Tinder mal anders: Tierschutzverein erstellte Profile für einsame Hunde und Katzen

Unter dem Motto „Purrfect Match“ ging der Tierschutzverein München e.V., welcher auch ein reguläres Tierheim betreibt, neue Wege: Man veröffentlichte in Zusammenarbeit mit der PR-Agentur Territory für die Tiere eigene Profile bei Tinder. Damit wollte man die Lage etwas lindern, denn durch die Corona-Krise und auch den Ferienbeginn wurden leider besonders viele Tiere ausgesetzt.

Los ging die Tinder-Aktion am 8. August 2021. Für 15 Tiere wurden individuelle Profile erstellt, welche potenzielle Besitzer anlocken sollten. Bei einem Match hämmerten dann natürlich nicht Hund und Katze wahllos auf den Touchscreen, sondern ein Chatbot sprang für die Unterhaltung ein. Sollten die Bedürfnisse von Mensch und Tier übereinstimmen, konnten die Tinder-Nutzer zu einem „Date“ ins Tierheim München kommen, um sich ihren potenziellen Gefährten genauer zu betrachten.

Die Aktion wurde auch via Instagram beworben. Die PR-Agentur hat hier kostenlos für das Tierheim gearbeitet, allerdings wohl eher nicht aus Altruismus: Da sicherte man sich natürlich viel Aufmerksamkeit. Laut Mitarbeitern des Tierschutzvereins München e.V. sei die Aktion ein voller Erfolg und die Resonanz übertreffe alle Erwartungen. Man führe aber jeweils immer noch eine Kennenlernphase zwischen den Menschen und Tieren durch, sollte es ein Match geben. Da will man wohl Kurzschlussentscheidungen vorbeugen, damit die Tiere nicht nach wenigen Wochen erneut im Tierheim landen.

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9 Kommentare

  1. Kennst du denn die Agentur, dass du dort gleich Egoismus statt Altruismus voraussetzt? In Agenturen sitzen auch nur Menschen wie du und ich und ich hoffe, du und ich sind auch einfach mal selbstlos. Ich arbeite z.B. mit einer Agentur, bei der der Geschäftsführer seit der Kindheit eine große Affinität zum Tierschutz hat und diesen seitdem auch aktiv unterschützt – ohne egoistische Hintergedanken Bei einer anderen Agentur unterstützt ebenfalls der Geschäftsführer die Sozialwirtschaft mit großem Einsatz ohne das für sich öffentlich hervorzuheben. Dieses ständig negative Menschenbild ist medial natürlich sehr omnipräsent, sollte durch persönliche Erfahrungen aber doch eigentlich negiert werden. Ich hoffe zumindest, du hast diese Erfahrung. Es wäre schön, positive Dinge daher auch einfach mal positiv darzustellen und dann auch so stehen zu lassen, ohne händeringend noch irgendwo einen Haken einzufügen, weil er ja da sein muss.

    • Sehe ich genauso.
      Seit früher Jugend bin ich ehrenamtlich tätig, die übergroße Zahl meiner Freunde auch und es nervt wirklich dass heute vieles was man tut mit dem Verdacht „was bekommt der wohl dafür“ betrachtet wird.
      Allerdings eine Beobachtung von mir: Leute bei denen ich eine solche Haltung beobachte, sind meist genau die die selbst nichts haben bei dem sie sich einbringen und die ihr Leben rein materialistisch-transaktional betrachten. Bei den paar die ich dann genauer kennenlernen durfte war ich meist nachher froh dass das nicht _mein _ Leben sein muss.

      Also übersetzt: rutscht mir doch den Buckel runter.

      • André Westphal says:

        Letzten Endes machst du in deinem Kommentar aber doch genau das gleiche wofür du andere kritisierst: Pauschalisieren und bestimmte Mentalitäten unterstellen. Ob das dann der richtige Weg ist?

    • Korrekt. Das ist in Deutschland leider Normalität. Hat wohl was mit persönlicher Selbstzufriedenheit zu tun.

  2. Selbst wenn die Agentur das ausschließlich aus PR Gründen kostenlos gemacht hätte, was wäre daran so schlimm? Dem Tierheim und den Tieren ist geholfen, die Agentur profitiert ggf. auch. Ist doch völlig OK…

    • André Westphal says:

      Sagt ja auch keinet, dass das schlimm ist, schreibe ich auch nicht. Aber es ist nun schon mehr als naheliegend, dass hier eben auch eine Rolle gespielt hat, dass man seinen eigenen Namen Mal nach vorne rücken wollte – der taucht daher in der Pressemitteilung auch mehr als einmal auf. Das sind eben auch Aktionen um sich für potenzielle Kunden interessant zu machen. Ist ja auch legitim.

  3. Diese Ferkel! 😀

  4. Thorsten G. says:

    Wenn dann sogar der Labrador dich ghostet, weißt du, dass du nie jemanden finden wirst.

  5. Da klingt aber das Konzept der Tierheimhelden.de irgendwie sinnvoller.^^‘

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