oder 20 mBit/sec als „Erfüllungssvorgabe“, das nützt allen mehr als dreistellige megabit/sec-Ergebnisse in wenigen Hotspots . Das gilt nicht nur für o2 sondern m. E. generell für mobile Versorgung. Ein Smartphone wird nämlich in der Regel von einer person zur Zeit genutzt anders als ein Glasfaseranschluß eines Unternehmens. Und selbst für einen mobilen Hotspot dürften 20 oder 25 mBit/sec , wie man sie für etwas langsamere DSL–Anschlüsse zu hause hat, reichen. da hängen nämlich auch nicht 50 oder mehr nutzer gleichzeitig dran. Wichtiger sind zuverlässigkeit und kurze Pingzeiten . Insofern empfinde ich auch die sogenannten netztests als fragwürdig, sie stellen ja auch im Wesentlichen auf die erreichbaren Geschwindigkeiten ab. Flächendeckung, zuverlässigkeit , ping und erst dann die MBit/sec sollten die Bewertungskriterien sein . Das bildete die durchschnittlichen Nutzungsszenarien viel realistischer ab. Power-User sind eine Randgruppe, kein Maßstab.

  11. Hier bei uns ist das Telefonica-Netz einfach nur schlecht. Aus meinem Bekanntenkreis sind mittlerweile alle von Telefonica weg zu anderen Anbietern gewechselt. Die zahlen nun lieber etwas mehr, aber haben dafür überall ein ordentliches Netz uind keinen Flickentepppich.

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