Twitter Fabric: Crashlytics, MoPub und Digits sollen das Entwickler-Leben leichter machen

23. Oktober 2014 Kategorie: Android, Internet, iOS, Mobile, Social Network, geschrieben von:

Twitter hat gestern mit Fabric eine Plattform für Entwickler vorgestellt, die mit verschiedenen Tools sowohl ihre Apps verbessern als auch Twitter leichter integrieren können. Fabric liefert sogenannte Kits, also Baukastensysteme, die Entwickler nutzen können. Es stehen verschiedene Kits zur Verfügung, die sich logischerweise verschiedenen Bereichen widmen. Punkt 4 wird auch für App-Nutzer interessant sein. 😉

Twitter_Fabric

Crashlytics Kit: Mit Crashlytics wird Entwicklern ein Tool an die Hand gegeben, das die Suche nach Fehlern in Apps stark vereinfacht. Crashlytics analysiert App-Abstürze und kann dem Entwickler genau mitteilen, wann eine App gecrashed ist, wie viele Nutzer betroffen sind und wie es zum Absturz kam. Außerdem ist Crashlytics in der Lage, die genaue Codezeile für den Absturz zu bestimmen, sodass Entwickler nicht mehr lange nach dem Fehler suchen müssen und schneller Updates bereitstellen können.

MoPub Kit: Das MoPub Kit hilft Entwicklern, Werbung in ihren Apps zu platzieren. Dies geschieht mit dem Kit sehr einfach, gleichzeitig profitieren die Entwickler vom Konkurrenzkampf der Werbenden auf dem MoPub Marketplace.

Distributionen über Twitter: Drei Punkte gibt es im Twitter-Kit, wie Entwickler Twitter in ihre Apps einbinden können. Die Einbindung von Tweets ist nun auch in Apps möglich, optisch können diese voll an die eigene App angepasst werden. Wird der Tweet-Composer eingesetzt, können Nutzer direkt aus einer App heraus einen Tweet absetzen. Auch das neue Sign in with Twitter kann implementiert werden. Nutzer können sich so via Twitter bei einer App anmelden, brauchen nicht extra einen Account in der jeweiligen App.

Identifizierung über Digits: Digits ist eine von Twitter unabhängige Möglichkeit, sich gegenüber eines Dienstes zu identifizieren. Dies geschieht über die Handynummer, den Bestätigungscode erhält man per SMS. Diese Sign-Up-Methode kann direkt in 216 Ländern genutzt werden. Bereit steht sie für Android, iOS und im Web.

Interessant ist hier vor allem die Loslösung von Twitter. Facebook bietet ähnliche Dienste an, diese sind aber stark mit Facebook selbst verbunden. Twitter bietet sogar die Digits-Registrierung ohne eine Verknüpfung zu Twitter an, was sicher eher angenommen wird als eine gebundene Variante. Aber auch die Monetarisierungsmöglichkeiten über MoPub und Crashlytics können eine echte Hilfe für Entwickler sein. Man fragt sich, wie ein doch so vorausschauend denkendes Unternehmen 2014 noch an einem 100.000 Token-Limit für Twitter-Apps festhalten kann.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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