Twitter: Erweiterte Suche nicht für Drittanbieter-Clients

Seit Twitter eigene Apps hat, haben es die Anbieter von alternativen Clients immer schwerer. Und auch mit dem neuesten Schritt werden wieder die alternativen Clients beschnitten, indem sie einfach neue Twitter-Features nicht nutzen können. Vor ein paar Tagen machte die Nachricht die Runde, dass Twitter nun Tweets bis 2006 durchsuchen kann. Das geht mit weiteren Such-Features einher. Die Schnittstelle dazu gibt Twitter allerdings nicht für Entwickler frei. Das heißt, dass dieses Feature zwar in die offiziellen Clients kommt, aber nicht in Apps, die nicht direkt von Twitter stammen.

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Etwas zweigleisig ist das schon, wie Twitter hier fährt. Und für Nutzer, die Twitter noch zu Zeiten von Tweetie und Co kennen, ist dies auch auffällig. Drittanbieter-Clients haben Twitter zu einem guten mobilen Nutzungserlebnis verholfen, als der Micro-Blogging-Dienst noch keine eigenen Apps hatte. Nachdem man dann Tweetie gekauft hatte und zur offiziellen Twitter-App machte (unter iOS, ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wie es auf den anderen Plattformen war), kamen dann die Schikanen.

Interessanterweise stellt sich Twitter gerne als Entwickler-Freund dar, stellt den App-Entwicklern sogar Tools zur Verfügung, die eine Einbindung des Dienstes einfach machen. Aber sobald es an den eigenen Dienst geht, stellt sich Twitter immer querer. Eine nicht gerade schöne Entwicklung. Laut Entwickler Marco Arment wird es nicht mehr allzu lange dauern, bis die Nutzer auf die offiziellen Apps umsteigen, da neue Features nicht mehr von Drittanbieter-Apps implementiert werden können. Als nächstes, so spekuliert Marco Arment, wird es wohl die neuen Direktnachrichten-Features treffen.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

3 Kommentare

  1. Schade, bin ein großer Freund von Falcon Pro. Aber Twitter will halt auch Geld verdienen, verstehe ich auch (einwenig).

  2. Solange dafür keine Werbung in die API der Dritt-Clients fließt, kann Twitter von mir aus alle neuen Features nur für die eigenen Apps freigeben.

  3. Wer kann es ihnen verdenken. Wenn andere mit dem eigenen Produkt Geld verdienen muss man sich Gedanken machen, wie man das ändert.

    Aber ich wüsste nicht, wieso ich nach Tweets suchen müsste.