Teufel Cage 2020: Gaming-Headset angehört

Der Gaming-Markt ist ein Milliarden-Markt und zwar nicht nur in den Bereichen Hardware und Software. Auch Zubehör wird eine Menge gekauft, Tastaturen, Mäuse, Mauspads und Co. Die RGB-Beleuchtung darf natürlich auch nicht fehlen.

Ist man mit einem gescheiten Rechner und Zubehör ausgestattet, darf die klangliche Untermalung natürlich auch nicht fehlen. Da man gerade bei Multiplayer-Spielen oft mit seinem Team kommuniziert, ist das Gaming-Headset ein gern gesehener Gast am Zocker-Schreibtisch. Auch Teufel hat eines im Angebot und sein Cage-Headset in diesem Jahr neu aufgelegt. Ich hatte die Gelegenheit mal reinzuhören.

Im Karton selbst findet man das Headset, ein 3,5-mm-Klinken-Kabel, ein Micro-USB-auf-USB-Kabel und das dazugehörige Mikrofon. Wenn man sich andere Gaming-Headsets anschaut, spart Teufel hier an martialischen Elementen, die dick auftragen. Lediglich die großen, leicht eckigen Hörmuscheln inklusive der spartanischen Aufhängung lassen vermuten, dass es sich nicht um einen 0815-Kopfhörer aus der Berliner Audio-Schmiede handelt.

Eben genannte Aufhängung ist aus Metall, kantig und ordentlich verarbeitet. Das lässt sich für das ganze Headset sagen. Hier findet man nirgends billigen Kunststoff oder schlecht gearbeitete Kanten. Das Kopfband ist nicht zu straff eingestellt und sehr flexibel. Auch größere Köpfe finden darunter Platz, ohne dass man das Gefühl bekäme, das Headset würde den Kopf zerquetschen. Die Polsterung ist angenehm weich und sorgt dafür, dass ihr auch nach längeren Sessions keine Probleme mit den Ohren habt. Ich hab das Teil im Homeoffice auch als normales Headset genutzt und somit den ganzen Tag auf den Ohren gehabt. Die Hörmuscheln sind außerdem so groß, dass sie die Ohren gut umschließen.

An den Muscheln selbst findet ihr übrigens noch drei Buttons. Links ist ein Mute-Schalter verbaut, während man rechts einen Regler für die Lautstärke und einen Multifunktionsbutton vorfindet. Dieser lässt sich mit verschiedenen Aktionen belegen, jedoch nur am PC in Zusammenarbeit mit dem Teufel Audio-Center nutzen. Das gibt es übrigens nur für Windows und gibt euch beispielsweise per Equalizer die Kontrolle über den Sound, ihr könnt den virtuellen 7.1 Surround-Sound aktivieren, die Sampling-Rate von Kopfhörer und Mikro anpassen und vieles mehr.

Doch wie ist denn das Teil nun aufgesetzt? Sehr angenehm, wie ich bereits erwähnte, mit 340 Gramm ist es auch nicht zu schwer. Die Tasten sind gut positioniert und erfühlbar. Der Multifunktionstaster an einen ziemlich guten Druckpunkt und der Regler für die Lautstärker geht nicht zu schwer aber auch nicht zu leicht. RGB-Beleuchtung gibts bei Teufel keine aber immerhin leuchten die Teufel-Logos an den Seiten rot.

Sollten die Polster für eure Ohren nach längerer Zeit mal nicht mehr zu gebrauchen sein, lassen sich diese übrigens relativ einfach austauschen.

Bevor wir zum Klang kommen, schauen wir uns mal das Mikrofon an. Das kann nur an der linken Hörmuschel befestigt werden, sitzt aber auf einer angenehmen Höhe vor eurem Mund. Bei einigen Exemplaren ist das Mikro oft noch so hoch eingestellt, dass es kurz unter dem Auge hängt und eventuell das Sichtfeld beeinträchtigt. Das ist hier nicht der Fall. Der Mikroarm ist stabil aber flexibel genug, um die persönlichen Anpassungen ordentlich vornehmen zu können. Die Sprachqualität habe ich in Microsoft Teams, Skype und mit Facetime-Anrufen getestet und von meinem Gegenüber ein positives Feedback bekommen. Eure Stimme ist klar und deutlich zu hören, auf die richtige Positionierung sollte jedoch geachtet werden. Also nicht ins Mikro beißen 😉

Klanglich macht das Cage ebenfalls eine gute Figur. Man konnte Teufel ja noch nie vorwerfen, dass man Lautsprecher oder Kopfhörer mit einem schlechten Sound verkauft hätte. Das Cage glänzt vor allem am PC über den USB-Anschluss und bei aktiviertem 7.1-Surround-Sound mit einem großen Dynamik-Umfang und gutem Volumen in allen Klangbereichen. Auch in puncto Detailgrad gibt es einen Daumen nach oben. Ich hab mir damit auch mal etwas Klassik und Filmmusik angehört, da man bei dieser Musik immer besonders gut hören kann, wie Instrumente in den verschiedenen Klangbereichen zu hören sind. Von Haus aus ist der Klang des Headsets relativ ausgewogen und nicht so Bass-lastig, wie man es eventuell von anderen Herstellern gewohnt ist. Wem das zu wenig ist, der kann über den Equalizer nachregeln. Dennoch sind die Bässe hier und da nicht so druckvoll, wie es der eine oder andere vielleicht gern hat.

Neben dem Einsatz am PC und Mac, habe ich das Cage auch an der Xbox One X getestet und dafür Dolby Access aktiviert. Auch per Klinke ist das Ding sehr gut einsetzbar. Wer via Stadia am Smartphone zockt und einen Klinken-Adapter oder noch einen Kopfhörer-Anschluss besitzt, hat also auch direkt was zum Aufsetzen.

Alles in allem kann man Teufel eine gute Arbeit attestieren. Das Headset ist nun nicht der „Hingucker“ für die nächste LAN-Party denn RGB-Beleuchtung gibts hier keine und auch keine Stealth-Elemente oder ähnliches. Man bleibt bei einem relativ gesitteten Kopfhörer-Design und nutzt die Kompetenz im Klang-Bereich, um dem gewillten Gamer ein ordentliches Headset anzubieten. Die Frage ist nun aber, ob man mit dem Preis so viele Abnehmer findet wird. 169 Euro kostet das gute Stück, da muss man sich schon großer Konkurrenz aussetzen. Vor allem im Bereich bis 100 Euro tummeln sich eine Menge Firmen, die um die Gunst der Kunden werben. Mit was für Headsets seid ihr denn so unterwegs? Auch Logitech ist mit seiner G-Serie unterhalb von Teufel unterwegs.

Teufel Cage bei Teufel

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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8 Kommentare

  1. Für das Geld würde ich mir gleich ein Beyerdynamic holen, je nach Vorliebe : DT 770, 880 oder 990 Pro).
    Sind alle preislich unter diesem Headset…

  2. Habe nach Micro USB zum Lesen aufgehört. Sind die Kopfhörer aus dem letzten Jahrzehnt?

    • Kann ich auch nicht nachvollziehen, wieso Hersteller im Jahr 2020 noch neue Hardware mit dem antiquierten Micro USB Anschluss bringen.

      Das alleine ist schon fast für sich genommen ein KO Kriterium und wird nur akzeptiert, wenn es keine Alternative dazu gibt.

      Den Preis halte ich für überzogen, glaube nicht, dass das Headset so eine gewaltige Qualitätssteigerung darstellt, dass es den vierfachen Preis im Vergleich zu einem Hyper X Cloud 2 Headset rechtfertigt.

  3. Tja, mein Cage ist bei normalem Gebrauch nach 2 Jahren und drei Monaten gebrochen. Reparatur auf Kulanz wurde nicht angeboten.
    Wie ich sehen kann, ist die Halterung immer noch gleich aufgebaut. Sollte man sich also überlegen.

  4. Technikfaultier says:

    Der Jens

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