Intel: Touch-Screens bei Notebooks werden gut angenommen

Notebooks und Touchscreens – ist so ’ne Geschichte… Ich hab hier beispielsweise ein Fujitsu Convertible stehen, welches alternativ zur Bedienung über Pad/Keyboard/Maus eben auch über den Touchscreen zu bedienen ist. Das ist gelegentlich in Ordnung, aber meistens ist die Bedienung eine Katastrophe. Das liegt nicht darin, dass man sich nicht an die Bedienung per Touch gewöhnen könnte – eher daran, dass bisherige Windows-Versionen dieses Feature einfach denkbar schlecht unterstützt haben.

Intel hat nun mal einen Versuch gestartet, wie der Durchschnittsnutzer sich mit einem solchen Touchscreen bei einem Notebook arrangieren kann. Könnte daran liegen, dass man mit Windows 8 und dessen Metro UI einen absoluten Gamechanger ausgemacht hat, was diese Bedienung per Berührung angeht. Man hat in Chicago und in Mailand Leute verschiedene Dinge ausführen lassen – Bilder formatieren, eine WLAN-Verbindung resetten und eine PowerPoint-Präsi erstellen – und ihnen dabei die freie Wahl gelassen, ob sie per Maus, Tastatur, Trackpad oder eben Touchscreen arbeiten wollten.

Erstaunliche 77 Prozent der Zeit haben die Tester mit Hilfe des Touchscreens an den Rechnern gearbeitet und damit widerlegt, dass das Arbeiten an einem Notebook per Touch eine ergonomische Katastrophe ist. Nahezu überschwänglich reagierten die Probanden und schwärmten von der einfachen und leicht zu erlernenden Handhabung, die wesentlich flotter von der Hand ging als beispielsweise das Erlernen der Bedienung per Maus.

Das bringt nun Intel – nachdem man diese Versuche in Brasilien und China mit ähnlichen Resultaten wiederholte – dazu, seine eigene Strategie zu überdenken. Die Menschen haben sich – Smartphones und Tablets sei Dank – viel mehr daran gewöhnt, einen Screen mit den Händen zu bedienen  und das will sich Intel zunutze machen. Beeindruckt von dem Nutzerverhalten werden wir nun also in diesem Jahr bereits die ersten Touch-Ultrabooks sehen, von denen sich Intel einen unschätzbaren Marktvorteil erhofft. Könnt ihr euch vorstellen, dass eurer nächstes Ultra/Notebook per Touch bedient wird oder werdet ihr mit dieser Bedienung bei diesem Formfaktor gar nicht warm?

Quelle: Intel 

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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

13 Kommentare

  1. Seit einigen Jahren nutze ich nur noch Notebooks mit Touchscreen. Aktuell ein HP Elitebook 2740p und ich liebe das Gerät. Auf dem Gerät habe ich Windows 8. Es ist auch schon besser geworden mit der Touchbedienung, aber trotzdem noch an vielen Stellen verbesserungswürdig. Seit Monaten freue ich mich auf die kommenden Ultrabooks mit Touchscreen, hoffentlich auch mit drehbarem Bildschirm und auch gerne mit 14 Zoll. Mindestens 90% meiner Eingaben bei der Internetnutzung erfolgt über den Touchscreen. Die Kombination mit vollwertiger Tastatur und notfalls Touchpad (z.B. für zu kleine Links) ist für mich bei meinem Notebook perfekt.

  2. Bei der Benutzung meines Asus EeePad Transformer erwische ich mich auch sehr oft dabei, dass ich den Touchscreen benutze obwohl das Tablet im Tastaturdock steckt. Ich mache das aber irgendwie nie konsequent sondern mal benutze ich das Touchpad und mal den Touchscreen. Aber bei einem Notebook, das ja doch einen deutlich größeren Bildschirm hat kann ich mir das nicht so ganz vorstellen. Der Effekt des verschmierten Bildschirms kommt natürlich noch dazu. Das stört mich auch bei meinem Transformer recht häufig.

  3. ich frage mich ja was mit den FPS games werden soll. die per touchscreen zu bedienen ist sicher nicht einfach, auch nicht wenn auf dem bildschirm in touchpad angezeigt wird.

  4. NEIN. Ein Screen ist zum Draufschauen, nicht zum drauf rumfummeln. 😛

  5. Ich will nicht die ganze Zeit mit meinen Händen vor’m Gesicht rumfuchteln. Die Arme sind nicht gemacht für vertikal angeordnete Touch-Screens.

  6. ich bekomme ja schon so eine Krise wenn andere ahnungslos und sich nicht anders (also verbal) mitteilen können und dann mit ihren fett Pfoten aufm Display rumfingern. jetzt soll ich das auch noch machen???? am Ende ist alles verschwommen.

    NEIN DANKE !!!!!! und ja ich wasche mir die Hände 🙂

    und nach ca. 3 min muss ich dann mit dem linken Arm und Hand den rechten Arm hochhalten… nur damit ich keinen krampf bekomme, obwohl man könnte so auch seine Muskeln trainieren – sieht nur doof aus wenn nur ein arm so fett ist wie der eines Anabolika Freaks.

  7. Johannes says:

    Bei mir ist es sogar so, dass ich mir eines der neuen Ultrabooks nur kaufe, wenn ein Touchscreen mit an board ist! Ist einfach viel intuitiver und angenehmer zu bedienen 😉

  8. Wenn bei mir jemand auch nur in die NÄHE von einem Screen mit seinen Fingern kommt, dann würde ich schon losschreien.

    Wenn er drauffaßt – dann müßt der seine Schmiererei abputzen, bis es sauberer als „neu“ ist! 😛

  9. Also, für mich als blinder Anwender gibt es leider nur Apple, die mit voiceOver einen touchfähigen Screen Reader anbieten. Alle anderen Screen Reader wie Jaws oder Window-Eyes haben das nicht in ihrem Angebot. Insofern bleibe ich lieber bei der Bedienung per Keyboard bei Windows PC’s oder notebooks. Sollten die besagten Hersteller von Screen Readern einen ähnlichen Funktionsumfang der touchbedienung für Blinde anbieten wie Apple, würde ich die Bedienung des Gerätes per touch sicherlich mögen und auch verwenden.

  10. XeniosZeus says:

    Schon auf dem Bild ist zu erkennen, was das für ein ergonomischer Quatsch ist. Genau so sieht eine „ergonomische Katastrophe“ aus. Wenn der Bildschirm eine ausreichende Größe zum Arbeiten haben soll, ist der Abstand zum Bildschirm für den Arm zu lang. Ein zu kleiner Bildschirm ist dann aber auch wieder für die Augen nicht ergonomisch. Für Leute, die ihr Geld mit 8 Stunden Arbeit vor dem PC verdienen müssen, ist ein Touchscreen völliger Blödsinn.
    Dieser ganze Quatsch taucht in immer mehr Blogs/Newsseiten auf. Man will uns wohl auf Windows 8 mit seiner Touch-optimierten Metro-Oberfläche einschwören, denn die Kritiken bisher sind gnadenlos schlecht:
    http://blogs.msdn.com/b/b8/archive/2012/05/18/creating-the-windows-8-user-experience.aspx
    Sehr langer Blog mit fast 400 Antworten – eine besser als die andere.
    Ich habe vor einem Produktstart noch nie so vernichtende Kritiken gelesen. Und obwohl MS um Windows 8 ein komplettes Ökosystem mit anbieten wird, scheitert Windows 8 an seinem Konzept, alles (Desktop, Tablet und Smartphone) zu vermischen.
    Touch-Screens für Notebooks werden nur dann verkauft, wenn diese nicht teuer sind als normale Notebooks. Kann man aber nicht von ausgehen. Diese Studie von Intel ist nichts wert, hätte auch von Microsoft sein können. Nicht das Erlernen von einzelnen Handhabungen ist ein Kriterium (Touch ist garantiert leichter zu erlernen als das Arbeiten mit einer Maus), sondern das ausdauernde Arbeiten am Bildschirm. Touch-Screen machen viel Sinn außerhalb der normalen Arbeitswelt, am Schreibtisch aber ergonomischer Unsinn.

  11. @XeniosZeus:
    Meine Meinung ist da differenzierter. Abgesehen davon, dass es in diesem Post und in der Studie von Intel um Notebooks geht, gibt es aus meiner Sicht sehr wohl sinnvolle Entwicklungen für den Schreibtisch. Dazu sind aber aus meiner Sicht mehrere Punkte relevant. 1. Der Touchscreen-Monitor sollte nicht mehr vor einem stehen, sondern mit einer leichten Schräglage nach hinten ansteigend vor einem liegen. Dann muss man die Arbeitsgebiete beachten. Jemand der für seine Tätigkeit in einem großen Maß die Tastatur benötigt, wird es verfluchen, wenn er diese vor dem liegenden Bildschirm platzieren muss. Wenn es jedoch um gelegentliche Eingaben über eine Onscreen-Tastatur geht, ist dies sicherlich kein Problem. Auch sollte man die Entwicklung der Spracheingabe nicht unterschätzen, ich weiß von einem Journalisten, der mittlerweile seine Texte „direkt in den Rechner“ diktiert.

    Windows 8 ist für mich da auch nur als Übergangsversion anzusehen. Dies ist jedoch ein Zwang für Microsoft, der sich aus der großen Verbreitung und daraus resultierenden notwendigen Abwärtskompatibilität sowie „alten Gewohnheiten“ der Nutzer ergibt. Wer will schon ein Betriebssystem auf dem die liebgewonnenen Programme nicht mehr laufen?

    Es macht auch den Eindruck auf mich, dass Du bisher noch kein Convertible (Touchscreen-Notebook mit drehbarem Bildschirm) hattest, probiere es mal zwei, drei Tage mit Windows 8 aus (nimm aber keinesfalls ein Gerät mit ausschließlicher Stifteingabe). Nebenbei: Ich nutze meins täglich mindestens 2-3 Stunden und habe seitdem keine Probleme mehr mit einem „Mausarm“ 😉

  12. @Fred: ich spreche mal dein „Mausarmproblem“ an – weil ich das für mich überhaupt nicht nachvollziehen kann.

    Ich bin ja ein Extrem-Maus-Schubser, was geht, mache ich fast nur mit der Maus. Tippen kann ich nur mit 2 Fingern.

    Deswegen habe ich die Maus mit Pad am Haupt-PC so optimal wie möglich positioniert und sehr schnell gestellt. Der Arm liegt hinten auf der Sessel-Lehne, das Handgelenk auf einem weichen Kissen.

    Ich muß auf 3840×1200 auch in der Diagonale nie „nachsetzen“, sondern mache alles aus dem Handgelenk. Das geht auch gerade noch so, wenn ich per Mouse without Borders über 4 Monitor gehe, also 7680 Pix in der Breite.

    Ich mache das auch recht lange pro Tag, am Arm merke ich aber „0“.

  13. Die Aussage „Erstaunliche 77 Prozent der Zeit haben die Tester mit Hilfe des Touchscreens an den Rechnern gearbeitet…“ beweist doch nur, dass die Tester 77 Prozent ihrer Zeit vertrödelt haben. Die eigentlichen Aufgaben wurden dann in nur 23 Prozent der Zeit mit Maus und Tastatur erledigt.