TikTok nimmt Stellung zur Entscheidung von Donald Trump

Donald Trump ist aktuell nicht gut auf TikTok zu sprechen. So hat er US-Unternehmen untersagt Geschäfte mit der hinter TikTok stehenden Firma, ByteDance, zu machen. In 45 Tagen soll die Order in Kraft treten. So viel Zeit hat passenderweise auch Microsoft, um eventuell TikTok zu übernehmen und dann unter neuer Führung in den USA weiter zu führen. Jetzt hat TikTok selbst die aktuelle Situation kommentiert.

Zunächst war sich TikTok da ja siegesgewiss und beruhigte die Community sogar. Nun folgt ein Statement, laut dem TikTok „noch für viele Jahre“ zur Verfügung stehen werde. Man sei geschockt von Trumps Anweisungen. Die US-Regierung habe sich leider nie für Fakten offen gezeigt, die TikTok vorlegen wollte, um etwaige Spionagevorwürfe auszuräumen. Stattdessen habe man die gewöhnlichen, rechtlichen Schritte ausgelassen und sogar bei TikToks Verhandlungen mit anderen Partnern interveniert. Damit dürfte TikTok wohl die Gespräche mit Microsoft meinen.

Laut TikTok habe man sich immer offen für Gespräche gezeigt, um allen Seiten gerecht zu werden. Dieses Angebot sei von der US-Regierung ausgeschlagen worden. Der US-Präsident gebe sich Spekulationen und irrationalen Ängsten sowie vielen „vielleichts“ hin. TikTok habe seiner Meinung nach „vielleicht“ Daten mit der chinesischen Regierung geteilt. Dieses „Vielleicht“ schließe man aber selbst aus, denn das sei nie geschehen. Auch habe man nie Zensur im Auftrag der chinesischen Regierung vorgenommen.

TikTok merkt an, dass die US-Regierung sich selbst als wenig vertrauenswürdig für internationale Unternehmen zeige. Sollte man von der Regierung nun so unfair behandelt werden, dann werde man zur Not auch vor Gericht ziehen und auf mehr Fairness an den US-Gerichten pochen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Wenn auch bei Tiktok nicht klar ist, wie nahe sie der CCP steht, so hat doch WeChat viele Daten ausgeplaudert und wurde vor allem in China stark zensiert.
    Beim Amnesty-Datenschutz-Check hat WeChat mit überragenden 0 / 100 Punkten abgeschnitten..
    Ausserdem kommt der Umfang sehr gelegen, somit muss sich der Nutzer nicht entscheiden, ob er die Berechtigung für Location (fürs Payment) und Bewegungsdaten (fürs Fitnesszeugs, was optional!! genutzet werden kann) und Mic (für Voicemessage) übergeben möchte. Er darf einfach alles Akzeptieren.. Ja und wenn er nicht will, darf er die App wieder deinstallieren, und verliert Zugriff auf alle so unterschiedlichen Funktionen…

    • Ohne jetzt China und deren Überwachung toll reden zu wollen, wie US hörig wir sind, erkennt man der Sprache. Z.B. bei Dir: Location (Ort), Payment (Bezahlung), Voicemessage (Sprachnachricht) alles mögliche wird ohne Not ersetzt. Warum?

      • Tjorven5000 says:

        Hat mich auch gewundert. Und dann auch dieses zwanghafte Verwenden des Begriffes CCP, welches man bei Reddit und Co. im Überfluss liest. Warum nicht einfach China?

      • Englische Begriffe verwenden mit „US hörig“ gleichzusetzen verdient echten Respekt 😀

        • Finde ich auch strange. 😉

          Zudem: Vielleicht sind wir ja auch UK-hörig!? Oder vielleicht hat es einfach damit zu tun, dass wir viel öfter global kommunizieren und sich Begriffe einfach irgendwann einbrennen. Bei jüngeren Leuten ohnehin. Hörigkeit oder zwanghaftes Verwenden vorzuwerfen, finde ich wirklich weit hergeholt. Ob man’s toll findet oder nicht, ist ein anderes Thema.

  2. Ich weiß immer noch nicht, ob ich mich lieber von Amis oder von Chinesen ausspionieren lassen möchte.
    Leider gibt es momentan auch kaum Alternativen.
    Uudem klingt USA vs TikTok schon sehr ähnlich dem Fall USA vs Huawei.
    Verbote durch Anschuldigungen ohne einen einzigen Beweis.
    Kalter Krieg war gestern. Wirtschaftskrieg ist heute. Und wer zwischen den Fronten steht bezahlt dafür.

    • Es ist ja schon ziemlich bezeichnend dass die ganze Aktion erst begann nach dem sich eine Bewegung gegen Trumps Wahlkampf über Tiktok organisierte – einer App über welche die USA keine wirkliche Kontrolle haben. Man gewinnt den Eindruck dass ihnen erfolgreiche große Plattformen ein Dorn im Auge sind, die nicht in den USA beheimatet und von ihnen selbst stückweise überwacht werden können.

  3. Wolfgang D. says:

    Alternativ könnte die Regierung von China im eigenen Land ja die westlichen Social Media Anwendungen freigeben, zulassen und nicht mehr auf Regierungskritik zensieren und filtern, und die Nutzer nicht mehr bei legalen Meinungsäußerungen verfolgen.

    Ja, so ist es mit den Träumen – sie werden eben doch nicht wahr.

  4. Wir wissen doch, dass in China fast der gesamte Internetverkehr zensiert wird. Das ist kein Geheimnis. Das die USA das aber auch versucht/macht, ist sehr wohl ein Geheimnis. Zumindest, wenn es nach den Wünschen von Breasidend Drumb geht. Das sich ein Breasident mit sowas überhaupt beschäftigt ist schon merkwürdig. Für mich zumindest. Für chinesische Verhältnisse wundert es mich nicht. Finde ich aber auch nicht gut. Da stellt sich die Frage, in wieweit darf Wirtschaft und Politik verschmelzen. Aber ich hab da überhaupt keine Sorge. Wenn TikTok auf US Gebiet in den Händen der US Regierung ist, wird sich irgend eine neue andere unabhängige App auftun. Und wieder und wieder.

  5. Pappschachtel says:

    Sagte mal, hat sich Huawei überhaupt irgendwie mal zur Wehr gesetzt gegen die Sanktionen? Da ist mir gar nichts zu Ohren gekommen. Bei TikTok bewegt man sich sofort, aber bei Huawei hält man komplett die Füße still, verdächtig still.

  6. Der Grund warum Trump so aggressiv gegen TikTok vorgeht ist das angeblich Tiktok Nutzer dafür gesorgt haben sollen das kaum jemand zur Trump Veranstaltung in Tulsa gekommen ist.

  7. Vielleicht interessiert das hier jemand
    6 Minuten aus Michelle Obamas Rede auf dem virtuellen Parteitag der Demokraten: „Donald Trump ist der falsche Präsident für dieses Land“
    https://sz.de/1.5002128?jwsource=cl

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