Unitymedia mit neuen Tarifen Start, Jump und Fly ab Februar

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia hat heute sein neues Tarifportfolio vorgestellt. Drei neue Tarife wird es geben, sie hören auf die sportlichen Namen Start, Jump und Fly. Interessant dabei: (Leider nur) teilweise verzichtet Unitymedia auf die quatschigen, mittlerweile aber üblichen Staffelpreise. Kennen viele von euch ja sicherlich: Man schließt in diesem Bereich einen Vertrag über 24 Monate ab, der dann allerdings nur in den ersten 12 Monaten mit dem super Preis ums Eck kommt, ab Monat 13 sieht die Sache schon ganz anders aus.

Vodafone wäre so ein Beispiel. Red Internet & Phone 400 Cable kostet auf dem dicken Sticker interessante 19,99 Euro. Aber nur in den ersten 12 Monaten. Dann zahlt man 44,99 Euro.

Das sieht natürlich in der Werbung total super aus, ist aber aus meiner Sicht nicht so toll. Muss man für sich bestenfalls den durchschnittlichen Monatspreis ausrechnen, wenn man die Qual der Wahl hat, sich nach einem neuen Anbieter und Angebot umschauen zu müssen.

Doch erst einmal zur Übersicht der neuen Unitymedia-Tarife:

Neben dem Download von bis 400 MBit/s und dem Upload von bis 10 MBit/s im Fly-Tarif bietet Unitymedia als Alternative die Jump- und Start-Tarife an.

Im Jump-Tarif surfen Kunden mit bis 120 MBit/s (Upload: bis zu 6 MBit/s) durchs weltweite Netz.

Im 3play Start-Tarif sind es bis zu 60 Mbit/s (Upload: bis zu 3 Mbit/s), im 2play Start-Tarif immer noch 20 MBit/s (Upload: bis zu 1 MBit/s).

Alle Tarife gibt es in der Variante „2play“ mit Telefonanschluss und Festnetz-Flatrate oder in der Variante „3play“ zusätzlich mit HD- Fernsehen und TV-Hardware.

Bei den 3play-Varianten ist ein Kabelanschlussvertrag von Unitymedia Voraussetzung. Dieser ist oft bereits in den Mietnebenkosten enthalten, ansonsten kostet er monatlich 20,99 Euro.

Die Tarife 2play Fly und 3play Fly kosten während der Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten 39,99 Euro bzw. 49,99 Euro monatlich (danach 44,99 Euro bzw. 54,99 Euro).

Die Tarife 2play Jump und 3play Jump kosten 29,99 Euro und 39,99 Euro pro Monat (danach 34,99 Euro und 44,99 Euro).

Für die Einstiegstarife 2play Start und 3play Start senkt Unitymedia in den ersten 12 Monaten der 24-monatigen Laufzeit die monatliche Grundgebühr auf 19,99 Euro bzw. 29,99 Euro. Erst danach steigt diese auf 29,99 Euro bzw. 39,99 Euro.

Die einmalige Aktivierungsgebühr bei Vertragsabschluss kommt dann auch noch einmal hinzu, sie beträgt bei allen Tarifen einmalig 69,99 Euro. Hinzu kommen noch 9,99 Euro Versandkosten.

Wie immer empfiehlt sich der Blick in das Kleingedruckte: Der Preis gilt nur für Neukunden, das sind Menschen, die in den letzten drei Monaten keinen Internet- oder Telefonanschluss von Unitymedia waren. Mit einem Wechselbonus will man diese Neukunden bekommen:

Neukunden, die bei einem anderen Anbieter noch unter Vertrag stehen und zu Unitymedia wechseln möchten, erhalten für den Rest ihrer Mindestvertragslaufzeit beim alten Provider (maximal für 12 Monate) die Grundgebühr für den Unitymedia-Tarif erlassen.

Wer als Neukunde im Februar 2017 den Tarif 2play Fly oder 3play Fly auf der Webseite von Unitymedia, in einem Unitymedia-Store oder bei den an der Aktion teilnehmenden Vertriebspartnern bucht, erhält als Dankeschön das Samsung Galaxy Tab E, wie das Unternehmen in seiner Tarifmitteilung abschließt.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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30 Kommentare

  1. Zeit, mal wieder mit der Kundenhotline zu telefonieren. Wäre nicht das erste Mal, dass ich als Bestandskunde wieder günstiger weitersurfe…

  2. Ich hätte gern ein 2Play Tarif mit Fernsehen und Internet. Ich brauch das Telefongedöns nicht…

    Das Top 3Play Paket wird auch immer teurer. Hat mal 45 Eur gekostet, dann 50 Eur, nun 55 Eur.

    Mal sehen wann Bestandskunden umgebucht werden…

  3. Erstaunlich, dass die Asymmetrie zwischen Upload und Download noch krasser sein kann als bei anderen Kabelanbietern.

  4. Hat jemand Erfahrungen bei einem Tarifwechsel und dem bestehen bleiben der IPv4 Adresse gemacht? Ich will meine IPv4 ungern abgeben aber dennoch in einen besseren Tarif wechseln wollen.

  5. Da sind sie beim 400Mbit Tarif einfach mal von 20Mbit Upload auf 10Mbit runter gegangen. Finde ich ziemlich bescheiden. Das war für mich der einzigste Grund warum ich immer wieder mal auf den 400er Tarif geschiehlt habe.

    @Voteax: Wenn du bereits Kunde bei Unitymedia mit IPv4 bist und einen neuen Tarif abschließt behältst du deine IPv4. Nur als kompletter Neukunde hast du keinen Anspruch drauf und erhältst eine IPv6 DS Lite.

  6. @Voteax
    hab schon mehrere Tarifwechsel hinter mir (incl von 3play zu 2play) und benutze immernoch die gleiche Hardware. Da wurde meines Wissens auch nie was umgestellt (bzgl IPv4; das hatte ich von Anfang an).
    Trotzdem natürlich: ohne Gewähr

  7. Die Tarifreform scheint mir eher Verschlechterungen als Verbesserungen zu beinhalten. Im 400 MBit-Tarif waren vorher 20 MBit Upload dabei, wenn ich mich nicht irre. Zudem fällt der 200 MBit-Tarif weg, den es optional auch mit 20 MBit Upload gab. Anscheinend muss man bis DOCSIS 3.1 warten, bis es mit dem Upload evtl. etwas besser wird.

    @Voteax Wir haben gerade vor wenigen Wochen einen Tarifwechsel gemacht und da wurde uns von UM gesagt, dass Altkunden mit IPv4 diese auch behalten. Bei uns hat das auch problemlos funktioniert. Ich würde aber sicherheitshalber nachfragen, nicht dass sich im Zuge der Tarifreform etwas geändert hat.

  8. Also wenn man den Tarif wechselt, bekommt man automatisch DS-Lite. Man kann sich dann aber einmal an den Twitter-Support (mit dem „normalen“ Online-Chat braucht man es erst gar nicht zu versuchen) wenden, welche (zumindest war es bei uns so) das wieder umstellen können.

  9. @Voteax ich habe neulich meinen Tarif gewechselt (uralter starter tarif zu 2play 120 – Aufgrund eines Angebots per Mail zu Neukundenbedingungen) und habe noch ipv4, Hardware wurde dabei sogar gewechselt (vorher DOCSIS 2 Modem, jetzt Connectbox).

    Laut Berichten in Foren kann es aber sein dass man umgestellt wird, als Altkunde bekommt man aber spätestens nach ein paar Anrufen bei der Hotline wohl immer noch ipv4 zurück. (mir wäre es egal gewesen, mal ipv6 zu haben wäre auch nicht schlecht gewesen, richtiges dual stack haben wohl nur sehr wenige Leute in BW die zur richtigen zeit den Tarif gewechselt haben)

  10. Ich bin Kabelkunde bei UnityMedia und muss echt sagen, dass der Service katastrophal ist. Für ein Anliegen musste ich über Wochen 6 mal anrufen. Warteschleife bis zu 45 Minuten war keine Seltenheit. Wenn ich es direkt in den Händen hätte, würde ich mit dem Kabelanschluss wechseln…

  11. 70 € Anschlussgebühr, für was? Wenn in der Wohnung schon ein Anschluss liegt wofür muss man dann 70 € zahlen? Der Anschluss wird doch durch die EDV von UM verwaltet und gesteuert, für mich ist diese Anschlussgebühr abzocke.

  12. Daniel Guenther says:

    Kann es sein das UM den Upstream runter gedreht hat? Der 400er hatte AFAIK 20Mbit inklusive nun sind nur noch 10Mbit drin. Das der Preis derart runter ist wundert mich null, 400Mbit sind mit Sicherheit aktuell ein Ladenhüter da kaum jemand Bedarf für diese Bandbreite haben kann.

  13. Muß mich bald um den Kabelanschluß meiner Eltern kümmern. Könnt Ihr mir erklären wieso diese IPv4 vs. IPv6 Frage wichtig ist ?

  14. @Holger
    Das ist interessant für Leute die z.B. ihr NAS von unterwegs aus erreichen möchte. Unitymedia ist nicht in der Lage einen ordentlichen Stack zu installieren, der dies auch mit iPv6 fertig bringt.

    Somit braucht man v4 um das zu bekommen, ich hab das damals mit Horizon erzwungen, da die Box nicht v6 fähig ist. Sonst bekommt man das wohl noch als Business-Kunde. Für reine Surfer ist das aber ziemlich egal 🙂

  15. @Holger Das ist vor allem dann wichtig, wenn Du von außerhalb direkt auf Dein Heimnetzwerk zugreifen willst, also z.B. über ein selbst eingerichtetes VPN oder Portweiterleitungen im Router. Wenn Du nativ nur eine IPv6 zugeteilt bekommst (und IPv4 beim Provider genattet wird), kannst Du auf das Heimnetzwerk von außerhalb auch nur via IPv6 zugreifen.

    Bsp.: Man sitzt im Hotel und will von dort aus auf das NAS zuhause zugreifen und das Hotel hat nur IPv4 (wie üblich), dann funktioniert das auf direktem Wege auf einen IPv6-Anschluss nicht, auf einen IPv4-Anschluss würde es funktionieren. Um das zu umgehen, könnte man IPv6 tunneln, aber spätestens dann wird es kompliziert.

    Wenn man das Internet nur „konsumierend“ verwendet, dürfte es man den Unterschied hingegen nicht merken.

  16. Das der 2play Start 20 nach 13 Monaten genauso viel kosten soll wie der 2play Jump 120, mit 6facher Geschwindigkeit, kann doch nur ein Druckfehler oder schlechter Witz sein, oder?

  17. Kann hier nur den Businesstarif empfehlen. Etwas teurer aber es funktioniert. IPv4, Fritzbox, 150 Down, 10 Up. Beachten: alles Nettopreise

  18. Definiendum says:

    Die Verschlechterung des Upstreams im Top-Tarif ist echt ein Witz. Noch dazu bei augenscheinlichem Wegfall der Option im mittleren Tarif, den Upload zu verbessern.

  19. @Definiendum Ganz genau! Das einzig Positive ist, dass der 400 MBit-Tarif günstiger geworden ist und jetzt im Bereich des ehemaligen 200 MBit-Tarifs angesiedelt ist. Mit dem geringen Upload aber trotzdem (für mich) uninteressant.

  20. und der 120er ist ja sehr unsexy geworden. am 31.1 noch für 25€/Monat (ersten 24)
    abgeschlossen. Wenn ich das richtig sehe hat sich dort nichts dran geändert

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