Tim Cook kritisiert Datensammelei durch Google, Facebook und andere

Apple CEO Tim Cook hat auf dem EPIC Champions of Freedom Event eine Rede gehalten, in der andere Firmen des Silicon Valley nicht gerade gut wegkommen. Es geht um die Privatsphäre der Nutzer und Dienste, die ihr Geld mit den Daten der Nutzer verdienen, insbesondere Facebook und Google. Cook nennt die Firmen zwar nicht beim Namen, die gewählten Beispiele lassen jedoch keinen Zweifel offen, wen er meint.

Apple

Tim Cook findet es nicht gut, dass es Firmen gibt, die ihre Nutzer mit kostenlosen Angeboten locken, nur um deren Daten dann zu Geld zu machen. Sei es über gezielt ausgelieferte Werbung oder andere Wege. Kostenlos hätte in diesen Fällen einen hohen Preis, den der Daten. Apple geht nicht so vor, wie Cook (wieder einmal) betont. Gerade in Zeiten, in denen immer mehr private Dinge, wie beispielsweise Gesundheitsdaten, auf den mobilen Begleitern gespeichert werden, muss es Privatsphäre geben. Apple habe kein Interesse an den Daten, da es nicht das Geschäftsmodell von Apple sei, diese auszunutzen.

Bei kostenlosen Angeboten gibt man diese Privatsphäre ein Stück weit auf. Man erlaubt das Durchsuchen von E-Mails, gibt seinen Suchverlauf preis und nun auch noch die eigenen Bilder (Anspielung auf die Google Fotos-App). Für die Firmen, die solche Daten sammeln, sind diese Gold wert. Die Auswertung ermöglicht ein noch gezielteres Ausliefern von Werbung, welches noch das Hauptziel der Datensammelei ist. Je mehr Informationen die Firmen über den einzelnen Nutzer haben, desto wertvoller ist dieser, aber dieser wird dadurch auch durchsichtig.

Im nächsten Abschnitt richtet sich Cook an die Politik. Diese versucht aktuell, einen Masterkey für Verschlüsselung durchzusetzen. Das würde Behörden ermöglichen, Verschlüsselungen zu umgehen und diese praktisch überflüssig machen. Dagegen wehrt sich Apple (und andere Firmen), bietet seit Jahren Verschlüsselungstools, die angeblich ohne Hintertür kommen. Apples Auffassung ist es, dass diese Daten niemanden etwas angehen, außer dem Besitzer und seinen Konversationspartner.

Einen Unterschied gibt es auch beim Sammeln der Daten an sich. Während Apple nur die Daten sammelt, die für eine großartige Nutzererfahrung nötig seien, sammeln andere jedes Stück, das sie bekommen können. Aus diesem Grund sind Apples Daten auch nicht so interessant für Diebe (vom Gegenteil konnte man sich bei The Fappening überzeugen), wie Cook anmerkt. So wenig wie möglich sammeln und die Daten für andere uneinsehbar machen, das ist Apples Ziel.

Letztendlich ist aber auch Apple nur eine Firma, die Geld verdienen möchte. In diesem Fall mit dem Verkauf von Produkten anstatt mit dem Privatleben der Nutzer. Während es nicht das erste Mal ist, dass Cook sich auf diese Weise äußert, wurde es bisher nie so konkret. „Apple ist nicht an den Daten der Nutzer interessiert“ hat halt auch etwas von „alle anderen Firmen eben schon“. Darauf verlassen, dass die Daten bei einem Anbieter sicherer sind als bei einem anderen, sollte man sich nie. Man sollte sich aber immer wieder einmal ins Gedächtnis rufen, dass der Betrieb eines Dienstes Geld kostet. Wenn man dieses nicht zahlt, ist es wahrscheinlich, dass man es auf andere Weise – nämlich mit seinen Daten – macht. Ob man sich das leisten kann, muss man selbst entscheiden.

(Quelle: TechCrunch)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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68 Kommentare

  1. Apple zensiert ja auch lieber.

  2. Tim Cook ist ein Heuchler.

  3. plantoschka says:

    Löbliches Vorgehen von Tim Cook. Genau dieses Argument muss Apple Marketingmässig nutzen. Apple’s Geschäftsmodell basiert nicht darauf eine möglichst große Datenbasis der Kunden zu haben. Google’s Geschäftsmodell schon.

    iPhone hat seit Jahren eine sichere Hardware-Verschlüsselung implementiert. Auch Touch-ID wurde bisher nicht gehackt (lediglich der Sensor überlistet).

    Bitte jetzt nicht mit iCloud-Hack kommen, das war Social Engineering und kein Hack.

  4. Apple blendet die Nutzer mit Werbung, entmündigt sie und greift mit beiden Händen direkt in deren Taschen.

  5. Was für ein heuchlerisches A…!

  6. Ich lache mich schlapp, schonmal die Datenverbundungen von Apple-Geräten analysiert – ich schon, ist Teil meines Jobs Frage sich wer der grössere Datensammler ist….

  7. „Apples Auffassung ist es, dass diese Daten niemanden etwas angehen, außer dem Besitzer und seinen Konversationspartner.“ > leicht gesagt, er ist ja auch nicht für die Sicherheit des Lebens seiner Kunden verantwortlich, sonder nur dafür, dass sie möglichst 100% ihres Cashflows bei ihm abliefern

  8. Da fällt mir spontan die Frage ein, welchen geldwerten Vorteil Werbung für Google oder Facebook hat. Als User habe ich überhaupt keine Ahnung, was meine Daten wert sind. Denn theoretisch wäre so eine Art Aufpreis denkbar, mit dem man sich von Werbung freikaufen könnte.

    Und gäbe es diesen Aufpreis, was wäre er den Usern wert oder interessiert es sie gar nicht?

  9. plantoschka says:

    Ich versteh die einseitige Kritik im Kommentarbereich nicht. Apple erfasst afaik nur wehr wenig personenbezogene Daten. Im Gegensatz zu Google z.B. Google braucht die Daten ja auch für ihre Dienste. Sowas wie Inbox ist bei Apple technisch gar nicht möglich.

  10. Das ist die übliche verlogene Masche von Tim Cook: negativ über die Konkurrenz reden und dabei den Dreck im eigenen Haus verschweigen. Das unterscheidet die PR von Apple von der anderer Firmen. Schlechter Stil von Tim Cook.

    Auch Apple verkauft Daten seiner Nutzer, z. B. ihre Konsumgewohnheiten wie Sehgewohnheiten an die Medienindustrie. Oder Gesundheitsdaten. Außerdem wissen wir aus den Snowden-Files, dass Apple seit Jahren offizieller Partner der NSA ist.

    Und natürlich gibt es Hintertüren in iOS. Einige davon musste Apple (zur PR-Schadensbegrenzung) sogar zugeben, andere sind nicht offiziell. Einfach mal googeln. Es ist schon erstaunlich, wie kurz das Gedächtnis mancher Apple-Fans in solchen Punkten ist. Darauf setzt die verlogene PR von Apple offensichtlich. Hier wird mehr negatives verdrängt als bei der FIFA.

  11. @Alex
    „Einfach mal googlen“ ist das Pauschalargument der Meckerer. Weder ist erwiesen, dass Apple Gedundheitsdaten verkauft noch ob sie meine Konsumgewohnheiten an die Medienindustrie weiter geben. Ähnliches gilt für deine anderen Behauptungen.

    Dann besser gar nichts sagen.

  12. Es ist natürlich viel besser, viel zu viel Geld für veraltete Technik zu verlangen und dann heimlich aufgezeichnete Daten zu verwerten…

  13. plantoschka says:

    @Alex

    Hoffentlich glaubt keiner deinem Post. Ist nämlich nur Theorie und überhaupt nicht belegt was du das erhälst.

    „Einige davon musste Apple (zur PR-Schadensbegrenzung) sogar zugeben“ – Quelle? Wo hat Apple, Microsoft oder Google jemals zugegeben eine Hintertür für die NSA zu haben?

    „Außerdem wissen wir aus den Snowden-Files, dass Apple seit Jahren offizieller Partner der NSA ist. “ — Im Prism Programm ja. Das NSA hat aber sowieso Zugriff auf die kompletten Internetknoten. Alles unverschlüsselt durchgeht sehen die. Ein Teil der verschlüsselten Sachen vermutlich auch.

    „Auch Apple verkauft Daten seiner Nutzer, z. B. ihre Konsumgewohnheiten wie Sehgewohnheiten an die Medienindustrie. Oder Gesundheitsdaten.“ — Belege dafür?
    Wenn dies so wäre, würde es medial ein rießiges Event geben. Am Ende würde Tim Cook als CEO zurück treten.

  14. plantoschka says:

    @Sebastian:

    Veraltete Technik? Der A6, A7 und A8 waren zum Release-Zeitpunkt jeweils die schnellsten oder gehörten mit zu den schnellsten SoCs am Markt. Und das obwohl hier nur 2 Kerne verbaut werden. Siehe Anandtech-Reviews

  15. Über das hier muss man kein bisschen diskutieren. Wer glaubt Apple, einer der größten Konzerne der Welt wenn nicht sogar der größte, sammle und verkaufe unsere Daten nicht „verarscht“ sich selbst. Jetzt mal ein Kommentar um auf das Niveau der anderen zu sinken, nichts gegen euch Leute ;): Ich kann die Abwehr der Appleianer manchmal nicht wirklich ab.

  16. plantoschka says:

    @Sepp
    Wieso sollte Apple das machen? Deren Geschäftsmodell sind Hardware und Services. Wieso sollte man das Glauben? Es gibt keinerlei belege das Apple in irgendeiner Form Daten verkauft. Apple macht >90% ihres Umsatzes mit Hardware.

    Bei Google übrigens das selbe. Nur nutzt Google Kundendaten intensiv für ihr Dienste. Dies wird wiederum am Werbemarkt beworben (personalisierte Werbung). Damit erzielt Google hohe Preise am Werbemarkt und macht über 90% ihres Umsatzes.

  17. Die Gmails werden ja nicht von Menschen gelesen, sondern Computern. MS sagt bei ihren Mails liest keiner mit, dabei waren sie die ersten, die bei der NSA vorstellig geworden sind -.-

    Android ist immerhin soweit offen, dass man Adblocker usw installieren kann. Ich hab kein iPhone, aber mir ist da nix in der Richtung bekannt.. Vielleicht kann ja jemand mit einem iPhone schreiben ob es mittlerweile ähnliche Apps auch bei Apple gibt.

    Typisches Werbe-bla bla würde ich jedenfalls sagen

  18. @Oliver, plantoschka: Alles abstreiten und verdrängen, aber zu faul zum selber recherchieren? Weil ich gerade wenig Zeit habe, nur ein Beispiel aus der New York Post:

    http://nypost.com/2015/03/17/apple-offers-to-share-tv-data-to-entice-programming-partners/

    „Apple is offering to share data with programming partners to get them on board with its cable-like TV network package. The company is willing to share details on who its viewers are, what they watch and when they watch it to entice broadcast networks and others to go along with the service.“

    Aber besonders traurig ist, dass hier markentreue Fans alles gleich reflexhaft abstreiten oder verteidigen. So als hätten sie iOS selber programmiert und wüssten es deshalb ganz genau.

    Lieber abstreiten als hinterfragen. Manchen Fans scheint der Ruf von Apple wichtiger zu sein als die eigene Datensicherheit. Jungs, ihr tut euch keinen Gefallen. 🙁

  19. Bin etwas enttäuscht das Apple meine Daten nicht nutzt. Bin ich denen nichts wert? Jedes anständige große Unternehmen tut das. Pfff, ich verkaufe alle meine Apple Geräte.

  20. plantoschka says:

    @Alex

    Der TV-Service ist noch nicht mal angekündigt. Das sind keine Belege sondern Gerüchte. Auch wenn die NyPost dahinter steckt.

    Und mir zu unterstellen ich wäre zu faul ist auch quatsch. Was weißt du schon über mich? Ich behaupte sehr gut informiert zu sein.

  21. Eines muss klar gesagt werden: Weder Apple, noch Google verkaufen momentan Nutzerdaten an andere Unternehmen.

    Jeder muss sich selbst überlegen, welcher Firma er es eher zutraut, seine Daten verlässlich zu schützen und wie viel er von sich preisgeben möchte. Wie sich die Sache finanziert, ist dabei zweitrangig.

    Persönlich setze ich zur Zeit eher auf Google. Die Brute Force Attacken, die noch vor kurzem beim iCloud möglich waren, lassen mich an Apple zweifeln.

  22. plantoschka says:

    „Aber besonders traurig ist, dass hier markentreue Fans alles gleich reflexhaft abstreiten oder verteidigen. So als hätten sie iOS selber programmiert und wüssten es deshalb ganz genau.“

    Ich versuch das hier eher rational anzugehen. Meine Aussagen über die Geschäftsmodelle untermauert eine Menge Argumente

  23. Ich würde sogar formulieren: Manchen Fans scheint der Ruf von Apple wichtiger zu sein als der eigene. :-))))))

  24. Weiter so, @plantoschka. Tim Cook und seine PR-Abteilung brauchen iSheep wie dich. 😉

  25. plantoschka says:

    @daniel

    Sie verkaufen sie zumindest nich direkt. Google nutzt deine Daten um damit Werbung zu verkaufen. Ist so.

  26. @Alex

    Die New York Post zu zitieren ist ungefähr so seriös wie die Blitz-Illu. Zumal in dem Artikel nicht eine einzige Referenz als Beweis dient, sondern nur Behauptungen aufgestellt werden.

    Noch so gute Quellen?

  27. plantoschka says:

    @Arne

    Ich wollte den bis dato so einseitigen Kommentarbereich hier mit einigen Fakten bereichern.
    Wie gesagt finde ich es richtig was Tim Cook sagt. Apple’s Geschäftsmodell sind nicht deine Daten.

  28. plantoschka says:

    Bevor hier weiter Zeug unterstellt wird. Ich nutze selber iOS, Android und Windows Geräte. Google Dienste aber nur noch GMail. Ich zahl lieber für Services mit echtem Geld.

  29. @plantoschka

    Das ist vollkommen korrekt, aber derjenige der die Werbung beauftragt, hat keine Möglichkeit an die bei Google hinterlegten Nutzerdaten zu gelangen. Das ist ein komplett anonymisierter Prozess, bei dem lediglich bestimmte Zielgruppen ausgewählt werden können. Die Werbung als solche bekommt man ohnehin.

  30. plantoschka says:

    @daniel

    Genau so ist es. Wer damit einverstanden ist kann bedenkenlos Google Dienste nutzen.

  31. Was mich auch nervt sind die Streitereien zwischen Apple und den ganzen anderen Marken. Auch zwischen denen die die Marken besitzen…

  32. @plantoschka: „Apple sollte das marketingmäßig verwenden“ Um was geht es dir wirklich? Dass Apple etwa den Wettbewerb um Mobile gewinnt? Das wäre das schlechteste für uns alle, denn nur die Konkurrenz ist der Motor für neue Funktionen und niedrige Preise. Freuen wir uns doch lieber zusammen, wenn sich die großen und kleinen Wettbewerber was einfallen lassen, um ihre Produkte besser zu machen. Anpinkeln der Konkurrenz hilft niemandem.

  33. plantoschka says:

    Übrigens sammelt Apple ähnlich wie Google auch Daten. Z.B. für Verkehrsdaten innerhalb der „Karten“-App. Ist aber auch wie bei Google Opt-Out.

    Bei GMail oder einigen anderne Diensten gibt es aber z.B. kein Opt-Out. E-Mails werden automatisiert gescannt. War ja auch damals das Argument von Microsoft in der (miserablen) Scroogled Kampagne.

  34. plantoschka says:

    @Troy

    Nein. Wettbewerb ist natürlich sehr gut. Am Ende profitiert davon der Konsument.

    Tim Cook hat ja auch niemand direkt erwähnt. Indirekt könnte man aber schon meinen das da Google gemeint ist.

  35. plantoschka says:

    Immerhin den Kommentarbereich in eine inhaltliche Diskussion gelenkt, statt in eine „Der ist blöd und ein Heuchler“-Diskussion. 🙂

  36. @plantoschka Also du kennst dich mit dem Apple oder Google etc. Geschäftsmodell aus? Sitzt du etwa bei den Unternehmen im Vorstand &‘ weißt ganz genau wie die ihr Geld machen??

    Ich denke mal keiner von uns weiß zu 100%, mit was die großen Unternehmen so ihr Geld verdienen.

  37. Leute, macht euch doch nicht die Mühe mit iSheep zu diskutieren, es ist schade um eure Zeit.

    Woran man iSheep erkennt? – Brett vorm Kopf, nur Stroh im Schädel und antwortet auf alles mit Määäh.

  38. plantoschka says:

    @Oliver

    „Da fällt mir spontan die Frage ein, welchen geldwerten Vorteil Werbung für Google oder Facebook hat. Als User habe ich überhaupt keine Ahnung, was meine Daten wert sind. Denn theoretisch wäre so eine Art Aufpreis denkbar, mit dem man sich von Werbung freikaufen könnte.

    Und gäbe es diesen Aufpreis, was wäre er den Usern wert oder interessiert es sie gar nicht?“

    Ist natürlich intressant. Ich vermute der Preis ist deutlich höher als man vermutet. Sicherlich ein dreistelliger $/€ Betrag.

  39. @plantoschka

    Sicher? Ich sage einfach mal „lässt sich nicht in Geld messen“. 😉

    Ich bin davon überzeugt, dass nicht einmal Google weiß, was die Accountdaten in Geld wert sind. Am Ende ist es einfach ein anderes Geschäftsmodell. Ursache und Wirkung sind in diesem Zusammenhang schlicht nicht zu fassen, sprich Androiduser=100€ oder Chromenutzer=20€.

    Nicht umsonst haut Google völlig fachfremde Dienste raus wie selbstfahrende Autos oder Internet aus der Luft. Direkte Ströme sind da nicht zu messen, allein die Aussicht auf User, die irgendwie über oder mit Google arbeiten, lässt sie hoffen.

    Im Gegenzug muss sich aber auch Tim Cook die Frage gefallen lassen, ob die hohen Preise bei Apple nur darauf zurückzuführen sind, dass man (oder ob man) die Daten der User nicht weitergibt. Möglicherweise will man nur die Daten nicht weiter geben, weil man sie selbst nutzen will und anderen diese Vorteile auch gegen Geld nicht geben will.

  40. plantoschka ist ja noch ein sehr netter Apple-Freund, der meist sachlich und nett ist – schwer wird die ganze Sache einfach nur wenn man ihn aus anderen Foren kennt und weiß das er NIEMALS in irgend einer form Apple kritisiert, egal was sie machen. Jedes Produkt ist grandios egal ob das kastrierte Macbook oder die wirklich unterdurchschnittlich tolle Uhr.

    Wäre hier mehr Kritik im Spiel, hätten die Diskussionen nicht diesen herben Beigeschmack.

    Cook selber hat Apple aber wahrlich deutlich unangenehmer gemacht, ich finde er wirkt doch sehr selbstherrlich, und falsch macht sein Unternehmen ja eh nichts.

  41. plantoschka says:

    @Oliver

    Fand das Zeit Interview mit Larry Page sehr intressant:
    http://www.zeit.de/2015/21/larry-page-google-gruender

    Das nimmt man ihm schon ab, das viele Projekte vordergründig die Welt verbessern sollen. Allerdings leben wir im Kapitalismus. Deshalb muss alles auch irgendwie Geld generieren. Google hat schon sehr intressante Projekte muss man schon sagen. Die Firma ist aber halt auch so grundlegend anders als Apple.

    Apple hat eigentlich keine Projekte sondern nur Produkte. Wenn was vorgestellt wird, ist es 6 Monate später am Markt.
    Apple’s Hochpreispolitik ist vermutlich einfach die ultimative Vision von Steve Jobs. Apple war schon immer am oberen Ende (preislich) angesiedelt.
    Ob das an den Aktionären liegt, die immer mehr Wachstum und immer höhere Quartalszahlen liegt, oder andere Gründe hat, kann ich auch nicht sagen. Der Erfolg gibt ihnen halt zum Teil auch Recht.
    Man darf auch nicht vergessen das eine Menge von Apple’s Core-Visionen so unheimlich wichtig war für die Computer von heute. Damit meine ich den ganzen Usability Aspekte (Human Interface Guidelines) und die hervorragende Entwicklung im Bereich Barrierefreiheit (siehe Molly Watts AppleWatch Review: http://www.mollywatt.com/blog/entry/my-apple-watch-after-5-days)

  42. plantoschka says:

    „wenn man ihn aus anderen Foren kennt“. Argh mich? Wo denn? Hardwareluxx?
    Ich steh dazu 🙂

    Da versuch ich auch immer meine Meinung wieder zu spiegeln. Ist das meist Apple positiv? Ja. Vermutlich les ich zuviel von John Gruber 🙂

    Ich seh halt auch das neue Macbook z.B. als ein tolles Produkt, dass die Kategorie Laptop neu erfindet. Ich würde es aber fast keinem empfehlen. Genauso die Apple Watch. Tolles Produkt, das man nicht braucht.

  43. Google bietet das „Freikaufen“ von Werbung und Mining an, zumindest Ihre Basisdienste (Gmail, Drive, etc.) betreffend. Das Produkt Nennt sich Google Apps und die Kosten hierfür sind wirklich im Rahmen. Sollte nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden.

  44. Klingt so ein bisschen danach, als würde man bereuen den Big-Data-Zug verschlafen zu haben und holt daher die Moralkeule raus (war das nicht immer die Masche von MS?)..

    Bin mal gespannt wie sie Siri pimpen wollen. Google Now, welches anfangs noch belächelt wurde, wird jedenfalls immer besser.

  45. @plantoschka
    Bezahlter Apple Mitarbeiter oder was willste uns mit denen Mist sagen? Du solltest erst einmal anfangen denen Hirnfluss zum denken zu animieren bevor du überhaupt den Mund aufreisst.

  46. @plantoschka
    Egal was man von Apple, Google, Facebook, Amazon und Co. hält. Es IST sehr blauäugig, in der heutigen Zeit und Welt solchen Aussagen blind zu vertrauen. Du glaubst doch wohl nicht, dass ein Mann wie Cook, der ein Unternehmen wie Apple führt, sich nicht über den immensen Wert der Daten seiner Kunden bewusst ist? Das Geschäftsmodell ist ungefähr so viel wert, wie das Papier, auf dem du dir den Teil seiner Rede ausdrucken kannst.

    @Oliver
    Nun ja, unsere Daten sind wohl unbezahlbar. Google hat das taktisch schon klug gemacht. Von vornherein vermieden, einen Gedanken am Wert der eigenen Daten aufkommen zu lassen.
    Andererseits wären einige Dienste von Google ohne die Daten der Nutzer auch sinnlos. Und dafür bezahlen, dass man meine Daten bekommt? Das würden vermutlich die wenigsten wissend machen, wenn es eh nur um ihre Daten geht.

  47. Alle schreien hier nach Belegen ? JA und wo sind die Belege das Apple keine Daten sammelt / verkauft ? Was Apple sagt sind doch nichts weiter als Behauptungen.

    Bewegungsdaten, biometrische Daten, angeblich alles nur auf dem iPhone gespeichert. JA und wo sind die Beweise dafür ? Bei Apple ist doch nichts offen gelegt.

  48. Dass so viele Leute so ungläubig sind… Wenn Tim sagt, dass sie keine Daten sammeln dann sammeln Sie auch keine Daten! Denkt ihr er lügt uns an? Wenn das herauskäme könnte er seinen Posten verlassen. Ich finde es gut, dass er gesagt hat, dass Google Daten sammelt. Dann wird mein nächsten Handy jetzt auch ein iPhone. Google und Android will ich jetzt nicht mehr sehen.

  49. @Dieser
    Ich lache gerade herzlich. Ehrlich!
    Aber gib’s zu: Du willst doch nur spielen…?

  50. Fussballer says:

    Tim Cook ist genau so verlogen wie Joseph Blatter. Aber da Blatter nun als FIFA-Boss zurücktreten musste, wäre Cook ein qualifizierter Kandidat als neuer FIFA-Boss: Wer Steuerhinterziehung, Datensammelei und Hintertüren bei Apple verleugnet, kann auch noch Korruption bei der FIFA verleugnen. 😉

    Bedenklich ist allerdings, dass Caschys Blog sich wieder an die Speerspitze der Apple-Propaganda setzt. Während Cook noch nicht mal konrete Firmen erwähnt, schießt Caschys Blog sofort gegen Google in der Überschrift und setzt damit noch einen drauf.

    Kritischere Apple-Themen der letzten Tage und Wochen wurden in Caschys Blog dagegen verschwiegen, z. B. die wiederholten und andauernden Ausfälle der iCloud oder die extremen Sicherheitslücken in iOS.

  51. @plantoschka: Was sagst du zu iBeacon (Bewegungsdaten zur genauen Werbeplatzierung), HealthCare (Zugang zum Programm nur wenn man kostenpflichtig Partner wird), iAd (Gleiche Model wie bei Google). Gibt es im iTunes-Store keine Empfehlung auf Basis von Interessen?
    Jeder dieser Dienste wo Apple mit veredelten Daten der Nutzer Geld macht.

    Damit mehr Firmen auf das Apple Produkt iBeacon umsteigen und nicht wie bisher die Bewegungsdaten in Geschäften über ungenaue WLANs abrufen, hat Apple die dynamischen Mac-Adressen eingeführt.

  52. :’D dieser Scherzkeks. Stattdessen achtet Apple lieber auf Datensicherheit oder was? #thefappening 😀

  53. Ohne auf die Kritik meiner Vorposter – ob berechtigt oder nicht überlasse ich mal dem geneigten Leser haha – einzugehen, finde ich es viel bedenklicher, dass jeder, der seine eigenen Daten verkauft auch immer ein Stück weit die seiner Freunde und Bekannten, mit denen er kommuniziert, aufgibt.
    Telefonnummer, Adresse… Chat-Verläufe usw..

    Das finde ich kritisch und ignorant.

  54. plantoschka says:

    @Dorian

    Stimme dir zu.
    Was meinst du mit HealthCare? Krankenversicherung?
    Meinst du HealthKit? Das ne offene Api. Meinst du ResearchKit? Das ist OpenSource auf Github.

    @Alex
    https://www.apple.com/de/business/docs/iOS_Security_Guide.pdf
    Ob man’s glaubt bleibt jedem selbst überlassen. Gibt aber genug Hacker die sich mit der Sicherheit von Betriebssystemen beschäftigen.

  55. @Erik: Stimmt. WhatsApp hatte schon meine Handynummer (von meinen Freunden), bevor ich überhaupt selbst drin war.

    Und das schlimmste: Unter iOS werden meine WhatsApp-Daten sogar UNVERSCHLÜSSELT vom iPhone übertragen. 🙁

    Unter Android läuft das wenigstens verschlüsselt.

  56. Hört sich vertrauenswürdig an…nur ob das in seinem Unternehmen nicht zumindest in Teilen genau so läuft ist zu bezweifeln.

  57. plantoschka says:

    @Dorian

    Stimme dir zu.
    Was meinst du mit HealthCare? Krankenversicherung?
    Meinst du HealthKit? Das ne offene Api. Meinst du ResearchKit? Das ist OpenSource auf Github.

    @Alex
    https://www.apple.com/de/business/docs/iOS_Security_Guide.pdf
    Ob man’s glaubt bleibt jedem selbst überlassen. Gibt aber genug Hacker die sich mit der Sicherheit von Betriebssystemen beschäftigen.

    Die Beleidigungen hab ich zur Kenntnis genommen. 🙂

    Die Kernaussage von Cook finde ich total richtig:
    „Tim Cook findet es nicht gut, dass es Firmen gibt, die ihre Nutzer mit kostenlosen Angeboten locken, nur um deren Daten dann zu Geld zu machen. Sei es über gezielt ausgelieferte Werbung oder andere Wege. Kostenlos hätte in diesen Fällen einen hohen Preis, den der Daten.“

    Und hier nochmal ein gutes Video zu „Free is a lie“: http://thenextweb.com/video/watch/free-is-a-lie

  58. Apple sammelt genauso Daten wie alle andere auch.
    Willst du etwas aus hrem Store Laden,musss du dich mit deinen Persönlichen Daten anmelden.

    Würde es Apple ernst meinen,müsste man sich für GAris Apps gar nicht anmelden,und für Kostenpflichtige Apps eben Name und PW,oder Zeritifkat.

  59. @ Stefan
    6 setzen, Thema nicht verstanden

  60. Taudorinon says:

    Das man bei Google und Facebook mit seinen Daten zahlt ist ja nun wirklich kein Geheimnis. Muss halt jeder selbst entscheiden welchen Dienst er nutzt. Die Sicherheit der Daten ist ohnehin unabhängig von Geschäftmodel, den auch Apple animiert die Nutzer ihre Daten Apples Diensten anzuvertrauen. Und wenn die Cloud geknackt wird ist denn Betroffenen vermutlich egal ob der Betreiber die Daten ausgewertet hat oder nur speichert.

  61. iSheep-Versteher says:

    He, plantoschka, ist heute der Förderunterricht ausgefallen und dir deshalb langweilig?

    Falls ja, überleg mal, ob es nichts Schöneres gibt als 4 Stunden lang durchgehend deinen Apfel-Götzen zu lobpreisen.

  62. plantoschka says:

    Ja. Ist heute ausgefallen.

  63. plantoschka says:

    Für die interessierten:
    Auf Techcrunch gibts einen detaillierteren Bericht mit mehr Aussagen vom Cook zum Thema Datenschutz/Verschlüsselung:
    http://techcrunch.com/2015/06/02/apples-tim-cook-delivers-blistering-speech-on-encryption-privacy

  64. Wie erkennt man einen der kein Apple-Produkt benutzt und keinen Schimmer davon hat wie Dienste etc implementiert sind? Er schreibt Schwachsinn über Dinge die er nicht versteht und verkauft Gerüchte als Tatsachen.

    Bestes Beispiel ist ResearchKit. Eine Open Source API mit deren Hilfe ein Nutzer seine Gesundheitsdaten mit Forschern teilen kann, nur mit diesen und nur nach persönlichem Einverständnis. Was macht der minderbemittelte Troll daraus? Apple sammelt Gesundheitsdaten.

  65. Sehr löblich von Apple, aber sie können es sich eben auch erlauben! Bekommen ihre Kohle schließlich auf anderem Wege hinein.

    Und was die Kritiker angeht: Tim Cook würde wohl nicht so Dick auftragen, wenn da nicht wirklich was dran wäre. So etwas kann nämlich auch ganz schnell nach Hinten losgehen, besonders da man heutzutage nur schwer etwas verheimlichen kann!

  66. Ne, is klar, Kalle, du weißt genau, wie alles genau implementiert ist. Nur weil es dein Hohepriester so predigt. Deine Einstellung ist überhaupt nicht naiv und dumm…

    Und, Horst, wenn es ums schwere Verheimlichen geht: Welche Beweise würde es heute für all die Verstrickungen von Apple & Co zur NSA ohne Snowden (der dafür sein Leben/Familie/etc. mehr oder weniger aus Idealismus aufgegeben hat) geben? Gar keine, nur Gerüchte, die als Verschwörungstheorien abgetan werden würden.

  67. @Belle: Es sind auch ohne Snowden immer wieder solche Dinge ans Licht gekommen, von daher hat mein Argument durchaus Hand und Fuß. Denn wenn er offensichtlich lügen würde, wäre das schon ein ziemlicher SuperGAU für Apple! Man kann ja noch nicht mal davon sprechen, das er sonst bei anderen Dingen nicht die Wahrheit gesagt hätte!

    Also beweist das Gegenteil oder haltet euch mit euren Hasstiraden und Verschwörungstheorien zurück!

  68. @Belle
    Aber ihr Trolle wisst wie alles implementiert ist, oder was? Man muss dümmliche Behauptungen die man aufstellt erst mal beweisen.

    Falls du Interesse hast: https://www.apple.com/de/business/docs/iOS_Security_Guide.pdf

    Welche Beweise gibt’s den für die Verstrickungen von Apple und Co zur NSA? Ein Slide von Snowden das ein Paar Jahre alt ist, sonst nichts konkretes. Apple, Google etc betreiben zur Zeit massiv Lobbyarbeit gegen die Forderungen der Agencies. Das Ergebnis was erst gestern in den Nachrichten.

    Google verdient 90% oder mehr mit gezieltem Anzeigen. Apple verdient 90% oder mehr durch den Verkauf von Hardware. Alleine das sollte einem zu denken geben. Die TOS sind auch immer einen Blick wert.

    @Marc
    Danke für den Beweis. Du betreibst Panikmache mit Sachen die du nicht verstehst.

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