UniFi: Controller auf neue Hardware umziehen

Ein UniFi-Controller lässt sich auf zahlreicher Hardware nutzen, sowohl auf eigener Hardware wie beispielsweise einem Raspberry Pi oder einem Docker Container, als auch auf Hardware von Ubiquiti. Bis zuletzt lief mein UniFi-Controller problemlos in einem Proxmox-Container. Aufgrund meines laufenden Tests zu einiger Hardware aus dem Hause UniFi – Testberichte folgen – habe ich mich nun dem Thema gewidmet meinen Controller auf einen Cloud Key Gen2 Plus umzuziehen. Funktioniert eigentlich ganz schmerzlos, wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet:

Im Menüpunkt Controller Settings findet sich das Untermenü zum Backup. Dort lässt sich eine Backup-Datei herunterladen – ihr habt hier die Wahl, wie lange die Historie zurückreichen soll – um so länger, desto größer das Backup und die Bearbeitungszeit.

Neben des Backups empfiehlt es sich außerdem, die IP-Adressen von euer UniFi-Hardware zu notieren oder abzuspeichern – und hier meine ich sämtliche Hardware, die von eurem Controller gemanagt wird (Access Points, Switches, etc.). Dies ist wichtig, falls eure Hardware nicht oder nicht korrekt über den neuen Controller informiert wird. Ebenso solltet ihr zu diesem Zweck unter dem alten Controller SSH aktivieren (Network Settings > Device Authentication) und euch des Nutzernamens samt Passworts bewusst sein. Sollte ein Stück Hardware vom neuen Controller aus nicht zu verwalten sein, könnt ihr mittels SSH-Befehl z.B. via Putty ( set-inform http://IP-DES-NEUEN-CONTROLLER:8080/inform ) die Hardware mit dem neuen Controller nochmals bekannt machen und quasi „rüber schubsen“.

Ähnlich macht das auch euer alter Controller, wenn alles glattläuft, von alleine: Aktiviert hierzu in den Controller-Einstellungen (Advanced Configuration) die Option „Override Inform Host With Controller IP“ und quittiert diese. Euren neuen Controller könnt ihr nun schon anschalten, im Falle des Cloud Key Gen2 hat sich dieser an meiner FritzBox via DHCP eine IP geschnappt, zeigt diese auf dem Display auch direkt an, sodass ich sie hier nur nochmals eintippen muss und quittieren kann. Der alte Controller kann nun theoretisch vom Netz.

Über die IP-Adresse kann ich mich auch im Browser auf den Cloud Key 2 aufschalten und kann einen UniFi-Controller starten. Der UniFi-Controller lässt sich auch immer direkt über Port 8443 erreichen ( https://IP-DES-CONTROLLER:8443/ ). Im neuen Controller (ob dies nun der Cloud Key Gen2 oder ein anderer ist) muss nur dem Einrichtungsassistenten Folge geleistet werden. Dieser schlägt auch vor eine Backup-Datei einzuspielen – welche wir ja von vorhin noch zur Hand haben.

Hat alles funktioniert, so sieht alles so aus wie auf dem alten Controller und sämtliche Hardware ist erreichbar. Sollte ein Gerät fehlen, müsst ihr über den Inform-Befehl da nochmals ran. In meinem Fall hat alles auf Anhieb geklappt: 1 Switch und 3 Access Points sind ad hoc ansprechbar:

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Student auf Lehramt. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. Schaut euch die Dream Maschine von Unifi an. Scheint richtig geiler Scheiß zu sein.

    • Felix Frank says:

      Schaue ich mir gerade im Test an. In der Non-Pro-Version 😉

      • Habe hier die Pro Version laufen.
        Gutes Teil, man darf aber die Firmwareprobleme die aktuell noch am Start sind nicht leugnen.

        Trotz allem ein tolles Gerät, absolute Enpfehlung!

    • Ich habe die schon einige Zeit, mich nervt nur eines an dem Teil – die kann kein SNMP um die Netzwerkdaten usw in ein Monitoringsystem einzubinden.
      Der Support gab auch keine Info, das die mal kommen wird.

  2. Wichtig bei den Unifi Systemen ist, dass man sich über die Struktur einen Überblick verschafft.

    Es gibt eben nicht nur ein Webinterface des Routers, sondern eine zentralisierte Verwaltungsstruktur über den Cloud Key. Man kann eben nicht mal so eben einen Access Point oder Switch neu konfigurieren wie das bei AVM oder Netgear der Fall ist.

    Eklatant wichtig ist das Notieren von Zugängen und Passwörtern sowie ein Backup des Controllers. Der Cloud Key hat sowohl eigene wie auch Netzwerkmanagementzugänge, die nichts, aber auch wirklich gar nichts miteinander zu tun haben.

    Deshalb: von Anfang an muss man Benutzername und Passwörter für alle Zugänge notieren und diese für den Fehlerfall bereit haben. Es schadet auch nicht, wenn man die wichtigsten Befehle vorab notiert und ausprobiert. Das hört sich so banal an, ist aber enorm wichtig. Mir ist es selbst schon passiert, dass ich einen Cloud Key per SSH ansteuern musste (fehlerhaftes Update) und kräftig grübeln musste, wie denn nun der SSH Zugang lautete.

    Dem Normalanwender rate ich dabei nach wie vor von Unifi Produkten ab. Sie sind im Zweifel schlicht zu kompliziert. Da ist eine Fritzbox mit Repeater weit besser geeignet. Im Enthusiastenkreis ist Unifi wegen der starken Hardware im Verbund mit erschwinglichen Preisen recht beliebt. Und das zu Recht.

    • Zu kompliziert ? – bei meinem letzten Arbeitgeber haben wir Unifi-Wlan Netze in Masse aufgebaut und für die meisten Konfigarbeiten nicht mal ein Notebook eingeschaltet, das geht per Smartphone-App schneller und einfacher.
      Und besser als Fritzbox mit Repeater – klares nein. Ich hab mein Fritzbox-Wlan und die beiden Repeater abgeschaltet, die ich brauchte, um unsere Maisonett-Wohnung halbwegs gut mit Wlan zu versorgen. das erledigt jetzt die Unifi-DreamMaschine alleine.

      • Da hat wohl keiner von Euch mal Probleme mit dem Ubiquity Geräten gehabt. Genau dann zeigt sich, dass es gut war alle Zugänge zu notieren. Dann zeigt sich, dass das Eco System nicht annähernd so einfach wie das AVM Fritz System ist.

        Klar… Solange alles funktioniert, ist das Unifi System einfach zu managen.

    • Zu kompliziert finde ich nicht. Einfach ein paar Accesspoints gekauft, den ersten per Handy konfiguriert und die nächsten einfach mit einem Klick hinzugefügt. Ein neuer Accesspoint ist eine Sache von 30 Sekunden und dann läuft einfach alles.

      Wenn ich manchmal von anderen Leuten höre „WLAN geht gerade nicht, das müssen wir mal wieder neu starten“ oder „ich habe eine Zeitschaltuhr, damit einmal pro Tag die Fritzbox vom Strom getrennt wird und dann neu startet“ etc.

      Mit unifi läuft einfach ALLES und das ohne Wartung.

    • Ein FritzBox kannst du heutzutage doch nur noch für die Oma nutzen. Ist jetzt die Frage, wie du „Normalanwender“ definierst, aber in Zeiten, wo praktisch jeder „Normalanwender“ irgendwelche IOT-Geräte zu Hause hat, muss man die doch in ein separates WLAN und VLAN ohne Internetzugang stecken.

      Bereits an solchen simplen Dingen scheitert die Fritz!Box aber. Wenn man ausschließlich WLAN-Geräte hat, kann man vielleicht noch die Gastnetz-Funktion dafür opfern. Dann hat man halt kein Netz mehr für seine richtigen Gäste übrig. Aber spätestens bei verkabelten IOT-Geräten hinter einem Switch hört es dann ganz auf mit der AVM-Bastelei.

      Natürlich muss es nicht unbedingt Ubiquity sein, aber die Fritten kannst du wirklich kaum noch jemanden ernsthaft empfehlen (außer natürlich der Oma, für die reicht es allemal).

      • Welche IoT-Geräte hat denn praktisch jeder „Normalanwender“ zu Hause, wegen der er sich mit VLANs rumärgern sollte – und wie viele Promille der „Normalanwender“ würden das erfolgreich hinbekommen? Oder anders gesagt, „VLAN“ und „Normalanwender“ schließen sich IMHO kategorisch aus.

  3. Am einfachsten geht es wenn der alte und der neue Controller die gleiche IP erhalten. Dann reicht es wirklich einfach nur das Backup auf dem neuen einzuspielen.

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